Kunsthochschule für Medien Köln

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Kunsthochschule für Medien Köln
Logo
Gründung 1989, Eröffnung 1990
Trägerschaft staatlich
Ort Köln
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Rektor Hans Ulrich Reck[1]
Studenten 329 WS 2013/14[2]
Mitarbeiter 120 (davon 60 wiss.)
Website www.khm.de

Die Kunsthochschule für Medien Köln (kurz KHM) ist eine 1990 gegründete staatliche Kunsthochschule in Köln mit dem Studienschwerpunkt Mediale Künste. Der erste Gründungsrektor (1991–1994) war der Soziologe und Medienwissenschaftler Klaus Katz († 23. April 2013).[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die KHM geht auf eine Initiative der sozialdemokratischen Landesregierung Nordrhein-Westfalens zurück. Anfang der 1980er setzte sich die damalige Wissenschaftsministerin Anke Brunn für die Schaffung einer Kunsthochschule in Köln ein. Aber anstatt die Kölner Werkschulen zur dritten Kunstakademie in Nordrhein-Westfalen zu ernennen, entschloss man sich, die Werkschulen zu schließen und sie als eine Kunsthochschule für Medien neu zu gründen.[4]

Der Studienbetrieb begann am 15. Oktober 1990 zunächst mit Zusatz- und Weiterbildungsstudiengängen. Seit 1994 wird der achtsemestrige Diplomstudiengang Audiovisuelle Medien angeboten, der im Sommersemester 2011 in Mediale Künste umbenannt wurde. Die Aufnahme des Lehrbetriebes begann in der provisorischen Unterbringung im sogenannten Overstolzenhaus und am Peter-Welter-Platz 2. In den nächsten 15 Jahren entwickelte sich immer wieder eine Standortdiskussion, die mit Beginn des Wintersemester 2005/06 mit dem Einzug in den Neubaukomplex am Filzengraben ihren Abschluss fand. Die Ansiedlung der KHM an der Peripherie der Großstadt war immer kategorisch ausgeschlossen worden, die zwischenzeitliche Anmietungen von bis zu zehn weiteren Gebäuden um den Peter-Welter-Platz und den Filzengraben verdeutlicht, dass die KHM in einem zentralen, urbanen Umfeld liegen und dauerhaft verankert sein musste.

Studium[Bearbeiten]

Die drei Bereiche Film, Kunst und Wissenschaft sind in einem Studiengang vernetzt. Die Lehre fördert dabei gezielt die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit unterschiedlichen künstlerischen Feldern, auf die sich die Studierenden im Hauptstudium, bzw. Zusatz- und Weiterbildungsstudium spezialisieren können: Von der Fotografie, über Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilm, Animation, Video- und Lichtkunst, Design, Sound, Klang, Kunst im öffentlichen Raum, Architektur, experimenteller Informatik, hin zu Theorie, Ästhetik und Geschichte der Maschinen, der Künste und der Medien. Die studentische Arbeit ist projektorientiert und findet in Ateliers, Studios und Laboren statt; begleitet von Vorlesungen und Seminaren, die die historischen und theoretischen Grundlagen der medialen Künste vermitteln.

Die KHM hat im Jahresdurchschnitt etwa 330 Studierende, die intensiv von einem internationalen Professoren- und Mitarbeiterteam sowie einem Netzwerk aus Fellows und Gastdozenten betreut werden. Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Hochschulen, kulturellen Institutionen, Festivals, Ausstellungsorganisatoren sowie der Medien- und Filmwirtschaft fördert diese Ausbildung.

Das Studium ist durch drei Bereiche organisiert: Film, Kunst und Wissenschaft, denen folgende Fächer angehören:

Feste Reihen / Veranstaltungen der KHM (Auswahl): glasmoog/Ausstellungsraum an der KHM (im ganzen Jahr) + KHM auf der Art Cologne (jährlich) + Tage der Offenen Tür/Jahresausstellung (jedes Sommersemester) + Filmreihe Best of KHM (jedes Semester mit Abschluss- und Debütfilmen der Absolventen) + Showcase (einmal jährlich lädt die Kunsthochschule für Medien Köln die Film-, Fernseh- und Medienbranche zur Sichtung der aktuellen Produktion nach Köln ein. Sie zeigt geladenen Produzenten, Redakteuren, Festivalleitern, Förderern und Journalisten eine Auswahl von Spiel- und Dokumentarfilmen. Zusätzlich werden Stoffe für lange Filme in einem Pitch vorgestellt) + Nocturnes (jedes Semester, eine Reihe des Klanglabors mit Sound-Performances, Konzerten, Klangexperimenten) + kurzundschön (jährlich im November, internationaler Nachwuchswettbewerb für Werbespots, Motion Design, Mobile Miniaturen und Kurzfilm, veranstaltet von der KHM und dem Westdeutschen Rundfunk WDR, mit Preisgeldern)

Kooperationspartner der KHM: Das Zentrum für Internationales Kunstmanagement CIAM (Center of International Arts Management) wurde im Mai 2005 als Gemeinschaftseinrichtung der Musikhochschule Köln, der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, der Kunstakademie Düsseldorf und der Kunsthochschule für Medien Köln gegründet und bietet u.a. den MA-Studiengang „Kunstmanagement“ an; mit der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg, verbindet die KHM ein Kooperationsvertrag über die Zusammenarbeit in Lehre und Forschung sowie den Austausch von Studierenden; mit der Fraunhofer Gesellschaft St. Augustin (Bonn) unterhält die Kunsthochschule eine enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Informatik und experimentellen Computerkunst; seit 1996 besteht eine Vereinbarung mit der Escuela Internacional de Cine y TV (EICTV) in San Antonio de los Baños auf Cuba zum gegenseitigen erfolgreichen Austausch von Studierenden. Weitere Kooperationen: Bezalel Academy (Jerusalem), Universidad Nacional de Colombia (Bogotà); Cité Internationale des Arts (Paris), Mecad (Barcelona). Zahlreiche punktuelle Austauschbeziehungen mit Hochschulen in Frankreich, Italien, den Niederlanden, Skandinavien, Schweiz, UK, Japan, China, USA, … Von derzeit mehreren Tausend zentral erfassten Produktionen ist mehr als ein Drittel in Zusammenarbeit mit Partnern weltweit entstanden.

Preise an der KHM: Das Ehepaar Alfred und Hedwig Neven DuMont stiftet seit 1998 jährlich den Spiridon-Neven-DuMont-Preis für eine herausragende junge Künstlerpersönlichkeit innerhalb der Studierenden der Kunsthochschule für Medien. Seit 2012 stiftet der Verein der Freunde der KHM den KHM Förderpreis mit zwei Mal 3.500 Euro, der bei der Eröffnung des jeweiligen Rundgangs vergeben wird. Weiterhin stiftet die Gleichstellung der KHM mit 3.500 Euro jedes Jahr den Förderpreis der Gleichstellung.

Rektoren[Bearbeiten]

Manfred Eisenbeis (Gründungsbeauftragter bis 1990), Klaus Katz (Gründungsrektor 1990–1994), Siegfried Zielinski (1994–2000), Anthony Moore (2000–2004), Andreas Henrich (2004–2007), Marie-Luise Angerer (2007–2009), Klaus Jung (2009–2014), Hans Ulrich Reck (seit April 2014)

Bekannte Professoren[Bearbeiten]

Bekannte Absolventen und ehemalige Mitarbeiter[Bearbeiten]

Ranking[Bearbeiten]

Im Hochschul-Ranking der kreativen Studiengänge des Nachrichtenmagazins Focus (Ausgabe 22/2006) erreichte die KHM den 2. Platz (76 Punkte) zusammen mit der internationalen filmschule köln und der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin nach der Filmakademie Baden-Württemberg (78 Punkte). Neben der Reputation der Hochschule waren die Betreuungssituation der Studierenden, die technische Ausstattung und die Zahl der gewonnenen Preise ein Bewertungskriterium.[5]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Kunsthochschule für Medien Köln: Hans Ulrich Reck neuer Rektor der Kunsthochschule für Medien Köln, abgerufen am 2. April 2014
  2. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2013/14, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  3. Kunsthochschule für Medien Köln KHM Die KHM trauert um Prof. Dr. Klaus Katz, abgerufen am 15. Juni 2013
  4. Peter C. Slansky: Filmhochschulen in Deutschland. Geschichte - Typologie - Architektur. edition text + kritik, München, 2011. ISBN 978-3-86916-116-7
  5. Focus Ranking der kreativen Studiengänge Ausgabe 22/2006

Weblinks[Bearbeiten]

50.9340246.9623169444444Koordinaten: 50° 56′ 2″ N, 6° 57′ 44″ O