Munster (Haut-Rhin)
| Munster | ||
|---|---|---|
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| Region | Elsass | |
| Département | Haut-Rhin (Oberelsass) | |
| Arrondissement | Colmar | |
| Kanton | Munster (Chef-lieu) | |
| Gemeindeverband | Vallée de Munster | |
| Koordinaten | 48° 2′ N, 7° 8′ O48.0413888888897.1341666666667383Koordinaten: 48° 2′ N, 7° 8′ O | |
| Höhe | 341–794 m | |
| Fläche | 8,64 km² | |
| Einwohner | 4.905 (1. Jan. 2010) | |
| Bevölkerungsdichte | 568 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 68140 | |
| INSEE-Code | 68226 | |
| Website | http://www.ville-munster68.fr/ | |
Munster (deutsch Münster im Elsass, elsässisch Mínschter) ist eine Stadt im Département Haut-Rhin in Frankreich. Sie hat 4905 Einwohner (1. Januar 2010) und eine Fläche von 8,64 km².
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Munster liegt in den Vogesen am Schnittpunkt zweier Täler (ein größeres im Süden in Richtung Metzeral und ein kleineres im Nordwesten nach Soultzeren), die sich hier zum Tal der Fecht oder auch Münstertal (Vallée de Munster) vereinen. Im Westen erhebt sich der Gipfel des Hohneck mit 1.362 Metern über dem Meeresspiegel. Nach Osten fließt die Fecht in die Ebene Richtung Colmar, das etwa 20 km entfernt liegt. Durch Munster verläuft die D 417 von Colmar über den Schluchtpass (1139 m ü.d.M.) nach Gérardmer.
Geschichte[Bearbeiten]
Um 660 n. Chr. wurde bei Munster von Benediktiner-Mönchen das St. Gregor-Kloster (lat. monasterium) gegründet, wonach die Stadt und das Tal benannt wurden. 1308 wurde die Stadt mit einer Mauer versehen. 1354 schloss sich die Stadt mit anderen Städten des Elsass zum Zehnstädtebund zusammen. Im 16. Jahrhundert schloss sich die Stadt der Reformation an. Bürgermeister Friedrich Zeringer unterzeichnete für den „Rat der Stadt Münster in S. Georgental“ die lutherische Konkordienformel von 1577.[1]
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Munster und seine Umgebung stark in Mitleidenschaft gezogen. Unter dem Einfluss der Französischen Revolution wurde 1791 das Kloster aufgelöst.
Im Ersten Weltkrieg wurde die Stadt zu 85 % zerstört. Auch im Zweiten Weltkrieg hatte die Gegend sehr zu leiden. Am 5. Februar 1945 wurde Munster von den Alliierten eingenommen.
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 |
| Einwohner | 4965 | 4888 | 4932 | 4661 | 4657 | 4884 | 4990 |
Politik[Bearbeiten]
Munster ist Mitglied und Sitz des Gemeindeverbands Vallée de Munster. Bürgermeister (Maire) der Gemeinde ist Pierre Dischinger. Außer ihm gehören dem Gemeinderat sechs Beigeordnete und 20 weitere Personen an.
Partnerschaften[Bearbeiten]
Munster pflegt Städtepartnerschaften zu
- Ihringen in Baden-Württemberg (Deutschland)
- Romanèche-Thorins im Département Saône-et-Loire (Frankreich)
Wirtschaft[Bearbeiten]
Lange Zeit war Munster ein Zentrum der Textilindustrie, bis der Niedergang auch hier diesen Wirtschaftszweig zum Erliegen brachte. Weiterhin spielt die Forstwirtschaft eine wichtige Rolle.
Außerdem ist der Tourismus zunehmend ein Wirtschaftsfaktor. Munster liegt im Regionalen Naturpark Ballons des Vosges, dessen Parkverwaltung mit angeschlossenem Ausstellungszentrum hier untergebracht ist.
Berühmt gemacht hat den Ort aber die Produktion des kräftig riechenden Münsterkäses, der hier hergestellt wird. Die hierzu benötigte Milchwirtschaft hat alpinen Charakter: das Milchvieh verbringt den Sommer auf den Berghöhen und überwintert im Tal. Aus diesem Grund hat die Gegend auch den Beinamen Kleini Schwitz (kleine Schweiz).
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Jean Ruhland (1834–1907), Bürgermeister von 1886 bis 1907, Reichstagsabgeordneter
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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