Ganderkesee

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ganderkesee
Ganderkesee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ganderkesee hervorgehoben
53.0358333333338.548333333333327Koordinaten: 53° 2′ N, 8° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Oldenburg
Höhe: 27 m ü. NHN
Fläche: 138,26 km²
Einwohner: 30.412 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 220 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27777
Vorwahlen: 04222, 04221, 04223
Kfz-Kennzeichen: OL
Gemeindeschlüssel: 03 4 58 005
Gemeindegliederung: 25 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mühlenstraße 2–4
27777 Ganderkesee
Webpräsenz: ganderkesee.de
Bürgermeisterin: Alice Gerken-Klaas (parteilos)
Lage der Gemeinde Ganderkesee im Landkreis Oldenburg
Landkreis Oldenburg Niedersachsen Landkreis Vechta Landkreis Diepholz Delmenhorst Bremen Landkreis Cloppenburg Landkreis Ammerland Oldenburg (Oldenburg) Landkreis Wesermarsch Colnrade Winkelstett Wildeshausen Großenkneten Prinzhöfte Beckeln Dötlingen Wardenburg Hatten Harpstedt Hude Ganderkesee Dünsen Kirchseelte Groß IppenerKarte
Über dieses Bild

Ganderkesee (Plattdeutsch Gannerseer) ist eine selbständige Gemeinde im Landkreis Oldenburg in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Ganderkesee liegt am Nordrand des Naturparks Wildeshauser Geest. Der nördlichste Teil der Gemeinde liegt im Urstromtal der Weser, ist also flache Marsch. Etwa entlang der Ortsteile Bookholzberg – Rethorn – Stenum – Hoykenkamp verläuft die Abbruchkante des Urstromtals. Südlich davon schließt sich das sandige, etwas höhergelegene und leicht hügelige Gelände der Geest an. Von exponierten Stellen am Rand der Geest ist an klaren Tagen die ca. 12 km entfernte andere Seite des Urstromtals in Bremen-Nord zu erkennen.

Die Gemeinde Ganderkesee grenzt im Osten an die kreisfreie Stadt Delmenhorst, im Norden an die Gemeinden Lemwerder und Berne im Landkreis Wesermarsch sowie an die Gemeinde Hude, im Westen an die Gemeinde Hatten und im Süden an die Gemeinden Dötlingen und Harpstedt.

Ganderkesee besitzt drei bauliche Grundzentren mit entsprechender Infrastruktur. Die Bevölkerung der Gemeinde konzentriert sich zum einen auf den Kernort Ganderkesee, zum anderen auf einen Streifen entlang der Bahnlinie von Oldenburg nach Bremen mit den Ortsteilen Bookholzberg, Rethorn und Schierbrok. Die Ortsteile Heide und Elmeloh bilden mit den jeweils benachbarten Stadtteilen von Delmenhorst ein Siedlungsgebiet und sind daher ebenfalls dicht bevölkert. Die übrigen Gebiete der Gemeinde sind dünner besiedelt und stärker landwirtschaftlich geprägt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Luftbild des Zentrums von Ganderkesee

Zur Gemeinde Ganderkesee gehören 25 Ortsteile (Bauerschaften genannt) mit rund 31.200 Einwohnern. Neben dem Kernort Ganderkesee sind dies

Bookholzberg[Bearbeiten]

Nach Ganderkesee ist Bookholzberg der größte Ortsteil der Gemeinde. In Bookholzberg liegt die Stedingsehre, ein Gedenkstein aus der Romantik (1834)[2]. Auf einem zweiten Gelände wurde 1934 ein nationalsozialistisches Theater gegründet, dort befindet sich heute das Berufsförderungswerk Weser–Ems. Die Stedingsehre erinnert an die Schlacht bei Altenesch, dem einzigen Kreuzzug innerhalb Deutschlands, in dem die Friesen Stedingens durch den Bremer Bischof geschlagen wurden.

Elmeloh[Bearbeiten]

Elmeloh von Süden gesehen

Elmeloh ist eine der drei ältesten Bauernschaften der Gemeinde Ganderkesee, wenn der Ort auch wegen seiner angrenzenden Lage zuweilen der Stadt Delmenhorst zugerechnet wird. Aufgrund ihrer historischen und räumlichen Nähe werden die Ortsteile Elmeloh und Almsloh meist gemeinsam genannt.

Es gibt neben dem jährlichen Osterfeuer des Ortsvereins Elmeloh/Almsloh als weiteres Ereignis die über die Grenzen Elmelohs hinaus bekannte Meutejagd der Pferdepension Kruse. Markanteste Bauwerke sind die Wassermühle und die alte Elmeloher Schule. Die Wassermühle wurde 1445 erstmals erwähnt und war bis 1961 in Betrieb. Heute wird das Gebäude als Wohnhaus genutzt. Die Schule bestand aus zwei Klassenräumen sowie einer Dienstwohnung für den Lehrer. Sie wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs und in den Nachkriegsjahren zum Teil als Flüchtlingsunterkunft genutzt und als Schule 1970 aufgelöst. Seitdem wird das Gebäude als Dorfgemeinschaftshaus genutzt. Die Lehrerwohnung wurde 1970 zunächst Privatwohnung. Seit 2008 befindet sich ein neu eingerichteter Kindergarten im Gebäude, der den ursprünglichen Spielkreis ablöst.

Elmeloh ging, wie etwa auch Schlutter und Habbrügge, aus einem Rittergut hervor. Dieses verliehen die Landesherren im Mittelalter, wofür die Bewohner Heeresfolge leisten mussten. Die Ritter wohnten in der Regel inmitten ihres Grundbesitzes in befestigten Häusern, so genannten Turmhügelburgen, die auf künstlichen, von Wassergräben umgebenen Hügeln errichtet wurden.

Seit etwa 1480 wird das Gut Elmeloh von der Ritterfamilie von Mandelsloh bewohnt. 1692 geht es durch Verkauf an den Junker Kurt Veit von Witzleben über. Dieser stirbt 1719. Seitdem ist sein Sohn Adam Levin von Witzleben „Erbherr von Elmeloh und Hude“. Gemeinsam mit seiner Ehefrau stiftete er der Ganderkeseer Kirche einen neuen Altar, der noch heute den Abschluss des Chorraums in der Ganderkeseer Kirche bildet. Nach dem Tod Adam Lewin von Witzlebens 1745 wird sein gleichnamiger Neffe, Adam Levin von Witzleben der Jüngere, bis zu dessen Tod 1766 Erbherr.

Seit der Fertigstellung der Burg Delmenhorst führt der mittelalterliche Postweg nicht mehr über Schlutter und Ganderkesee, sondern über Delmenhorst und damit auch direkt vorbei am Gut Elmeloh. 1821 wird dieser als „Postdamm“ auch zwischen dem Ortsteil Falkenburg und Delmenhorst mit Sand befestigt. Von 1827 bis 1829 wird der Postweg von Sandersfeld bis Elmeloh gepflastert. 1830 ist die gesamte Straße zwischen Oldenburg und Bremen fertig gestellt.

1898 wird die Eisenbahnstrecke Delmenhorst–Osnabrück eröffnet, die auch über Elmeloh führt. Der damalige Bahnhof Dwoberg liegt bereits auf Delmenhorster Stadtgebiet, grenzt aber unmittelbar an die Ortschaft Elmeloh und wird als privates Wohnhaus genutzt.

Ganderkesee[Bearbeiten]

Das 1150 Jahre alte Ganderkesee ist der Hauptort der Gemeinde, mit heute 9487 Einwohnern (Stand 1. November 2006) und einer Fläche von rund 500 Hektar. Ganderkesee ist eingerahmt von Wäldern, Wallhecken, Schlatts und Binnendünen. Durch den Ort fließen drei Bäche, die kleine Dummbäke, die Dummbäke und die kleine Bäke.

Ganderkesee kann als besondere Sehenswürdigkeit die rund 1000 Jahre alte Gaukirche mit der 1699 erbauten Arp Schnitger-Orgel aufweisen. Das moderne, in der Mitte des Ortes gelegene, erst 1995/96 erbaute Rathaus ist einer der zentralen Punkte im Ort. Das Gebäude wurde durch einen Investor erbaut und wird durch die Gemeindeverwaltung angemietet. Von den Grundschulen bis zum Gymnasium sind sämtliche Schulformen eines dreigliedrigen Schulsystems vorhanden, jedoch keine integrierte Gesamtschule. Ab 2011 sind die Hauptschule und die Realschule sowohl in Ganderkesee wie auch in Bookholzberg zu der neuen Schulform Oberschule zusammengefasst. Mehrere Kindertagesstätten, eine Volkshochschule, Kulturstätten, Frei- und Hallenbad sowie vielfältige Sportanlagen kommen hinzu. Der Ort weist unterschiedliche Industrie- und Handelsunternehmen auf; Handwerksbetriebe und zahlreiche Geschäfte decken den täglichen Bedarf der Bevölkerung ab.

Der Ort Ganderkesee hat ein lebhaftes Vereins- und Kulturleben.[3] Die Landwirtschaft spielt heute im Ort nur noch eine untergeordnete Rolle. Viele landwirtschaftliche Unternehmen haben aufgegeben oder sind außerhalb des Orts gezogen.

Ganderkesee ist durch ein gut ausgebautes Straßennetz an das Umland angeschlossen und durch eine eingleisige Eisenbahnstrecke von der Außenwelt erreichbar.

Rethorn[Bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde ein gewisses Rethôrné etwas vor 1000 Jahren. Es hat heute etwa 1200 Einwohner. Bei Kommunalwahlen ist der Ort ein eigener Wahlbezirk (Nr.26) im Wahlbereich II - dem Norden. Bei der Landtagswahl 2008 gehörte Rethorn zum Wahlkreis Oldenburg Land (64). Gewählt wird im Jugendzentrum „Treff“, einem der ältesten Jugendzentren im Landkreis Oldenburg (eröffnet am 26. Juni 1978). Sehenswürdigkeiten sind der „Kamerner See“, ein ehemaliger Tonstich und eine genetisch hornlose Kuhrasse, das „Oldenburger Vieh“.[4]

Kamern[Bearbeiten]

Zu Rethorn zählt der Ortsteil Kamern, direkt südlich der Eisenbahnstrecke Bremen–Oldenburg zwischen den Haltepunkten Schierbrok und Bookholzberg gelegen. Im Bauernverzeichnis für die Hausvogtei Delmenhorst von 1647 wird eine Hofstelle (eine halbe Bau) in Kamern genannt. 1890 wurde im Kamern eine Dampfziegelei mit einer jährlichen Produktionskapazität von vier Millionen Steinen gegründet. Nachdem die Tonvorkommen erschöpft waren, wurde der letzte Ziegeleischornstein 1968 gesprengt.[5] Durch den Tonabbau entstand als ehemaliger Tonstich der Kamerner See, der größte mehrerer Teiche inmitten einer Grünanlage, die heute als Naherholungsgebiet genutzt wird. Die Kamerner Bäke entwässert das Gebiet Rethorn-Kamern. Noch heute bildet die Kamerner Bäke die Grenze zwischen dem Entwässerungsverband Stedingen und dem Ochtumverband.[6]

Stenum[Bearbeiten]

Stenum ist eine Bauerschaft der Gemeinde mit 1093 Einwohnern (Stand: Oktober 2000). Die Nachbarorte sind Schierbrok, Rethorn, Elmeloh und Bookholzberg. Stenum liegt am Stenumer Holz, ein Wald der eigentlich zu Rethorn gehört, am Rande der Wildeshauser Geest. Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 1275. Der Ort ist bekannt für sein Großsteingrab (Hünengrab), das vermutlich namensgebend für den Ort war (Sten-um = Stein-Heim).

In Stenum ist eine Fachklinik für Orthopädie ansässig. Ärztlicher Direktor ist Karsten Ritter-Lang.[7]

Der VfL Stenum (Verein für Leibesübungen Stenum) ist der lokale Sportverein. In der kalten Jahreszeit wandern viele Menschen, meist in Gruppen, zu den beiden Ausflugsrestaurants Backenköhler und Lüschens Bauerndiele. Die lokale Spezialität ist das Oldenburger Grünkohlessen Kohl und Pinkel.

Geschichte[Bearbeiten]

Namenserklärung für Ganderkesee[Bearbeiten]

Der Name Ganderkesee wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert: Ganderkesee, 1702 Ganderkese, 1662 Ganderkeserde, 1584 Ganderkesche, 1189 Ganderekeshde, 860 Gandrikesarde. Die Endung bezieht sich also nicht auf einen See, sondern auf die Entstehung um den Hof, vermutlich einer Person mit einem Namen ähnlich „Gandrick“. Alternativ: Ganter, Gander, männl. Gans; http://en.wikipedia.org/wiki/Goose

Urgeschichte[Bearbeiten]

Gestaltet wurde die Landschaft von den verschiedenen Eiszeiten und den dazwischen liegenden Wärmeperioden. Geblieben sind Sande, Tonerden, Kiese, Steine und Findlinge. Die Tonlager auf dem Hohenkamp in Rethorn sind teilweise über 70 m tief. Geestböden mit einer kargen Vegetation beherrschen das Gebiet. Die Vorgeest zum Urstromtal der Weser wurde durch Sandplatte, Sümpfe, Kleinmoore und Dünen (zum Beispiel in Grüppenbühren als Flugsandgebiete) geprägt.

Vor der Besiedlung der Stedinger Brookseite (um 1100) floss das Wasser von der hohen Geest auf den von der Natur vorgegebenen Wegen direkt in die Sümpfe der Brookseite.

In der jüngeren Steinzeit findet ab 4000 v. Chr. eine Besiedlung der Marschen statt, die durch Funde von Felssteinäxten belegt wurde. Im Umfeld wurden Großsteingräber aus der Zeit von 3500 bis 2800 v. Chr gefunden.[8]

In Ganderkesee-West an der gleichnamigen Anschlussstelle der Autobahn 28 befand sich eine eisenzeitliche Siedlung und ein Eisenverhüttungsplatz mit über 100 sogenannten Rennfeueröfen aus der Zeit um Christi Geburt.

Um 200 v. Chr. wurde die Marsch durch die germanischen Chauken besiedelt. Von 12 v. Chr. bis 15 n. Chr. unterwarfen sich die Chauken kurzfristig den Römern und hatten mit ihnen Handelskontakte. Weitere römische Eroberungsfeldzüge ab 47 n. Chr. scheitern. Um 350 verfiel der Chaukenstaat. Die Chauken gehen allmählich in dem sächsischen Stammesverband auf, die ab dem 16. Jahrhundert als Niedersachsen benannt wurden. Germanische Heiligtümer wurden vernichtet. Wo heute die St. Cyprian- und Cornelius Kirche steht, befand sich noch nach dem Verfall des Chaukenstaates ein solches Heiligtum. Das Heiligtum wurde zerstört und durch ein christliches ersetzt.

Mittelalter[Bearbeiten]

Im Jahre 860 wurde Ganderkesee zum ersten Mal urkundlich unter dem Namen „Gandrikesarde“ erwähnt. Erzbischof Ansgar von Bremen verfasste eine Lebensbeschreibung seines Amtsvorgängers Willehad, in der er von den Wundern um die Gebeine des Willehads berichtete:

Es war das Jahr Christi 860, das 28. des Reiches unereres Herrn, des erhabenen Königs Ludwig“, als auch Kranke aus Ganderkesee die Heilung suchten und nach Bremen kamen: „Bei den Steoringen, im Dorf Gandrikesarde, war eine Frau Herimod zwei Jahre taub. Diese kam in den Bremer Dom und erlangte durch das Verdienst des Heiligen das Glück, mit voller Hörkraft versehen wieder nach Hause zu kommen.“[9]

995 werden die letzten Wikingereinfälle im Wesergebiet vermeldet. 1040 wurde die Lechterseite in Stedingen besiedelt.

Erzbischof Adalbert von Bremen lässt um 1052 in Ganderkesee eine Pfarrkirche erbauen. Adalbert ließ hier auch einen Markt einrichten, der mit dem Kirchweihfest am 14. September verbunden wurde. Ganderkesee wird das wirtschaftliche Zentrum in der Region, und viele umliegende Dörfer waren hier eingepfarrt. Die romanische Kirche muss 300 Jahre später gründlich umgebaut werden und erhält dabei ihre heutige gotische Gestalt. Nach 1200 wurden viele eingepfarrten Gemeinden von Berne bis Harpstedt selbstständige Kirchgemeinden. Im 16. Jahrhundert setzte sich zudem der Markt von Delmenhorst mehr und mehr durch; Ganderkesee verlor an Bedeutung.

Ab 1600[Bearbeiten]

Die beherrschende Kirche war im 17. Jahrhundert Besitzer der großen Ackerflächen. Die Bevölkerung hatte nur recht kleine Grundstücke, so dass es in dieser Zeit hier keine Vollbauern gab, sondern nur Halbbauern und arme Kötner. Jahrhundertelanger Raubbau infolge der Plaggenwirtschaft führte dazu, dass sich auf den Allmenden keine Wälder bilden konnten, sondern dass die Landschaft von weiten Heideflächen und Wanderdünen geprägt war. Der magere Boden, überwiegend Podsole, erlaubte nur den Roggenanbau, wenige Kühe und Pferde wurden gehalten. Auf den größer werdenden Heideflächen wurde eine intensive Schafzucht betrieben. „Den Schäfern ist nichts in der Welt heilig, was im Bereich ihrer Schafherden angetroffen wird“, so heißt es klagend in einem Bericht von 1814 und „der Mißbrauch ist ungeheuer“. Das ländliche Elend wurde noch durch Pest (1667 und 1676), Typhus- (1869) und Tuberkuloseepidemien verstärkt. Pastor, Vogt und Armenväter versuchten oft erfolglos, das Betteln mit drakonischen Maßnahmen zu verhindern.

Im 18. Jahrhundert setzten dazu noch die Stadtbrände der Ortsentwicklung zu: 1743 brannten 16 Gebäude, darunter die Küsterei mit den Schulräumen, nieder, 1775 waren es 21 Häuser und die Pastorei, und 1846 brannten die inzwischen wieder errichteten strohgedeckten Häuser abermals ab. Erst danach wurden beim Wiederaufbau größere Abstände zwischen den Gebäuden angeordnet.

Viele Bewohner mussten als „Pendelarbeiter“ ihr Geld verdienen; die „Hollandgänger“ arbeiteten im Friesland oder gar in Holland, viele davon als Seeleute. Erst ab 1835 orientierten sich die Arbeitsuchenden verstärkt nach Bremen, und so heuerten 1855 aus der Gemeinde 296 Männer auf Bremer Schiffen an. 1888 erhielten immer noch 126 ehemalige Schiffer ihre Pension aus der Bremer Seemannskasse.

Die Aufteilung der Allmenden im Rahmen der Agrarreformen des 19. Jahrhunderts leiteten in der Gemeinde Ganderkesee einen Landschafts- und Strukturwandel ein. Die Ackerfläche wurde vergrößert, die Einfuhr von Kunst- und Mineraldünger steigerten auch auf ärmeren Böden die Erträge erheblich. Im Bereich der ehemaligen Wanderdünen erfolgte eine Aufforstung durch Kiefer-Monokulturen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Ganderkesee am 21. April 1945 von den britischen Truppen eingenommen. Die Kämpfe, die sich zurückziehende Fallschirmjäger und Infanteristen mit erheblichem Widerstand führten, vernichteten aber 52 Häuser, überwiegend durch Feuer.[10]

Am 13. November 1972 richtete der Orkan Quimburga, auch als Niedersachsenorkan bekannt, in der Gemeinde Ganderkesee binnen weniger Stunden schwere Schäden an. Binnen zwei Stunden wurden die im 19. Jahrhundert aufgeforsteten Kiefernwälder nahezu vollständig zerstört, Verkehrsverbindungen waren über Tage unterbrochen, die Stromversorgung zusammengebrochen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde die Nachbargemeinde Schönemoor eingegliedert.[11]

Politik[Bearbeiten]

Seit 15. Juli 1986 ist Ganderkesee eine Selbständige Gemeinde im Sinne des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes. Damit übernimmt die Gemeinde teilweise Aufgaben des Landkreises (Aufgaben im Verkehrsbereich, Waffenrecht, Elterngeld/Erziehungsgeld etc.). Seit 1. August 2007 ist die Gemeinde Ganderkesee eigenständige KFZ-Zulassungsbehörde und nicht mehr Außenstelle des Landkreises Oldenburg.

Rathaus Ganderkesee

Rat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Ganderkesee mit 37 Sitzen setzt sich nach der Kommunalwahl vom 11. September 2011 wie folgt zusammen:

Ratsvorsitzender ist Gerd Brand (CDU)

Aktuell gibt es im Gemeinderat wie seit Jahren keine offizielle Koalition, sondern eine als „Ganderkeseer Modell“ bezeichnete an Sachthemen ausgerichtete Zusammenarbeit mit wechselnden Mehrheiten, wobei sich die großen Koalitionen die Ehrenposten der Stellvertretenden Bürgermeisterinnen und des Ratsvorsitzenden aufgeteilt haben.

Ganderkesee ist seit 2012 Standort der Bundesgeschäftsstelle der Partei Freie Wähler

Spitzen der Gemeinde[Bearbeiten]

als Kirchspielsvogt
  • 1813–1832: Wilh. Bernd Struthoff, Ganderkesee; Bernd Linnemann, Schlutter; Joh. Bernh. Meyer, Bookhorn
  • 1832–1848: David Meyer, Hohenböken
  • 1849–1865: Johann Linnemann, Bookhorn
als Gemeindevorsteher
  • 1849–1865: Johann Linnemann, Bookhorn
  • 1865–1895: Johann Conze, Falkenburg
  • 1895–1910: Heinrich Alfs, Hoykenkamp
  • 1910–1933: Johann Stolle, Ganderkesee
als Bürgermeister (Zweigleisigkeit)
  • 1933–1940: Friedrich Struthoff, Ganderkesee
  • 1940–1945: Johann Behrens, Falkenburg (als stellvertretender Bürgermeister)
  • 1945–1946: Friedrich Bultmann, Ganderkesee
  • 1946–1956: Diedrich Schulte, Schierbrok
  • 1956–1964: Friedrich Engels, Immer
  • 1964–1972: Georg von Seggern, Bergedorf
  • 1972–1986: Helmut Denker, Ganderkesee
  • 1986–1986: Otto Boekhoff, Schierbrok
  • 1986–1996: Hans-Christian Schack, Bookholzberg
  • 1996–1999: Hans-Heinrich Hubmann, Ganderkesee
als Gemeindedirektor (Zweigleisigkeit)
  • 1945–1951: Hermann Schütte, Schierbrok
  • 1951–1958: Otto Ahlers, Ganderkesee
  • 1958–1987: Heinz Huhs, Ganderkesee
  • 1987–1999: Gerold Sprung, Stenum
als Bürgermeister/in (Eingleisigkeit)
  • 1999–2006: Gerold Sprung, Stenum
  • seit 1. November 2006: Alice Gerken-Klaas, Ganderkesee

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Ganderkesee zeigt einen silbernen, sich umschauenden und im Flug niederlassenden Ganter, darunter einen silbernen Mauerstein auf einem Schildgrund, der von Blau, einem goldenen Faden und Rot getrennt ist. Der Ganter rührt von einer Sage, wonach der Standort der Kirche durch den sich niederlassenden Vogel bestimmt wurde. Der Mauerstein stellt einen Bezug zu der Kalksandsteinherstellung in der Gemeinde, nämlich in Bookholzberg, dar. Die Farben des Wappens (oben blau, unten rot) nehmen Bezug auf die Farben des Herzogtums Oldenburg.

Neben dem offiziellen Wappen wird häufig ein modernes Logo mit einer stilisierten Gans im Flug verwendet, ergänzt um den Slogan „Ganderkesee - Ein Meer an Möglichkeiten“. 2008 ist dieses Logo etwas modernisiert worden, seit Anfang 2009 wird vermehrt der Slogan „Ganderkesee - mehr an Möglichkeiten“ verwendet.

Partnerstadt[Bearbeiten]

Die einzige Partnerstadt Ganderkesees ist Château-du-Loir (Frankreich).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

St. Cyprian und Cornelis Kirche

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Im Kernortsteil von Ganderkesee befindet sich die Gaukirche St. Cyprian und Cornelius mit einer 1699 von Arp Schnitger erbauten Orgel. Diese historische Orgel wurde in den Jahren 2004/2005 aufwendig restauriert.
  • Im Ortsteil Schönemoor steht die Katharinenkirche. Sie wurde am 13. Dezember 1324 durch den Verdener Bischof zu Ehren der Hl. Katharina geweiht.[12]
  • Im Ortsteil Bookholzberg befindet sich die Stedingsehre, eine durch die Nationalsozialisten errichtete Freiluftbühne.
  • In verschiedenen Ortsteilen (z. B. in Rethorn und Stenum) gibt es Überreste von Grab- oder Kultstätten aus der Jungsteinzeit.
  • Westlich des Kernortes befindet sich ein kleiner Flugplatz mit befestigter Start- und Landebahn, der auch von Fallschirmspringern, Ultraleichtflugzeugen und zum Start von Heißluftballonen genutzt wird.
  • In den Ortsteilen Hengsterholz, Almsloh und Gruppenbühren wurden Windparks errichtet.

Sender Steinkimmen[Bearbeiten]

In der Nähe von Steinkimmen betreibt der NDR seit 1956 eine gleichnamige Sendeanlage für UKW und TV (seit Beginn 2005 auch DVB-T). Als Antennenträger kommt ein 298 m hoher abgespannter Stahlrohrmast zum Einsatz, der zum Zeitpunkt seiner Errichtung das höchste Bauwerk in Deutschland war.

Hauptartikel: Sender Steinkimmen

Fasching um den Ring[Bearbeiten]

Bereits vor dem 2. Weltkrieg fanden in Ganderkesee, mehrere Faschingsmaskeraden statt. Erst im Jahre 1951 fing die heutige Großveranstaltung an zu wachsen. Federführend war hier u. a. Herbert Witte. 1951 veranstalteten der Schützen- und der Turn- und Sportverein Ganderkesee eine erste gemeinsame Maskerade, nachmittags fand ein kleiner Festumzug statt, um für die Abendveranstaltung zu werben. Nach dem ersten Jahr beschlossen fünf weitere Vereine, die Veranstaltung auf eine breitere Basis zu stellen.

Heute sind 13 Vereine der GGV, der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine, angeschlossen. An den zwei Wochenenden vor dem Umzug finden die sogenannten „Büttenabende“ statt. Dazu gehören Büttenreden, Gardetänze, Sketche, aber auch Livemusik, dargeboten von über 300 Aktiven. Die Ganderkeseer Büttenabende sind im Bereich des Bundes Deutscher Karneval die einzigen, in denen alle Darbietungen mit Livemusik einer Bigband durchgeführt werden.

Am Wochenende vor Rosenmontag findet der Faschingsumzug „Fasching um den Ring“ statt. Dabei ziehen mehr als 110 Festwagen, Fußgruppen und Musikzüge auf einer mittlerweile klassisch-historischen Wegstrecke durch Ganderkesee. Die Teilnehmerzahl liegt bei weit über 3.500 Menschen. Bei gutem Wetter werden Besucherzahlen bis 70.000 Menschen erreicht.

Ein mehrköpfiger Festausschuss, bestehend aus Mitgliedern der der GGV angehörigen Vereine, plant die Veranstaltung. Das Prinzenpaar besteht in der klassischen Art aus Prinz sowie Prinzessin. Unterstützt werden diese durch vier Ehrendamen, in geheimer Wahl bestimmt und nur ein Jahr lang amtierend. Ende und Beginn der Session ist der 11. November jeden Jahres. Der Narrenruf des Ganderkeseer Faschings ist Ganderkesee hinein – He geiht.

Landschaft und Landschaftsbestandteile[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ganderkesee ist landschaftlich noch gut gegliedert. Es sind von extrem trocken bis nass die unterschiedlichsten Lagen vorhanden. Die Landschaft ist durch viele reizvolle, teilweise auchs verbaute Bachtäler geprägt.

Wald und ausgedehnte baumbestandene Binnendünengebiete, Moore (Nieder- und Hochmoore) Äcker, Weiden, Schlatts, Bäche und Wallhecken gliedern diese Landschaft.[13][14] Restbestände der ehemaligen großflächigen Heidelandschaft sind nur vereinzelt noch vorhanden. Der Ganderkeseer Heimatforscher, Autor und Landschaftskartierer Georg Müller zeigt immer wieder in seinen Veröffentlichungen den dramatischen Landschaftswandel der letzten hundert Jahre in der Gemeinde. Viele Landschaftsbestandteile sind bereits zerstört, der Artenschwund an Tieren, Pflanzen und Pilzen ist dramatisch.

Großsteingräber und Hügelgräber[Bearbeiten]

Großsteingräber, auch Megalithanlagen oder Hünengräber genannt, wurden in Ganderkesee etwa zwischen 3400 und 3000 v. Chr. von den Trägern der Trichterbecherkultur erbaut und bis etwa 2800 v. Chr. als Begräbnisstätte genutzt.

Hügelgrab am Hexenberg

Im heutigen Ortsbereich von Ganderkesee hat es neben die Hünensteine von Steinkimmen und weitere Grabstellen gegeben: Einen Grabhügel auf dem alten Stadion, der beim Bau des Sportplatzes 1925/26 zerstört wurde, und auf dem noch nicht bebauten Grundstück zwischen Birkenallee und Memelstraße. Weiter gab es je ein Steingrab dort, wo heute der Bahnhof steht und auf dem alten Friedhof bei der Kirche.

Heute sind nur noch wenige Grabhügel in der unmittelbaren Nähe des Ortes vorhanden, so etwa auf dem Grundstück Bei den Imhöfen 4. Zwei Hügelgräber (am Heideweg, Nähe Machandelweg, und Am Hexenberg beim Flugplatz) stehen unter Obhut des Orts- und Heimatvereins Ganderkesee. Dort hat es einst ein Hügelgräberfeld von mindestens 24 Grabhügeln gegeben. Sie fielen zum Teil 1968 dem Flugplatzbau zum Opfer. Daneben gab es, zum Teil noch vorhanden, in der Gemeinde weitere Stein- oder Hügelgrabstellen, z. B. bei Steinkimmen, beim Kullerkamp (bei Falkenburg), bei Bürstel, bei Neuholzkamp, in der Nähe der Holzkamper Wiesen, bei Almsloh, bei Stenum, Schierbrok, Hoykenkamp, Kleine Mittelhoop und bei Ahrensberg. Die Lage von etwa 170 Grabstellen, darunter mindestens 17 (19) Großsteingräbern, ist bekannt. In verschiedenen Schriften werden über 200 Grabstellen in und um Ganderkesee erwähnt. Nach Muhle soll die ganze Anlage, insbesondere die mit den vielen Großsteingräbern, ein großer „Volksversammlungsort“ und „Heiligthum“ gewesen sein (Wodans Gräber). An den Gräbern wurde häufig Gericht gehalten. Ganderkesee lag in der Mitte des damaligen „Largaues“ (Bezirk) und war damals ein wichtiger und zentraler Ort.

Landwehr, Landwehren[Bearbeiten]

Landwehren waren mittelalterliche Grenzsicherungsanlagen. Sie dienten dem Grafen von Delmenhorst, seine Besitztümer vor feindlichen Angriffen zu schützen. Die im 14. bis 15. Jahrhundert angelegte Ganderkeseer Landwehr erstreckte sich von Landwehr bis nach Nuttel. Die Landwehr bestand aus mehreren Erdwällen, die eine Wallbreite von bis zu 10 m und eine Höhe von bis zu 6 m hatte. Vor den Wällen verlief ein Spitzgraben, der etwa eine Tiefe von 1 m und eine Breite von 1,5 m hatte. Auf den Wällen befanden sich Palisaden und dornenbewehrte Holzgeflechte. Feindliche Angreifer umgingen lieber solche Wehranlagen, weil die Verluste bei der Erstürmung zu groß waren. Heute sind von der Landwehr nur noch Reststücke zu sehen.[15]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Ganderkesee gehört zum Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN).

Im Ortskern liegt der Bahnhof Ganderkesee, an dem regelmäßig die Züge der Nordwestbahn auf der Bahnstrecke Delmenhorst–Osnabrück über Vechta und Bramsche halten.

In den Ortsteilen Bookholzberg, Schierbrok und Hoykenkamp bestehen gleichnamige Haltepunkte, die ebenfalls regelmäßig von der Linie RS 3 der S-Bahn Bremen bedient werden (Relation Bremen–Oldenburg–Bad Zwischenahn).

Darüber hinaus gibt es einige Buslinien der Weser-Ems Busverkehr GmbH für den Orts- und Nachbarortverkehr. Zusätzlich verbindet der BürgerBus mit zwei Fahrzeugen fast alle Ortschaften in der Gemeinde.

Mit zwei eigenen Anschlussstellen – Ganderkesee West und Ganderkesee Ost – ist die Gemeinde direkt an die Bundesautobahn 28 angebunden – auch die Anschlussstelle Hude liegt teilweise auf dem Gemeindegebiet. Bei Ganderkesee beginnt die Bundesstraße 212 nach Nordenham; die Bundesstraße 213 führt südlich durch die Gemeinde.

Ganderkesee verfügt über zwei Flugplätze. Im Ort Ganderkesee liegt der Flugplatz Ganderkesee Atlas Airfield EDWQ. Hier ist die Firma AAS Atlas Air Service angesiedelt, sowie der Luftsportverein Ganderkesee, eine Fallschirmspringerschule, ein Hotel mit Restaurant, sowie weitere Firmen. Aufgrund der existierenden Nachtfluggenehmigung und der schnellen Verkehrsanbindung ist der Flughafen Ganderkesee beliebt bei Prominenten, die in Bremen wohnen oder auftreten. Ebenfalls überregional bekannt ist der Flugplatz Große Höhe, der aufgrund seiner Graspiste überwiegend bei Ultralight-, Motorseglern und Segelflugzeugen beliebt ist. Dort ist der Luftsportverein Delmenhorst ansässig.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rat der Gemeinde Ganderkesee (Hrsg.): 1100 Jahre Ganderkesee : 860 - 1960 : Festschrift zum Jubiläumsjahr der Gemeinde Ganderkesee. Rieck, Delmenhorst 1960.
  • Fritz Bultman, Kirchenrat Ganderkesee (Hrsg.): Geschichte der Gemeinde Ganderkesee und der Delmenhorster Geest. Rieck, Delmenhorst 1952.
  • Gustav Förster, Claus Hammer: Ganderkesee: Bilder aus einer Region. Isensee Verlag, ISBN 3-89598-641-0.
  • Hans Grundmann, Ernst H Ullenboom (Hrsg.): Die Gemeinde Ganderkesee in alten Bildern. Gronenberg, ISBN 3-88265-079-6.
  • Hans Grundmann, Anneliese Schulte Strahaus: Ganderkesee. Rieck, Delmenhorst 1979.
  • Werner Meiners: Kriegsende und Neubeginn auf dem Lande. 1945 - 1946. Die Gemeinde Ganderkesee. Rieck Verlag, Delmenhorst 1985, ISBN 3-920794-24-9.
  • Werner Meiners: Die Viehhändlerfamilie Alexander in Ganderkesee. Jüdisches Leben im Oldenburger Land. Gesellschaft für Familienkunde Oldenburg, Oldenburg 1988.
  • Georg Müller: Namenserklärungen aus dem Niederdeutschen zu Feld, Flur, Haus, Hof, Flora und Fauna, des 17. bis 20. Jahrhundert in Ganderkesee. Ganderkesee 1989.
  • Kurt Müsegardes: Stenum, Rethorn, Schierbrok. Delmenhorst 1990, ISBN 3-920794-37-0.
  • Gustav Förster, Neele v.d. Bongardt: Ganderkesee, 1150 Jahre - Fit für die Zukunft. Isensee Verlag, Oldenburg 2010, ISBN 978-3-89995-725-9.
  • Werner Lüdeke, Hermann Speckmann Eine Erinnerung an die Kriegstoten aus der Gemeinde Ganderkesee. Isensee Verlag, Oldenburg 2006, ISBN 3-89995-354-1.
  • Werner Lüdeke: Zur Erinnerung an die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ganderkesee "1911-2011" Isensee Verlag, Oldenburg 2010, ISBN 978-3-89995-741-9.
  • Werner Lüdeke: Musik in der Freiwilligen Feuerwehr Ganderkesee. Isensee Verlag, Oldenburg 2011, ISBN 978-3-89995-741-9.
  • Dirk E. Zoller: Schlutter und Welsburg, zwei Niederungsburgen. In: Delmenhorster Heimatjahrbuch 2009. ISBN 978-3-8334-2943-9.
  • Dirk E. Zoller: Eine Turmhügelburg in Habbrügge. In: Rita Bande: Die Bauerschaft Habbrügge. 2005, ISBN 3-8334-2943-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Heimatverein Altenesch e.V. Das St. Veit Denkmal
  3. laut Website der Gemeinde (siehe unten)
  4. Hinweis auf das Oldenburger Vieh
  5. Dieter Rüdebusch: Rethorn, in: Albrecht Eckhardt (Hg.): Oldenburgisches Ortslexikon. Archäologie, Geschichte und Geografie des Oldenburger Landes, Band 2: L–Z, Isensee Verlag, Oldenburg 2011, ISBN 978-3-89995-757-0, S. 836 f.
  6. Historisches rund um die Dörfer um den Stenumer Wald (Stenum, Rethorn, Schierbrok), abgerufen am 20. Juli 2012.
  7. STENUM Ortho GmbH: Ärzte in Stenum. Eingesehen am 24. Juni 2013.
  8. siehe: Große Steine von Stenum
  9. Andreas Röpcke (Hrsg.): Willehad: das Leben des hl. Willehad, Bischof von Bremen, und die Beschreibung der Wunder an seinem Grabe. Schünemann Verlag, Bremen 1982, ISBN 3-7961-1738-4.
  10. Alfred Schweder: 1100 Jahre Ganderkesee. Manuskript von 1960. In: Weser-Kurier. 1960, Nr. 124, S. 35, Bremen.
  11.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 276.
  12. www.kirche-schoenemoor.de
  13. Georg Müller: Wallhecken, Entstehung- Pflege- Neuanlage, am Beispiel der Gemeinde Ganderkesee. BSH Verlag 1989, ISBN 3-923788-16-9.
  14. Georg Müller: Eine Landschaft im Wandel am Beispiel am Beispiel von 1800 Hektar der Gemeinde Ganderkesee. Agenda 21 Verein, Ganderkesee 2003.
  15. Müller, Georg: "Landwehren in der Gemeinde Ganderkesee", Ganderkesee 1989
  16. NWZ-Online: Höchster Soldat kommt aus dem Oldenburger Land

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ganderkesee – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien