Oberwesterwaldkreis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Oberwesterwaldkreises
Oberwesterwaldkreis
Deutschlandkarte, Position des Oberwesterwaldkreises hervorgehoben
50.5638888888897.9725Koordinaten: 50° 34′ N, 7° 58′ O
Basisdaten (Stand 1974)
Bestandszeitraum: 1867–1974
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Regierungsbezirk: Koblenz
Verwaltungssitz: Westerburg
Fläche: 568,77 km²
Einwohner: 79.085 (30. Jun. 1972)
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: WEB
Kreisschlüssel: 07 1 39
Kreisgliederung: 115 Gemeinden

Der Oberwesterwaldkreis war ein Landkreis in Rheinland-Pfalz.

Geographie[Bearbeiten]

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzte Anfang 1969 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an den Landkreis Altenkirchen (Westerwald) (in Rheinland-Pfalz), an den Kreis Siegen (in Nordrhein-Westfalen), an den Dillkreis, den Oberlahnkreis und den Landkreis Limburg (alle in Hessen)) sowie an den Unterwesterwaldkreis und an den Landkreis Neuwied (beide wiederum in Rheinland-Pfalz).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Oberwesterwaldkreis entstand 1867 nach der Annexion des Herzogtums Nassau durch Preußen in Folge des Deutschen Krieges. Dabei wurde die Provinz Hessen-Nassau in die zwei Regierungsbezirke Kassel für das Kurfürstentum Hessen und Wiesbaden für das Herzogtum Nassau aufgeteilt. Die Regierungsbezirke wurden wiederum in Landkreise unterteilt.

Der Oberwesterwaldkreis hatte seinen Sitz zunächst in Bad Marienberg. Im Zuge der Gebietsreform von 1932 wurde der benachbarte Landkreis Westerburg in den Oberwesterwaldkreis integriert, der nun seinen Sitz in Westerburg nahm.

1944 wurde die Provinz Hessen-Nassau aufgeteilt, wobei der Oberwesterwaldkreis in die Provinz Nassau eingegliedert wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Kreis Teil der französischen Besatzungszone. Diese wurde später in mehrere Länder aufgeteilt, wobei der Oberwesterwaldkreis zu Rheinland-Pfalz kam. Der zuständige Regierungsbezirk war bis 1968 Montabaur und danach der Regierungsbezirk Koblenz.

Der Oberwesterwaldkreis fusionierte am 16. März 1974 mit dem Unterwesterwaldkreis[1] zum Landkreis Westerwald. Dieser wurde bereits am 1. August 1974 in Westerwaldkreis umbenannt.[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Landräte[Bearbeiten]

Vertreter des Kreises im Nassauischen Kommunallandtag[Bearbeiten]

Zwischen 1866 bis zur Verwaltungsreform 1885/86 waren jeweils zwei Vertreter der Kreises im Nassauischen Kommunallandtag vertreten. Danach wurde die Direktwahl eingeführt. Die vom Kreistag gewählten Mitglieder waren:

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Der Landkreis umfasste zuletzt folgende Kommunen:

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen WEB zugewiesen. Es leitet sich von der ehemaligen Kreisstadt Westerburg ab und wurde bis zum 15. März 1974 ausgegeben.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Michael Rademacher: Landkreis Oberwesterwaldkreis. In: Deutsche Verwaltungsgeschichte. 2006 (HTML, abgerufen am 24. Januar 2011).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 167 (PDF; 2,6 MB)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 426ff.
  3. a b c d e f g h i j k l m  Rolf Jehke: Oberwesterwaldkreis. In: Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwaltenden Gebieten. Herdecke 2010 (HTML, abgerufen am 24. Januar 2011).

Weblinks[Bearbeiten]