Lemwerder

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lemwerder
Lemwerder
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lemwerder hervorgehoben
53.1666666666678.61666666666671Koordinaten: 53° 10′ N, 8° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wesermarsch
Höhe: 1 m ü. NHN
Fläche: 36,38 km²
Einwohner: 6915 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 190 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27809
Vorwahl: 0421
Kfz-Kennzeichen: BRA
Gemeindeschlüssel: 03 4 61 006
Gemeindegliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stedinger Str. 51
27809 Lemwerder
Webpräsenz: www.lemwerder.de
Bürgermeisterin: Regina Neuke (SPD)
Lage der Gemeinde Lemwerder im Landkreis Wesermarsch
Zwischenahner Meer Bremen Bremerhaven Delmenhorst Landkreis Ammerland Landkreis Cloppenburg Landkreis Cuxhaven Landkreis Friesland Landkreis Oldenburg Landkreis Osterholz Landkreis Wesermarsch Landkreis Wittmund Oldenburg (Oldenburg) Wilhelmshaven Berne Brake (Unterweser) Butjadingen Elsfleth Jade (Gemeinde) Lemwerder Nordenham Ovelgönne StadlandKarte
Über dieses Bild

Lemwerder ist eine Gemeinde im Landkreis Wesermarsch in Niedersachsen (Deutschland).

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Lemwerder liegt im Süden der Wesermarsch auf der linken Weserseite gegenüber dem Bremer Stadtteil Vegesack. Das heutige Gemeindegebiet ist Teil der historischen Landschaft Stedingen, die im Wesentlichen das Gebiet der Gemeinde Lemwerder und der Nachbargemeinde Berne umfasste.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Nordwesten an die Gemeinde Berne und im Nordosten sowie im Osten an die Weser. Im Südosten grenzt sie an das Land Bremen, im Süden an die kreisfreie Stadt Delmenhorst und im Südwesten an die Gemeinde Ganderkesee.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Lemwerder besteht aus folgenden 19 Ortsteilen:

  • Altenesch
  • Bardewisch
  • Bardewischermoor
  • Barschlüte
  • Braake
  • Butzhausen
  • Deichshausen
  • Dunwarden
  • Dunwarderfelde
  • Hörspe
  • Husum
  • Krögerdorf
  • Krögerdorfermoor
  • Lemwerder
  • Ochtum
  • Ritzenbüttel
  • Sannau
  • Süderbrok
  • Tecklenburg

Geschichte[Bearbeiten]

Die Schlacht bei Altenesch
(Miniatur in der Sächsischen Weltchronik, 13. Jhd.)
Nicht genordete Karte mit dem Stedinger Land

Die erste urkundliche Erwähnung bezieht sich auf 1063 n. Chr., als das noch unbesiedelte Gebiet Aldenabrock durch König Heinrich IV. in den Besitz der Kirche überging. Mit der Errichtung des Weserdeiches um 1100 begann die eigentliche Besiedlung des Landes am Gestade vorwiegend durch die Friesen – daher der Name Stedingen. Übermäßige Abgaben (Zehnt) waren Anlass zur Fehde mit dem Erzbischof von Bremen und führten zum Freiheitskampf der Stedinger Friesen. In der Schlacht bei Altenesch am 27. Mai 1234 wurden die Stedinger von einem überlegenen Kreuzfahrerheer mit Teilnehmern aus ganz Europa vernichtend geschlagen.

Lemwerder wie ganz Stedingen wurde von über 50 verheerenden Sturmfluten heimgesucht. Von einer dieser Naturkatastrophen zeugt die 1478 eingerissene Nobiskuhle im Ortsteil Braake. Aufgrund der Flutkatastrophe von 1962 wurden umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen realisiert.

Seit dem Mittelalter besteht die Fährverbindung zwischen Lemwerder und Vegesack. Durch Vertrag zwischen Oldenburg und Bremen wurde 1576 bestimmt, dass die Bremer die Fähre behalten sollten.

Von 1500 bis 1862 stellte Lemwerder den weitaus größten Anteil aller Eismeermannschaften für den Robben- und Walfang. Die Nachfahren fanden Arbeit in den immer mehr wachsenden Boots- und Schiffswerften am Stedinger Deich.

Seit dem 19. Jahrhundert gliederte sich das Gebiet der heutigen Gemeinde Lemwerder in die Gemeinde Altenesch, die zum oldenburgischen Amt Delmenhorst gehörte und die Gemeinde Bardewisch, die zum oldenburgischen Amt Elsfleth gehörte. 1933 wurden Altenesch und Bardewisch mit den Gemeinden Berne, Neuenhuntorf und Warfleth zur Gemeinde Stedingen im Landkreis Wesermarsch zusammengeschlossen.

Später siedelten sich die noch heute bedeutsamen Industriebetriebe an. 1936 wurden die Weser-Flugzeugwerke gebaut. Die Entwicklung von Flugzeugen und das Einfliegen aller Serienmaschinen machten den Bau einer entsprechenden Start- und Landebahn notwendig. Die Aufwärtsentwicklung wurde unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg. Am 18. März und am 8. Oktober 1943 war Lemwerder von Flugzeugangriffen betroffen, die 52 Todesopfer und umfangreiche materielle Schäden verursachten (der Ortsteil Lemwerder-West wurde nahezu vollkommen zerstört).

Am 1. April 1948 wurde die Gemeinde Stedingen wieder aufgelöst und in die Gemeinden Altenesch und Berne geteilt. Bardewisch verblieb Teil der Gemeinde Altenesch. Die Siedlungsfläche der Gemeinde Altenesch wurde in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erheblich erweitert, zuerst bedingt durch die Aufnahme Heimatvertriebener, später durch den Zuzug von Neubürgern insbesondere aus dem benachbarten Bremen.

Der Gemeindename wurde am 15. November 1972 von Altenesch in Lemwerder geändert.[2]

Religion[Bearbeiten]

53 % der Einwohner sind Lutheraner, 7 % Katholiken.[3] Die Kirchengemeinden Altenesch/Lemwerder (St.-Gallus-Kirche, Kapelle am Deich) und Bardewisch (Heilig-Kreuz-Kirche) gehören zum Kirchenkreis Wesermarsch der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg. Die in der 1950er-Jahren gebaute katholische Heilig-Geist-Kirche gehört zum Dekanat Delmenhorst im Offizialatsbezirk Oldenburg des Bistums Münster. Außerdem gibt es eine Gemeinde der Neuapostolischen Kirche in Norddeutschland.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat der Gemeinde Lemwerder besteht aus 20 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 7.001 und 8.000 Einwohnern.[4] Die 20 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011.

Stimmberechtigt im Gemeinderat ist außerdem die hauptamtliche Bürgermeisterin Regina Neuke (SPD).

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:[5]

Partei  Anteilige Stimmen  Anzahl Sitze  Veränderung Stimmen  Veränderung Sitze
SPD 55,12 % 11 - 3,49 % -1
CDU 18,41 % 4 + 0,48 % +1
FDP 14,84 % 3 -8,61 % -2
Bündnis 90/Die Grünen 11,61 % 2 +11,61 % +2

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2011 lag mit 59,12 %[5] deutlich über dem niedersächsischen Durchschnitt von 52,5 %.[6] Zum Vergleich – bei der vorherigen Kommunalwahl vom 10. September 2006 lag die Wahlbeteiligung bei 58,85 %.[7]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der hauptamtliche Bürgermeister wird seit 2006 für acht Jahre gewählt. Hans-Joachim Beckmann von der SPD hatte das Amt seit September 2001 inne und wurde im September 2006 bis zum 31. Oktober 2014 wiedergewählt. Beckmann kündigte jedoch im Juli 2012 seinen vorzeitigen Rücktritt für 2013 an. Die Wahl eines neuen Bürgermeisters erfolgte parallel zu den Landtagswahlen am 20. Januar 2013. Bei der Wahl setzte sich die SPD-Kandidatin Regina Neuke mit 63,7 Prozent der Stimmen gegen den Einzelbewerber Harald Schöne (25,9 Prozent) und den CDU-Kandidaten Thomas Henning (10,5 Prozent) durch.[8]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist geteilt. Im oberen weißen Feld ist ein sechsgriffiges grünes Steuerrad als Symbol für die Verbindung der Gemeinde mit Schifffahrt, Bootsbau und Weserstrom dargestellt. Das untere grüne Feld zeigt ein lebhaft schreitendes weißes Pferd als Symbol für die von jeher bedeutende Landwirtschaft in der Gemeinde Lemwerder. Die Farben der Gemeinde sind weiß und grün.[9]

Das Pferd im Wappen steht für das Lieblingspferd „Kranich“ des Grafen Anton Günther von Oldenburg, der die Pferde um 1640 im Südzipfel der Gemeinde, dem ehemaligen Vorwerk Weyhausen, züchtete.[9]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit dem 6. Januar 2001 besteht mit der Gemeinde Gerwisch aus dem Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt eine Gemeindepartnerschaft.

St.-Veit-Denkmal in Altenesch
St.-Gallus-Kirche, Altenesch
Kapelle am Deich
Ochtum-Sperrwerk

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Die Show- & Drumband Blue Eagles Lemwerder ist der örtliche Musikverein. Neben Auftritten im eigenen Ort vertreten sie den Namen der Gemeinde weit über die Grenzen der Region hinaus. Der Stedinger Shanty-Chor ist durch Live-Auftritte in der gesamten Bundesrepublik und beim Hafenkonzert von Radio Bremen weit über die Grenzen der Gemeinde Lemwerder bekannt geworden.

Bauwerke[Bearbeiten]

Das St.-Veit-Denkmal in Altenesch erinnert an die entscheidende Schlacht bei Altenesch im so genannten Stedingerkrieg, bei der 1234 die Stedinger Bauern durch ein Heer des Bremer Erzbischofes und der Oldenburger Grafen vernichtend geschlagen wurden. Auf dem Schlachtfeld steht heute die St.-Gallus-Kirche in Altenesch-Süderbrook. Sehenswert sind die Kanzel von Ludwig Münstermann sowie die Orgel von Georg Wilhelm Wilhelmi.

Die auf einer Wurt gelegene Kapelle am Deich ist das älteste Gebäude in Lemwerder. Der einschiffige frühgotischer Backsteinbau wurde vermutlich um 1260 an der ehemals höchsten Stelle des Ortes errichtet und diente als Kapelle für die damals ortsansässigen Walfängerfamilien.

Die evangelisch-lutherisch Heilig-Kreuz-Kirche im Ortsteil Bardewisch wurde 1245 vom Zisterzienserorden erbaut. Die gotische Kirche mit ihrem Langhaus vom Typ einer westfälischen Hallenkirche besteht aus dem Hauptschiff und zwei gleich hohen Seitenschiffen. Im Westen ist ein gedrungener Turm mit quadratischem Grundriss vorgesetzt. Den Abschluss im Osten bildet ein polygonaler Chor.

Das Ochtumsperrwerk liegt an der Mündung der Ochtum in die Weser. Das in den 1970er Jahren gebaute Sperrwerk dient dem Hochwasserschutz der westlich der Weser gelegenen Teile von Bremen, sowie von Delmenhorst und Stuhr. Für den Bau wurde das Flussbett der Ochtum und deren Mündung in die Weser ein Stück nach Südosten verlegt. Das Sperrwerk verfügt über zwei Durchlässe, die bei Hochwasser durch Hubtore verschlossen werden können. Für die Passage von Booten verfügt das Sperrwerk über eine Schleuse.

Der Schwarze Leuchtturm ist ein 22,5 Meter hoher ehemaliger Leuchtturm auf der Westseite der Weser und wurde 1898 beim Bremer Vulkan gebaut. Er diente bis April 1983 als Oberfeuer in der Richtfeuerlinie der Unterweser. Der schwarze, dreieckige Eisengitterturm mit Galerie und schwarzer Laterne wurde im Dezember 1986 von der Gemeinde Lemwerder übernommen. 1992 erfolgte die Restaurierung. Das dazugehörige Unterfeuer stand 640 Meter weiter entfernt und wurde inzwischen abgebaut. Die Aussichtsplattform ist für die Öffentlichkeit nicht begehbar.

Die Ollen-Brücke im Ortsteil Bardewisch ist die wohl älteste noch erhaltende Brücke der Gemeinde. Ihre Erbauung reicht bis ins Mittelalter zurück. Die 1986 vollständig sanierte Brücke über die Ollen verbindet in Bardewisch die Lechterseite mit der Brookseite.

Aussichtsturm an der Weser

Ein Aussichtsturm (Lage)53.160718.62225 bietet einen Blick über die Weser nach Bremen-Vegesack. Auf Infotafeln wird u.a. die Radarüberwachung des Schiffsverkehrs durch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung erläutert.

Sport[Bearbeiten]

Der Sportverein Lemwerder ist mit rund 1.300 Mitgliedern der größte Verein in der Gemeinde Lemwerder. Der SVL entstand im Jahr 2000 aus dem Zusammenschluss der Vereine TV Altenesch (Turnen), Rot-Weiß Lemwerder (Fußball) und dem TC Lemwerder (Tennis). Das Sportangebot umfasst die Sparten Tai Chi, Badminton, Fußball, Handball, Leichtathletik, Schwimmen, Tanzen und Turnen/Gesundheitssport.[10]

Der älteste Sportverein ist der Lemwerder Turnverein von 1904 e.V.. Er bietet die Sparten Ballsport, Fitness, Gymnastik & Turnen, Gesundheitssport sowie Schwimmsport. Die Faustball–Frauenmannschaft des Vereins spielt seit der Saison 2009 in der 2. Bundesliga.[11]

Bedingt durch die Weser und die Nähe zur Nordsee haben sich mit dem Weser Yacht Club, dem Segel-Club Ochtum, dem DJK Wasserwanderer Lemwerder und dem Wassersportverein Motzen mehrere Wassersportvereine gebildet. Weitere Sportvereine sind der SG akquinet Lemwerder, der VSK Bardewisch sowie der Lemwerder Taekwon-Do Verein. Die meisten Vereine sind Mitglied im Kreissportbund Wesermarsch.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Drachenfest Lemwerder, seit 1991 immer am dritten Augustwochenende auf dem Ritzenbütteler Sand an der Weser stattfindendes Festival.[12]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Lemwerder ist über die B 212 erreichbar. Zwischen Bremen-Vegesack und Lemwerder besteht eine Autofährverbindung über die Weser mit zwei Fährschiffen. Innerhalb des Verkehrsverbundes Bremen-Niedersachsen (VBN) verkehren Linienbusse zwischen den einzelnen Ortsteilen Lemwerders sowie den Nachbarorten.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

In Lemwerder endet eine nach Delmenhorst führende Bahnstrecke. Diese wurde am 1. November 1922 durch die Deutsche Reichsbahn in Betrieb genommen, der reguläre Personenverkehr am 27. März 1962 eingestellt. Zuletzt wurde die Strecke für Sonderfahrten der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde in Anspruch genommen. Der Güterverkehr wurde von der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn bedient. Aufgrund des schlechten Gleiszustandes wurde die Strecke zum Jahresende 2009 zwischen Lemwerder und dem Delmenhorster Ortsteil Hasbergen gesperrt. Der Rückbau der Gleise erfolgte Ende 2012.

Fähre Vegesack

Schiffsverkehr[Bearbeiten]

Zwischen dem niedersächsischen Lemwerder und dem gegenüberliegenden Bremer Stadtteil Vegesack besteht eine Fährverbindung mit zwei Fährschiffen der Fährgesellschaft Fähren Bremen–Stedingen. Zum Einsatz kommen die zwei großen Autofähren Lemwerder II und Vegesack, die die Strecke in der Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt bedienen können.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Der nächste internationale Flughafen befindet sich in Bremen. Nach der Schließung der zu EADS gehörenden Aircraft Services Lemwerder Ende 2010 stellte der zugehörige nichtöffentliche Flugplatz Lemwerder Ende 2011 seinen Betrieb ein. Das Areal wird künftig von der SGL Rotec, einem Hersteller von Rotorblättern für Windkraftanlagen, zur Lagerung genutzt.[13]

Radfernwege[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führen zwei Radfernwege. Die Deutsche Sielroute ist ein Radfernweg durch den Landkreis Wesermarsch. Er besitzt eine Länge von 220 Kilometern und ist vor allem von der typischen Landschaft der Wesermarsch geprägt. Der Weserradweg ist ein 491 Kilometer langer Radfernweg von Hann. Münden bis Cuxhaven entlang der Weser.

Die Lürssen Werft in Lemwerder

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In Lemwerder haben ihren Sitz oder eine bedeutende Niederlassung:

Ehemalige Unternehmen[Bearbeiten]

Überregionale Bedeutung hatte der zu EADS gehörende Flugzeugbauer Aircraft Services Lemwerder (ASL), der innerhalb des EADS-Konzerns die Aufgaben der Montage von Strukturbauteilen, Ersatzteilefertigung, Reparatur und Wartung von Komponenten für Militärflugzeuge übernahm.

Medien[Bearbeiten]

Die Gemeinde Lemwerder liegt im Einzugsbereich mehrerer Tageszeitungen. Dies sind die Nordwest-Zeitung mit ihrem Lokalteil „Wesermarsch-Zeitung“, der Weser-Kurier mit seiner Regionalausgabe „Die Norddeutsche“ sowie die Kreiszeitung Wesermarsch.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die BEGU-lemwerder ist eine im Jahr 1984 gegründete Begegnungsstätte in Lemwerder. Das Kulturzentrum entstand aus dem Hof der Familie Warnken und wurde von 1996 bis 2001 in mehreren Schritten aus- und umgebaut. Zentraler Bestandteil der BEGU ist der Veranstaltungssaal mit Bühne und Bühnentechnik. Weitere Gruppenräume, ein Cafè sowie ein angrenzender Garten für Open-Air-Veranstaltungen runden das Platzangebot ab. Neben dem kulturpädagogischen Kursangebot werden auch immer wieder Gastspiele professioneller überregional bekannter Künstler angeboten. Träger der BEGU-Lemwerder ist die Gemeinde Lemwerder.[14]

Bildung[Bearbeiten]

In Lemwerder gibt es eine, ehemals zwei Grundschulen, die als verlässliche Grundschulen geführt werden. Ihre Trägerschaft liegt bei der Gemeinde. Weiterführende Schulen sind das Gymnasium Lemwerder sowie die Eschhofschule Lemwerder, eine seit August 2002 als Ganztagsschule geführte Haupt- und Realschule (seit 2010: Oberschule). Beide Schulen unterstehen der Trägerschaft des Landkreises Wesermarsch.[15]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lemwerder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 276.
  3. Zensusdatenbank
  4. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 5. April 2012
  5. a b Gemeinde Lemwerder – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2011, abgerufen am 5. April 2011
  6. Abwärtstrend bei Wahlbeteiligung gestoppt. In: ndr.de. 12. September 2011, archiviert vom Original am 25. August 2013, abgerufen am 2. Dezember 2014.
  7. Gemeinde Lemwerder – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2006,, abgerufen am 5. April 2011.
  8. Weser-Kurier: Regina Neuke gewinnt die Bürgermeisterwahl in Lemwerder, abgerufen am 21. Januar 2013
  9. a b Hauptsatzung der Gemeinde Lemwerder (PDF; 70 kB), abgerufen am 5. April 2012
  10. Internetauftritt des SV Lemwerder, abgerufen am 5. April 2012
  11. Internetauftritt des Lemwerder TV von 1904, abgerufen am 5. April 2012
  12. Drachen über Lemwerder, abgerufen am 5. April 2012
  13. Airbus Weser-Fluggemeinschaft e.V. Lemwerder – Verein – Flugplatz, abgerufen am 29. Dezember 2012
  14. Die BEGU-lemwerder, abgerufen am 6. April 2012
  15. Gemeinde Lemwerder – Schulen, abgerufen am 6. April 2012