NXP Semiconductors

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NXP Semiconductors
NXP Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft (NASDAQ: NXPI)
ISIN NL0009538784
Gründung September 2006, vorher ein Unternehmensbereich von Philips
Sitz Eindhoven / Niederlande
Leitung Peter Bonfield (Chairman), Richard L. Clemmer (Präsident & CEO)
Mitarbeiter 28.029 (31. März 2009)
Umsatz 4,2 Milliarden USD (2011)[1]
Branche Halbleiterhersteller / Elektronikindustrie
Website www.nxp.com

NXP (für Next eXPerience) Semiconductors ist ein niederländischer Halbleiterhersteller. NXP ist der 2006 ausgegliederte Halbleiterbereich der Royal Philips Electronics. NXP bietet Halbleiter und Systemlösungen für den Automobilmarkt, für Fernseher, Set-Top-Boxen, Mobiltelefone sowie Sicherheitslösungen für Bankkarten, elektronische Ausweise, Reisepässe und Gesundheitskarten. Chips mit Mifare-Technologie werden in zahlreichen Verkehrssystemen und Veranstaltungszentren weltweit eingesetzt. Nach STMicroelectronics und Infineon ist NXP der drittgrößte Halbleiterhersteller Europas. 2010 erwirtschaftete das Unternehmen mit ca. 28 000 Mitarbeitern ein Umsatz von 4,4 Milliarden US-Dollar.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

NXP entstand aus der Philips Halbleitersparte, dem früheren Philips Semiconductors. Diese Sparte hatte Philips, basierend auf den eigenen, zunächst Radioröhren- und späteren Halbleiterfirmen wie Valvo (Deutschland), Mullard (Großbritannien) und die Integration zugekaufter Hersteller ausgebaut: Signetics wurde 1975 gekauft, VLSI-Technology kam 1999 dazu.[2]

Am 29. September 2006 verkaufte der Philips-Konzern 80,1 Prozent seiner Halbleitersparte an ein Konsortium von privaten Beteiligungsgesellschaften, Philips selbst behielt 19,9 Prozent der Anteile. Das Konsortium bestand aus den Finanzinvestoren KKR, Bain Capital, Silver Lake, Apax und AlpInvest Partners N.V. Die Neugründung wurde 2006 auf der Internationalen Funkausstellung Berlin von dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Frans van Houten (inzwischen Vorstandsvorsitzender von Royal Philips Electronics) bekanntgegeben.

Während der anschließenden Umorganisation brachte NXP im Jahr 2008 seinen Geschäftszweig „Mobile & Personal“ in ein Joint Venture mit STMicroelectronics mit dem Namen ST-NXP-Wireless ein. Im folgenden Jahr übernahm STMicroelectronics auch den verbliebenen 20 %-Anteil von NXP und brachte ST-NXP-Wireless in ein erneutes Joint Venture ST-Ericsson mit der Sparte Ericsson Mobile Platforms (EMP) des schwedischen Unternehmens Ericsson ein.[3]

Am 31. Dezember 2008 gab Frans van Houten seinen sofortigen Rücktritt bekannt und verließ das Unternehmen noch am selben Tag. An seiner Stelle wurde Richard L. Clemmer eingesetzt, der früher schon für Agere und Texas Instruments und zuletzt für KKR aktiv war. Im Frühjahr 2010 kündigte NXP seinen geplanten Börsengang an, der am 6. August 2010 stattfand.

Im Rahmen der Umorganisation wurden verschiedenen Halbleiterfabriken ("Fabs"), u.a. in Böblingen (2008), geschlossen.

[Bearbeiten] Hauptmärkte

NXP konzentriert sich auf Halbleiterprodukte und Systemlösungen für die folgenden Märkte:

[Bearbeiten] Aktivitäten in Deutschland

Der Hauptsitz von NXP in Deutschland ist in Hamburg-Lokstedt, weitere Standorte sind in Dresden (Forschung und Entwicklung)sowie Vertriebsniederlassungen in München und Stuttgart. Der Standort in Hausbruch wurde Ende 2010 geschlossen. Die Mitarbeiterzahl der NXP Semiconductors Germany GmbH wurde inzwischen auf weniger als 2.000 Mitarbeiter reduziert (Stand: 2010).

Die Bundesregierung hat NXP mit der Chipherstellung für die neuen Personalausweise beauftragt; aus Gründen der Liefersicherheit vergibt sie solche Aufträge in der Regel an mindestens zwei Hersteller.[4]

[Bearbeiten] Beteiligungen

NXP hält Beteiligungen an folgenden Unternehmen:[5]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Report 2011 (en)EE Times, 10. Februar 2012
  2. "COMPANY NEWS; PHILIPS IN $1 BILLION DEAL FOR VLSI TECHNOLOGY", New York Times, 4 Mai 1999. Abgerufen: 20 Februar 2012.
  3. About us – General Information (englisch) auf der Website von ST-Ericsson
  4. sueddeutsche.de vom 19. August 2010: Niederlande - Deutschland 1:0
  5. http://www.nxp.com/countries/germany.html
  6. http://www.asmcs.com/en/en-aa-overview.html]]

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: NXP Semiconductors – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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