Alternative Kölner Ehrenbürgerschaft
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Die Alternative Kölner Ehrenbürgerschaft ist eine Ehrung für verdiente Kölner Bürger, die vermutlich keine Chance auf die offizielle Ehrenbürgerschaft der Stadt Köln haben. Entstanden ist sie im Jahr 2002 in Opposition gegen die damalige Verleihung der Kölner Ehrenbürgerschaft an den Verleger Alfred Neven DuMont und den Schokoladenfabrikanten Hans Imhoff.
Dreißig Kölner Persönlichkeiten, darunter Martin Stankowski und der Kabarettist Heinrich Pachl, gründeten den Initiativkreis alternative Ehrenbürgerschaft. Beisitzer des Komitees sind unter anderem der Schriftsteller Günter Wallraff, die Schauspielerin Marie-Luise Marjan und der Kabarettist Jürgen Becker.
Das Bürgerkomitee möchte mit der Auszeichnung die Aufmerksamkeit auf Bürger und Netzwerke lenken, die sich ohne finanzielle Ressourcen und oft abseits des Mainstreams der öffentlichen Meinung in Köln engagieren. Die jüngsten Ehrenbürgerschaften Kölns hätten gezeigt, dass Sinn, Ziel und Form dieser Einrichtung heute strittig seien. Die Ehrenbürgerschaft als Belohnung für wirtschaftlichen Erfolg zu verleihen, scheine das Verdienen mit den Verdiensten zu verwechseln.
Der Preis wurde bisher zweimal, in den Jahren 2002 und 2006, vergeben.
[Bearbeiten] Preisträger
- 2002 Pfarrer Franz Meurer, der sogenannte Don Camillo aus Köln-Vingst für sein soziales Engagement in der Gemeinde Köln-Höhenberg/Vingst, in der er ein umfangreiches soziales Netzwerk aufgebaut hat.
- 2006 Gunter Demnig, der mittlerweile rund 17.000 Stolpersteine in über 430 Ortschaften in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Österreich, Tschechien, der Ukraine und Ungarn zum Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus verlegt hat.

