Generation Y

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Als Generation Y (kurz Gen Y) wird in der Soziologie diejenige Bevölkerungskohorte genannt, deren Mitglieder um das Jahr 2000 herum zu den Teenagern zählten. Je nach Quelle wird diese Generation auch als Millennials (zu deutsch etwa die Jahrtausender) bezeichnet. Sie gilt damit als Nachfolgegeneration der Baby-Boomer und der Generation X. Der Name ist darauf zurückzuführen, dass auf X -> Y folgt. Die Nachfolgegeneration ist die Generation Z, welche etwa mit dem Geburtsjahr 1998 beginnt.

Soziologische Charakterisierung[Bearbeiten]

Die Generation Y gilt als vergleichsweise gut ausgebildet, oft mit Fachhochschul- oder Universitätsabschluss.[1] Sie zeichnet sich durch eine technologieaffine Lebensweise aus, da es sich um die erste Generation handelt, die größtenteils in einem Umfeld von Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen ist.[2] Sie arbeitet lieber in virtuellen Teams als in tiefen Hierarchien. Anstelle von Status und Prestige rücken die Freude an der Arbeit sowie die Sinnsuche ins Zentrum. Mehr Freiräume, die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung, sowie mehr Zeit für Familie und Freizeit sind zentrale Forderungen der Generation Y: Sie will nicht mehr dem Beruf alles unterordnen, sondern fordert eine Balance zwischen Beruf und Freizeit. Nicht erst nach der Arbeit beginnt für die Generation Y der Spaß, sondern sie möchte schon während der Arbeit glücklich sein – durch einen Job, der ihnen einen Sinn bietet. Sie verkörpert einen Wertewandel, der auf gesellschaftlicher Ebene bereits stattfindet, den die jungen Beschäftigten nun aber auch in die Berufswelt tragen. [3] Der Berliner Jugendforscher Klaus Hurrelmann macht auf die Multioptionsgesellschaft und Grenzlosigkeit aufmerksam, in welcher die Generation Y groß geworden ist. [4] Die Millennials sind optimistisch und selbstbewusst und haben wenig Vertrauen in die Regierung, weshalb sie sich durch passiven Widerstand aktiv ins politische Geschehen einbringen. Ein Beispiel dafür ist die Bewegung Occupy Wall Street, wodurch sich die moderne Organisation der Generation Y abzeichnete. Als „Gegenpol“ bzw. Verlierer dieser Generation bezeichnen Susanne Finsterer und Edmund Fröhlich im gleichnamigen Buch die Generation Chips, die – überwiegend in der sogenannten Unterschicht – zu viel Medien konsumierten, sich einseitig ernährten und von der gesellschaftlichen Teilhabe weitgehend ausgeschlossen seien.

Filme[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kerstin Bund: Glück schlägt Geld. Generation Y: Was wir wirklich wollen. Murmann, Hamburg 2014, ISBN 978-3-86774-339-6
  • Kerstin Bund, Uwe Jean Heuser und Anne Kunze: Generation Y: Wollen die auch arbeiten? In: Die Zeit. Nr. 11, 7. März 2013
  • Christian Scholz: Das neue Szenario im Berufsleben. In: Spieler ohne Stammplatzgarantie. Darwiportunismus in der neuen Arbeitswelt. Wiley-VCH, Weinheim 2003, ISBN 3-527-50052-9 (ursprünglich erschienen in WISU. 10/99; PDF; 114 KB)
  • Eva Windisch und Niclas Medman: Understanding the digital natives. In: Ericsson Business Review. 1/2008, S. 36–39 (217 KB)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Peter Sheahan: Generation Y: Thriving and Surviving With Generation Y at Work. Hardie Grant Publishing, 2005, ISBN 1742731392, S. 7
  2. Daniela M. Weise: Rekrutierung der Net-Generation. E-Recruiting mit Hilfe von Web 2.0-Tools. Diplomica-Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-8366-9680-7, S. 15
  3. Kerstin Bund: Glück schlägt Geld. Generation Y: Was wir wirklich wollen Murmann Verlag, Hamburg 2014, ISBN 978-3-86774-339-6
  4. Jean Heuser & Anne Kunze: Wollen die auch arbeiten? Die Zeit Online, abgerufen am 10. Dezember 2013