Salz (Westerwald)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Salz
Salz (Westerwald)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Salz hervorgehoben
50.5088577.958688325Koordinaten: 50° 31′ N, 7° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Wallmerod
Höhe: 325 m ü. NHN
Fläche: 4,96 km²
Einwohner: 892 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 180 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56414
Vorwahl: 06435
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 290
Adresse der Verbandsverwaltung: Gerichtsstraße 1
56414 Wallmerod
Webpräsenz: www.wallmerod.de
Ortsbürgermeister: Rainer Malm
Lage der Ortsgemeinde Salz im Westerwaldkreis
Karte
Straßenfront der Pfarrkirche St. Adelphus in Salz, Westerwald
Pfarrkirche St. Adelphus, im Vordergrund die Fassade des Altarraumes

Salz ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wallmerod an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Montabaur und Rennerod.

Geschichte[Bearbeiten]

„Stets von der Sonn’ beschienen – nach Süden zugeneigt – ein herrlich Fleckchen Erde, das sich dem Wandrer zeigt. Weit grüßt die alte Kirche ins Nassauische Land - seit Hunderten von Jahren hat sie im Dorf bestand“. So beschreibt Heimatdichter Günther Weimer den besonderen Charme von Salz.

Erste Besiedlungen reichen zurück in die Zeit vor Christus. Aktenkundig wurde Salz anno 1150 zum einen als Kirchspiel und seit dem späten Mittelalter auch als Gerichtsstandort mit seinem Zehntgericht. 1564 kam Salz zum Kurfürstentum Trier.

Seit fast einem Jahrtausend ist die romanische Pfeilerbasilika das Wahrzeichen des Ortes. „St. Adelphus“ war zunächst Stiftskirche, wurde später um einen spätgotischen Chor erweitert und gehört heute zum Bistum Limburg.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Salz besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[2]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, bewinkelt von vier über Eck gestellten blauen Quadraten.“

Heraldische Begründung: Das Wappen wurde in enger Anlehnung an das seit Ende des 17. Jahrhunderts bis zum Ende des 18. Jahrhunderts geführte Siegel des Gerichtes Salz entworfen. Das rote Kreuz erinnert an die seit 1564 bis 1803 bestehende Zugehörigkeit von Salz zum Kurfürstentum Trier, die vier Quadrate stellen „redende“, auf den Ortsnamen hinweisende blaue Salzkristalle dar.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Bei der katholischen Pfarrkirche St. Adelphus handelt es sich um eine romanische Basilika mit spätgotischem Chor. In der Kirche liegt Johann Heinrich Keverich begraben, worauf eine Grabtafel hinweist. Keverich stammte aus Ehrenbreitstein und war Oberhofkoch des Kurfürsten und Erzbischofs von Trier, Johann IX. Philipp von Walderdorff aus Molsberg. Dies allein rechtfertigt womöglich noch nicht die Grabtafel. Aber Keverich war auch zugleich Großvater des Musikgenies Ludwig van Beethovens.

In der Nähe des Ortes Richtung Bilkheim liegt das kleine Wasserschloss Hof Neuroth.

Siehe auch[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

In unmittelbarer Nähe westlich des Ort verläuft die Bundesstraße 8, die Limburg an der Lahn und Hennef (Sieg) verbindet. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Diez an der Bundesautobahn 3 (KölnFrankfurt am Main), etwa 13 Kilometer entfernt. Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Hans Teusen (1917–2011), Major der Wehrmacht (Ritterkreuzträger) und Generalmajor der Bundeswehr

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolf-Heino Struck: Die Stifte St. Severus in Gemünden, St. Maria in Diez mit ihren Vorläufern, St. Petrus in Kettenbach, St. Adelphus in Salz (Germania Sacra. NF 25). de Gruyter, Berlin 1988

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Salz (Westerwald) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen