Isamaa ja Res Publica Liit

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Isamaa ja Res Publica Liit
Pro-Patria- und Res-Publica-Union
Logo der IRL
Parteivorsitzender Urmas Reinsalu
Partei­vorsitzender Urmas Reinsalu
General­sekretär Tiit Riisalo
Gründung 4. Juni 2006
Haupt­sitz Paldiski mnt. 13
10137 Tallinn
Aus­richtung Konservatismus, Nationalkonservatismus, Liberalismus, Christdemokratie
Farbe(n) Blau
Parlamentsmandate 23 von 101 (Riigikogu, 2011)
Internationale Verbindungen Internationale Demokratische Union (IDU),
Christlich Demokratische Internationale (CDI)
Europapartei Europäische Volkspartei (EVP)
EP-Fraktion Fraktion der Europäischen Volkspartei
Website www.irl.ee

Isamaa ja Res Publica Liit, IRL (deutsch: Pro-Patria- und Res-Publica-Union) ist eine konservative Partei in Estland. Sie entstand 2006 aus der Fusion der konservativen Partei Res Publica des ehemaligen Ministerpräsidenten Juhan Parts und der christlich-nationalkonservativen Vaterlandsunion (Isamaaliit) von Mart Laar, der ebenfalls Ministerpräsident war.

Den Parteivorsitz hat Urmas Reinsalu inne.

Die IRL verfügt über 23 der 101 Sitze im estnischen Riigikogu, bildet mit der Reformpartei die Regierungskoalition und stellt 6 Minister. Außerdem verfügt sie über 1 von 6 estnischen Sitzen im Europäischen Parlament. Sie ist Mitglied der Internationalen Demokratischen Union, der Christlich Demokratischen Internationale und der Europäischen Volkspartei. Der Jugendverband der IRL ist die IRL Noored. Die parteinahe Stiftung der Partei ist das Institut Pro Patria.

Vorgängerparteien[Bearbeiten]

Isamaaliit (Vaterlandsunion)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Isamaaliit

Vorläufer der Vaterlandsunion war die Rahvuslik Koonderakond "Isamaa" (Nationale Koalitionspartei "Vaterland"), ein Zusammenschluss vierer christdemokratischer und konservativer Parteien, die hauptsächlich von Dissidenten und Widerständlern gegen die sowjetische Herrschaft in Estland geprägt waren. Sie errang bei den Parlamentswahlen 1992 22,0 % der Stimmen und 28 der 101 Sitze, woraufhin ihr Spitzenkandidat Mart Laar Ministerpräsident wurde. 1994 sprach ihm das Parlament jedoch das Misstrauen aus und er wurde durch den Sozialdemokraten Andres Tarand abgelöst. Der Koalitionspartei schloss sich 1995 die Eesti Rahvusliku Sõltumatuse Partei (Estnische Nationale Unabhängigkeitspartei) an, die im Parlament über 10 Sitze verfügte. Die Vaterlandsunion wurde gegründet, ihr erster Vorsitzender war Toivo Jürgenson. Bei den Wahlen 1995 fiel die IL auf 7,9 % und 8 Mandate zurück. 1998 übernahm Mart Laar wieder den Vorsitz und bei den Wahlen 1999 war die Vaterlandsunion auch wieder mit 16,1 % und 18 Sitzen erfolgreich. Laar wurde zum zweiten Mal Ministerpräsident bis zu seinem Rücktritt von Partei- und Regierungsamt 2002. Neuer Parteivorsitzender wurde Tunne Kelam, während Siim Kallas von der Reformpartei die Regierung übernahm. 2003 wurde abermals gewählt. Die Isamaaliit verlor erneut deutlich, vor allem zu Gunsten der Res Publica. Sie konnte nur noch 7,3 % der Stimmen und 7 Sitze erringen. Der letzte Parteivorsitzende Tõnis Lukas, der das Amt 2005 übernahm, führte die Partei in die Fusion mit Res Publica. Am 4. Juni 2006 hörte sie auf zu existieren.

Erakond Res Publica[Bearbeiten]

Hauptartikel: Res Publica (Partei)

Die Res Publica-Bewegung in Estland entstand 1989 als Gruppierung junger Konservativer und Wirtschaftsliberaler, die eng mit der Vaterlandsunion verbunden waren. 2001 erfolgte die Gründung als Partei unter dem Namen Ühendus vabariigi eest - Res Publica (Estnische Republikanische Union - Res Publica), Juhan Parts übernahm den Parteivorsitz. 2003 nahm sie zum ersten Mal an den Parlamentswahlen teil und wurde prompt mit 24,6 % zweitstärkste Kraft, mit 28 der 101 Parlamentssitze konnte sie sogar mit der größten Fraktion, der Zentrumspartei gleichziehen. Daraufhin bildete sie eine Mitte-rechts-Regierung mit der liberalen Reformpartei und der agrarischen Volksunion unter Führung Parts. Dieser trat 2005 zurück, nachdem gegen seinen Justizminister ein Misstrauensvotum ausgesprochen wurde. Die Res Publica schied daraufhin aus der Regierung aus. 2005 übernahm der damals erst 31-jährige Taavi Veskimägi den Parteivorsitz. Am 4. Juni 2006 erfolgte die Fusion mit der Vaterlandsunion.

Weblinks[Bearbeiten]