Rümmingen
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Lörrach | |
| Höhe: | 291 m ü. NN | |
| Fläche: | 4,46 km² | |
| Einwohner: | 1686 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 378 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 79595 | |
| Vorwahl: | 07621 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LÖ | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 36 073 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Lörracher Straße 9 79595 Rümmingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Daniela Meier | |
Rümmingen (Alemannisch Rümmige) ist eine Gemeinde im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg. Zur Gemeinde Rümmingen gehören außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Ortschaften.
Die Gemeinde gehört dem Gemeindeverwaltungsverband Vorderes Kandertal mit Sitz in Binzen an.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Rümmingen liegt im äußersten Südwesten Deutschlands im Kandertal im Markgräflerland, etwa 6 km von der schweizer und 7 km von der französischen Grenze entfernt.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Die Gemeinde grenzt im Norden an Schallbach und Wittlingen, im Osten und Süden an die Stadt Lörrach und im Westen an Binzen.
[Bearbeiten] Geschichte
Rümmingen wurde erstmals im Jahre 767 als Romaninchova in einem Kaufvertrag, mit dem das damalige Dorf zusammen mit sechs weiteren Dörfern an das Kloster St. Denis bei Paris verkauft wurde, urkundlich erwähnt.
Politisch war Rümmingen bis 1750 eine „Filiale“ der Gemeinde Binzen. Nachdem Rümmingen bereits 1726 einen Vorstoss machte, um einen eigenen Bann zu erhalten, erfolgte erst mit Vertrag vom 6. Juli 1750 die Abtrennung einer eigenen Gemarkung vom bisher gemeinsamen Bann mit Binzen.[2].
Auch kirchlich war Rümmingen bis 1989 der Pfarrei Binzen abhängig, welche zwar ursprünglich zur Diözese Konstanz gehörte, jedoch 1503 zum Bistum Basel überging. 1505 bauten sich die Rümminger ein eigenes Gotteshaus; die gotische Kapelle an der Dorfstraße steht heute noch und ist eines der ältesten Gebäude der Gemeinde.
Im Jahre 1740 stellte Rümmingen einen ersten eigenen Lehrer ein. 1835 baute die Gemeinde dann eine eigene Schule, das heutige Rathaus. 1964 wurde der Neubau der heutigen Grundschule eingeweiht und 1994 durch zwei Klassenräume erweitert.
Das Zeitalter der Industrialisierung begann in Rümmingen im Jahr 1861 mit der Errichtung einer Ziegelei, aber erst die 1895 eröffnete Kandertalbahn verhalf dem Betrieb zu einer begrenzten Blüte. Aber auch heute noch ist Rümmingen ein landwirtschaftlich und handwerklich geprägter Ort. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs setzte eine rege Bautätigkeit ein und die Zahl der Einwohner stieg von 400 auf mehr als 1600.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: In geteiltem Schild oben in Gold ein wachsender, doppelgeschwänzter roter Löwe, unten in Silber auf grünem Dreiberg ein grünbeblätterter Apfelbaum mit roten Früchten und schwarzem Stamm.
Der rote Löwe stellt die jahrhundertealte Verbindung zu Rötteln dar, der Apfelbaum symbolisiert die Bedeutung der Landwirtschaft für den Ort.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Museen
- Das „Chanderli“, die Kandertalbahn, ist seit 1986 als Museumsbahn mit drei Dampflokomotiven im Einsatz.
[Bearbeiten] Bauwerke
- Die gotische Kapelle, wurde nach der Genehmigung durch den Bischof von Basel (1505) erbaut[3]. Die Jakobus-Kirche war eine Station auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Noch heute finden dort Sonntags-Gottesdienste statt.
[Bearbeiten] Sport
- Rümmingen verfügt über einen Tennisclub (TC Rümmingen), Tischtennis - (TSV) und Ringerverein.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Brunnenfest (Dorffest im Juni, im 2-jährigen Turnus)
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Rümmingen liegt gut einen Kilometer von der Abfahrt Kandern der A 98 entfernt und ist damit sehr gut an das Fernstraßennetz angebunden.
[Bearbeiten] Bildung
In Rümmingen besteht eine Grundschule, Hauptschüler besuchen die Schule in Binzen. Realschulen befinden sich in Kandern und Weil am Rhein sowie in Lörrach, wo es auch mehrere Gymnasien gibt. Für die jüngsten Bewohner gibt es einen kommunalen Kindergarten im Ort.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Friedrich Neff, deutscher Revolutionär und Teilnehmer der badischen Aufstände 1848/49, infolgedessen später in Freiburg hingerichtet
- Ludwig Friedrich Schnaufer (1816-1890), Freiheitsdichter 1848/49[4]
- Hermann Scherer, expressionistischer Bildhauer und Maler (1893-1927)[5]
- Georg Rauch, ehemaliges Mitglied der Waffen-SS und nach italienischem Militärgerichts-Urteil beteiligt am Massaker von Sant’Anna di Stazzema
[Bearbeiten] Ehrenbürger
- Karl-Friedrich Böhringer, der Ortschronist.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
- ↑ Fritz Schülin: Binzen - Beiträge zur Orts-, Landschafts- und Siedlungsgeschichte; Schopfheim 1967, S. 283/284
- ↑ Gerlinde und Klaus Werden-Gonschorek: 500 Jahre Jakobuskirche zu Rümmingen, in: Das Markgräflerland, Band 1/2005; Schopfheim 2005, S. 35
- ↑ Theodor Scholz, Revolutionäre ... Der Aufstand des Jahres 1849 und seine Folgen im Markgräflerland, Müllheim in Baden 1926, S. 338-345
- ↑ Angelika Hänel-Holler: Er ließ seine Zeitgenossen nicht gleichgültig, in: Das Markgräflerland, Band 2/1993, Schopfheim 1993, S. 177-180
[Bearbeiten] Weblinks
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