Miroslav Lajčák

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Miroslav Lajčák (2009)

Miroslav Lajčák (* 20. März 1963 in Poprad, Tschechoslowakei) ist ein slowakischer Diplomat und parteiloser Politiker. Aktuell (2013) ist Lajčák Außenminister und Vizepremier der zweiten Fico-Regierung, die nach den Wahlen von März 2012 am 4. April 2012 gebildet wurde.[1]

Leben[Bearbeiten]

Lajčák absolvierte die Comenius-Universität in Bratislava und studierte anschließend am Moskauer Institut für Internationale Beziehungen. Des Weiteren ist er ein Absolvent des George C. Marshall-Europazentrums für Sicherheitsstudien in Garmisch-Partenkirchen.

Als Jurist schloss er sich 1988 dem tschechoslowakischen Auslandsministeriums an, als er in diplomatischer Mission nach Moskau entsandt wurde, wo er zwischen 1991 und 1993 für die tschechoslowakische bzw. slowakische Botschaft arbeitete. Danach arbeitete er für einige Monate als Chef des Kabinett um Außenminister Jozef Moravčík, dem späteren Premierminister, wieder in der Slowakei. Zwischen 1994 und 1998 fungierte Lajčák als Botschafter in Japan, sowie von 2001 bis 2005 als Botschafter der Slowakei in Belgrad, akkreditiert auch in Mazedonien und Albanien.

Am 30. Juni 2007 löste Miroslav Lajčák, nach einer Empfehlung des EU-Außenbeauftragten Javier Solana, Christian Schwarz-Schilling im Amt des Hohen Repräsentanten der internationalen Gemeinschaft für Bosnien und Herzegowina und des Sondergesandten der EU ab. Er trat aus diesem Amt aufgrund eines Gesuchs aus Bratislava zurück und wurde anschließend Außenminister seines Landes. In den letzten Monaten seiner Amtszeit als EU-Repräsentant hatte sich Lajčák des Öfteren über die Blockadehaltung der unterschiedlichen Gruppen in Bosnien und Herzegowina beschwert. Vom 26. Januar 2009 bis zum 9. Juli 2010 war er Außenminister der Slowakei.

Lajčák bezeichnet sich selber als "Realisten".[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Slowakei: Fico als Premierminister vereidigt veröffentlicht am 4. April 2012, zuletzt abgerufen am 4. April 2012
  2. Radio Slovakia International: Slowakische Reaktionen auf die Wahlergebnisse in Ungarn. 13. April 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Miroslav Lajčák – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien