Neunkirchen (Unterfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neunkirchen
Neunkirchen (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neunkirchen hervorgehoben
49.7069444444449.3994444444444329Koordinaten: 49° 42′ N, 9° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Miltenberg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Erftal
Höhe: 329 m ü. NHN
Fläche: 16,65 km²
Einwohner: 1529 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63930
Vorwahl: 09378
Kfz-Kennzeichen: MIL
Gemeindeschlüssel: 09 6 76 143
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 19
63930 Neunkirchen
Webpräsenz: www.neunkirchen-unterfranken.de
Bürgermeister: Wolfgang Seitz (WG)
Lage der Gemeinde Neunkirchen im Landkreis Miltenberg
Aschaffenburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Main-Spessart Hohe Wart (Spessart) Gemeindefreies Gebiet Forstwald Gemeindefreies Gebiet Hohe Berg Collenberg Dorfprozelten Altenbuch Wörth am Main Weilbach (Bayern) Sulzbach am Main Stadtprozelten Schneeberg (Unterfranken) Rüdenau Röllbach Obernburg am Main Niedernberg Neunkirchen (Unterfranken) Mönchberg Mömlingen Miltenberg Leidersbach Laudenbach (Unterfranken) Klingenberg am Main Kleinwallstadt Kleinheubach Kirchzell Hausen (bei Aschaffenburg) Großwallstadt Großheubach Faulbach Eschau (Unterfranken) Erlenbach am Main Elsenfeld Eichenbühl Bürgstadt Amorbach Amorbach Hessen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Neunkirchen ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Erftal mit Sitz in Bürgstadt.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die ländliche Wohngemeinde Neunkirchen liegt im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, zwischen Wertheim und Miltenberg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Neunkirchen hat drei amtlich benannte Ortsteile[2]:

Name[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name Neunkirchen besteht aus den mittelhochdeutschen Wörtern niuwe und kirche. Sie bedeuten neue Kirche.[3]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1248 Nůwenkirchen
  • 1289 Nuwenchirchen
  • 1312 Nuwenkirchen
  • 1337 Nuenkirchen
  • 1361 Nůnkirchen
  • 1554 Neunkircha
  • 1576 Neunkirchen

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1232 erstmals erwähnt, war die längste Zeit seiner Geschichte unter der Herrschaft des Erzstifts Mainz und galt als wohlhabende Bauerngemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Höhengemeinde Neunkirchen entstand durch den Zusammenschluss der früher selbständigen Gemeinden Neunkirchen, Richelbach und Umpfenbach am 1. Juli 1975.[4]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Neunkirchen hat 13 Mitglieder einschließlich des nebenamtlichen Bürgermeisters.

WG Umpfenbach WG WG Richelbach Gesamt
2002 4 5 4 13 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002)

Windpark Neunkirchen[Bearbeiten]

Windpark Neunkirchen
Baustellenschild im Windpark Neunkirchen

Die Stadtwerke Tübingen haben im Windpark Neunkirchen bei Neunkirchen-Umpfenbach zwei für insgesamt 10 Mio. Euro erbaute Windkrafträder mit jeweils 2,4 MW erworben, die im Winter 2013 in Betrieb gehen sollten.[5] Die Nabenhöhe dieser Turbinen beträgt mit Fundament 141 Meter: Die beiden etwa 80 Meter hohen Stahlbetontürme werden jeweils durch einen 58 Meter hohen Stahlturm verlängert, so dass die knapp 60m langen Rotorblätter eine Kreisfläche mit 117m Durchmesser durchlaufen.[6][7] Am 8. Oktober 2013 wurde exakt laut Zeitplan die Montage der beiden Rotorsterne an den zwei Gondeln abgeschlossen. Das Projekt wurde ohne Unfälle oder Verletzungen erfolgreich abgeschlossen.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Gemeinschaftshaus

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 1898: Bischof Ferdinand von Schlör, Richelbach
  • 1967: Hauptlehrer Alfred Hauck, Richelbach
  • 1975: Altbürgermeister Helmut Schell, Neunkirchen
  • 1979: Pfarrer Georg Zenkert, Neunkirchen
  • 1985: Altbürgermeister Rudolf Ditter, Richelbach
  • 2003: Fritz Schmidt, Umpfenbach
  • 2006: Alfons Wolf, Neunkirchen
  • 2011: Ludwig Scheurich, Richelbach

Kurioses[Bearbeiten]

Neunkirchen

Das Vierzehn-Nothelfer-Fest im August war ein hoher Feiertag in der Gemeinde, an dem viele Gläubige von auswärts kamen. Hochamt und Prozession durch das Dorf waren Höhepunkt des Tages. Mit dem Fest war auch ein vollkommener Ablass verbunden. Dies führte zum Ortsnecknamen "Ablasstiker".[9]

Richelbach

In Richelbach war das "Arme-Leute-Gericht" Semmede, eine in Öl ausgebackene einfache Mehlspeise, zu der es Apfelbrei gab, verbreitet. Dies führte bei den Nachbarorten zur Beschimpfung der Richelbacher als "Samedsfresser".[10]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neunkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111123/194957&attr=OBJ&val=1701
  3. a b  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 159.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 750.
  5. Bürgschaftsübernahme zu Gunsten der Ecowerk GmbH.
  6. Stadtwerke Tübingen: Startschuss für die Windkraftnutzung
  7. Ökostrom für 5000 Haushalte. Stadtwerke kaufen für zehn Millionen Euro zwei Windräder im Odenwald. Tagblatt vom 16. August 2013
  8. Bayerischer Windpark Heppdiel: Aufbau der Windenergieanlagen bei Eichenbühl und Neunkirchen nähert sich dem Ende. Letzter Rotorstern auf der Odenwaldhöhe montiert. Fränkische Nachrichten, Freitag, 11. Oktober 2013.
  9. Werner Trost Stampes, Worzelköpp und Staffelbrunzer Landkreis Miltenberg 2003
  10. Werner Trost Stampes, Worzelköpp und Staffelbrunzer Landkreis Miltenberg 2003