Oosterhout

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt Oosterhout in der niederländischen Provinz Nordbrabant. Informationen zur gleichnamigen Gemeinde in der Provinz Gelderland finden sich bei der Gemeinde Overbetuwe, für den niederländischen Kommunalpolitiker siehe Eric van Oosterhout.
Gemeinde Oosterhout
Flagge der Gemeinde Oosterhout
Flagge
Wappen der Gemeinde Oosterhout
Wappen
Provinz Nordbrabant
Bürgermeister Helmi Huijbregts-Schiedon
Sitz der Gemeinde Oosterhout
Fläche
 – Land
 – Wasser
73,00 km²
71,86 km²
1,14 km²
CBS-Code 0826
Einwohner 53.714 (1. Jan. 2014[1])
Bevölkerungsdichte 736 Einwohner/km²
Koordinaten 51° 39′ N, 4° 51′ O51.6433333333334.8566666666667Koordinaten: 51° 39′ N, 4° 51′ O
Vorwahl 0162
Postleitzahlen 4901–4911
Website www.oosterhout.nl
Lage von Oosterhout in den Niederlanden

Oosterhout ( anhören?/i) ist eine Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Nordbrabant, mit 53.714 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014). Ihre Gesamtfläche beträgt etwa 73 km².

Orte[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Stadt Oosterhout und die Dörfer Den Hout, Dorst und Oosteind.

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten]

Oosterhout liegt etwa 8 km nördlich der Innenstadt von Breda (regelmäßige Busverbindung) an der Autobahn Breda – Utrecht. Der Wilhelminakanal verbindet es mit Tilburg und mit der Amer (die sich bei Geertruidenberg mit der "Bergse Maas" vereint und in westliche Richtung in das Hollands Diep mündet). In Oosterhout gibt es ziemlich viel Industrie, unter anderem die Süßwarenfabrik Jamin, ein Zentrallager der EGLO Leuchten, eine Produktionsstätte zur Fruchtverarbeitung der Döhler GmbH und viele Kleinbetriebe.

Geschichte[Bearbeiten]

Oosterhout wurde 1213 erstmals urkundlich erwähnt. Der Herr von Strijen, der für die Gegend sehr bedeutsam war, ließ hier 1288 ein Schloss bauen. Willem van Duvenvoorde (* 1290, † in Brüssel 1353), kaufte dieses Schloss 1324. Er war sehr reich und erwarb die Herrschaft über das ganze Gebiet um Breda und Bergen op Zoom (die Herrlichkeit Oosterhout).

In der Nacht vom 18. zum 19. November 1421 gab es eine Flutkatastrophe, die Sankt Elisabethsflut, durch die sich die Ländereien nördlich von Oosterhout in unfruchtbaren Sumpf verwandelten.

Zwischen 1300 und 1800 ließen mehrere Adelsgeschlechter hier Herrenhäuser, sogenannte slotjes, zu deutsch: Schlösschen bauen. Im Jahr 1625, als Breda von Friedrich Heinrich belagert wurde, erlitt Oosterhout schwere Kriegsschäden.

Trotz der protestantischen Herrschaft konnten sich mehrere Klöster in Oosterhout behaupten, beispielsweise die Benediktiner, die Benediktinerinnen und die Norbertinerinnen. Letztere haben sich 1647 in einem ehemaligen Schloss niedergelassen. Ihre Abtei, "Sint-Catharinadal" (Sankt Catharina im Tal) ist heute noch tätig, unter anderem mit der Restaurierung von alten Büchern.

Um 1860 begann die Industrialisierung der bisher agrarischen Gemeinde, als Zigarrenfabrikanten hier ein Unternehmen gründeten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Oosterhout stehen einige Herrenhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die sogenannten „slotjes“, Schlösschen. Die Basilika Sankt Johannes, die 1475 durch Mitglieder der Johanniter erbaut und 2000 zuletzt restauriert wurde, und die Häuser am Platz „Heuvel“ (deutsch: Hügel) sind bemerkenswert. Auch das Kloster St.-Catharinadal ist sehenswert (siehe Website).

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oosterhout, North Brabant – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 12.04.2014Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande