Generation Y
Als Generation Y (kurz Gen Y) wird in der Soziologie diejenige Bevölkerungskohorte genannt, deren Mitglieder um das Jahr 2000 herum zu den Teenagern zählten. Je nach Quelle wird diese Generation auch als Millennials (zu deutsch etwa die Jahrtausender) oder Digital Natives[1] bezeichnet. Sie gilt damit als Nachfolgegeneration der Baby-Boomer und der Generation X.
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[Bearbeiten] Soziologische Charakterisierung
Die Generation Y gilt als vergleichsweise gut ausgebildet, oft mit Fachhochschul- oder Universitätsabschluss.[2] Sie zeichnet sich durch eine technologieaffine Lebensweise aus, da es sich um die erste Generation handelt, die größtenteils in einem Umfeld von Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen ist.[3] Sie arbeitet lieber in virtuellen Teams als in tiefen Hierarchien. Die Millennials sind optimistisch und selbstbewusst und haben wenig Vertrauen in die Regierung, weshalb sie sich durch passiven Widerstand aktiv ins politische Geschehen einbringen. Ein Beispiel dafür ist die Bewegung Occupy Wall Street, wodurch sich die moderne Organisation der Generation Y abzeichnete. Als „Gegenpol“ bzw. Verlierer dieser Generation bezeichnet Elisabeth Weyermann unter Bezug auf den gleichnamigen Buchtitel von Susanne Finsterer und Edmund Fröhlich die Generation Chips, die – überwiegend in der sogenannten Unterschicht – zu viel Medien konsumiert, sich einseitig ernährt und von der gesellschaftlichen Teilhabe weitgehend ausgeschlossen ist.[4]
[Bearbeiten] Literatur
- Kerstin Bund, Uwe Jean Heuser & Anne Kunze: Generation Y: Wollen die auch arbeiten? In: Die Zeit. Nr. 11, 7. März 2013
- Christian Scholz: Das neue Szenario im Berufsleben. In: Spieler ohne Stammplatzgarantie. Darwiportunismus in der neuen Arbeitswelt. Wiley-VCH, Weinheim 2003, ISBN 3-527-50052-9 (ursprünglich erschienen in WISU. 10/99; PDF; 114 KB)
- Eva Windisch & Niclas Medman: Understanding the digital natives. In: Ericsson Business Review. 1/2008, S. 36–39 (217 KB)
[Bearbeiten] Weblinks
- Millennials - was der Nachwuchs wirklich will, Artikel von Winfried Gertz in der Computerwoche, 28. Februar 2007
- Generation Y: Die Gewinner des Arbeitsmarkts, Artikel von Eva Buchhorn & Klaus Werle in Spiegel Online, 7. Juni 2011
- Neue Arbeitswelt: „Die Generation Y ändert die Unternehmen“, Audi-Personalvorstand Thomas Sigi im Interview mit Klaus Werle in Spiegel Online, 9. August 2012
- Generation Y- Wollen die auch arbeiten?, 7.3.2013, Die Zeit
- Das ist die Generation Y in TITANIC – Das endgültige Satiremagazin
- Spaß, Selbstverwirklichung und Yoga, Artikel von Sandra Stalinski auf Tagesschau.de, 30.04.2013
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Eva Windisch & Niclas Medman: Understanding the digital natives. In: Ericsson Business Review. 1/2008, S. 36–39 (217 KB)
- ↑ Peter Sheahan: Generation Y: Thriving and Surviving With Generation Y at Work. Hardie Grant Publishing, 2005, ISBN 1742731392, S. 7
- ↑ Daniela M. Weise: Rekrutierung der Net-Generation. E-Recruiting mit Hilfe von Web 2.0-Tools. Diplomica-Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-8366-9680-7, S. 15
- ↑ Elisabeth Weyermann: Die «Babyboomer» geben ab, die «Millennials» kommen. Website der Text & Auftritt GmbH. Januar 2008 (PDF; 38 KB)