GEPA – The Fair Trade Company

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GEPA (Kurzform)
Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 14. Mai 1975
Sitz Wuppertal, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 153 (31. März 2013)
Umsatz 61,2 Mio. EUR (2012/2013)[1]
Branche Groß- und Einzelhandel,
Fairtrade
Website www.gepa.de

GEPA – The Fair Trade Company ist der größte europäische Importeur fair gehandelter Lebensmittel und Handwerksprodukte aus den südlichen Ländern der Welt. Die beim Handelsregister eingetragene Firma des Unternehmens lautet Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH. Bis Februar 2007 war der Name der GmbH noch gepa Fair Handelshaus.

Produktpalette[Bearbeiten]

GEPA-Produkte neben anderen Transfair-Artikeln

Lebensmittel[Bearbeiten]

Das Unternehmen bietet folgende Lebensmittel im Weltladen und in vielen Supermärkten und Bioläden an:

Handwerksprodukte[Bearbeiten]

Die Produkte aus dem Non-Food-Bereich werden fast ausschließlich in den Weltläden angeboten:

Alle Produkte werden zu 100 % unter fairen Bedingungen in der Dritten Welt hergestellt, 75 % der Lebensmittelware wird in ökologischer Landwirtschaft angebaut[2].

Ziel[Bearbeiten]

Das Unternehmen will mit dem Fairen Handel die Lebensbedingungen der Menschen verbessern, die aufgrund regionaler und nationaler Wirtschafts- und Sozialstrukturen ihres Landes sowie der Weltwirtschaft benachteiligt sind.

Mit Unterstützung der GEPA und anderer Organisationen sind unter anderem folgende Ziele erreicht worden:

  • Verbesserte Strom- und Wasserversorgung
  • Gesundheitliche Versorgung
  • Verminderung der Kinderarbeit
  • Errichtung von Schulen und Bildungseinrichtungen
  • Verbesserung der Produktqualität (Biologischer Anbau)
  • Mitspracherecht der Produzenten
  • Geregelte Arbeitszeiten, mit Pausen
  • Mehrere Arbeitsmöglichkeiten

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge (1959 bis 1980)[Bearbeiten]

Der Faire Handel beginnt im Jahr 1959 in den Niederlanden: Die Stiftung Steun voor Onderontwikkelde Streken (S.O.S.) wird gegründet. 1967 startet S.O.S. mit dem Handel von Produkten aus der so genannten Dritten Welt. Im April 1969 eröffnet im niederländischen Ort Breukelen der erste Weltladen. Anfang der 1970er Jahre werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz Tochterunternehmen von S.O.S. gegründet. 1973 wird in den Niederlanden der weltweit erste fair gehandelte Kaffee verkauft. Immer mehr Dritte-Welt-Gruppen bieten Produkte aus Fairem Handel an; die ersten Dritte-Welt-Läden entstehen auch in Deutschland. 1973 wird als deutsche Tochtergesellschaft der Stiftung S.O.S. der Verein Gesellschaft für Handel mit der Dritten Welt gegründet, der Vorläufer der gepa. 1975 wird in Frankfurt/Main die Arbeitsgemeinschaft Dritte-Welt-Läden mit dem Namen AG3WL ins Leben gerufen: Es gibt zehn Weltläden in der Bundesrepublik Deutschland. 1978 findet in Hamburg die Eröffnungsveranstaltung zur Aktion „Jute statt Plastik“ statt. Die Zahl der Weltläden ist auf 100 gestiegen. Ende der 1970er Jahre werden die Tochterorganisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz selbständig. 1980 wird die Fairhandelsorganisation in den Niederlanden in S.O.S. Wereldhandel umbenannt.

1980er Jahre: Wachsender Rückhalt[Bearbeiten]

1983 sind es rund 2.500 Aktionsgruppen, 1986 bereits 4.000 Aktionsgruppen; 400 Weltläden verkaufen bundesweit fair gehandelte Produkte. 1988 wird in den Niederlanden das Max-Havelaar-Gütesiegel für Fairen Handel eingeführt. Um neue Käuferschichten anzusprechen und vor allem den Handelspartnern mehr Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte zu bieten, geht die gepa ab 1989 neue Wege im Vertrieb. Neben den „klassischen“ Vertriebsbereichen der Weltläden und Aktionsgruppen weitet sie den Vertrieb zunehmend auch auf Bio- und Naturkostläden, den Lebensmitteleinzelhandel, Großverbraucher und Versandhandel aus. Die Entwicklung des Siegels TransFair, die die gepa aktiv unterstützt, ist ebenfalls Teil der Strategie zur Handelsausweitung. 1989 wird die International Federation for Alternative Trade (IFAT) als Weltverband alternativer Importorganisationen gegründet, der 1998 etwa 100 Fair-Handelorganisationen angehören, darunter in Deutschland Dritte-Welt Partner Ravensburg (heute: dwp eG), El Puente, gepa und TEAM. 1990 wird die European Fair Trade Association (EFTA) als Zusammenschluss von elf alternativen Importorganisationen gegründet.

Die Anfänge im Einzelhandel[Bearbeiten]

Im Jahr 1989 startete die Aktion Arme Welt Tübingen als Pilotprojekt für Kaffee im Normalhandel in drei Tübinger Filialen der Gottlieb-Handelsgesellschaft den Verkauf von GEPA-AHA-Kaffee. Im Zuge der Öffnung hin zum Lebensmitteleinzelhandel wurde ab Mai 1990 in 34 Filialen der Gottlieb-Handelsgesellschaft AHA-Kaffee der GEPA verkauft.

Um neue Käuferschichten anzusprechen und vor allem den Handelspartnern mehr Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte zu bieten, ging man ab etwa 1989 neue Wege im Vertrieb. Neben den „klassischen“ Vertriebsbereichen der Weltläden und Aktionsgruppen weitete sie den Vertrieb zunehmend auch auf Naturkost- und Bioläden, den Lebensmitteleinzelhandel, Großverbraucher und Versandhandel aus. Die Entwicklung des Siegels TransFair (heute FAIRTRADE) ist ebenfalls Teil der Strategie zur Handelsausweitung.

Am 7. Oktober 1992 wurde die GEPA erster Lizenznehmer von TransFair. Der erste TransFair-gesiegelte Kaffee wurde im Herbst 1992 verkauft.

Die Verbreitung des Kaffees und neue Gesellschafter[Bearbeiten]

Am 8. Januar 1993 wurde der erste speziell für den Einzelhandel bestimmte Kaffee geröstet. Von Januar bis März gewann man neue Großkunden: Henkel, das Bundestags-Restaurant, Allianz, Landtag Rheinland-Pfalz, Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) sowie die Rathäuser der Städte Menden und Langenfeld. Ebenfalls im März stieg die Zahl der TransFair-Mitgliedsorganisationen (Gesellschafter) auf 26, neu dabei sind die Deutsche Welthungerhilfe e. V., das Amt für Gemeindedienst (heute: Haus kirchlicher Dienste) der Ev.-Luth. Landeskirche Hannover, der EDCS – Westdeutscher Förderkreis e.V. (später umbenannt in Oikocredit) sowie der Bundesverband der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB). Am 12. Mai 1993 wurden neue Kriterien für Handelsbeziehungen eingeführt.

Die Umstrukturierung[Bearbeiten]

Logo bis Februar 2007

Zur Messe BioFach im Februar 2007 vollzieht das Unternehmen einen Designwechsel. Das Unternehmenslogo, die Verpackungen und der Werbeauftritt werden geändert. Ziel ist es, so vor allem die Jugend ansprechen und sie mit dem Fairen Handel vertraut machen. Statt aus den Kleinbuchstaben gepa besteht das neue Logo aus den Großbuchstaben GEPA in Verbindung mit dem Claim THE FAIR TRADE COMPANY.

Kennzahlen[Bearbeiten]

Umsatzzahlen (Geschäftsjahr von April bis zum März des kommenden Jahres):

Geschäftsjahr Umsatz (in Mio. €) Vergleich zum Vorjahr
1997/1998 28,53 -
1999/2000 29,7 + 4 %
2000/2001 31,19 + 4 %
2001/2002 33,0 + 8 %
2002/2003 35,78 + 7 %
2003/2004 36,80 + 3 %
2004/2005 39,66 + 7,7 %
2005/2006 44,97 + 13,4 %
2006/2007 49,00 + 9 %
2007/2008 52,00 + 6,1 %
2009/2010 54,4 + 4,6 %
2010/2011 58,4 + 7,4 %
2011/2012 61,5 + 5,3 %
2012/2013 61,2 - 0,5 %

Gesellschafter[Bearbeiten]

Verkaufsstruktur[Bearbeiten]

11 Regionale Fair-Handelszentren in Deutschland versorgen ca. 800 Weltläden und rund 6.000 Aktionsgruppen mit fair gehandelten Lebensmittel- und Handwerksprodukten. Zahlreiche Supermärkte und Lebensmitteleinzelhändler haben die Produkte in ihrem Sortiment. Kantinen von Unternehmen, Studentenwerken, Tagungshäusern u. Ä. werden vom Außer-Haus-Service (AHS) beliefert. Darüber hinaus gibt es einen Onlineshop.

Die Regionalen Fair Handelszentren (RFZ) sind, mit Ausnahme des RFZ Wuppertal, in selbständiger Trägerschaft.

RFZ in GEPA-eigener Trägerschaft[Bearbeiten]

Das ehemalige Gebäude der GEPA in Wuppertal (bis 2007)
Der neue GEPA-Standort in Wuppertal (ab 2007)

Die GEPA betreibt lediglich ein eigenes RFZ für die Region West in Wuppertal.

RFZ in selbständiger Trägerschaft[Bearbeiten]

Ehemalige RFZ in GEPA-eigener Trägerschaft[Bearbeiten]

  • Süd (Leonberg), wurde zum Ende des Jahres 2011 geschlossen
  • Ost (Berlin), wurde zum Ende des Jahres 2011 geschlossen
  • Mitte (Alzenau) wurde zu Ende Oktober 2012 geschlossen

GEPA-TV[Bearbeiten]

Mehrmals in der Woche wird GEPA-TV beim baden-württembergischen Fernsehsender BW Family.tv ausgestrahlt. In ca. 15 Minuten werden die Produkte vorgestellt, Moderatorin ist Denise Wenzel. In kleinen Einspielern werden Menschen gezeigt, die für die GEPA Lebensmittel- und Non-Food-Produkte herstellen, wie sie leben und wie sie vom Fairen Handel profitieren.

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

Die GEPA ist Mitglied der World Fair Trade Organization (WFTO) und der European Fair Trade Association (EFTA). Des Weiteren ist sie registrierter FLO-Importeur sowie Lizenznehmer bei TransFair und bei der Naturland. Als Mitglied im Forum Fairer Handel beteiligt sich die GEPA an der Organisation der Fairen Woche.

Besonderheiten bei der Verpackung[Bearbeiten]

Auf jeder neuen Verkaufsverpackung ist ein Foto mit einem Zitat von einem Handelspartner in der Dritten Welt abgebildet, der das jeweilige Produkt herstellt; so soll man auf den Bildern erkennen, dass es den Menschen umso besser geht, je mehr man Produkte mit ihrer Beteiligung kauft. Das Logo besteht aus einer Spirale, in deren Zentrum ein G steht.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: GEPA – The Fair Trade Company – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zahlen - Daten - Fakten. Geschäftsjahr 2012/13, abgerufen am 17. Dezember 2013
  2. Ist ein GEPA-Produkt auch immer bio?, abgerufen am 17. Dezember 2013

51.2480555555567.0730555555556Koordinaten: 51° 14′ 53″ N, 7° 4′ 23″ O