Seefelder Sattel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Pass/Wartung/Bild fehltVorlage:Infobox Pass/Wartung/Profil fehlt

Seefelder Sattel
Süd Nord
Passhöhe 1185 m ü. A.
Bundesland Tirol, Österreich
Wasserscheide (Inn) Seebach, Drahnbach, Gießenbach (Isar)
Talorte Zirl Seefeld
Ausbau Passstraße
Gebirge Karwendel
Profil
Ø-Steigung 5.1 % (563 m / 11 km) 2.2 % (221 m / 10 km)
Max. Steigung 16 %
Karte
Seefelder Sattel (Österreich)
DEC
Seefelder Sattel
Seefelder Sattel
Koordinaten 47° 19′ 0″ N, 11° 11′ 0″ O47.31666666666711.1833333333331185Koordinaten: 47° 19′ 0″ N, 11° 11′ 0″ O

Der Seefelder Sattel ist ein 1 185 m hoher Gebirgspass über den Zirlerberg im Karwendel zwischen Seefeld und Zirl. Über den Sattel führt die Seefelder Straße (B177), welche die kürzeste Verbindung zwischen Innsbruck und Garmisch-Partenkirchen darstellt. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und einem Gefälle von bis zu 16 % herrscht über den Pass bergab Radfahrverbot.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Römer waren es mal wieder, die eine erste Straße, als Fortsetzung der Brennerstraße nach Germanien, über den Seefelder Sattel und durch den, auch Porta Claudia genannten Scharnitzpass bauten. Diese Straße war stark frequentiert und wohl auch als befahrbare Straße erbaut. Im Gegenteil zum Seefelder Sattel ist der Scharnitzpass aber kein Gebirgspass, vielmehr ein Talpass, nur die Verengung einer Felsschlucht. Die vom Drahnbach tief eingeschnittene Schlucht bei Scharnitz konnte auf den Reisenden den Eindruck eines Tores (lat. Porta) machen, wenn er nach endlos erscheinenden Hochgebirgslandschaften nun in deutlich sanftere Gegenden kam. Zur Sicherung ihrer Straße bauten die Römer am Scharnitzpass die Siedlung Mansio Scarbia, von dem der Name Scharnitz abstammt. Für die Bedeutung des Weges über den Seefelder Sattel und durch den Scharnitzpass, spricht auch der Fund eines römischen Meilensteins bei Partenkirchen. Immerhin nennen auch die beiden berühmtesten römischen Straßenkarten diesen Weg als Militär- und Handelsstraße erster Ordnung. Nördlich Partenkirchen führte die Straße über Oberammergau, da ein großes Moor bei Murnau unwegsam war. Erst als römische Straßenbauer der Bau einer Straße durch das Moor gelungen war, bekam sie die Trasse, die auch die moderne Bundesstraße 2 im groben noch einhält. Reste dieser Römerstraße sind bei Klais zu sehen, ein dort als Hohlweg angelegtes Straßenstück ist samt eingemeißelten Gleisrillen bis heute erhalten geblieben.

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen
Andere Sprachen