Landkreis Miltenberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Miltenberg Deutschlandkarte, Position des Landkreises Miltenberg hervorgehoben49.769.23Koordinaten: 49° 46′ N, 9° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Verwaltungssitz: Miltenberg
Fläche: 715,68 km²
Einwohner: 127.909 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 179 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: MIL
Kreisschlüssel: 09 6 76
Kreisgliederung: 32 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Brückenstraße 2
63897 Miltenberg
Webpräsenz: www.landkreis-miltenberg.de
Landrat: Jens Marco Scherf (Grüne)
Lage des Landkreises Miltenberg in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Miltenberg ist ein Landkreis im Westen des bayerischen Regierungsbezirks Unterfranken.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Landkreis Miltenberg hat im Süden und Westen Anteil am Odenwald und im Nordosten am Spessart. Beide Mittelgebirgslandschaften bestimmen fast das komplette Kreisgebiet und werden durch das Maintal getrennt. Der Main erreicht östlich von Faulbach das Kreisgebiet, wo er bis Freudenberg bzw. Kirschfurt die Grenze zu Baden-Württemberg bildet. Westlich von Freudenberg fließt der Main direkt in das Kreisgebiet nach Westen, wendet sich bei Miltenberg nach Norden und verlässt den Landkreis nördlich von Niedernberg und Sulzbach in Richtung Aschaffenburg. Die Landschaft am Main bezeichnet man hier als Untermain-Ebene.

Die höchsten Erhebungen innerhalb des Kreisgebietes im Spessart sind im Altenbucher Forst der Querberg mit 567 Meter, der benachbarte Kropfschnabel mit 550 Meter und die Agneshöhe mit 513 Metern in der Gemarkung Eschau, nahe der Landkreisgrenze zu Aschaffenburg, unweit der Geishöhe. Der Pfaffenberg, 432 Meter, mit seiner Sendeanlage (Gemeinde Bessenbach), bildet die direkte Grenze zum Nachbarlandkreis Aschaffenburg. Als aussermärkisches Gebiet besitzt die Stadt Aschaffenburg ca. 480 Hektar Wald mit dem bekannten Hohe-Wart-Haus.

Die höchste Erhebung im Kreisgebiet des Odenwaldes ist Der Kolli bei Kirchzell-Breitenbach, der mit 547 Metern die Grenze zum Bundesland Baden-Württemberg bildet. Etwa 500 Meter westlich kennzeichnet seit 1837 ein 1,3 Meter hoher Grenzstein das Dreiländereck, an dem die Grenzen von Baden, Bayern und Hessen zusammenstoßen. Gut 4 Kilometer nördlich liegt der Ort Breitenbuch der das „Dach des Landkreises Miltenberg“ darstellt, denn er ist mit 512 Metern über dem Meeresspiegel der höchstgelegene Ort im Kreisgebiet.

Alle Städte des Kreises - außer Amorbach - liegen im Maintal, das sich seit Ende des 19. Jahrhunderts zur Industrie-, Verkehrs- und Handelsachse im heutigen Kreisgebiet entwickelt hat.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an den Landkreis Aschaffenburg, die kreisfreie Stadt Aschaffenburg und den Landkreis Main-Spessart (alle in Bayern), an den Main-Tauber- und den Neckar-Odenwald-Kreis (beide in Baden-Württemberg) sowie an den Odenwaldkreis und den Landkreis Darmstadt-Dieburg (beide in Hessen).

Geschichte[Bearbeiten]

Landgerichte[Bearbeiten]

Das Gebiet des heutigen Landkreises Miltenberg gehörte vor 1800 überwiegend zum Erzstift Mainz. 1803 kam der südliche Teil zum Fürstentum Leiningen, mit dem er 1806 dem Großherzogtum Baden einverleibt wurde. Ab 1810 gehörte dieses Gebiet zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt und kam schließlich 1816 zum Königreich Bayern. Der nördliche Teil war ab 1803 Teil des Fürstentums Aschaffenburg bzw. ab 1810 des Großherzogtums Frankfurt und kam 1814 an Bayern. Der bayerische Staat errichtete dann die Landgerichte Obernburg und Klingenberg. Im Süden des heutigen Kreisgebiets gab es die sogenannten Herrschaftsgerichte Miltenberg, Kleinheubach und Amorbach. Alle Gerichte gehörten zum Untermainkreis, der ab 1838 in Unterfranken umbenannt wurde. 1848 wurde das Landgericht Miltenberg aus den bisherigen Herrschaftsgerichten Miltenberg und Kleinheubach sowie das Landgericht Amorbach aus dem gleichnamigen Herrschaftsgericht gebildet.

Bezirksämter[Bearbeiten]

Verwaltungsgebiet des Bezirksamtes Miltenberg um 1880

Das Bezirksamt Miltenberg wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Amorbach und Miltenberg neu gebildet.[2] Ebenso wurden die Landgerichte Klingenberg am Main und Obernburg am Main zum Bezirksamt Obernburg am Main zusammengefasst.

Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter erhielt das Bezirksamt Miltenberg am 1. Januar 1880 die Gemeinde Großheubach des Bezirksamtes Obernburg.

Am 1. April 1931 gab das Bezirksamt Marktheidenfeld die Gemeinden Fechenbach und Reistenhausen an das Bezirksamt Miltenberg ab.

Landkreise[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[3] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Miltenberg und Obernburg am Main.

Landkreis Miltenberg[Bearbeiten]

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde der Landkreis Obernburg am Main am 1. Juli 1972 ohne die Orte Wenigumstadt und Pflaumheim, welche heute Ortsteile von Großostheim, Landkreis Aschaffenburg, sind, mit dem Landkreis Miltenberg und dem Raum Stadtprozelten des bisherigen Landkreises Marktheidenfeld zum neuen Landkreis Miltenberg vereinigt.

Politik[Bearbeiten]

Landrat[Bearbeiten]

Zu Nachfolger von Roland Schwing wurde 2014 in der Stichwahl Jens Marco Scherf (Bündnis 90/Die Grünen) gewählt. Er erhielt 50,05 % der Stimmen und ist damit der erste grüne Landrat Deutschlands, zusammen mit Wolfgang Rzehak im Landkreis Miesbach.

Kreistag[Bearbeiten]

Der Kreistag besteht aus 60 Mitgliedern.

Kreistagswahl 2014
Wahlbeteiligung: 60,13 %
 %
40
30
20
10
0
39,11
18,06
17,38
8,95
7,49
4,90
4,12
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-4,00
+2,92
-1,57
+1,54
+1,52
-0,34
-0,06
Sitzverteilung im Kreistag
10
5
3
11
3
5
23
10 11 23 
Von 60 Sitzen entfallen auf:

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung
„Unter dem Schildhaupt mit den bayerischen Rauten in Rot ein silberner Wellenpfahl; davor ein sechsspeichiges silbernes Rad; dahinter drei silberne Spitzen“.
Wappengeschichte
Durch die Zusammenlegung der Landkreise Miltenberg und Obernburg am Main entstand der heutige Landkreis Miltenberg. Das Kreisgebiet gehörte bis zur Säkularisation zum größten Teil zum Kurfürstentum Mainz, worauf das „Mainzer Rad“ im Wappen hinweist. Es war auch Bestandteil der Wappen der alten Landkreise Miltenberg (siehe oben) und Obernburg. Der senkrechte Wellenpfahl steht für die geografisch Lage des Landkreises am Main, Der Fluss verläuft im Landkreis von Nord nach Süd. Die Silbernen Spitzen in Rot (der „fränkische Rechen“) weisen auf die Zugehörigkeit zu Franken hin. Die Rauten stehen für Bayern.
Das Wappen wurde am 25. Mai 1977 verliehen.

Altes Landkreiswappen von 1963–1977

Altes Landkreiswappen[Bearbeiten]

Blasonierung
„Geteilt durch einen waagerechten silbernen Wellenbalken, oben in Rot ein silbernes sechsspeichiges Rad, unten in grün symbolisierte Werkzeuge in Silber“
Wappengeschichte
Das alte Wappen besteht aus einer Kombination des Flusses Main (der silberne Wellenbalken), dem Rad aus dem Wappen des Kurfürstentums Mainz und einigen Handwerkzeugen aus dem Steinmetzberuf. Der Kreis erstreckt sich entlang des Verlaufs des Mains und die Hauptindustrien waren zur Zeit der Gültigkeit des Wappens die Sandsteinverarbeitung, die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft und Forstnutzung. Land- und Forstwirtschaft sind durch die Farbe Grün im unteren Teil des Wappens dargestellt. Ein großer Teil des Landkreises gehörte früher zum Kurstaat Mainz, so die Ämter Miltenberg, Amorbach, Klingenberg und Großheubach.
Das Wappen wurde am 2. Oktober 1963 verliehen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Bayerischen Staatseisenbahnen erbauten 1876 zuerst von Aschaffenburg her eine Strecke mainaufwärts über Obernburg - Klingenberg bis Miltenberg. Diese wurde 1880 in den Odenwald hinein bis Amorbach verlängert und 1899 weiter geführt zu dem badischen Wallfahrtsort Walldürn. Im Maintal erreichte der Eisenbahnbau 1906 Stadtprozelten und 1912 die badische Stadt Wertheim. Der Bahnverkehr wird seit 2005 von dem DB-Betrieb Westfrankenbahn betrieben.

Eine Zweigbahn führte über 16,8 Kilometer, seit Januar 1910, vom Bahnhof Obernburg-Elsenfeld durch das Elsavatal in den Spessart hinein bis Heimbuchenthal. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Obernburg-Elsenfeld–Heimbuchenthal wurde im Mai 1968 eingestellt.

Ab 1911/12 führte die Bahnlinie Aschaffenburg - Höchst (im Odenwald) auch durch Mömlingen (Landkreis Obernburg), das an dieser Bahnstrecke einen Bahnhof hatte. 1974 wurde diese Bahnlinie eingestellt.

Hauptverkehrsader des Landkreises ist die B 469, welche als Zubringerstraße zur A 3 den Kreis an das Rhein-Main-Gebiet anbindet. Weitere Bundesstraßen, die durch das Kreisgebiet führen, sind die B 47 und die B 426.

Der Main ist als Verbindungsglied der Flüsse Rhein und Donau bedeutend für die europäische Binnenschifffahrt.

Eine Mainfähre verbindet Stadtprozelten mit dem badischen Mondfeld. Zwischen Kirschfurt und dem Städtchen Freudenberg (Baden) führt eine Brücke über den Main. Weitere Mainbrücken innerhalb des Landkreises: Großheubach/Miltenberg Nord - Miltenberg/Bürgstadt, Miltenberg Nord - Miltenberg, Großheubach - Kleinheubach, Klingenberg - Klingenberg/Trennfurt, Elsenfeld - Obernburg, Kleinwallstadt/Sulzbach - Großwallstadt/Niedernberg.

Im Miltenberger Stadtteil Mainbullau liegt ein Flugplatz für Sport- und Segelflugzeuge.

Erneuerbare Energien[Bearbeiten]

In 2013 wird in der Landkreisgemeinde Eichenbühl ein Windpark mit insgesamt fünf Windrädern des Typs Nordex N117 errichtet. Die Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 12 MW werden nach Angaben des Projektentwicklers Green City Energy Ende 2013 in Betrieb genommen und sollen jährlich rund 30 Mio. Kilowattstunden Ökostrom erzeugen. Die Windräder haben eine Nabenhöhe von 141 Metern und einen Rotordurchmesser von 117 Metern. Die Anlagen sind damit speziell für Binnenstandorte ausgelegt. Der Windpark wird teilweise über einen besonderen Bürgerbeteiligungsfonds finanziert. Dieser soll durch finanzielle Beteiligung der Bürger vor Ort die Wertschöpfung der Anlagen in der Region halten und so die Wirtschaft vor Ort stärken.[4]

Einwohnerentwicklung / -schaft[Bearbeiten]

Während der nördliche Teil (der ehemalige Landkreis Obernburg) noch relativ städtisch strukturiert ist (270 Einwohner pro km²), sind die südlichen und östlichen Gebiete des Landkreis (ehemaliger Landkreis Miltenberg und ehemalige Gebiete des Landkreises Martkheidenfeld) wie die übrige Umgebung, Main-Tauber-Kreis und Main-Spessart-Kreis recht dünn mit ca. nur 115 Einwohner pro km² besiedelt. Diese Lage wird sich noch weiter zuspitzen, da z. B. für Kirchzell mit einem Rückgang der Einwohner bis 2040 von 2.200 auf 1.400 - 1.500 Einwohner gerechnet wird, während im Norden um Niedernberg / Großwallstadt / Mömlingen die Verluste von Leidersbach / Eschau / Mönchberg wohl aufgefangen werden können.

Zwischen 1988 und 2008 wuchs der Landkreis Miltenberg um über 14.000 Einwohner bzw. um rund 12 Prozent. Seit 2003 ist die Tendenz nach einem Höchststand von ca. 131.500 Einwohnern rückläufig.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2008 2012
Einwohner 50.703 51.643 63.074 88.818 94.255 107.978 114.255 128.261 131.261 131.376 129.648 127.944

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2013[5])

Städte

  1. Amorbach (4004)
  2. Erlenbach am Main (9959)
  3. Klingenberg am Main (6188)
  4. Miltenberg (9197)
  5. Obernburg am Main (8458)
  6. Stadtprozelten (1546)
  7. Wörth am Main (4729)

Märkte

  1. Bürgstadt (4306)
  2. Elsenfeld (8947)
  3. Eschau (3760)
  4. Großheubach (5139)
  5. Kirchzell (2267)
  6. Kleinheubach (3634)
  7. Kleinwallstadt (5738)
  8. Mönchberg (2592)
  9. Schneeberg (1783)
  10. Sulzbach a.Main (6945)
  11. Weilbach (2239)

Gemeindefreie Gebiete (8,8 km²)[6]

  1. Forstwald (4,11 km²)
  2. Hohe Wart (4,68 km²)

Gemeinden

  1. Altenbuch (1268)
  2. Collenberg (2425)
  3. Dorfprozelten (1784)
  4. Eichenbühl (2572)
  5. Faulbach (2608)
  6. Großwallstadt (4088)
  7. Hausen (1871)
  8. Laudenbach (1417)
  9. Leidersbach (4742)
  10. Mömlingen (4846)
  11. Neunkirchen (1516)
  12. Niedernberg (4913)
  13. Röllbach (1663)
  14. Rüdenau (765)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Erftal mit Sitz in Bürgstadt
    (Markt Bürgstadt und Gemeinde Neunkirchen)
  2. Kleinheubach
    (Markt Kleinheubach, Gemeinden Laudenbach und Rüdenau)
  3. Kleinwallstadt
    (Markt Kleinwallstadt und Gemeinde Hausen)
  4. Mönchberg
    (Markt Mönchberg und Gemeinde Röllbach)
  5. Stadtprozelten
    (Stadt Stadtprozelten und Gemeinde Altenbuch)
Aschaffenburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Main-Spessart Hohe Wart (Spessart) Gemeindefreies Gebiet Forstwald Gemeindefreies Gebiet Hohe Berg Collenberg Dorfprozelten Altenbuch Wörth am Main Weilbach (Bayern) Sulzbach am Main Stadtprozelten Schneeberg (Unterfranken) Rüdenau Röllbach Obernburg am Main Niedernberg Neunkirchen (Unterfranken) Mönchberg Mömlingen Miltenberg Leidersbach Laudenbach (Unterfranken) Klingenberg am Main Kleinwallstadt Kleinheubach Kirchzell Hausen (bei Aschaffenburg) Großwallstadt Großheubach Faulbach Eschau (Unterfranken) Erlenbach am Main Elsenfeld Eichenbühl Bürgstadt Amorbach Amorbach Hessen Baden-WürttembergMunicipalities in MIL.svg
Über dieses Bild

Städte und Gemeinden des Landkreises vor der Gebietsreform 1971/78[Bearbeiten]

Vor der Gebietsreform hatte der Landkreis Miltenberg 31 Gemeinden (siehe Liste unten).[7] (Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben):

frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Amorbach Amorbach Landkreis Miltenberg
Beuchen Amorbach Landkreis Miltenberg
Boxbrunn im Odenwald Amorbach Landkreis Miltenberg
Breitendiel Miltenberg Landkreis Miltenberg
Bürgstadt Bürgstadt Landkreis Miltenberg
Eichenbühl Eichenbühl Landkreis Miltenberg
Fechenbach Collenberg Landkreis Miltenberg
Großheubach Großheubach Landkreis Miltenberg
Hambrunn Schneeberg Landkreis Miltenberg
Heppdiel Eichenbühl Landkreis Miltenberg
Kirchzell Kirchzell Landkreis Miltenberg
Kleinheubach Kleinheubach Landkreis Miltenberg
Laudenbach Laudenbach Landkreis Miltenberg
Mainbullau Miltenberg Landkreis Miltenberg
Miltenberg Miltenberg Landkreis Miltenberg
Neunkirchen Neunkirchen Landkreis Miltenberg
Ottorfszell Kirchzell Landkreis Miltenberg
Preunschen Kirchzell Landkreis Miltenberg
Reichartshausen Amorbach Landkreis Miltenberg
Reistenhausen Collenberg Landkreis Miltenberg
Richelbach Neunkirchen Landkreis Miltenberg
Riedern Eichenbühl Landkreis Miltenberg
Rüdenau Rüdenau Landkreis Miltenberg
Schippach Miltenberg Landkreis Miltenberg
Schneeberg Schneeberg Landkreis Miltenberg
Umpfenbach Neunkirchen Landkreis Miltenberg
Watterbach Kirchzell Landkreis Miltenberg
Weckbach Weilbach Landkreis Miltenberg
Weilbach Weilbach Landkreis Miltenberg
Wenschdorf Miltenberg Landkreis Miltenberg
Windischbuchen Eichenbühl Landkreis Miltenberg

Schlösser und Burgen im Landkreis Miltenberg[Bearbeiten]

Ehemalige Orte im Landkreis Miltenberg[Bearbeiten]

Hauptartikel: Grubingen

In dem heutigen Kreisgebiet lag zwischen den heutigen Gemeinden Klingenberg (Ortsteil Röllfeld) und Großheubach mindestens in der Zeit zwischen dem Beginn des 13. Jahrhunderts und 1630 die Siedlung Grubingen, die mit ihrer Kirche St. Michaelis der Kirchort für Klingenberg, Röllfeld und Schmachtenberg war. Die reiche Pfarrkirche verlor nach der Aufgabe des Ortes um 1630 immer mehr Einfluss an ihre Filialkirchen in Röllfeld und Klingenberg. Die Kirche wurde 1778 abgerissen, der Friedhof ist immer noch an der 1979 renovierten Umfassungsmauer zu erkennen.

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Im Landkreis gibt es 11 Naturschutzgebiete. Zusammen nehmen sie eine Fläche von 615 Hektar ein. Das größte Naturschutzgebiet ist das 1985 eingerichtete Naturschutzgebiet Ehemaliger Standortübungsplatz Aschaffenburg und Altenbachgrund.

Geotope[Bearbeiten]

Im Landkreis befinden sich 18 (Stand September 2013) vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen MIL zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Sonstiges[Bearbeiten]

Seit 1996 findet im Turnus von zwei Jahren der Internationale Chorwettbewerb des Landkreises Miltenberg am zweiten Juliwochenende im Elsenfelder Bürgerzentrum statt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Miltenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 522.
  3.  Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  4. Green City Energy AG: Windpark Bayerischer Odenwald. Abgerufen am 5. April 2013.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
  6. Verordnung zur Eingliederung des gemeindefreien Gebietes "Hohe Berg" in die Stadt Erlenbach a. Main, Landkreis Miltenberg
  7. geschichte-on-demand.de. Abgerufen am 1. April 2014.