Guémar

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Guémar
Wappen von Guémar
Guémar (Frankreich)
Guémar
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Ribeauvillé
Kanton Ribeauvillé
Koordinaten 48° 11′ N, 7° 24′ O48.1886111111117.3969444444444180Koordinaten: 48° 11′ N, 7° 24′ O
Höhe 172–193 m
Fläche 18,22 km²
Einwohner 1.368 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 75 Einw./km²
Postleitzahl 68970
INSEE-Code
Website www.ville-guemar.fr

Rathaus

Guémar (dt. Gemar) ist eine französische Gemeinde mit 1368 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Arrondissement Ribeauvillé im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie ist Mitglied des Gemeindeverbandes Pays de Ribeauvillé.

Lage[Bearbeiten]

Guémar liegt in der Oberrheinebene zwischen Colmar (14 km südlich) und Schlettstadt (10 km nördlich) und knapp 6 km östlich vom Kantonshauptort Ribeauvillé. Hier kreuzen sich die Autoroute A35 (Anschlussstelle 20 – Guémar) und die Départementsstraße D 106. Zwischen Ribeauvillé und Guémar liegt der Weiler Ribeauvillé Gare. Dort verläuft die Eisenbahnstrecke Straßburg–Colmar der SNCF.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde als Ghermari erstmals 768 erwähnt.[1]

Während der Zugehörigkeit des Elsass zum Deutschen Reich 1871–1918 schrieb sich die Gemeinde Gemar – gesprochen hört sich der Ortsname in beiden Sprachen nahezu identisch an. Im Jahr 1885 hatte Gemar 1219 Einwohner und war Teil des Landkreises Rappoltsweier (Ribeauvillé).

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1885 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 1219 841 847 1002 1051 1162 1314 1356

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Kirche Saint-Léger wurde 1741 im Barockstil erbaut. Der Turm hingegen stammt schon aus dem 14. Jahrhundert und ist der einzige Rest eines älteren Kirchenbaus. Die Turmhaube stammt von 1772.
  • Das Obertor, Teil der mittelalterlichen Befestigung des Ortes, wurde um 1400 errichtet und zu Beginn des 21. Jahrhunderts restauriert. Im August 2009 waren die Arbeiten beendet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Leo Jud (1482–1542), Schweizer Reformator elsässischer Herkunft, in Guémar geboren

Literatur[Bearbeiten]

  • Auguste-Charles Hanauer: Les Constitutions des Campagnes de l'Alsace au Moyen-Âge. Durand (Libraire), Paris 1864, und Salomon (Libraire), Straßburg 1864, S. 354–361.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Guémar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Topographia Alsatiae: Gemar – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Oelsner, Ludwig: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Duncker und Humblot, Berlin 1871, S. 424.