Lisa Paus

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Lisa Paus (2014)

Lisa Paus (* 19. September 1968 in Rheine) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), sie zog 2009 über die Berliner Landesliste in den Deutschen Bundestag ein.

Leben[Bearbeiten]

Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr im Hamburger Kinderheim St. Elisabeth ging Lisa Paus zum Studium nach Berlin. 1999 machte sie dort ihren Abschluss als Diplom-Volkswirtin an der Freien Universität Berlin. Von 1997 bis 1999 arbeitete sie für den Europaabgeordneten Frieder Otto Wolf. 2005 war sie Lehrbeauftragte für Volkswirtschaft an der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin.

Seit Januar 2009 ist sie Mutter eines Kindes.

Politik[Bearbeiten]

Seit 1995 ist sie Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Sie engagierte sich auf verschiedenen Ebenen der Berliner Grünen und war u. a. Mitglied des Landesvorstandes (1997 bis 1999), Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen (1997 bis 2002) sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaft, Hochschule und Technologie (2005 bis 2007). 1999 wurde sie Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin. Dort war sie unter anderem wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion. Außerdem war sie europapolitische Sprecherin (1999 bis 2006), wissenschaftspolitische Sprecherin (2001 bis 2006), haushaltspolitische Sprecherin (2006 bis 2009) und Mitglied im Fraktionsvorstand (1999 bis 2000, 2002 bis 2004).

Paus wurde über Platz drei der Berliner Landesliste der Grünen 2009 in den Bundestag gewählt. Sie ist Mitglied und Obfrau ihrer Fraktion im Finanzausschuss und steuerpolitische Sprecherin ihrer Fraktion; ferner ist sie stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss und im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

In der Legislaturperiode von 2009 bis 2013 war sie Mitglied des Finanzausschusses und des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Politische Positionen[Bearbeiten]

Paus unterstützt die Einführung einer einmaligen Vermögensabgabe zum Abbau der Staatsverschuldung Deutschlands. Gemeinsam mit der Grünen Bundestagsfraktion reichte sie im September 2012 ein Gesetzentwurf zur Vermögensabgabe ein.[1]

Paus befürwortet eine stufenweise Angleichung des durch das Ehegattensplitting bei unterschiedlichem Einkommen niedrigeren Durchschnittssteuersatzes gemeinsam veranlagter Ehepaare an einzeln veranlagte Personen. Stattdessen sollen Kinder und ihre Familien „unabhängig vom Trauschein” durch eine Kindergrundsicherung gefördert werden.[2]

Sie ist die Verantwortliche der Grünen Bundestagsfraktion zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer.[3]

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Paus ist stellvertretende Vorsitzende sowohl der deutsch-irischen Parlamentariergruppe als auch der deutsch-italienischen Parlamentariergruppe.

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten]

Außerparteilich ist sie als stellvertretende Vorsitzende der Europa-Union Berlin aktiv, ferner war sie unter anderem Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN e. V.) sowie Vorstandsmitglied bei den Berliner Wirtschaftsgesprächen e. V.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lisa Paus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutscher Bundestag im Internet: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/107/1710770.pdf
  2. Internetseite von Lisa Paus: http://www2.lisa-paus.de/uploads/vernunftsplitting_beenden_17_08_2012.pdf
  3. http://www.lisa-paus.de/finanztransaktionssteuer grüne Steuerpläne: Entlastung für 90 Prozent, Gleichbehandlung für die Reichsten 10 Prozent. Persönliche Website von Paus. Abgerufen am 19. Februar 2014.