Präbichl

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Präbichl
Nordrampe der neuen Präbichl-Straße

Nordrampe der neuen Präbichl-Straße

Himmelsrichtung Nord Süd
Passhöhe 1226 m ü. A.
Bezirk Leoben, Steiermark
Wasserscheide Erzbach Vordernbergerbach
Talorte Eisenerz Vordernberg
Ausbau B115
Gebirge Eisenerzer Alpen
Max. Steigung 10 % 15 %
Karte (Steiermark)
Präbichl (Steiermark)
Präbichl
Koordinaten 47° 31′ 27″ N, 14° 56′ 51″ O47.52416666666714.94751226Koordinaten: 47° 31′ 27″ N, 14° 56′ 51″ O

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Der Präbichl ist ein Gebirgspass (1226 m ü. A.) in der Obersteiermark.

Lage und Verkehr[Bearbeiten]

Präbichlbahnbau, 1912

Der Präbichl trennt die Eisenerzer Alpen (Eisenerzer Reichenstein, 2165 m) vom Hochschwab (Polster, 1911 m). Der Pass verbindet das Erzbachtal mit der Gemeinde Eisenerz und das Vordernbergertal.

Durch beide Täler verläuft die Österreichische Eisenstraße. Von der Passhöhe bietet sich ein schöner Blick auf die umgebende Bergwelt, von der nördlichen Zufahrtsrampe auf die markanten Abbaustufen des Erzbergs. Über den Pass führt auch die Erzbergbahn, die früher den Erzberg mit den Hüttenwerken in Leoben-Donawitz verband. Heute wird die Strecke als Museumsbahn betrieben.

Geschichte[Bearbeiten]

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurden am Präbichl über 200 ungarische Juden während eines Todesmarsches durch Mitglieder des Eisenerzer Volkssturms erschossen. 1946 wurden zehn Männer für diese Verbrechen von britischen Militärgerichten in den drei Eisenerz-Prozessen zum Tode verurteilt. Ein Mahnmal auf der Passhöhe erinnert heute an die Opfer.[1]

Tourismus[Bearbeiten]

Der Präbichl ist Ausgangspunkt für den Höhenweg der Eisenerzer Alpen nach Westen und die Hochschwabüberquerung nach Osten. Neben dem Tourismus wird in diesem Gebiet auch Alm- und Forstwirtschaft betrieben.

Skigebiet Präbichl[Bearbeiten]

Der Präbichl gehört zur Marktgemeinde Vordernberg und wird seit mehr als hundert Jahren als Wintersportort genutzt. 1948 wurde ein Einsersessellift auf den Polster errichtet. Ende der 1980er Jahre wurde der heutige Lift errichtet. Bei diesem brannte 1988 die Bergstation. Das Wasser zum Löschen wurde mangels Wasserleitung mit dem Lift in Kübeln transportiert.

Es besteht auch ein Schlepplift auf den Polster, der Polster-Basic genannt wurde und bis 2012 mit Diesel betrieben wurde. Auf der gegenüberliegenden Seite, im Grübl, wurden ebenfalls zwei Schlepplifte errichtet. Diese wurden aber abgetragen und 1997 durch eine kuppelbare Vierersesselbahn ersetzt. 1998 folgte eine zweite auf den Polster. Diese beiden Projekte kosteten 11 Millionen Euro. Nach der Jahrtausendwende wurde der Arenalift gebaut, um weniger geübten Schifahrern einen eigenen Schilift zur Verfügung zu stellen. Im Jahr 2007 wurde der Weidtallift dazugeschlossen und das Schigebiet somit Richtung Vordernberg erweitert. Es gibt 9 Pisten und 3 Schirouten mit einer Gesamtlänge von 20 km.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Windkraftanlage Präbichl[Bearbeiten]

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Präbichl
Windrad und Umspannwerk
Windrad und Umspannwerk
Lage
Koordinaten 47° 31′ 26″ N, 14° 56′ 56,8″ O47.52389514.949107
Land OsterreichÖsterreich Österreich
Daten
Primärenergie Windenergie
Leistung 0,6 Megawatt
Typ Windkraftanlage
Betreiber Elektrotankstelle Rudolf Schartner
Betriebsaufnahme 1/2001
Turbine Enercon E40

Januar 2001 wurde hier eine Windkraftanlage errichtet, ein Turm mit 50 m Nabenhöhe und einer Turbine Enercon E40 mit 600 kW Nennleistung und 44 m Rotordurchmesser. Es war – nach der Anlage Almwind – das erste größere Windrad der Steiermark. Es wird von der Elektrotankstelle Rudolf Schartner betrieben.

Das nahe stehende Umspannwerk Präbichl von um 1930 steht unter Denkmalschutz.

Die östliche Eisenerzer Talseite oberhalb ist im Entwicklungsprogramm für den Sachbereich Windenergie (Sapro Windenergie) 2013[2] im Ausmaß von 1,9 km² als Eignungszone zu weiterem Ausbau ausgewiesen.[3] Sie erstreckt sich mit etwa 0,2 km über 700. bis etwa 1600 m Höhe. Geplant sind hier 5 weitere Windräder.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Präbichl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mahnmal für den Todesmarsch am Präbichl, no-racism.net
  2. Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 20. Juni 2013, mit der ein Entwicklungsprogramm für den Sachbereich Windenergie erlassen wird.Vorlage:§§/Wartung/alt-URL LGBl. Nr. 72/2013 (i.d.g.F. online, ris.bka).
  3.  Amt der Steiermärkischen Landesregierung – Abteilung 7 Landes- und Gemeindeentwicklung (Hrsg.): Entwicklungsprogramm für den Sachbereich Windenergie. Verordnung, Erläuterungen, Umweltbericht, LGBl. Nr. 72/2013. Graz 2013, Übersichtspläne: Eignungszone Präbichl, S. 20 (pdf, Webartikel, beide raumplanung.steiermark.at).
  4. vergl. Antrag FAVD_Begutachtung, Rudolf Schartner, A13 Umwelt und Raumordnung, 5. April 2013 (pdf, verwaltung.steiermark.at, abgerufen 13. November 2013).