Le Hohwald

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Le Hohwald
Wappen von Le Hohwald
Le Hohwald (Frankreich)
Le Hohwald
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Sélestat-Erstein
Kanton Barr
Gemeindeverband Piémont de Barr.
Koordinaten 48° 24′ N, 7° 20′ O48.4044444444447.3294444444444575Koordinaten: 48° 24′ N, 7° 20′ O
Höhe 450–1.091 m
Fläche 20,84 km²
Einwohner 505 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 24 Einw./km²
Postleitzahl 67140
INSEE-Code
Website http://www.lehohwald.fr/

Bürgermeister- und Schulgebäude

Le Hohwald (deutsch Hohwald) ist eine französische Gemeinde mit 505 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Arrondissement Sélestat-Erstein, zum Kanton Barr und zum 1995 gegründeten Kommunalverband Piémont de Barr.

Geografie[Bearbeiten]

Le Hohwald liegt 13 Kilometer südwestlich von Obernai und 37 Kilometer südwestlich von Straßburg in den Vogesen. Im Nordwesten der Gemeinde dominiert der Forêt de la Ville de Strasbourg. Ein 45 Kilometer langes Flüsschen namens Andlau passiert den Ortskern.[1] Etwa vier Kilometer westlich des Ortskerns liegt der Berg Champ du Feu.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) ließ der damalige Seigneur des Ortes Siedler aus der Schweiz in den Ort, die die Wälder rodeten, um dort Weiden anzulegen. Der Zehnt wurde zur Hälfte dem Erzbistum Straßburg und dem Seigneur des Ortes gezahlt. Der Ort erhielt den Status einer Gemeinde erst 1867, er wurde aus Gebieten der Gemeinden Barr, Breitenbach und Albé zusammengesetzt. Von 1871 bis 1919 gehörte die Gemeinde zu Deutschland.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 465 480 461 402 360 386 480

Wirtschaft[Bearbeiten]

Neun Zehntel der Umgebung der Gemeinde sind von Wald bedeckt. Die Wälder um Le Hohwald sind wildreich. Der Wildbestand wird durch einen jährlich erstellten Jagdplan reguliert. 1856 wurde die erste Gaststätte auf dem heutigen Gemeindegebiet eröffnet. Sie wurde von vielen Touristen besucht. Im Laufe der Jahre verbrachten viele Prominente die Sommerfrische in der Ortschaft, unter anderem Sarah Bernhardt (1844-1923), Benoît Constant Coquelin (1841-1909), Joseph Joffre (1852-1931), Konrad Adenauer (1876-1967) und Wilhelmina (1880-1962), Königin der Niederlande. Auch heute noch ist der Tourismus ein bedeutender Erwerbszweig für die Hohwaldois, weitere Erwerbszweige sind Forstwirtschaft, Imkerei und die Zucht von Hausrindern.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Le Hohwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Le Hohwald auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 27. November 2009
  2. Le Hohwald auf cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 27. November 2009
  3. [http://www.quid.fr/communes.html?mode=detail&id=194&req=Le_Hohwald&style=fiche Le Hohwald auf quid.fr] (französisch), seit dem 25. März 2010 nicht mehr abrufbar.