Eguisheim
| Eguisheim | ||
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| Region | Elsass | |
| Département | Haut-Rhin | |
| Arrondissement | Colmar | |
| Kanton | Wintzenheim | |
| Koordinaten | 48° 3′ N, 7° 18′ O48.0430555555567.3058333333333210Koordinaten: 48° 3′ N, 7° 18′ O | |
| Höhe | 210 m (191–764 m) | |
| Fläche | 14,13 km² | |
| Einwohner | 1.622 (1. Jan. 2009) | |
| Bevölkerungsdichte | 115 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 68420 | |
| INSEE-Code | 68078 | |
Eguisheim - Burg mit St.-Leo-Kapelle |
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Eguisheim (deutsch Egisheim, elsässisch Egsa) ist eine französische Gemeinde mit 1622 Einwohnern (1. Januar 2009) im elsässischen Département Haut-Rhin. Sie gehört zum Arrondissement Colmar und zum Kanton Wintzenheim. Eguisheim ist als eines der Plus beaux villages de France (schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert.[1]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Gemeinde Eguisheim liegt an der Elsässischen Weinstraße (Route des vins), wenige Kilometer südwestlich von Colmar. Der Ort liegt unterhalb eines von einer auffälligen, dreitürmigen Burgruine gekrönten Berges. Diese Bergfriede sind bekannt als die Drei Exen (els. Dri Egsa; frz. les trois tours d´Eguisheim). Das Gemeindegebiet ist Teil des Regionalen Naturparks Ballons des Vosges.
[Bearbeiten] Geschichte
In Egisheim befand sich wohl schon in der Römerzeit ein Kastell. Im 8. Jahrhundert wurde eine Wasserburg angelegt, die in staufischer Zeit mit einer charakteristischen achteckigen Wehrmauer umgeben wurde. Im Ort wurde 1002 Bruno von Egisheim-Dagsburg geboren, der als Leo IX. Papst wurde.
Im 19. Jahrhundert wurden große Teile der Burggebäude, darunter der ebenfalls achteckige Bergfried, abgetragen. 1889 wurde statt dessen eine neoromanisch-byzantinische Kapelle in Angedenken Papst Leo IX. errichtet. 1903 wurde die Anlage saniert. Die Pfarrkirche wurde 1809 im Scheunenstil errichtet. Von ihrer im 12. Jahrhundert errichteten romanischen Vorgängerin ist der Turm erhalten; ihre Umrisse sind im Pflaster zu erkennen.
[Bearbeiten] Die Grafen von Egisheim
Im 7. Jahrhundert wurde das fränkische Herzogtum Elsass gegründet. Herzog Eberhard gründete 720 die Burg von Egisheim, die nach seinem Vetter Egeno benannt wurde. Das Herzogtum wurde im 9. Jahrhundert in zwei Grafschaften aufgeteilt: Den Nordgau und den Sundgau. (Noch heute besteht die Region Alsace aus den Départements Bas-Rhin (67) und Haut-Rhin (68). Die Grafen des Nordgaus beherrschten bald wieder die gesamte Region. Die Grafen Gérard und Adalbert verheirateten ihre Schwester Adelheid mit Herzog Heinrich von Franken, sie wurde Mutter von Konrad II., der das Haus der salischen Kaiser begründete. Eine Seitenlinie der Grafen des Nordgaus nannte sich schließlich Grafen von Egisheim. Graf Bruno von Egisheim (1002-1054) wurde 1048 Papst, er nannte sich nun Leo IX. 1049 weihte er die Kirche von Ottmarsheim. (Siehe auch: Grafschaft Egisheim)
[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 |
| Einwohner | 1470 | 1519 | 1461 | 1438 | 1530 | 1549 | 1572 |
[Bearbeiten] Stadtgestalt und Sehenswürdigkeiten
Egisheim ist stadttypologisch bekannt als „Zwiebelstadt“, da sich außer der west-östlich verlaufenden Grand´Rue (elsässisch Hauptstross) alle Gassen ringförmig um die achteckige Burganlage im Zentrum legen.
- Burg mit neoromanisch-byzantinischer St.-Leo-Kapelle in der Ortsmitte
- Altstadt
- Ringgassen (Groowe und Allmend´)
- Kirche St. Peter-und-Paul. Im Bau aus dem 19. Jahrhundert befindet sich ein künstlerisch äußerst wertvolles spätromanisches Portal aus dem Vorgängerbau, das im Bogenfeld bereits stilistische Merkmale der Gotik aufweist.[2]
[Bearbeiten] Partnerschaften
Seit 1969 ist Hinterzarten im Schwarzwald Partnergemeinde von Eguisheim. Außerdem besteht eine Partnerschaft zur Gemeinde Hautvillers in der Champagne.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter
- Adelheid von Metz, (um 970–1039 oder 1046), Gräfin von Worms
- Leo IX. (1002–1054), Papst der katholischen Kirche
- Peter Paul Stumpf (1822–1890), Erzbischof von Straßburg
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Eguisheim auf Les plus Beaux Villages de France französisch
- ↑ Detailansicht des Bogenfelds der Kirche St. Peter-und-Paul
[Bearbeiten] Weblinks
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