Leidersbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Leidersbach
Leidersbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Leidersbach hervorgehoben
49.9016666666679.2191666666667196Koordinaten: 49° 54′ N, 9° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Miltenberg
Höhe: 196 m ü. NN
Fläche: 19,81 km²
Einwohner:

4.851 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 245 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63849
Vorwahlen: 06028 und 06092
Kfz-Kennzeichen: MIL
Gemeindeschlüssel: 09 6 76 136
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 123
63849 Leidersbach
Webpräsenz: www.leidersbach.de
Bürgermeister: Alois Sauer (CWG)
Lage der Gemeinde Leidersbach im Landkreis Miltenberg
Aschaffenburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Main-Spessart Hohe Wart (Spessart) Gemeindefreies Gebiet Forstwald Hohe Berg Collenberg Dorfprozelten Altenbuch Wörth am Main Weilbach (Bayern) Sulzbach am Main Stadtprozelten Schneeberg (Unterfranken) Rüdenau Röllbach Obernburg am Main Niedernberg Neunkirchen (Unterfranken) Mönchberg Mömlingen Miltenberg Leidersbach Laudenbach (Unterfranken) Klingenberg am Main Kleinwallstadt Kleinheubach Kirchzell Hausen (bei Aschaffenburg) Großwallstadt Großheubach Faulbach Eschau (Unterfranken) Erlenbach am Main Elsenfeld Eichenbühl Bürgstadt Amorbach Amorbach Hessen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Leidersbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg. Mit ihren vier Ortsteilen Leidersbach, Ebersbach, Roßbach und Volkersbrunn liegt sie circa 10 Kilometer südöstlich von Aschaffenburg im Spessart.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die politische Gemeinde Leidersbach hat 4 amtlich benannte Ortsteile[2]:

[Bearbeiten] Geschichte

Der zu Ebersbach und dem Sulzbacher Ortsteil Soden gehörende "Schlossbuckel" war schon vor der Zeitenwende besiedelt, wie dortige Funde beweisen. Zur Zeit der Römer, wahrscheinlich im 2. Jahrhundert, wurde dort eine keltische Fliehburg angelegt, die im frühen Mittelalter durch eine Burg aus Stein ergänzt wurde. Die Burg verfiel jedoch und wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts abgetragen, so dass heute nur noch der Ringwall zu sehen ist. Gleichwohl ist dieser ein bekanntes Ausflugsziel, da deutschlandweit nur drei keltische Ringwälle überhaupt erhalten geblieben sind.

Die Entstehung der Orte selbst lief im Mittelalter ab: Aufgrund von Vergleichen mit anderen Orten mit gleicher Herkunft der Ortsnamen kann gefolgert werden, dass die mit "bach" endenden Gemeinden Ebersbach, Leidersbach und Roßbach vermutlich in der karolingischen Zeit Ende des 8. Jahrhunderts entstanden sind. Die erste urkundliche Erwähnung von Ebersbach findet man aus dem Jahr 1183, von Leidersbach und Roßbach aus dem Jahr 1200 und von Volkersbrunn aus dem Jahr 1248. Schon zu dieser Zeit gehörten die Dörfer dem Erzstift Mainz an. Bei der Auflösung des Erzstifts durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 fielen die Dörfer an das neu gebildete Fürstentum Aschaffenburg, mit welchem sie 1814 an Bayern angegliedert wurden.

[Bearbeiten] Religionen

Die Gemeinde Leidersbach ist überwiegend römisch-katholisch. Jeder Ortsteil besitzt eine eigene katholische Kirche.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Leidersbach, Ebersbach, Roßbach und Volkersbrunn zur neuen Einheitsgemeinde Leidersbach zusammengeschlossen.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung in Leidersbach seit 1840

Einwohner (alle Ortsteile zusammen):[3]

  • 1840: 1.756
  • 1871: 1.744
  • 1900: 1.818
  • 1925: 2.317
  • 1939: 2.639
  • 1950: 3.218
  • 1961: 3.342
  • 1970: 3.799
  • 1987: 4.304
  • 2000: 4.803
  • 2001: 4.866
  • 2002: 4.931
  • 2003: 4.964
  • 2004: 4.974
  • 2005: 4.995
  • 2006: 4.972
  • 2007: 4.960
  • 2008: 4.892
  • 2009: 4.858
    (:2.414 :2.444)

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern, die sich wie folgt aufteilen:

  • CSU - 10 Sitze
  • CWG - 6 Sitze

[Bearbeiten] Bürgermeister

Alois Sauer (CWG) ist seit 2002 Bürgermeister der Gemeinde. Er wurde 2008 für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

[Bearbeiten] Wappen

oben: geöffnete Schneiderschere auf grün-weiß gestreiftem Grund (Bedeutung des Schneiderhandwerks und der Kleiderfabriken für die Ortsentwicklung im 19. und 20. Jahrhundert.)

unten: Mainzer Rad (Zugehörigkeit zum Erzbistum Mainz bis 1803)

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Bauwerke

  • Ringwall der Altenburg auf dem Schlossbuckel bei Ebersbach
  • Marienaltar der Ebersbacher St.-Barbara-Kirche
  • historische St.-Jakobus-Kirche in Leidersbach aus rotem Buntsandstein
  • Jugendbildungszentrum im ehemaligen Kloster auf dem Ebersbacher Klosterberg

[Bearbeiten] Parks

Das gesamte Gemeindegebiet liegt im Naturpark Spessart.

[Bearbeiten] Vereine

Der BRK Leidersbach ist ein Ortsverein des Bayerisches Rotes Kreuz im Kreisverband Miltenberg-Obernburg. Der Ortsverein wurde am 16. März 1955 gegründet. Die RK-Gemeinschaft ist im Rot-Kreuz-Haus in der Kolpingstraße 2 untergebracht und unterhält die Bereiche Jugendrotkreuz, Bereitschaft, SEG-Nord Katastrophenschutz und einen Helfer vor Ort (HvO / HGD (Hintergrunddienst) mit eigenem, spendenfinanzierten und ehrenamtlichen Rettungswagen seit 1. März 1984 mit Standort im Feuerwehrhaus Leidersbach).

[Bearbeiten] Sport

Handball

Mit den Rhein-Main Bienen war die Gemeinde in der ersten Handball-Bundesliga der Frauen vertreten. Der Verein schaffte 2003/04 die Meisterschaft mit dem verbundenen Aufstieg in die Oberliga Hessen. In der darauf folgenden Saison wurde die Mannschaft Hessenmeister und gewann die anschließende Relegation ausschließlich mit Siegen. In der Regionalliga Südwest gelang der Mannschaft von Trainer Peter David in der Saison 2005/06 die ungeschlagene Meisterschaft und der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Als Meister der 2. Bundesliga schloss die HSG die Saison ab und ihr gelang durch den Playoff-Sieg gegen den TuS Weibern der Aufstieg in die Erstklassigkeit. Zudem schaffte es die Damenmannschaft, die Sparkassen-Arena in Elsenfeld mit 3.500 Zuschauern bei einem Pokalspiel gegen den Deutschen Meister 1. FC Nürnberg zu füllen. 2009 erfolgte aus finanziellen Gründen der Zwangsabstieg in die Oberliga Hessen. In der Saison 2009/10 wurde die Mannschaft Meister und konnte sich für die neu gegründete 3. Liga qualifizieren.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2007):

  • Kindergärten: in den Ortsteilen Leidersbach, Ebersbach und Roßbach
  • Grund- u. Hauptschule: Volksschule Leidersbach für Schüler aus allen 4 Ortsteilen

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

Leidersbach ist geprägt von Unternehmen der Bekleidungsindustrie. Darüber hinaus gibt es Unternehmen der Softwareentwicklung und Marketingunternehmen sowie ein analytisches Labor.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Albin Eser (* 1935), deutscher Strafrechtswissenschaftler

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111123/193319&attr=OBJ&val=1697
  3. Statistik kommunal 2010 - Leidersbach. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, 17. Dezember 2010, abgerufen am 15. April 2011.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Leidersbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen