Hosenfeld

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Hosenfeld im Landkreis Fulda. Für weitere Bedeutungen siehe Hosenfeld (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hosenfeld
Hosenfeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hosenfeld hervorgehoben
50.5059.4794444444444374Koordinaten: 50° 30′ N, 9° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Fulda
Höhe: 374 m ü. NHN
Fläche: 50,74 km²
Einwohner: 4655 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36154
Vorwahl: 06650
Kfz-Kennzeichen: FD
Gemeindeschlüssel: 06 6 31 014
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchpfad 1
36154 Hosenfeld
Webpräsenz: www.gemeinde-hosenfeld.de
Bürgermeister: Peter Malolepszy (CDU)
Lage der Gemeinde Hosenfeld im Landkreis Fulda
Eiterfeld Burghaun Rasdorf Hünfeld Nüsttal Bad Salzschlirf Großenlüder Fulda Petersberg (Hessen) Hofbieber Tann (Rhön) Hilders Dipperz Künzell Poppenhausen (Wasserkuppe) Ehrenberg (Rhön) Gersfeld (Rhön) Ebersburg Eichenzell Kalbach Flieden Hosenfeld Neuhof (bei Fulda) Main-Kinzig-Kreis Bayern Thüringen Landkreis Hersfeld-Rotenburg VogelsbergkreisKarte
Über dieses Bild

Hosenfeld ist eine Gemeinde im Landkreis Fulda in Osthessen, Deutschland.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Hosenfeld, dessen Zentrum sich auf 374 m ü. NN Höhe befindet, liegt im Westen des Landkreises Fulda an den östlichen Ausläufern des Vogelsberges, etwa 19 Kilometer von der Kreisstadt Fulda entfernt.

Die Gemeinde wird von der Jossa durchflossen, die nur etwas weiter nördlich in Hosenfeld-Hainzell in die Lüder mündet. Über die Lüder fließt sie in die Fulda und gilt somit als Nebenarm der Fulda.

Ausdehnung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 50,74 km² und hat eine Flächenausdehnung von 8,8 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und von 5 Kilometer in Ost-West-Richtung, wobei die geschlossene Waldlage und das Naturschutzgebiet „Himmelsberg“ nicht mit einbezogen ist.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Hosenfeld grenzt im Norden an die Gemeinde Großenlüder, im Osten und Süden an die Gemeinde Neuhof (beide im Landkreis Fulda), im Westen an die Gemeinden Freiensteinau und Grebenhain sowie die Stadt Herbstein (alle drei im Vogelsbergkreis).

Gliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören neben dem Kernort Hosenfeld die Ortsteile Blankenau, Brandlos, Hainzell, Jossa, Pfaffenrod, Poppenrod und Schletzenhausen mit dem Weiler Gersrod.

Geschichte[Bearbeiten]

Blick auf Hosenfeld

Die Gemarkung der heutigen Gemeinde Hosenfeld ist geschichtsträchtiger Boden, denn die zufällige Öffnung eines Hügelgrabes westlich von Hosenfeld im Jahre 1934 erbrachte der Bronzezeit angehörige Funde; ein Beweis, dass die Gegend schon zwischen den Jahren 2000 und 1000 vor Chr. von Menschen durchwandert bzw. vielleicht schon besiedelt war.

Die ersten urkundlichen Erwähnungen der einzelnen Ortsteile der Gemeinde sind wie folgt belegbar: Blankenau 1265, Brandlos 1030, Hainzell 1279, Hosenfeld 1284, Jossa 1375, Pfaffenrod 1582, Poppenrod 1273, Schletzenhausen 1270.

Das gesamte Gebiet der Gemeinde Hosenfeld gehörte zum Hoheitsgebiet des durch den Hl. Bonifatius initiierten und durch den Benediktinermönch Sturmius gebauten Kloster Fulda, dem späteren Hochstift Fulda.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die sieben zuvor eigenständigen Gemeinden Blankenau, Brandlos, Hainzell, Jossa, Pfaffenrod, Poppenrod und Schletzenhausen (mit Gersrod) gaben am 31. Dezember 1971 ihre Eigenständigkeit auf und wurden im Rahmen der Gebietsreform in Hessen in die bereits bestehende Gemeinde Hosenfeld eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen seit dem Jahre 1939 geben eine Übersicht über die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Hosenfeld.

Stand zum 31.12. des Jahres, 1961 am 6. Juni und 1970 am 27. Mai (Volkszählungsergebnisse)[2].

Ortsteil / Einwohner 2007 2001 1995 1979 1970 1961 1950 1939
Hosenfeld (Kernort) 1557 1557 1435 1179 1100 1055 985 1011
Blankenau 789 752 693 610 572 525 585 474
Brandlos 151 150 136 137 145 119 135 126
Hainzell 1270 1185 1153 1005 955 802 932 716
Jossa (Hosenfeld) 506 472 504 502 501 445 449 374
Pfaffenrod 126 134 142 118 119 117 156 126
Poppenrod 219 197 174 161 143 112 112 76
Schletzenhausen mit Gersrod 397 414 389 408 412 380 440 372
Gemeinde insgesamt 5015 4836 4626 4120 3947 3555 3844 3275

Die am 31. Dezember 2007 gemeldeten 5.015 Personen unterteilen sich in 2.538 männliche und 2.477 weibliche Einwohner. Die Bevölkerung wuchs von 1939 bis 2007 um 1.740 Personen, was einer Zunahme von 48 % entspricht.

(¹ Haupt- und Nebenwohnsitze nach Angaben der Gemeinde)

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2011
 %
60
50
40
30
20
10
0
57,5 %
38,6 %
3,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+12,1 %p
-12,0 %p
-0,1 %p

Die Gemeindevertretung Hosenfeld besteht aus 23 Mitgliedern. Die Kommunalwahl am 27. März 2011 ergab folgende Stimm- bzw. Sitzverteilung:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 57,5 13 45,4 10 42,6 10
FWG Freie Wählergemeinschaft Hosenfeld 38,6 9 50,6 12 50,5 12
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 3,8 1 3,9 1 7,0 1
Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 59,0 57,0 66,0

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit der Bildung der Gemeinde Hosenfeld im Zuge der Gebietsreform im Lande Hessen im Jahre 1972 waren folgende Bürgermeister im Amt:

Titel Name von bis
Bürgermeister Eckhardt Müller (CDU) 1972 31. Dezember 1996
Bürgermeister Bruno Block (parteilos) 1. Januar 1997 30. Juni 2013
Bürgermeister Peter Malolepszy (CDU) 1. November 2013 &nbgsp;

Bis zum Jahr 1992 wurden die Bürgermeister in Hessen nach den Bestimmungen der Verfassung des Landes Hessen der Gemeindevertretung gewählt. Daraus ergabt sich zwangsläufig ihre starke Einbindung in die Politik der Fraktionen und Parteien der sie tragenden Mehrheit. Mit der Einführung der Direktwahl ist der direkt gewählte Bürgermeister in seinem Handeln freier, weil er für seine Wiederwahl auf das Votum der Bürger, nicht aber der Parteien und Fraktionen angewiesen ist.

Bürgermeister Bruno Block ist der erste von der Bürgerschaft direkt gewählte Bürgermeister der Gemeinde Hosenfeld seit der Einführung der Direktwahl 1992. Die wahlberechtigten Bürger wählten Bruno Block (parteilos) am 7. Juli 1996 bei einer Wahlbeteiligung von 81,2 % mit 64,4 % zum Bürgermeister. Als Mitbewerber kandidierte Bernd Möller (CDU). Die Wiederwahl erfolgte am 22. September 2002 bei einer Wahlbeteiligung von 86,4 % mit 91 % der Stimmen ohne Gegenkandidaten. Am 24. August 2008 erfolgte erneut die Wiederwahl mit 73,19 % der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 54,0 %. Aufgrund einer plötzlichen Erkrankung erfolgte am 30. Juni 2013 die Versetzung in den Ruhestand aus gesundheitlichen Gründen in Folge der Dienstunfähigkeit. Im Rahmen der daraus resultierenden Neuwahl setzte sich Peter Malolepszy (CDU) am 22. September 2013 mit 83,4 % gegen Ulrich Gunka (parteilos) durch. Die Amtseinführung des Bürgermeisters Malolepszy erfolgte am 1. November 2013.

Ortsvorsteher des Ortsteils Hosenfeld ist Ernst Rützel (Stand April 2012).

Religionen[Bearbeiten]

Katholisch[Bearbeiten]

Das Gebiet der Gemeinde Hosenfeld gehörte in vergangenen Jahrhunderten herrschaftlich zum Hochstift Fulda und ist somit von Grund auf in der katholischen Tradition beheimatet. Der Landkreis Fulda umfasst in seinen heutigen Grenzen im Wesentlichen das Kerngebiet des ehemaligen Hochstiftes Fulda und ist daher bis auf einzelne kleinere Regionen überwiegend katholisch geprägt. Demgegenüber war der frühere Landkreis Lauterbach, der im Jahre 1972 in den Vogelsbergkreis eingegliedert wurde, durch die Reformation überwiegend evangelisch (protestantisch) geprägt. Mit der Gründung des Bistum Fulda im Jahre 1752 wurde Hosenfeld diesem zugeordnet und eingegliedert. Somit liegt Hosenfeld heute noch an der seit Jahrhunderten bestehenden „Konfessionsgrenze“, der früheren Grenze zwischen dem Katholizismus und dem Protestantismus mit überwiegend von evangelischen und katholischen Christen bewohnten Gebieten.

Nach der Gliederung der Kath. Kirche sind die kath. Pfarreien der Gemeinde Hosenfeld dem Dekanat Neuhof-Großenlüder des Bistums Fulda zugeordnet.

Pfarreien

Die Gemeinde Hosenfeld ist in drei katholische Pfarreien gegliedert. Es sind dies:

Die Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul, Hosenfeld, erbaut 1779
  • St. Peter und St. Paul in Hosenfeld mit den Filialkirchen in Schletzenhausen und Jossa. Der Pfarrei sind die Orte Jossa, Schletzenhausen mit Gersrod, Poppenrod und Pfaffenrod zugeordnet.
  • St. Simon und St. Judas in Blankenau und
  • St. Simplicius, St. Faustinus und St. Beatrix von Rom in Hainzell.

In Hosenfeld, Hainzell und Blankenau stehen die Pfarrkirchen. Jossa besitzt eine Filialkirche die St. Rochus geweiht ist. In der Gemarkung Jossa befindet sich bei der Schlingenmühle ein Wallfahrtskirchlein die sogenannte „Schlingenkapelle“ die der Gottesmutter Maria geweiht ist. Schletzenhausen beherbergt in seinen Mauern eine Filialkirche die dem Hl. St. Nikolaus geweiht ist. Poppenrod, Pfaffenrod und Brandlos besitzen keine Kirchen. Das gemeinsame Pfarramt für alle drei Kirchengemeinden der Gemeinde Hosenfeld befindet sich in 36154 Hosenfeld-Blankenau, Propsteiplatz 4 (ehem. Propstei). Der Ortsteil Brandlos zählt nicht zu den in Hosenfeld bestehenden Pfarreien. Es ist der Pfarrei St. Bartholomäus in Neuhof-Hauswurz zugeordnet. Die Pfarrkirche St. Bartolomäus und das Pfarramt befinden sich in 36119 Neuhof-Hauswurz, Brandloser Straße 4.

Neuzeit und Gegenwart der Pfarreien

Das Bistum Fulda, zu dem Hosenfeld zugehörig ist, wurde 2002 durch den Bischof von Fulda, Heinz Josef Algermissen, einer Neugliederung, die als „Pastoraler Prozess“ bezeichnet wird, unterzogen. Ein Punkt dabei ist der Zusammenschluss selbstständiger Gemeinden zu Pastoralverbünden, d. h. zu größeren Seelsorgeeinheiten, die aus mehreren Pfarreien bestehen. In diesem Zusammenhang wurden die Pfarreien im Laufe des Jahres 2006 zu 48 Pastoralverbünden zusammengelegt, wobei die Pfarreien ihre Selbstständigkeit behalten haben. Auch die Struktur der Dekanate wurde zum Teil durch Zusammenlegungen verändert. Seit dem 1. April 2007 gibt es bistumsweit insgesamt nur noch zehn Dekanate.

Mit der Neugliederung des Bistums wurde die Hosenfelder Pfarrei St. Peter und Paul in Hosenfeld, St. Simon und Judas in Blankenau und St. Simplicius und St. Faustinus in Hainzell dem neu gebildeten Pastoralverbund Heilig Kreuz / Propstei Blankenau und somit mit dem Dekanat Neuhof-Grüßenlüder zugeordnet. Dem Pfarrverbund gehören neben St. Peter und Paul in Hosenfeld die Pfarreien St. Simon und Judas in Blankenau, St. Simplicius und Faustinus in Hainzell auch die Pfarreien St. Johannes der Täufer, Kleinlüder, sowie Antonius der Einsiedler, Müs, an.

Seit dem 1. September 2006 werden die Pfarreien des Pastoralverbundes Heilig Kreuz / Propstei Blankenau im Gebiet der Gemeinde Hosenfeld, St. Peter und Paul in Hosenfeld mit deren Filialgemeinden St. Rochus, Jossa und St. Nikolaus, Schletzenhausen, von Pfarrer Pater Robert Crnogorac OFM, die Pfarreien St. Simon und Judas, Blankenau und St. Simplicius und Faustinus, Hainzell, von Pfarrer Pater Stipe Pervan OFM vom gemeinsamen Katholischen Pfarramt in der ehemaligen Propstei Blankenau betreut und verwaltet.

Am 13. Juli 2007 erfolgte die Ernennung von Pfarrer Markus Günther (St. Georg, Großenlüder) zum Dechanten des neugebildeten Dekanats Neuhof-Großenlüder durch Bischof Heinz Josef Algermissen, das Amt des Stellvertreters nimmt Pfarrer Thomas Maleja (St. Goar, Flieden) wahr.

Evangelisch[Bearbeiten]

Die Evangelische Kirche im Raum Fulda, so auch in Hosenfeld, befindet sich in der Diaspora. Hosenfeld hat in seiner Geschichte keine eigene evangelische Kirchengemeinde beheimatet. Dies trifft für das gesamte Gemeindegebiet zu. Nach den geschichtlichen Erkenntnissen wurde der katholische Glaube durch die im Kloster Fulda und dem späteren Hochstift wirkenden Äbte und späteren Fürstbischöfe auch in Hosenfeld immer wieder verteidigt und gefestigt. Eine besondere Rolle scheint der Fürstabt Balthasar von Dernbach dabei gespielt zu haben. Der evangelische Glaube, hatte im Verlauf der Geschichte wie auch heute, nur eine geringe Bedeutung.

Kirchengemeinden

Heute sind die in der Gemeinde lebenden evangelischen Christen auf zwei Kirchengemeinden aufgeteilt.

Gemeinde der Kreuzkirche: Der Evangelischen Kirchengemeinde der Kreuzkirche in Fulda, sind die Orte Brandlos, Pfaffenros, Poppenrod, Jossa, der Kernort Hosenfeld und Schletzenhausen mit Gersrod zugeordnet. Die Treffpunkt der Gemeinde ist die Ev. Kreuzkirche Fulda-Neuenberg, Haderwaldstr. 89a, 36041 Fulda, wo sich auch Pfarramt und Gemeinderäume befinden. Für die evangelischen Christen der Kreuzkirche im Gebiete der Gemeinde Hosenfeld finden auch ev. Gottesdienste in der kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul in Hosenfeld statt.

Evangelischer Gesamtverband Bad Salzschlirf und Großenlüder: Der Evangelischen Kirche – Gesamtverband – Bad Salzschlirf und Großenlüder sind die Orte Hainzell und Blankenau zugeordnet. Treffpunkt der Gemeinde ist die Ev. Kirche im Kurpark, Söderweg 1, 36364 Bad Salzschlirf wo sich Gemeinderäume und Pfarramt befinden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Westlich von Hosenfeld auf dem Grabberg steht ein 2,31 Meter hoher gestalteter Monolith, der sogenannte "Steynheyligenstock". Das religiöse Denkmal hat den reformatorischen "Bildersturm" überlebt und gehört zu den beiden ältesten Bildstöcken des Fuldaer Landes.

Kultur und Freizeit[Bearbeiten]

Im Gebiet der Gemeinde Hosenfeld sind 52 Vereine, Verbände und Organisationen tätig. So unter anderm: Sportvereine Hosenfeld, Hainzell und Blankenau. Musikvereine Hosenfeld und Blankenau. Gesangvereine Hosenfeld, Hainzell, Blankenau und Jossa.

Schule und Bildung[Bearbeiten]

Schulen

Hosenfeld verfügt über drei Grundschulen. Es sind dies die Grundschule „Vogelsbergschule“ in Hosenfeld. Im Gemeindeteil Hainzell befindet sich die „Grundschule Schwarzatal“ mit einer Außenstelle in Blankenau. Die weiterführenden Schulen befinden sich am Schulstandort Großenlüder und in der nahegelegenen Stadt Fulda.

Kindertagesstätten

In der Trägerschaft der Gemeinde Hosenfeld befinden sich die Kindertagesstätten „Löwenzahn“ in Hosenfeld (viergruppig mit 100 Plätzen), „Kunterbunt“ in Hainzell (dreigruppig mit 75 Plätzen) und der Kindertagesstätte „Menschenkinder“ (eingruppig mit 25 Plätzen)in Blankenau. In den Kindertagesstätten Hosenfeld und Hainzell findet eine „U3 Betreuung – Kinder unter drei Jahren“ statt. In der Gemeinde stehen Tagesmütter für Kleinkindbetreuung zur Verfügung.

Volkshochschule

In Hosenfeld besteht eine Außenstelle der Volkshochschule des Landkreises Fulda mit einem reichhaltigen und breitgefächerten Bildungsangebot. Die Veranstaltungen finden in der Vogelsbergschule in Hosenfeld und -je nach Kurs- in den gemeindlichen Bürgerhäusern statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Statistisches[Bearbeiten]

Hosenfeld ist nach der Regionalplanung des Landes Hessen mit dem Kernort Hosenfeld als Kleinzentrum ausgewiesen und dem Oberzentrum Fulda zugeordnet. Die Gesamtfläche der Gemeinde Hosenfeld mit 5074 Hektar wird wie folgt genutzt: 51 % (2594 Hektar) landwirtschaftlich und zu 41 % (2061 Hektar) forstwirtschaftlich genutzt, 8 % (409 Hektar) sind Wohn- bzw. gewerbliche Bau- und Verkehrsflächen. Alle Orte der Gemeinde sind überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Von den landwirtschaftlichen Flächen sind 47 % Grünland und 53 % Ackerflächen.

Von den mehr als 1600 Erwerbstätigen finden 80 % Beschäftigung außerhalb der Gemeinde.

Für Unternehmen und Gewerbetreibende stehen Gewerbegebiete In der Hinterbach/Am Mühres in Hainzell und Am Hermetzacker in Hosenfeld zur Verfügung.

Zum Stichtag 30. Juni 2000 lag die Erwerbsquote (Anteil der Beschäftigten von allen Einwohnern) mit 1618 Beschäftigten bei 34,14 % und somit im oberen Drittel des Landkreises Fulda. Von den 1618 Beschäftigten pendelten 83 % (1344 Personen) zur Arbeitsstätte, und 274 Beschäftigte fanden ihren Arbeitsplatz in der Gemeinde, in der insgesamt 75 Betriebe 544 Arbeitsplätze zur Verfügung stellten.

Regionalforum Fulda Südwest[Bearbeiten]

Regionale Zusammenarbeit

Die Gemeinde Hosenfeld ist Mitbegründerin des im Mai 1998 mit den Gemeinden Bad Salzschlirf, Eichenzell, Flieden, Großenlüder, Neuhof und Kalbach gegründeten „Regionalforum Fulda Südwest“, einer kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Regionalentwicklung im Südwesten des Landkreises Fulda. Dieser Zusammenschluss hatte die Erlangung von staatlichen Fördermitteln des Landes Hessen, der Bundesrepublik und der Europäischen Union zum Ziel. In der Förderperiode 2000 bis 2007 wurden den im Regionalforum zusammengeschlossenen Kommunen Fördermittel von insgesamt 2,1 Millionen Euro für verschiedene Projekte in den Mitgliedsgemeinden zur Verfügung gestellt. Seit der Umwandlung des Zusammenschlusses in einen eingetragenen Verein 2006 sind unter anderem die Kreishandwerkerschaft, der Kreisbauernverband und die Arbeitsgemeinschaft der Naturschutzverbände, Gewerbevereine und Einzelpersonen beigetreten. Das Regionalforum bewirbt sich um die Anerkennung als Förderregion der Europäischen Union nach der sogenannten Gemeinschaftsinitiative LEADER zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Vorsitzender von der Gründung in 1998 bis 2006 war Bürgermeister Karl Heinz Kaib, Kalbach. Die Nachfolge im Amt des Vorsitzenden übernahm von 2006 Hosenfelds Bürgermeister Bruno Block.

Im Januar 2008 wurde das „Regionalforum Fulda Südwest e. V.“ als LEADER Förderregion der Europäischen Union anerkannt. Der Anerkennungsbescheid wurde von Staatssekretär Karl-Winfried Seif im Beisein aller Bürgermeister und zahlreicher Gäste in Hosenfeld überreicht. Für die Förderperiode 2007–2013 stehen weitere 1,3 Millionen Euro an Fördermitteln für die Region zur Verfügung.

In folgenden Bereichen führt die Kooperation der sieben Gemeinden und die interkommunale Zusammenarbeit (IkZ) zu Einsparungen oder Mehreinnahmen:

Erstellung eines gemeinsamen Entwicklungskonzeptes, Beschäftigung eines gemeinsamen Jugendbetreuers, Entwicklung von Radtourismus und Fremdenverkehr in der Region, Schaffung eines Museumsverbundes der kommunalen Museen, Homepagepflege der Gemeinden, Studie Biomassenutzung gemeinsam mit dem regionalen Energieversorger, Kulturwochen und kulturelle Veranstaltungen in den Mitgliedsgemeinden, Kinderkulturtage, Tag der Regionen (jedes Jahr am 1. Oktoberwochenende im Herbst), Gemeinsame kostengünstigere Führerscheinausbildung für Feuerwehrleute, Einführung der doppischen Haushaltsführung und der Kosten- und Leistungsrechnung, Abrufen von EU-Mitteln durch Regionalforum als regionale Entwicklungsgruppe.

Der Vorsitz des Vereins obllag von 2006 bis Frühjahr 2013 dem Bürgermeister der Gemeinde Hosenfeld, Bruno Block. Zwei Stellvertreter/In stehen ihm zur Seite. Es sind dies die Bürgermeisterin der Gemeinde Neuhof, Maria Schultheis und der Bürgermeister der Gemeinde Eichenzell, Dieter Kolb. Der Geschäftsführer war von der Gründung bis 2012 Stephan Büttner. Die Geschäftsstelle befindet sich in Fulda. Ein Regionalmanagement ist ebenfalls eingerichtet und wird vom Regionalmanager Alexander Sust organisiert. Das Regionalforum Fulda Südwest e. V. ist Mitglied im Verband der Hessischen Regionalforen, zu dessen Gründungsmitglieder es zählt. Nach dem Amtsverzicht von Bürgermeister Block - aus gesundheitlichen Gründen - erfolge in 2013 die Neuwahl. Nachfolger wurde Dag Wehner, Bürgermeister der Gemeinde Kalbach.

Seit dem Jahre 2007 betreibt das Regionalforum Fulda Südwest auch einen Bürgerservice. Dieser umfasst Dienstleistungen in Haus, Hof und für ältere Bürger in der Region. Der „Bürgerservice“ des Regionalforums beschäftigt derzeit sechs Mitarbeiter (ehemals Langzeitarbeitslose) und wird von der Initiative „proHandwerk“ der Kreishandwerkerschaft Fulda getragen.

Für seine gemeinsamen Aktivitäten erhielt das „Regionalforum Fulda Südwest“ den vom Bund der Steuerzahler Hessen und dem Hessischen Städte und Gemeindebund gestifteten „Spar-Euro“ 2007. Der Spar-Euro ist eine Auszeichnung für besonders kostenbewußtes und wirtschaftliches kommunales Handeln.

Verkehr[Bearbeiten]

Hosenfeld ist über die Bundesstraßen 27, 40 und 254 an die Autobahnen 5, 7 und 66 zu erreichen.

Durch den ÖPNV ist Hosenfeld durch die Buslinie 60 im Stundentakt an das Oberzentrum Fulda angebunden.

Hosenfeld liegt etwa 19 Kilometer vom Intercity-Bahnhof im Oberzentrum Fulda und 16 Kilometer von der Vogelsbergbahn (Fulda-Gießen) entfernt.

Mit dem Sonderlandeplatz Fulda-Jossa beim Ortsteil Jossa ist die Gemeinde Hosenfeld auch für Geschäftsleute per Klein-Flugzeug erreichbar.

Brandschutz[Bearbeiten]

Um den gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutz für die rund 5000 Einwohner der Gemeinde sicherzustellen, unterhält die Gemeinde in allen 8 Ortsteilen Freiwillige Feuerwehren. Die Ausstattung mit Feuerwehrhäusern, Fahrzeugen und Gerätschaften ist auf dem aktuellen Ausrüstungsstand. Gemeindebrandinspektor ist derzeit Elmar Weinbörner.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Mott: Historischer Glaubenszeuge unserer Altvordern/Gotischer Bildstock bei Hosenfeld. In: „Buchenblätter“ Fuldaer Zeitung, 68. Jahrg., Nr. 18, 21. Juli 1995, S. 69, 70.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hosenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 394.