Naßfeld

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Dieser Artikel erläutert den österreichisch-italienischen Pass, zum Oberlauf der Gasteiner Ache siehe Sportgastein und Naßfeldertal.

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Naßfeld
Malurch (Malvueric) von der Passhöhe

Malurch (Malvueric) von der Passhöhe

Nord Süd
Passhöhe 1.552 m ü. A.
Gailtal (Bezirk Hermagor, Österreich) Kanaltal (Provinz Udine, Italien)
Wasserscheide GailDrauDonau FellaTagliamento
Talorte Tröpolach Pontebba
Ausbau Nassfeld Straße (B90) Strada Provinciale 110
Wintersperre November-Februar
Gebirge Karnische Alpen
Besonderheiten 220 m langer Kehrtunnel auf italienischer Seite
Max. Steigung 10 % 12 %
Karte
Naßfeld (Österreich)
Naßfeld
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Koordinaten 46° 33′ 36″ N, 13° 16′ 33″ O46.5613.2758333333331552Koordinaten: 46° 33′ 36″ N, 13° 16′ 33″ O

Das Naßfeld (slowenisch Mokrine, italienisch Passo di Pramollo) in den Karnischen Alpen ist ein Sattel zwischen dem österreichischen Gail- und dem italienischen Kanaltal. Die Passhöhe liegt auf 1.552 m ü. A., umliegende Berge sind der Gartnerkofel (2195 m), der das bedeutendste Vorkommen des Kuhtritts (Wulfenie) birgt, der Roßkofel (2239 m) und der Trogkofel (2280 m).

Die Passstraße ist auf österreichischer und italienischer Seite ganzjährig befahrbar. Auf der Passhöhe befindet sich auf österreichischer Seite das größte Skigebiet Kärntens. Die Talorte sind im Gailtal Tröpolach (slowenisch Tropolje, Gemeinde Hermagor) und im Kanaltal Pontebba (deutsch Pontafel, slowenisch Pontabla). Seit mehreren Jahren gibt es den Plan, das Skigebiet durch Skilifte auch vom italienischen Kanaltal zu erschließen.

[Bearbeiten] Geschichte

Panorama des Skigebiets Naßfeld

Bis ins 16. Jahrhundert war der Naßfeldpass eine bei Kaufleuten beliebte Alternative zu den Pässen von Saifnitz und Predil. Als diese Pässe Fahrstraßen erhielten, verlor der nur mit einem, noch dazu schlecht unterhaltenen, Saumweg ausgestattete Naßfeldpass an Bedeutung. Zeugnis dessen sind die Unterlagen, die es von den Zollerhebungsstellen am Naßfeld gibt. Um den Naßfeldpass wieder aufzuwerten, gab es bald zahlreiche Ausbauprojekte, so etwa 1640 von einem Grafen Widmann. Dieser Plan wurde genauso wenig ausgeführt wie ein anderer Plan aus dem 18. Jahrhundert. In diesen Berichten wird der Naßfeldpass noch als „Kreuzen“ oder „Pass an den Lanzen“ bezeichnet. Erst im Laufe des Ersten Weltkriegs, in dem der Naßfeldpass wie die Plöcken Kriegsschauplatz war, wurde die Naßfeldstraße als Militärstraße ausgebaut. Heute erinnert ein Soldatenfriedhof im Dorf Tröpolach an die vielen Gefallenen auf beiden Seiten.

Die Nordrampe ist deutlich besser ausgebaut als die italienische Südrampe. Eine Besonderheit ist auf italienischer Seite ein etwa 220 m langer Kehrtunnel, also eine 180-Grad-Kurve im Berg. Ein Ausbau der Südrampe wurde nach geologischen Schwierigkeiten eingestellt. Mit einem absolut wintersicheren Ausbau kann nicht gerechnet werden, da dies nicht vertretbare Summen verschlingen würde.[1]

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Nassfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Quellen

  1. Steffan Bruns: Alpenpässe - vom Saumpfad zum Basistunnel, Bd. 4
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