Petersberg (Hessen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Petersberg
Petersberg (Hessen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Petersberg hervorgehoben
50.5666666666679.7166666666667333Koordinaten: 50° 34′ N, 9° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Fulda
Höhe: 333 m ü. NHN
Fläche: 35,51 km²
Einwohner: 15.095 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 425 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36100
Vorwahl: 0661
Kfz-Kennzeichen: FD
Gemeindeschlüssel: 06 6 31 020
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
36100 Petersberg
Webpräsenz: www.petersberg.de
Bürgermeister: Karl-Josef Schwiddessen (CDU)
Lage der Gemeinde Petersberg im Landkreis Fulda
Eiterfeld Burghaun Rasdorf Hünfeld Nüsttal Bad Salzschlirf Großenlüder Fulda Petersberg (Hessen) Hofbieber Tann (Rhön) Hilders Dipperz Künzell Poppenhausen (Wasserkuppe) Ehrenberg (Rhön) Gersfeld (Rhön) Ebersburg Eichenzell Kalbach Flieden Hosenfeld Neuhof (bei Fulda) Main-Kinzig-Kreis Bayern Thüringen Landkreis Hersfeld-Rotenburg VogelsbergkreisKarte
Über dieses Bild

Petersberg ist eine Stadtrandgemeinde von Fulda im Landkreis Fulda in Osthessen, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt direkt an der nordöstlichen Stadtgrenze von Fulda in den westlichen Ausläufern der Rhön. Durch das Gemeindegebiet fließt die Haune.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Petersberg grenzt im Norden an die Stadt Hünfeld, im Osten an die Gemeinde Hofbieber, im Südosten an die Gemeinde Dipperz, im Süden an die Gemeinde Künzell sowie im Westen an die Stadt Fulda (alle im Landkreis Fulda).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht neben Petersberg aus den Ortsteilen Haunedorf, Marbach, Margretenhaun, Steinau und Steinhaus.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Ortes begann mit der Gründung eines Benediktinerklosters auf dem Ugesberg (Eulenberg), das am 28. September 836 vom Fuldaer Abt Rabanus Maurus geweiht wurde. An diesem Tag wurde die Heilige Lioba in die Basilika St. Peter umgebettet. Das Kloster entwickelte sich im 12. Jahrhundert zu einer Propstei, die im Jahre 1802 aufgehoben wurde.

Ab 1130 wurde der Ugesberg Petersberg genannt. Es entstand eine Ansiedlung am Fuße des Berges, die im Jahre 1153 als Bru-bus (Brauhaus) das erste Mal erwähnt wurde. Die Ortsbezeichnung Petersberg wurde durch kurfürstlich-hessische Verordnung ab 1837 gebräuchlich, als der Ort und der Propsteibezirk vereinigt wurden.

Heute gibt es wieder eine Cella St. Lioba, die von den „Benediktinerinnen von der Hl. Lioba“ gegründet wurde. Sie übernahmen auch die Betreuung der Grabeskirche St. Peter.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Haunedorf, Marbach, Margretenhaun, Steinau und Steinhaus im Zuge der Gemeindegebietsreform zur neuen Gemeinde Petersberg zusammengeschlossen.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 ergab folgende Sitzverteilung:

Kommunalwahl 2011
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
60,5 %
23,1 %
13,0 %
3,4 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-2,6 %p
-0,9 %p
+2,6 %p
+3,4 %p
-2,5 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 60,5 22 63,1 23
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 23,1 9 24,0 9
CWE Christliche Wähler-Einheit e.V. 13,0 5 10,4 4
Die Linke Die Linke.offene Liste 3,4 1 - -
FDP Freie Demokratische Partei - - 2,5 1
gesamt 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 52,5 46,4

Bürgermeister Karl-Josef Schwiddessen (CDU) wurde am 5. September 1999 mit einem Stimmenanteil von 84,4 % gewählt. Seine Wiederwahl erfolgte am 30. Oktober 2005 mit einer Stimmenanteil von 58,2 %.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Eine Sehenswürdigkeit ist die Kirche St. Peter (Liobakirche) mit der Krypta in der die Gebeine der Heiligen Lioba verschlossen liegen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der frühere Nonnengarten mit Blumenmauer, der im 14. Jahrhundert entstand. Im Sommer 2013 wurde der Nonnengarten im Zuge der "72 Stunden Aktion" zu einem Park umfunktioniert und ist nun begehbar. Das Kloster zum Nonnengarten gibt es heute nicht mehr an der gleichen Stelle. Seit Juli 2006 ist auf dem Peterberg neben der Kirche St. Peter ein kleiner Schwesternkonvent angesiedelt, die Cella St. Lioba.

Museen[Bearbeiten]

  • Aktivmuseum - Ländliches Brauchtum

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Bergkirche St. Peter, Grabeskirche der Heiligen Lioba, die im Jahre 836 geweiht wurde
  • Barocke Kapelle St. Bonifatius (auf dem Friedhof) aus den Jahren 1698/1699 mit barockem Holzaltar und einigen Epitaphien aus dem 16. bis 18. Jahrhundert
  • Haunetalsperre
  • Aussichtsturm auf dem Rauschenberg

Radwanderwege[Bearbeiten]

Durch die Ortsteile Almendorf und Melzdorf verläuft der Milseburgradweg. Er führt als Teil des hessischen Radfernweges R3 und des Bahnradwegs Hessen auf der ehemaligen Rhönbahntrasse Biebertalbahn/Rhönbahn auf einer Länge von 27 Kilometern von Petersberg-Götzenhof bis Hilders durch die hessische Rhön.

Verkehr[Bearbeiten]

Petersberg liegt in unmittelbarer Nähe der Bundesautobahn 7 Anschlussstelle Fulda-Mitte. Weiterhin führen durch die Gemeinde die Bundesstraße 27 und die Bundesstraße 458. Der nächstgelegene Bahnhof ist in Fulda.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Jan-Philip Glania, Schwimmsportler

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Mott: Barocke Kapelle ohne „Hausherr“ / Die Friedhofskapelle St. Bonifatius am Petersberg soll renoviert und dann für Besucher geöffnet werden / Randale bei kirchlichen Einrichtungen. In: Fuldaer Zeitung. 25. März 1993, S. 12 (Serie: DENK-mal!).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Gemeindegliederung auf der Geimdeseite (abgerufen im Nov. 2012)
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 393.
  4. Städtepartnerschaften auf der Gemeindeseite (abgerufen im Nov. 2012)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Petersberg (Hessen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien