Arbeiterpartei Kurdistans

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PKK ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter PKK (Begriffsklärung) aufgeführt.
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Die Arbeiterpartei Kurdistans (Eigenbezeichnung: Partiya Karkerên Kurdistan, Abk. PKK) ist eine kurdische, marxistisch ausgerichtete Untergrundorganisation mit Ursprung in den kurdischen Siedlungsgebieten innerhalb der Türkei. Sie kämpft politisch und mit Waffengewalt für politische Autonomie kurdisch besiedelter Gebiete in der Türkei, teilweise auch in den angrenzenden Ländern. Dabei verübt sie Anschläge auf militärische und zivile Ziele.[1] Ziel der PKK ist je nach Lesart die Gründung eines unabhängigen kurdischen Staates[2] oder ein „Demokratisches Autonomes Kurdistan“ innerhalb der bestehenden Staatsgrenzen mit eigenen „nichtstaatlichen Administrationen“.[3]

Die Organisation und ihre Nachfolger werden unter anderem von der Türkei, der EU und den USA als terroristische Vereinigung eingestuft. Seit dem 30. Mai 2008 ist die PKK auf der Drogenhandelsliste des Foreign Narcotics Kingpin Designation Act in den USA.[4] Der deutsche Verfassungsschutz sieht jedoch keine Hinweise auf eine Verwicklung der PKK in den Drogenhandel in Deutschland.[5] Gemäß einer Analyse des Council on Foreign Relations verübte die PKK im Jahr 2011 insgesamt 35 Terrorakte und steht damit an Position 9 der weltweit aktivsten Terrororganisationen.[6]

Organisation[Bearbeiten]

Die PKK unterhält Schwesterorganisationen in verschiedenen Ländern:

Die übergreifende Organisation nennt sich seit 2007 Koma Civakên Kurdistan („Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans“). Sie unterhält ein eigenes Parlament, Gerichte, Armee, gibt sich eine Verfassung und verleiht eine „Staatsbürgerschaft“. Der „Volkskongress Kurdistan“ unter dem Vorsitz von Zübeyir Aydar übt in dieser Struktur die Funktion eines Parlamentes aus.[9] Führer der KCK ist nominell Abdullah Öcalan. Tatsächlich geführt wird die KCK von einem Exekutivrat unter der Doppelspitze aus Cemil Bayık und Bese Hozat. Stützpunkte und Lager der Organisation befinden sich im Kandil-Gebirge, einer Gebirgsregion im Nordosten des Irak.

Die Organisationsbezeichnungen[Bearbeiten]

Die Arbeiterpartei Kurdistans hat sich im Laufe ihrer Geschichte mehrfach umbenannt. Im April 2002 erfolgte die erste Umbenennung in „Freiheits- und Demokratiekongress Kurdistans“ (Kongreya Azadî û Demokrasiya Kurdistanê, KADEK). Anderthalb Jahre später erfolgte eine Umbenennung zum Volkskongress Kurdistan (Kongra Gelê Kurdistan, kurz: Kongra Gel). Im Jahr 2005 wurde der Name Koma Komalên Kurdistan adoptiert und im Juni 2007 erfolgte schließlich die Umbenennung zu Koma Civakên Kurdistan.

Frauen und Jugend[Bearbeiten]

Die Frauen und Jugend nehmen innerhalb der PKK eine besondere Stellung ein. Sie werden als „Avantgarde des Befreiungskampfes“ betrachtet. Die Koma Jinen Bilind („Gemeinschaft der erhabenen Frauen“) bildet die Dachorganisation der Frauen. Innerhalb dieses Dachverbands ist die „Partei der freien Frau in Kurdistan“ (PAJK) zuständig für Ideologie und die „Union der Freien Frauen“ (YJA) zeichnet verantwortlich für gesellschaftliche Fragen. Die weiblichen Kampfverbände nennen sich YJA STAR. Der Jugendverband der PKK heißt Komalên Ciwan.

Der militärische Arm[Bearbeiten]

Logo der ARGK sowie der HPG
Logo der ERNK

Der militärische Arm der PKK hieß zunächst Hêzên Rizgariya Kurdistan (Freiheitskräfte Kurdistans, HRK). Auf dem 3. Kongress 1986 erfolgte die Umbenennung zu Artêşa Rizgariya Gelê Kurdistan (Volksbefreiungsarmee Kurdistans, ARGK)[10] Die ARGK wurde im Jahre 2000 in die Hêzên Parastina Gel (Volksverteidigungskräfte, HPG) überführt.

Der politische Arm[Bearbeiten]

Am 21. März 1985 wurde die Gründung der Eniya Rizgariya Netewa Kurdistan (Nationale Befreiungsfront Kurdistans, ERNK) als politische Organisation bekannt gegeben. Juni 2004 erfolgte die Umbenennung in Civata Demokratîk a Kurdistan (Vollbezeichnung: „Koordination der kurdisch-demokratischen Gesellschaft in Europa“).

Weitere Teilorganisationen[Bearbeiten]

Die PKK organisiert sich mittels einer Vielzahl von Teilorganisationen.

  • Die „Konföderation der Kurdischen Vereine in Europa“ (KON-KURD, Konfederasyona Komelên Kurd Li Avrupa) ist die legale Organisationsstruktur der PKK in Europa.[11] Ihre Mitglieder sind die verschiedenen Föderationen der kurdischen Vereine in den jeweiligen Ländern. In Deutschland heißt die Mitgliedsföderation YEK-KOM (Yekitîya Komalên Kurd li Elmanya). Dieser Föderation gehören wiederum die einzelnen Vereine an.[12]
  • Der „Verband der Studierenden aus Kurdistan“ (Yekitîya Xwendevkarên Kurdistan, YXK) ist die Studentenorganisation der PKK.[13]
  • Ferner existieren religiös orientierte Teilorganisationen für Sunniten (HIK), für Aleviten (KAB) und für Yeziden (YEK) und Organisationen für Lehrer (YMK), Juristen (YHK) und Schriftsteller (YNK).
  • Der Verband der Kurdischen Vereine in Österreich (FEYKOM) ist Mitglied des KON-KURD und sympathisiert offen mit der PKK.[14]
  • Auch der Unternehmerverband KARSAZ wird mit der PKK in Verbindung gebracht.

Die Medien[Bearbeiten]

Folgende Medien werden als PKK-nah eingestuft:

  • Roj TV: Fernsehsender mit Sitz in Dänemark[15]
  • Yeni Özgür Politika („Neue Freie Politik“): überwiegend türkischsprachige Tageszeitung mit Sitz in Neu-Isenburg[15]
  • Firatnews Agency (kurd. Ajansa Nûçeyan a Firatê, ANF): türkischsprachige Nachrichtenagentur[15]
  • Serxwebûn („Unabhängigkeit“): Monatszeitung und zentrales Strategieorgan der Organisation[16]
  • Ciwanên Azad („Freie Jugend“): dreisprachige Monatszeitschrift für die Jugendorganisation der PKK[17]
  • Newaya Jin: Frauenzeitschrift[18]

Geschichte[Bearbeiten]

Siedlungsgebiete der Kurden laut CIA 2002

Die Gründung der PKK fiel in eine Zeit politischer Radikalisierung in den 1970er Jahren, in denen linke türkische Organisationen und illegale kurdische Organisationen gegen Rechtsradikale wie die Grauen Wölfe kämpften, es aber auch untereinander zu bewaffneten Auseinandersetzungen kam, die die Form eines Bürgerkriegs annahmen. In Ankara waren kurdische Studenten wie Abdullah Öcalan zunächst in Vereinen wie AYÖD (Hochschulverein Ankara) aktiv, der dem Spektrum von Dev-Genç (revolutionäre Jugend) zugerechnet werden kann.[19]. Ab dem Jahre 1973 bildete sich um Abdullah Öcalan eine Gruppe namens "Kürdistan Devrimcileri“ (Kurdistan-Revolutionäre). Die bewaffneten Einheiten wurden auch als UKO (Ulusal Kurtuluş Ordusu - nationale Befreiungsarmee) bekannt und im Volksmund, sowie den Medien wurde meistens der Begriff Apocular (Anhänger von Apo, eine Kurzform für Abdullah) verwandt.[20] Im Jahre 1974 wurden erste Aktionen durchgeführt. 1975 reisten Mitglieder der Kürdistan Devrimcileri durch verschiedene Städte Ostanatoliens, um Anhänger für ihre nationale Idee zu gewinnen und erste bewaffnete Aktionen durchzuführen. Infolgedessen konnte sich die Bewegung bis 1978 auf verschiedene Städte der Türkei ausweiten.

Organisationsgründung und erste Jahre[Bearbeiten]

Am 27. November 1978 gründete Öcalan zusammen mit 24 Mitstreitern die PKK[21] im Dorf Ziyaret bei Lice in der Provinz Diyarbakır. Das Ziel der marxistisch-leninistisch orientierten Organisation lautete, durch einen Guerillakrieg eine Revolution zu erreichen und anschließend einen eigenen kurdischen Staat zu gründen. Als zentrales Problem Kurdistans wurde eine doppelte Unterdrückung gesehen: Eine nationale Unterdrückung durch den türkischen Staat und die ihn unterstützenden imperialistischen Mächte; sowie eine Unterdrückung der Demokratie durch die feudalen innerkurdischen Strukturen. Dem Kampf gegen nationale Unterdrückung wurde Vorrang eingeräumt. Träger der kurdischen Revolution sollten Arbeiter, arme Bauern und die kurdische Jugend sein.[22]

Die PKK legte dafür von Anfang an ihren Schwerpunkt auf militante Aktionen und versuchte eine Widerstandsbewegung gegen die kurdischen Landbesitzer und die herrschenden Kurdenführer aufzubauen.[23] Im Jahre 1979 kam es in der Region Siverek-Hilvan in der Provinz Şanlıurfa zu Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen kurdischen Stämmen. Die PKK griff zugunsten enteigneter Aghas ein, da sie deren Gegner ohnehin als Feinde betrachtete. Bei den folgenden Kämpfen kamen mehrere Hundert Menschen zu Tode.[24]

Durch den zweiten Militärputsch in der Türkei 1980 wurden Anhänger und zahlreiche Kader der PKK inhaftiert. Ein Teil der Kämpfer und die verbliebene Parteiführung zogen sich zur Neuorganisation in von Syrien kontrollierte Gebiete des Libanons zurück.[25] Die PKK nahm 1982 ihre Aktivitäten wieder auf.

Die Parteikongresse[Bearbeiten]

  • Erster Parteikongress zwischen dem 15-26. Juli 1981 an der syrisch-libanesischen Grenze: eine Selbstkritik führte zu temporärer Zusammenarbeit mit anderen linken Organisationen.
  • 2. Kongress zwischen dem 20. und 25. August 1982 in Syrien nahe an der Grenze zu Jordanien: die HRK (Hezen Rızgariya Kürdistan - Befreiungseinheit Kurdistan) wurde gegründet und es wurde beschlossen, Anfang 1984 den bewaffneten Kampf aufzunehmen. Dies geschah am 15. August 1984 mit Angriffen auf die Kreisstädte Eruh (Dihê) und Şemdinli (Semzînan).
  • 3. Kongress zwischen dem 26. und 30 Oktober 1986 im Libanon. Man beschloss die Ausweitung des bewaffneten Kampfes und ersetzte die HRK durch die ARGK (Arteşe Rızgariye Gele Kürdistan - Volksbefreiungsarmee von Kurdistan). Zur Unterstützung wurde am 21. März 1985 der politische Flügel ERNK (Eniya Rızgariya Netewa Kürdistan - Nationale Befreiungsfront von Kurdistan) gegründet.
  • Der 4. Kongress fand vom 26.-31. Dezember 1990 im Nordirak statt. Es wurden vorbereitende Schritte für ein Nationalparlament unternommen. Einige der zuvor bestraften "Dissidenten" wurden im Rahmen einer umfassenden Selbstkritik der Partei rehabilitiert.
  • Auf dem 5. Kongress, der zwischen dem 8. und 27. Januar 1995 stattfand, wurde ein neues Parteiprogramm verabschiedet. Unter dem Begriff "Bildung der Volksmacht" wurde die Schaffung eines neuen Staatsgebildes angestrebt.
  • Der 6. Kongress der Partei fiel in die Zeit der Ergreifung von Abdullah Öcalan und wurde zwischen dem 19. Januar und 16. Februar 1999 auf den Kandil-Bergen im Nordirak abgehalten. Aus Protest gegen den "Komplott" (die "Verschleppung" des Vorsitzenden der PKK) sollten Selbstmordattentate und Massendemonstrationen durchgeführt werden.

Nach der Inhaftierung Öcalans[Bearbeiten]

In seiner Verteidigungsrede rief Öcalan zum Frieden und Dialog auf und rief die bewaffneten Kräfte auf, sich hinter die Grenzen der Türkei zurückzuziehen.[26] Der befürchtete Bürgerkrieg blieb aus. Die kurdische Guerilla zog sich stattdessen zunächst größtenteils aus der Türkei zurück und richtete im Norden des Irak die sogenannten Medya-Verteidigungsgebiete ein. Infolge der zwischenzeitlichen Entspannung wurde 2002 nach mehreren Jahren der Ausnahmezustand (OHAL) im Südosten der Türkei aufgehoben.

Logo des KADEK
Logo des Kongra-Gel
Logo der KKK

Zwischen dem 2. und 23. Januar 2000 fand der 7. Kongress der Partei in den Kandil Bergen im Nordirak unter Beteiligung von 380-400 Organisationsmitgliedern statt. Das Ziel, eine Lösung der kurdischen Fragen innerhalb der bestehenden Grenzen der Türkei zu finden, wurde offen formuliert.[27] Die ARGK wurde durch die HPG (Hêzên Parastina Gel - Volksverteidigungseinheiten) ersetzt. Da die PKK international auf die Liste der Terrororganisationen kam, wurde auf dem 8. Kongress zwischen dem 4. und 10. April 2002 die Umbenennung in KADEK (Kongreya-Azadiya Demokratika Kürdistan - Freiheits- und Demokratiekongress Kurdistan) beschlossen. Abdullah Öcalan wurde ihr Ehrenvorsitzender. Der KADEK wurde auf seinem 2. Kongress am 6. November aufgelöst und KONGRA-GEL (Kurdistan Volkskongress) wurde gegründet.[27]

Im Jahr 2004 kam es zu Spaltungen innerhalb der PKK. Osman Öcalan, der Bruder von Abdullah Öcalan, verließ im Mai 2004 das PKK-Lager in den nordirakischen Kandil-Bergen und floh mit weiteren Führungsmitgliedern in die Obhut der nordirakischen Kurden nach Mosul, wo sie mit dem Aufbau der Patriotischen Demokratischen Partei (PWD) begannen.[28] Die Arbeiterpartei Kurdistan (PKK) reorganisierte sich im April 2005, nachdem sie sich 2002 für aufgelöst erklärt hatte. Vom 21. bis 30. August 2008 fand ihr 10. Parteikongress statt.[29]

Der Demokratische Konföderalismus ist eine Idee von Abdullah Öcalan, die von der Partei auf einer Versammlung zwischen dem 4. und 21. Mai 2005 beschlossen wurde.[30] Der Konföderalismus ist ein von Murray Bookchin inspiriertes Denkmodell einer Gesellschaft. Wichtiges Schlagwort hierbei ist die "demokratisch-ökologische und auf Geschlechterbefreiung ausgerichtete Gesellschaft“. Das System zielt ferner auf die Überwindung staatsfixierter und nationalstaatlicher Strukturen. Die Deklaration – wie sie vom 6.–9. Juni 2005 in der Ögzür Politika veröffentlicht und Oktober 2007 modifiziert wurde – sieht jedoch die Bildung von staatstypischen Strukturen vor: Eine eigene Staatsbürgerschaft, eine eigene Armee, eine eigene Gerichtsbarkeit, ein eigenes Parlament, eigene Wirtschafts- und Finanzstrukturen und eine eigene Fahne. Der Konföderalismus ist dem libertären Kommunalismus zuzurechnen.

Auf der "3. Vollversammlung" unter dem Vorsitz von Mustafa Karasu wurde beschlossen, die KKK/TK (Kurdistan Demokratischer Konföderalismus / Türkei-Koordination) ins Leben zu rufen.[31] Auf der Vollversammlung zwischen dem 17. und 22. April 2006 wurde in den Lagern im Nordirak die Türkei-Koordination (TK) in Türkei-Parlament (TM) umbenannt. Auf einer Versammlung, an der zwischen dem 3. und 5. November 2006 insgesamt 237 Delegierte teilnahmen, wurde beschlossen, dass parallel zum Türkei-Parlament ähnliche Strukturen im Iran, Irak und Syrien gebildet werden.[31]

Die Vereinbarung (sözleşme), die als Verfassung der Union der Gemeinschaften Kurdistans angesehen wird, wurde auf einem Kongress vom 16.-22. Mai 2007 verabschiedet. Die KCK ist demzufolge ein "demokratisches, gesellschaftliches und konföderales System". Sie hat Mitglieder, ein eigenes Gerichtswesen, führt den bewaffneten Kampf, hat zentrale und lokale Organisationen und versucht Einfluss auf lokale Verwaltungen zu nehmen. Sie erkennt Abdullah Öcalan als den Führer an. Die ideologische Kraft ist die PKK (Artikel 36 der Vereinbarung). Nach diesem Datum wurde die PKK/KONGRA-GEL nach den Prinzipien der Vereinbarung neu organisiert.[31]

Ideologie[Bearbeiten]

Ideologisch unterschied sich die PKK bei ihrer Gründung nicht von anderen kurdischen, marxistischen Organisationen. Kurdistan wurde als halbfeudale und halbkapitalistische Kolonie der Türkei betrachtet. Hauptziel war die Revolution und die Schaffung eines unabhängigen kurdischen Staates, eine Idee, die 1993 – zumindest offiziell – aufgegeben wurde. Wesentlicher Unterschied war jedoch die Haltung der PKK zur Gewalt.

Die Gewaltfrage[Bearbeiten]

In dem Parteiprogramm der Organisation heißt es zur Gewalt:

Ein drittes Charakteristikum dieser Revolution ist, dass sie auf dem Weg über die Mobilisierung der breiten Kräfte des Volkes über einen langandauernden Kampf siegen wird […] Die Methoden des Kampfes basieren notwendig in weitem Umfang auf Gewalt.[32]

In dem 1978 erschienenen Manifest der PKK heißt es zur Gewalt:

In einem Land, in dem die Agenten- und Geheimdienstorganisationen wie ein Netz geflochten sind, ist die revolutionäre Taktik dadurch bestimmt, dass in der ersten Etappe gegen diese Agentenstruktur und Geheimdienstorganisation ein erbarmungsloser Kampf geführt werden muss.[33]

Offiziell favorisiert die Führung der PKK heute eine friedliche Lösung. Trotzdem sind auf Websites der Organisation weiterhin Sätze zu lesen wie: „Die Guerilla ist das Schwert der Rache“.[34] Die Jugendbewegung Komalên Ciwan betrachtet derzeit zudem auch die Selbstverbrennung als verdienstvollen Beitrag zum kurdischen Widerstand:

[…] Am Newroz-Fest übergaben ihre Körper dem Feuer, vergrößerten das Erbe des Widerstandes und heiligten das Feuer erneut. Sie entfachten [!] den erloschenen Widerstand erneut und gingen mit goldenen Lettern in die Geschichte des unterjochten kurdischen Volkes ein.[35]

Märtyrerkult[Bearbeiten]

Die PKK erklärt alle ihre toten Mitglieder zu Märtyrern. Ihre Hinterbliebenen - in manchen Gebieten sind die Mütter und Witwen toter PKK-Kämpfer an weißen Kopftüchern erkennbar - werden oft bevorzugt und ehrenvoll behandelt. Für die Organisation besonders bedeutsame Märtyrer sind:

  • Layla Wali Hasan, alias Viyan Soran, verbrannte sich 2006 selbst
  • Zeynep Kınacı, alias Zilan, Selbstmordattentäterin, sprengte sich 1996 bei einer Militärparade in Tunceli in die Luft
  • Gülnaz Karataş, alias Beritan, stürzte sich im Jahre 1992 von einem Felsen, um ihrer Gefangennahme durch bewaffnete Kämpfer der Demokratischen Partei Kurdistans zu entgehen
  • Hakkı Karer, Gründungsmitglied türkischer Herkunft, wurde noch vor der offiziellen Gründung der PKK in Gaziantep erschossen
  • Mazlum Doğan, Generalsekretär der PKK, beging in Haft Selbstmord
  • Mahsum Korkmaz, alias Agit, Kommandeur der PKK, wurde 1986 im Gefecht oder durch eigene Kameraden getötet[36]
  • Kemal Pir, Mehmet Hayri Durmuş, Akif Yılmaz und Ali Çiçek starben 1982 beim Todesfasten
  • Hüseyin Çelebi, Oktober 1992 getötet. Da er Schriftsteller und Dichter war, vergibt die YXK alljährlich den Hüseyin-Çelebi-Preis für Literatur
  • Andrea Wolf, deutsche, linksradikale Aktivistin aus dem Umfeld der RAF. 1998 mit etwa 40 anderen PKK-Mitgliedern getötet
  • Engin Sincer, alias Erdal,[37] stammte aus Deutschland und kam 2003 unter ungeklärten Umständen ums Leben
  • Uta Schneiderbanger, deutsche, politische Aktivistin. 2005 bei einem Autounfall in der Türkei tödlich verunglückt

Betätigung[Bearbeiten]

Aktivitäten der PKK nach Region[38][39]
Ziel Aktivität Türkei Nordirak Westeuropa
Regierung Demonstration[38] Yes Yes Yes
Aufruhr[38] Yes Yes
Entführung[38] Yes Yes
Attentat[38] Yes Yes
Sabotage[38] Yes
Bombenanschlag[38] Post/Verkehr/Energie Yes
Polizei Yes
Außenposten Yes
bewaffneter Angriff[38] Militär Yes Yes
Polizei Yes
Dorfschützer Yes
Zivilpersonen Entführung[38] Yes
Attentat[38] Yes Yes
Bombenanschlag Dörfer Yes Yes
Touristische Einrichtungen[38] Yes
Geschäfte[38] Yes
Organisierte Kriminalität Erpressung[40] Yes Yes
Drogenhandel[41] Transit Transit Destination
Menschenhandel[41] Herkunft Herkunft

Bewaffneter Kampf[Bearbeiten]

Von Beginn an war der bewaffnete Kampf das Kernstück in der Politik der PKK.[42] Zu Beginn der Kämpfe im August 1984 soll es 300 bewaffnete Militante gegeben haben. Bis 1990 kämpften etwa 200.000 Soldaten, 70.000 Polizeibeamte, 25.000 kurdische Dorfschützer und 1.500 Anti-Terror-Spezialisten gegen 2.500 PKK-Militante. Der Konflikt forderte bis 1999 etwa 30.000 Todesopfer und Millionen Vertriebene auf beiden Seiten des Konflikts.[43]

Die Zahl der bewaffnet für die PKK kämpfenden Terroristen wurde im September 2008 (ebenso wie davor im Jahre 1999) mit 6.000 angegeben.[44] Die PKK selber behauptet, stets über ungefähr 10.000 Guerilleros verfügt zu haben.[45]

Der bewaffnete Konflikt erreichte in den 1990er Jahren neue Dimensionen. Sprachen offizielle Angaben bis Ende 1990 von 574 getöteten Angehörigen der türkischen Streitkräfte, 1.068 "tot festgenommenen" Militanten der PKK und 1.045 Opfern unter der Zivilbevölkerung, so wurde die Zahl der zwischen dem 15. August 1984 und 30 Mai 1999 getöteten PKK Kämpfer mit 18.348 angegeben.[46] Die PKK machte zu den Todesopfern des Krieges von 1984 bis 1999 folgende Angaben: 42.459 Tote auf Seiten des türkischen Staates (Soldaten, Polizisten, Dorfschützer, Kollaborateure etc.); 6.671 Tote auf Seiten der PKK. Hinzu kommen 9.000 bis 10.000 Zivilisten sowie etwa 2.000 Opfer bei Kämpfen unter kurdischen Organisationen im Irak.[27]

Andere Quellen wie die Menschenrechtsstiftung TIHV oder der Menschenrechtsverein IHD bilanzieren für die 1990er Jahre 17.884 Todesopfer auf beiden Seiten, sowie 3.717 zivile Opfer.[47] In den 1990er Jahren waren auch die meisten Menschenrechtsverletzungen, insbesondere des Rechts auf Leben zu verzeichnen. Zwischen 1990 und 2000 verzeichnete die TIHV 1.221 extra-legale Hinrichtungen, 1.748 (politische) Morde durch unerkannte Täter, 214 Fälle von Verschwindenlassen und 461 Todesfälle in Polizeihaft oder Gefängnissen.[48], während der IHD im März 2012 für einen Zeitraum von 32 Jahren (1980-2012) von 33.635 Opfern politischer Gewalt sprach. Darunter waren 6.904 zivile Opfer.[48]

Allen militärischen Einsätzen der türkischen Streitkräfte und Verlusten auf Seiten der PKK zum Trotz nahm die Zahl an aktiven Kämpfern und die Unterstützung für die PKK in der Bevölkerung zu. Waren es anfänglich nur ein paar Hundert Guerillakämpfer gewesen, sprach eine Natozeitschrift 1994 von mindestens 20.000 Kämpfern, welche die unwegigen Bergregionen völlig, andere Regionen der kurdischen Provinzen zumindest nachts unter Kontrolle hatten.[49] Trotz der vielen Todesopfer hat die PKK kein Nachwuchsproblem. Für jeden toten "Märtyrer“ springen neue in die Bresche, die sich nicht nur aus der Türkei, sondern auch aus den Kurdengebieten des Iraks, Irans und Syriens rekrutieren.[50] Die Methoden einer Kontra-Guerilla-Taktik, die von der Vertreibung von Dorfbewohnern, die nicht gegen die PKK kämpfen wollten über Inhaftierung kurdischer Politiker bis hin zu Morden an Sympathisanten der PKK (sogenannte Patrioten, tr: yurtsever) reichte, haben die Bevölkerung zwar eingeschüchtert, aber gleichzeitig dafür gesorgt, dass die PKK verstärkten Zulauf erhielt.[51]

Anschläge auf zivile Ziele[Bearbeiten]

  • 2006 wurde ein Brandanschlag im Istanbuler Stadtviertel Bağcilar auf einen Nahverkehrsbus verübt. Bei dem Anschlag kamen drei Frauen ums Leben.[52][53] Des Weiteren wurden im Istanbuler Stadtviertel Dolapdere Brandanschläge mit Sachbeschädigung auf Läden und Autos verübt.[54]
  • 2009 gab es einen Brandanschlag auf einen Nahverkehrsbus im Istanbuler Stadtviertel Küçükekmece. Bei dem Anschlag erlitt die siebzehnjährige Gymnasiastin Serap Eser schwere Verbrennungen.[55]

Eine Reihe weiterer Anschläge auf zivile Ziele wurden Vermutungen der Türkischen Regierung zufolge von der als terroristischer Arm der PKK eingestuften TAK verübt.[56]

Selbsttötungen und Selbstmordattentate[Bearbeiten]

Seit den 1980er Jahren kommt es insbesondere zum Nouruz-Fest immer wieder zu Selbstverbrennungen von PKK-Anhängern, -kämpfern oder -kadern. Einer der ersten öffentlichkeitswirksamen Selbstmorde war der Tod von Mazlum Doğan im Jahre 1982 in Diyarbakır. Bei Kurdenprotesten in Deutschland zündeten sich am 19. März 1994 in Mannheim zwei Frauen selbst an. Eine starb, die andere konnte schwer verletzt geborgen werden.[57] Einen Höhepunkt erreichten die Selbstverbrennungen, als Öcalan ergriffen und inhaftiert wurde. Zuletzt verbrannte sich im Jahre 2006 das Ranghohe PKK-Mitglied Leyla Walî Hasan (Deckname: Viyan Soran). Mitte der 1990er Jahre griff die PKK auch zum Mittel der Selbstmordattentate. Im Jahre 1996 sprengten sich Güler Otaç (Deckname: Bermal), Zeynep Kınacı (Deckname: Zilan) und Leyla Kaplan (Deckname: Rewşen) selbst in die Luft und rissen jeweils mehrere Menschen mit in den Tod. Selbstmörder und Selbstmordattentäterinnen werden als Märtyrer verehrt. In Publikationen der Jugendorganisation der PKK[58] wird die Selbsttötung als nachahmungswerte Tat dargestellt.

Interne Auseinandersetzungen[Bearbeiten]

Morde und Exekutionen[Bearbeiten]

Innerhalb der PKK ging man in den 1980ern und 1990ern Jahren mit äußerster Härte gegen vermeintliche oder potenzielle Kritiker und Rivalen Öcalans und gegen mögliche und vermutete „Verräter“ vor. Ehemalige Kämpfer berichten über Exekutionen mit Billigung oder auf Anordnung Öcalans. Auch Kader und Kämpfer, die die PKK verließen, wurden ermordet. Prominente Opfer dieses Vorgehens waren beispielsweise Çetin Güngör, alias Semir, und Mehmet Cahit Şener. Der Parteidissident Zülfü Gök wurde 1984 in Rüsselsheim erschossen. Der Bundesgerichtshof erließ daraufhin Haftbefehl gegen Öcalan.[59] PKK-Kommandeur Halil Kaya wurde 1988 auf Befehl Öcalans hingerichtet.[60] Der Kommandeur Cemal Işık (Deckname Hogır) entfloh im Sommer 1990 der PKK, wurde in Abwesenheit zum Tode verurteilt[61] und 1994 in Wuppertal erschossen.[62] Zentralratsmitglied Resul Altınok wurde 1992 festgesetzt und 1994 im Lager Lolan auf direkten Befehl von Öcalan getötet.[63] Im Jahre 2002 fiel Filiz Yerlikaya (Deckname Gulan) einem parteiinternen Mordkomplott zum Opfer. Sie wurde posthum zur Märtyrin erklärt. Auch bei der Ermordung der abtrünnigen Mitglieder Kani Yılmaz (Faysal Dunlayıcı) und Sabri Tori (Serdar Kaya) im Jahre 2006 wird von einer Täterschaft der PKK ausgegangen.[64] Insgesamt geht man von vielen Dutzend Opfern aus.[65] Die Massaker in Başbağlar und Yolaç mit 33 und 10 Opfern werden ebenfalls der PKK zugeschrieben.

Auf sexuelle Beziehungen innerhalb der Partei stand die Todesstrafe. Das verstoße laut Öcalan gegen grundlegende Prinzipien und sei der Tod des Kriegertums.[66]

Parteiinterne Sanktionen[Bearbeiten]

Folgende Sanktionen und Begriffe innerhalb der PKK im Nordirak wurden öffentlich bekannt

  • Uygulama („Anwendung“): Ein Obergriff für Maßnahmen bei Fehlverhalten.
  • Tutuklama („Haft“): Bei „Anpassungsstörungen“ (Organisationsjargon: yaşama gelmemek, yaşamı bozmak oder katılım göstermemek) oder nicht parteikonformem Verhalten erfolgt die Festsetzung. Prominente Mitglieder, die zeitweilig inhaftiert waren, sind beispielsweise Ali Haydar Kaytan und Sakine Cansız.
  • Kritik und Selbstkritik: Es werden „Plattformen“ gebildet, auf denen Kader öffentlich Selbstkritik üben müssen. Die Anwesenden können das Forum für Kritik an der Person und am Verhalten nutzen. Bisweilen wurde daraus auch ein „Gericht“ mit drei „Richtern“ und einem „Staatsanwalt“.
  • Todesurteil: Bei vermeintlichem oder vermutetem Verrat sowie bei sexuellen Kontakten wurde ein Todesurteil verhängt, das der Zustimmung Öcalans bedurfte. Es sind sowohl Fälle bekannt, bei denen Todesurteile vollstreckt als auch solche, bei denen sie ausgesetzt wurden (Beispiel: Osman Öcalan).
  • Emek süreci („Werktätigkeitsphase“): Diese Maßnahme umfasst Küchenarbeit, Holz sammeln, Lasten tragen usw. Bei dem ZK-Mitglied Hüseyin Özbey wurde die Todesstrafe in eine „Werktätigkeitsphase“ umgewandelt.

Ressourcen[Bearbeiten]

Rekrutierung[Bearbeiten]

Kindersoldaten[Bearbeiten]

Bis 2004[67] rekrutierte die PKK auch Kindersoldaten aus der Türkei, Syrien und dem Irak, aber auch vereinzelt aus Schweden, Frankreich und Deutschland und bildete diese in Trainingslagern aus. 1998 betrug die Anzahl Minderjähriger bei der Organisation laut der Organisation Coalition to Stop the Use of Child Soldiers etwa 3000, von denen etwa ein Zehntel weiblich ist.[68] Nach 2001 meldet diese Organisation keine Kindersoldaten mehr.[69] Nach Angaben auf den sogenannten Märtyreralben[70] für 2005, 2006 und 2007 auf der Website der HPG haben sich fast 1/3 der in diesem Zeitraum gefallenen Guerillakämpfer der Organisation als Minderjährige angeschlossen. Das niedrigste dort verzeichnete Beitrittsalter liegt bei 10 oder 11 Jahren.[71]

PKK-Organisationen außerhalb der Türkei[Bearbeiten]

Die PKK in Deutschland[Bearbeiten]

Die Organisation ist in Deutschland seit Anfang der 1980er Jahre in Form von Protestaktionen gegen die Auseinandersetzungen zwischen der PKK und dem türkischen Militär aktiv. Dabei sind besondere Bremen und Kiel wichtige Zentren der PKK. Zu gewaltsamen Aktionen kam es erstmals am 24. Juni 1993, als PKK-Anhänger das türkische Generalkonsulat in München überfielen und 20 Geiseln nahmen. Darauffolgend wurde eine öffentliche Erklärung des Bundeskanzlers Kohl zugunsten der „kurdischen Sache“ gefordert. Am selben Tag kam es deutschlandweit in mehr als 20 Städten zu 55 gleichzeitigen, gewaltsamen Aktionen von kurdischen Extremisten gegen türkische diplomatische Vertretungen, Reisebüros, Banken und andere Einrichtungen. In den folgenden Tagen kam es zu weiteren 25 Übergriffen. Es wird geschätzt, dass etwa 600 Personen an den Aktionen beteiligt waren. Am 4. November desselben Jahres kam es erneut zu Übergriffen. Dabei wurden gleichzeitig 59 Anschläge verübt. Es handelte sich dabei zumeist um Brandanschläge auf türkische Einrichtungen, bei denen ein Mensch in einer türkischen Gaststätte ums Leben kam. Die Konsequenz aus diesen Gewalttaten war ein am 26. November 1993 durch den Bundesinnenminister ausgesprochenes Betätigungsverbot für die PKK und die ERNK. Das Verbot traf in Deutschland die Gesamtorganisation. Trotz einer Gewaltverzichtserklärung Öcalans wurde sie 1998 als kriminelle Vereinigung bewertet.

Am 21. Oktober 2004 entschied der Bundesgerichtshof, dass zwar die Führungsebene weiterhin als kriminelle Vereinigung zu gelten habe, nicht mehr jedoch die Organisation als Ganzes, die seit 2000 auf politisch motivierte Straftaten wie Konsulatsbesetzungen verzichtet hatte.

Der erhebliche Finanzbedarf der PKK wird mit Mitteln u. a. aus Europa bestritten. In Deutschland bestehen diese Einnahmen sowohl aus Spenden als auch aus Mitgliedsbeiträgen, sowie den Erlösen aus Veranstaltungen und dem Verkauf von Publikationen.[72] Der Journalist Michael Rubin geht davon aus, dass die PKK im internationalen Rahmen in den Drogenschmuggel verwickelt ist,[73] laut dem Verfassungsschutzbericht 2011 „liegen in Deutschland jedoch keine Hinweise dafür vor, dass Organisationsstrukturen der PKK direkt in den Drogenhandel verwickelt sind“.[5]

In Deutschland wurde am 5. September 2005 vom Bundesministerium des Innern die PKK-nahe Zeitung Özgür Politika verboten, da sie „in die Gesamtorganisation der PKK eingebunden“ sei. Das Verbot wurde jedoch vom Bundesverwaltungsgericht aus formalen Gründen wieder aufgehoben.

Am 8. Juli 2008 wurden drei deutsche Bergsteiger in der osttürkischen Provinz Ağrı von kurdischen Rebellen entführt.[74] Die Führung der PKK distanzierte sich von der Aktion, verknüpfte aber zugleich eine mögliche Freilassung der Geiseln mit der Forderung an die deutsche Bundesregierung, ihre Politik der Arbeiterpartei Kurdistans gegenüber zu überdenken. Hintergrund dieser Entführung dürfte das Vorgehen deutscher Behörden gegen den kurdischsprachigen Fernsehsender Roj TV gewesen sein.[75] Am 20. Juli wurden die deutschen Geiseln wieder freigelassen, möglicherweise im Zusammenhang mit einer türkischen Militäraktion, was die PKK aber bestritt; Beobachter vermuteten einen Machtkampf zwischen gemäßigten und radikalen Kräften innerhalb der PKK.

Ein Sprecher des Innenministeriums gab am 17. Juli 2008 bekannt: „Die PKK war und ist eine terroristische Vereinigung.“[76] 2011 besetzten dreißig PKK-Sympathisanten den Sitz des Fernsehsenders RTL in Köln und forderten die Freilassung des Parteigründers Abdullah Öcalan.[77] Im Februar 2013 hatte das Oberlandesgericht Hamburg erstmals ein mutmaßliches PKK-Kader nach § 129 a StGB wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt. Im April 2013 brachten kurdische PKK-Sympathisanten bei Hamburg-Finkenwerder eine Fähre mit 60 Passagieren in ihre Gewalt, nachdem es kurz zuvor einen ähnlichen Vorfall auf dem Rhein gegeben hatte. Laut Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der innenpolitischen Sprecherin der der Linksfraktion, Ursula Jelpke hat sich die Zahl der PKK-Mitglieder seit ihrem Verbot im Jahr 1993 von 6900 auf 13 000 fast verdoppelt. Das Spendenaufkommen der PKK wird vom Verfassungsschutz auf mehr als acht Millionen Euro geschätzt.[78]

Die PKK in Österreich[Bearbeiten]

Am 18. Oktober 1994 stellte der Oberste Gerichtshof fest, dass die PKK und deren Teilorganisationen eine kriminelle Organisation nach § 278a Abs.1 StGB ist. Im März 1995 eröffnete die Teilorganisation der PKK ERNK in Wien ein Büro.[79] In Österreich bezieht sich der Staatsschutz auf die Bewertung der Europäischen Union[80] und bezeichnet die PKK als Organisation, die sich terroristischer Mittel bedient. Der ehemalige österreichische Bundesminister für Inneres Karl Schlögl sprach sich am 25. Februar 1999 gegen ein Verbot der PKK oder ihrer Teilorganisationen aus, da er befürchtete, dies würde die Aktivisten in den Untergrund drängen und die Beobachtung ihrer Strukturen erschweren.[81] Offiziell tritt die PKK in Österreich zwar nicht in Erscheinung, jedoch sympathisiert der Verband der Kurdischen Vereine in Österreich offen mit der PKK. Wie auch im Rest Europas dienen die Strukturen der PKK in Österreich vorrangig der finanziellen Unterstützung der Guerillaeinheiten in der Türkei. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung schätzte 2012 das Potential für eine terroristische Gefährdung Österreichs durch die PKK eher niedrig ein.[82]

Die PKK in der Schweiz[Bearbeiten]

Die Schweiz ist für die PKK als logistische Basis und Aufenthaltsraum bedeutsam. Der Sitz der Schweizer PKK-Zentrale befindet sich in Basel, regionale Organisationseinheiten in Basel, Bern und Zürich.

Die Führungsfunktionäre sind den Mitgliedern der PKK ausschließlich unter Decknamen bekannt und verhalten sich konspirativ.

Zu den Aufgaben der PKK-Leitung in der Schweiz gehören neben der politischen Öffentlichkeitsarbeit auch die politische und militärische Schulung sowie die Geldbeschaffung zur Finanzierung des Parteiapparates. Außerdem werden junge Kader angeworben und ausgebildet. Die Geldbeschaffung der PKK erfolgte 1999 in Form einer „Revolutionssteuer“. Diese wurde von kurdischen Landsleuten erhoben. Diese Geldsammlungen erfolgten auch unter Einschüchterung und Anwendung von Gewalt. Für diese Bestrafungen wurden PKK-Angehörige aus dem benachbarten Ausland eingesetzt, die nach Verüben der gewalttätigen Aktionen sofort wieder ausreisten.

Der Staatsschutzberichtes der Schweiz von 1999 berichtet über Botschaftsbesetzungen in Bern und Zürich, das Eindringen auf das UNO-Gelände in Genf sowie weitere Besetzungsaktionen. Demnach sei die PKK eine Organisation mit sehr hohem Organisierungspotential und manifestem Gewaltpotential geblieben. Seit diesen gewaltsamen Ausschreitungen verhält sich die PKK jedoch in der Schweiz friedlich, obwohl sie weiterhin als eine Gruppierung mit großem Gewaltpotenzial eingestuft wird.[83]

Der Wunsch der Türkei, die PKK zu verbieten, wurde 2006 von der Schweiz zurückgewiesen. Die Entscheidung wird damit begründet, dass die Schweiz in dieser Frage zurückhaltend handle und den Weg der fallbezogenen Rechtshilfe und individuellen Strafverfolgung gehe.[84]

Seit 2008 verfolgt die Schweiz eine restriktivere Politik gegenüber der PKK. So wurde am 6. November 2008 im Schweizer Bundesrat ein Maßnahmenpaket gegen die Aktivitäten der PKK beschlossen. So verhängte der Bundesrat ein Geldsammelverbot für die Organisation. Weiters sind die Kantone zu intensivierten Informationsbeschaffungsmaßnahmen über die Organisation aufgefordert. Grund für die verschärften Maßnahmen mehr als ein Dutzend Anschläge der PKK auf türkische Einrichtungen in der Schweiz.[85]

Die PKK in Frankreich[Bearbeiten]

In Frankreich leben rund 150.000 Kurden.

Am 9. Januar 2013 wurden die Mitbegründerin der PKK, Sakine Cansız und zwei weitere kurdische Aktivistinnen in Paris erschossen.[86] Die drei Leichen wiesen Schusswunden in Leib, Genick oder Kopf auf.[87]

Die PKK im Iran[Bearbeiten]

Das ARD-Magazin Monitor berichtete, dass die PJAK – eine Teilorganisation der PKK – viele Kämpfer in Deutschland für Terroranschläge im Iran rekrutiert. Der Vorsitzende der PJAK, Ahmadi, bestätigte diese Angaben.[88]

Einstufung als terroristische Vereinigung[Bearbeiten]

Die Europäische Union,[89][90][91] die USA,[92][91] das Vereinigte Königreich,[93] die Türkei, der Irak,[94] Syrien, Saudi-Arabien,[95] Australien,[96] Kanada,[97] sowie weitere Staaten führen die PKK auf ihrer Terrorliste. Auch die NATO stuft die PKK als terroristisch ein.[98] Die meisten EU-Mitglieder stufen die PKK nicht selbst als Terrororganisation ein, sondern tun dies über ihre EU-Mitgliedschaft und die als verbindlich anerkannte EU-Terrorliste. Russland stuft die PKK nicht als Terrororganisation ein. Die PKK kann in Russland frei agieren.

Das EuG hat in erster Instanz Anfang 2008 einer Klage der PKK gegen ihre Aufnahme in die Liste terroristischer Vereinigungen durch die EU in der Fassung des Jahres 2002 infolge eines Verfahrensmangels stattgegeben.[99][100] Der zwischenzeitlich behobene Fehler betrifft die aktuellen Terrorlisten der EU nicht, so dass das Urteil auf die gegenwärtige Einstufung der PKK als terroristische Vereinigung keinerlei Auswirkung hat.[101]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: PKK – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Arbeiterpartei Kurdistans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Kategorie:PKK – in den Nachrichten

Verfassungsschutzberichte[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMichael Thumann: General Irrgang. In: Zeit Online. Die Zeit, 3. März 2008, S. 1, abgerufen am 3. April 2008 (deutsch).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatOlivier Piot: Che, Balzac und natürlich Öcalan. Le Monde diplomatique, 9. November 2007, S. 1, abgerufen am 10. März 2007 (deutsch, So der derzeitige PKK-Chef Karayılan im Gespräch mit Olivier Piot).
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAbdullah Öcalan: Lösungsvorschläge für die kurdische Frage in der Türkei. In: http://freedom-for-ocalan.com/. Dezember 2007, S. 1-6, abgerufen am 10. März 2009 (PDF; 83 kB, deutsch, Vorgestellt auf der "4. Internationalen Konferenz über EU, die Türkei und die Kurden", Europäisches Parlament, Brüssel).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatUS labels PKK drug smuggling kingpin. In: http://www.todayszaman.com/tz-web/. Today's Zaman, 2. Juni 2008, S. 1, abgerufen am 10. März 2009 (englisch).
  5. a b  Bundesministerium des Innern (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht 2011 - Vorabfassung. Berlin 2012, S. 293 (PDF-Datei; 2,43 MB, abgerufen am 31. Juli 2012).
  6. Council on Foreign Relations: The Latest in Tracking Global Terrorism Data, abgerufen am 20. November 2012.
  7. Deutschsprachiger Teil der Homepage der PYD
  8. Homepage der PCDK auf Sorani
  9. Vgl. die Verfassung (KCK Sözleşmesi) auf der Homepage des Kongra Gel
  10. Informationsseite über die ARGK (englisch)
  11. Homepage
  12. Homepage der YEK-KOM (Version vom 20. März 2007 im Internet Archive)
  13. Homepage der YXK
  14. Internetpräsenz der FEYKOM
  15. a b c Bundesamt für Verfassungsschutz: Verfassungsschutzbericht 2007, Seite 220 ff abgerufen am 11. Juli 2008
  16. Homepage der Serxwebun
  17. Homepage der Ciwanên Azad
  18. Homepage der Newaya Jin
  19. Einzelheiten sind in einem Werk der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH mit dem Titel Türkei - Turquie zu entnehmen; Zugriff am 15. Oktober 2012
  20. Siehe das Kapitel der SFH zur PKK; Zugriff am 15. Oktober 2012
  21. Bericht in ZEIT online
  22. Selahettin Çelik, Den Berg Ararat versetzen. Die politischen, militärischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Dimensionen des aktuellen kurdischen Aufstands. Frankfurt: Zambon Verlag 2002, ISBN 3-88975-100-8, S. 40ff.
  23. verfassungsschutz-mv.de: Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) abgerufen am 26. September 2006
  24. Lothar Heinrich: Die kurdische Nationalbewegung in der Türkei. Deutsches Orient-Institut Hamburg 1989, S. 47
  25. Landesamt für Verfassungsschutz Hamburg: Die Entwicklung der PKK und ihrer Nachfolgeorganisationen 16. November 2005
  26. Die Meldung bei nadir.org erwähnt auch die verschiedenen einseitig erklärten Waffenruhen
  27. a b c Die Angaben sind einem Bericht der Informationsstelle Kurdistan (ISKU) Chronologie der kurdischen Geschichte entnommen. Verantwortlich zeichnet ein Ercan Ayboga vom Verband der Studierenden aus Kurdistan; Zugriff am 21. September 2012
  28. Artikel von Susanne Güsten in Der Tagesspiegel vom 11. September 2004 Die Rache des Partisanen; Zugriff am 30.September 2012 (Druckversion - bei Abbruch erscheint der Text).
  29. Eine undatierte Seite bei nadir.org zum 10. PKK-Kongress: Die Vollendung des Neuaufbaus; Zugriff am 30. September 2012
  30. Siehe einen ausführlichen Text unter Die Idee von Abdullah Öcalan: Der Demokratische Konföderalismus, Zugriff am 30. September 2012
  31. a b c Siehe die Übersetzung aus einer Anklageschrift gegen KCK; Zugriff am 15. Oktober 2012
  32. Arbeiterpartei Kurdistan: PKK-Programm. Köln 1986, S. 43
  33. PKK – Der Weg der Revolution Kurdistans (Manifest). Köln 1986, S. 136
  34. Ciwanen Azad Nr. 7, Dezember 2006, S. 5
  35. Ciwanen Azad Nr. 10, März 2007, S. 6
  36. Vgl. Augenzeugenbericht von Şemdin Sakık zitiert nach einem Bericht der Zeitung Sabah SABAH - 18/03/2005 - Sakık'tan APO kitabı
  37. Märtyrerseite der PKK
  38. a b c d e f g h i j k l Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDr. Stephen R. Barnhart: New International Terrorism and Political Violence: The Entity of Trans-National Criminal Organisations and New Terrorisms in the Balkans-Middle East and Eastern Europe, and Its Effect on the Entire. In: Google Book Search. Trafford Publishing, April 2002, S. 374, abgerufen am 12. März 2009 (E-Book, englisch).
  39. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKongra-Gel Kurdistan Freedom and Democracy Congress (KADEK) Kurdistan Workers' Party (PKK). In: http://www.globalsecurity.org/index.html. GlobalSecurity.org, S. 1, abgerufen am 12. März 2009 (englisch).
  40. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatPatterns of Global Terrorism: 1997 Europe and Eurasia Overview. In: http://www.state.gov/index.cfm. Außenministerium der Vereinigten Staaten, 1997, S. 1, abgerufen am 12. März 2009 (englisch).
  41. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBotschafter Ross Wilson: Our Alliance Against Terrorism. In: http://turkey.usembassy.gov/. Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Ankara, 22. Juni 2006, S. 1, abgerufen am 12. März 2009 (englisch).
  42. Siehe einen Artikel auf der World Socialist Website vom 3. März 1999 Die Politik der PKK - eine Bilanz; Zugriff am 15. Oktober 2012
  43. Washington Post: Who Are the Kurds? 1999
  44. Update Türkei von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe vom Oktober 2008, gefunden am 14. Dezember 2008 unter Update Türkei 2008
  45. Osman Öcalan in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung vom 28. Oktober 1999 Unser höchstes Ziel ist das Zusammenleben von Türken und Kurden; Zugriff am 15. Oktober 2012
  46. Siehe die Doktorarbeit von Türkmen Töreli, Seite 158: PKK TERÖR ÖRGÜTÜ (Tarihsel ve Siyasal Gelişim Süreci Bakımından İncelenmesi) (PDF; 4,9 MB); Zugriff am 21. September 2012
  47. Die Summen ergeben sich aus den Jahresberichten der Organisationen, von denen einige unter www.ihd.org.tr/ oder www.tihv.org.tr/ zu erreichen sind.
  48. a b Siehe im Wiki B-Ob8ungen die Seite 1980-2000 arası Türkiye'de (derin) devlet ve örgüt infazları; Zugriff am 15. Oktober 2012
  49. Siehe den Artikel Aktuelle Lage des Kurdenkonflikts bis 1996; Zugriff am 15. Oktober 2012
  50. Vergleiche Frankfurter Rundschau vom 20. September 2012: Antwort auf den kurdischen Frühling, von Frank Nordhausen; Zugriff am 15. Oktober 2012
  51. In einem Artikel in Die Welt vom 5. November 2007 "Ich habe aufgehört, mein Leben zu verlieren", Autorin Birgit Svensson, berichtet eine Frau, dass Racheakte der türkischen Militärs für verstärkten Zulauf sorgten. Ähnliche Argumente sind in einem Artikel Frauen in der PKK zu finden
  52. Der Spiegel: Artikel über Brandanschlag, 3. April 2006
  53. Euronews: Artikel über PKK Brandanschlag, 3. April 2006
  54. Türkische Tageszeitung SABAH: Artikel über PKK Brandanschläge, 3. April 2006, (türkisch)
  55. Türkischer Fernsehsender SKY Türk: Artikel und Videoaufnahme über PKK Brandanschlag, 2009, (türkisch)
  56. Süddeutsche Zeitung: Artikel über Anschlage der PKK und TAK, 28. Juli 2008
  57. Deutsche Welle: Kalenderblatt vom 19. März, abgefragt am 21. März 2010
  58. Beispielsweise Ciwanen Azad
  59. Die Zeit 1998
  60. Aliza Marcus: Blood and Belief. New York 2007, S. 144
  61. Aliza Marcus: Blood and Belief. New York 2007, S. 146
  62. Er wird mit dem Mord an Musa Anter in Verbindung gebracht.
  63. Aliza Marcus: Blood and Belief. New York 2007, S. 95
  64. Erklärung der GfbV zum Mord an Kani Yilmaz
  65. Für diesen Abschnitt vgl. z. B. Aliza Marcus: Blood and Belief. New York 2007, S. 89ff. und 134ff. oder Die Grünen/GAL: Politische Morde in Europa" 1987
  66. Parteiorgan Serxwebun Nr. 207, 1999 (Version vom 19. Juni 2002 im Internet Archive)
  67. Vgl. Şervan Nergiz: Beitrittsalter 15 Jahre, im Jahre 2004 auf im "Märtyreralbum 2006" der HPG
  68. child-soldiers.org: Child Soldiers 1379 Report, Seite 54 November 2002
  69. child-soldiers.org: Child Soldiers Global Report 2004 März 2004
  70. Die Märtyreralben der Jahre 2005, 2006 und 2007
  71. Das Mädchen heißt Meral Van. Sie wurde 1983 geboren und schloss sich 1994 der Organisation an (siehe Märtyreralbum 2005).
  72.  Landesamt für Verfassungsschutz (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht 2011. Hamburg 2012, S. 81 (PDF-Datei; 4,91 MB, abgerufen am 20. Juli 2012).
  73. Michael Rubin: The PKK Factor - Another critical enemy front in the war on terror. National Review, 5. August 2004, abgerufen am 20. Juli 2012.
  74. Focus: Drei deutsche Touristen entführt vom 9. Juli.
  75. Focus: PKK schließt schnelle Freilassung entführter Deutschen aus vom 10. Juli 2008.
  76. n-tv: PKK bleibt verboten
  77. PKK-Aktivisten besetzen RTL, Kölner Stadtanzeiger, 28. September 2011
  78. Frank Pergande Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 1. Juni 2013
  79. Drucksache 287/J XX. GP - Anfrage der Abgeordneten Mag. Kukacka und Kollegen an den Bundesminister für Justiz betreffend Tätigkeit der PKK in Österreich. In: http://www.parlament.gv.at/. Republik Österreich - Parlamentsdirektion, 14. März 1996, abgerufen am 26. August 2012 (PDF; 16 KB, deutsch).
  80. Verfassungsschutzbericht 2006. In: http://www.bmi.gv.at/. Bundesministerium für Inneres - Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, S. 87ff., abgerufen am 26. August 2012 (PDF; 624 KB, deutsch).
  81. Stenographisches Protokoll - Nationalrat, XX.GP - 161. Sitzung / 21. In: http://www.parlament.gv.at/. Republik Österreich - Parlamentsdirektion, 26. Februar 1999, abgerufen am 26. August 2012 (HTML, deutsch).
  82. Verfassungsschutzbericht 2012. In: http://www.bmi.gv.at/. Bundesministerium für Inneres - Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, S. 37–39, abgerufen am 26. August 2012 (PDF; 566 KB, deutsch).
  83. Extremismusbericht. (in Erfüllung des Postulats 02.3059 der Christlichdemokratischen Fraktion vom 14. März 2002). In: http://www.fedpol.admin.ch/. Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement - Bundesamt für Polizei, 25. August 2004, abgerufen am 26. August 2012 (PDF; 517 KB, deutsch).
  84. tagblatt.ch: Nicht mit dem Finger auf andere zeigen 7. Oktober 2006
  85. tagblatt.ch: Bundesrat nimmt PKK an die Leine 21. November 2008
  86. Rätselraten nach brutalem Dreifachmord. In: tagesschau.de. Norddeutscher Rundfunk, 10. Januar 2013, abgerufen am 10. Januar 2013.
  87. dpa: Proteste nach Mord an PKK-Mitbegründerin Sakine Cansiz. In: haz.de. Hannoversche Allgemeine, 10. Januar 2013, abgerufen am 10. Januar 2013.
  88. Monitor: Rekruten aus Deutschland für Terroranschläge im Iran
  89. COUNCIL DECISION 2009/1004/CFSP of 22 December 2009 updating the list of persons, groups and entities subject to Articles 2, 3 and 4 of Common Position 2001/931/CFSP on the application of specific measures to combat terrorism. In: eur-lex.europa.eu. Rat der Europäischen Union, 22. Dezember 2009, abgerufen am 15. November 2012 (PDF, englisch).
  90. Press Release 3132nd Council meeting. In: consilium.europa.eu. Rat der Europäischen Union, 5. Dezember 2011, S. 14, abgerufen am 10. Mai 2012 (PDF; 238 kB, englisch): „It recalls that PKK is on the EU list of terrorist organisations.“
  91. a b  Sebnem Arsu: Step by Step, Gulf Between Turkey and Kurds Narrows In: The New York Times. 10. Januar 2011, ISSN 0362-4331, S. A8 (online, abgerufen am 10. Mai 2012).
  92. Foreign Terrorist Organizations. Bureau of Counterterrorism, 27. Januar 2012, abgerufen am 10. Mai 2012 (englisch): „23. Kongra-Gel (KGK, formerly Kurdistan Workers' Party, PKK, KADEK)“
  93. Proscribed terrorist groups. In: homeoffice.gov.uk. Home Office, 11. November 2011, abgerufen am 10. Mai 2012 (PDF, 298KB, englisch): „Kongra Gele Kurdistan (PKK): PKK/KADEK/KG is primarily a separatist movement that seeks an independent Kurdish state in southeast Turkey.“
  94. Melik Sevcan: Barzani Implies That PKK is not Terrorist. In: turkishweekly.net. Journal of Turkish Weekly, 22. November 2006, abgerufen am 10. Mai 2012 (englisch): „The Iraqi and many other Middle Eastern governments also call the PKK as terrorist.“
  95. KSA; Ministery of Education, nur auf AR Original (Version vom 23. März 2008 im Internet Archive)
  96. Listing of terrorist organisations. In: ema.gov.au. Attorney-General's Department, 9. März 2012, abgerufen am 10. Mai 2012 (englisch): „Kurdistan Workers Party (PKK) - Listed 17 December 2005, re-listed 28 September 2007 and 8 September 2009“
  97. Currently listed entities. In: publicsafety.gc.ca. Public Safety Canada, 22. Dezember 2010, abgerufen am 10. Mai 2012 (englisch): „Kurdistan Workers Party (PKK) [...] Date listed: 10 December, 2002; Date reviewed: 22 December, 2010“
  98. James Appathurai: Weekly press briefing. In: nato.int. NATO, 17. Oktober 2007, abgerufen am 10. Mai 2012 (englisch): „NATO considers the PKK to be a terrorist organization.“
  99. Urteil des Gerichts (Siebte Kammer) vom 3. April 2008 – PKK/Rat (Rechtssache T‑229/02). In: http://curia.europa.eu/. Gerichtshof der Europäischen Union, 3. April 2008, abgerufen am 10. Mai 2012 (deutsch).
  100. EU court annuls PKK terror ruling. BBC News, 7. April 2008, abgerufen am 10. Mai 2012 (englisch).
  101.  Frank Meyer, Julia Macke: Rechtliche Auswirkungen der Terroristenlisten im deutschen Recht In: Online-Zeitschrift für Höchstrichterliche Rechtsprechung im Strafrecht. 12/2007, Dezember 2007, ISSN 1865-6277, S. 454 (online, abgerufen am 10. Mai 2012).