Saas-Fee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Saas-Fee
Wappen von Saas-Fee
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis (VS)
Bezirk: Visp
BFS-Nr.: 6290i1f3f4
Postleitzahl: 3906
UN/LOCODE: CH SFE
Koordinaten: 637926 / 10658746.1097177.929161798Koordinaten: 46° 6′ 35″ N, 7° 55′ 45″ O; CH1903: 637926 / 106587
Höhe: 1'798 m ü. M.
Fläche: 40.57 km²
Einwohner: 1710 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 42 Einw. pro km²
Website: www.3906.ch
Blick über Saas-Fee

Blick über Saas-Fee

Karte
Lac de Moiry Mattmarksee Lago di Place Moulin Italien Kanton Bern Brig (Bezirk) Entremont (Bezirk) Goms (Bezirk) Hérens (Bezirk) Leuk (Bezirk) Östlich Raron (Bezirk) Bezirk Siders Westlich Raron (Bezirk) Baltschieder Baltschieder Eisten VS Embd Grächen Lalden Randa VS Saas-Almagell Saas-Balen Saas-Fee Saas-Grund St. Niklaus VS Stalden VS Staldenried Täsch Törbel Visp Visperterminen Zeneggen ZermattKarte von Saas-Fee
Über dieses Bild
w

Saas-Fee (bis 31. Dezember 2006: Saas Fee) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Visp des Kantons Wallis in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Saas-Fee ist auf einem Hochplateau des Saastals, westlich des Talgrundes und oberhalb der Nachbardörfer Saas-Almagell, Saas-Grund und Saas-Balen gelegen. Es ist die Hauptgemeinde der vier Teilgemeinden. Saas-Fee liegt umrahmt von der Mischabel-Bergkette, die insgesamt 13 Viertausender umfasst. Daraus ergibt sich ein einzigartiges Panorama, wodurch der Ort auch als „Perle der Alpen“ bekannt geworden ist.[2] Das Saastal grenzt unmittelbar an Italien, wird jedoch durch eine Bergkette getrennt. Eine direkte Verbindung besteht deshalb nicht bzw. nur über Wanderwege.

Klima[Bearbeiten]

Durch die günstige Lage des Saastals ist es dort sonniger als in anderen Teilen der Schweiz. Dadurch kommt es im Winter oft zu angenehmen Temperaturen. In den Nächten kann es stark abkühlen. Die hohen Berge schirmen die Hauptwetterlage ab. Auch im Sommer liegen die Durchschnittstemperaturen in Saas-Fee nur bei rund 8 °C. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt bei rund 189 mm pro Monat.[3]

Sprache[Bearbeiten]

Saas-Fee liegt im Kanton Wallis, welcher in Ober- und Unterwallis geteilt ist. Während die Amtssprache im Unterwallis Französisch ist, spricht die Bevölkerung im Saastal (Oberwallis) deutsch. Der spezifische Dialekt wird auch als Wal(li)serdeutsch bezeichnet. Der Dialekt ist zum Teil für Sprecher der standarddeutschen Sprache schwer verständlich, weil er eine eigene Grammatik und eigene Wörter aufweist.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen von Saas-Fee zeigt auf blauem Hintergrund, über einem grünen Dreiberg schwebend, im Mittelfeld den Buchstaben F. Das oberste Felddrittel ist von zwei in sich verschlungenen Buchstaben S besetzt, umrahmt von zwei silbernen Sternen. Die drei Buchstaben erschienen in goldener Farbe. Die beiden S sind vertikal angeordnet, der Buchstabe F ist nach rechts geneigt (kursiv), in gleicher Schrift, aber verschieden in den Dimensionen.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

  • 1256: Erste urkundliche Erwähnung des Saastals
  • 1298: Nachweis einer ersten Kapelle in Saas-Grund
  • 1392: Die Gemeinde Saas teilt sich in die vier Gemeinden Saas-Fee, Saas-Grund, Saas-Balen und Saas-Almagell
  • 1400: Das Saastal löst sich kirchlich von Visp
  • 1535: Bau der ersten Kapelle in Saas-Fee
  • 1692: Bau der Kapelle St. Antonius beim Weiler Bidermatten
  • 1871: Eröffnung der ersten Postablage
  • 1889: Bau eines anglikanischen Tempels
  • 1893: Saas-Fee wird eine eigene Kirchgemeinde
  • 1893: Erstellung einer neuen Pfarreikirche
  • 1923: Erstes elektrisches Licht in Saas-Fee
  • 1930: Erstellung der Wasserversorgung
  • 1951: Eröffnung der Strasse nach Saas-Fee
  • 1963: Das Postauto nimmt regelmässige Kurse von Brig auf
  • 1963: Einweihung der neuen Dorfkirche
  • 1969: Einweihung des Staudammes Mattmark
  • 1970: Bau des Hallenbades
  • 1973: Eröffnung des Postautoterminals
  • 1983: Eröffnung des Saaser Museum
  • 1989: Eröffnung der Abwasserreinigungsanlage
  • 2007: Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels ins Wallis & Frequenzverdoppelung der Postautoverbindung
  • 2007: Einführung eines neuen Verkehrsmittels namens «Allalino» (Elektro «Treno Dotto» mit max 56 Sitzplätzen)

Die Besiedlung des Saastals reicht bis in die Eisenzeit, die Zeit der Kelten, zurück, doch erst der römische Kaiser Augustus vereinigte das Wallis mit Italien, gründete Städte und liess Handel über die Alpen, Monte-Moro- und den Antronapass betreiben.

939 fielen die Sarazenen ins Wallis ein und viele Namen wie "Allalin" oder "Monte Moro" erinnern an diese Epoche.

Rund 180 Jahre später ist das Saastal mit all seinen touristischen Attraktionen und einmaligen Naturschönheiten nicht nur aus den Kinderschuhen rausgewachsen. Vor ca. 700 Jahren setzten die sog. Walserwanderungen ein und auch viele Saaser verliessen wegen fehlender Existenzgrundlagen und Aussicht auf mehr Freiheiten ihre Heimat für immer. Sie zogen über die Pässe nach Italien und liessen sich auf rauen Höhenlagen in den Walsersiedlungen Macugnaga und Antronapiana nieder.

Immer wieder wurde das Saastal während dieser Zeit durch Unwetter, Überschwemmungen, Krankheiten und Kriege (u.a. Napoleon) überschattet. Trotzdem schafften es die zurückgebliebenden, willensstarken Bewohner auch unter den widrigsten Umständen, ihre Traditionen fortzuführen und das Tal zu ihrer Heimat und einem Ort der Besinnung und des Wohlbefindens zu machen.

Anfang des 19. Jahrhunderts kamen immer mehr Besucher ins Saastal und der Tourismus wurde zur festen Einnahmequelle. Das erste kleine Gasthaus wurde bereits 1833 in Saas-Grund eröffnet, 1856 folgte das erste richtige Hotel. Es entwickelte sich eine touristische Infrastruktur, die sich vor allem an den Bedürfnissen der Alpinisten orientierte. Es entstanden Schmieden, die sich auf die Herstellung von Eispickeln für Bergsteiger spezialisierten, man bot sich als Führer für die Besteigung der Viertausender oder als Naturkundeführer an.

Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts wurden fast sämtliche Viertausender bestiegen und Pfarrer Johann Josef Imseng startete 1849 auf selbstgebastelten Brettern seine ersten Skiversuche. Das tat er sehr erfolgreich, denn zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden schon die ersten Skivereine gegründet. Der Tourismus war nicht mehr aufzuhalten. Die Autostrasse zwischen Saas-Grund und Saas-Fee wurde zwar erst 1951 eröffnet, aber man wusste sich auch vorher zu helfen: Gäste wurden samt Gepäck auf Maultieren ins Gletscherdorf transportiert.

Bis heute haben sich trotz aller Einflüsse viele Bräuche, die tief in der Saaser Geschichte verwurzelt sind, erhalten. Dazu zählen die selbstgefertigten Trachten, die zu verschiedenen Anlässen getragen werden genauso, wie die Pflege der traditionellen Musik und Feste. Noch heute gibt es viele Trachten- und Musikgesellschaften, die bei Festen und Prozessionen auftreten.

Wirtschaft und Tourismus[Bearbeiten]

Heimatmuseum
Denkmal für Johann Josef Imseng auf dem Dorfplatz nahe bei der Herz Jesu-Kirche

Der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle der Feriendestination Saas-Fee. Deshalb legt die Kommune viel Wert darauf, ein allumfassendes Angebot für alle Altersgruppen anzubieten. Nach der Eröffnung der Strasse 1951 hat sich Saas-Fee sprunghaft entwickelt. Saas-Fee zählt heute im Sommer wie im Winter zu den beliebtesten Ferienorten in der Schweiz. Das vermietbare Bettenangebot in Saas-Fee beträgt total 7'185 Betten. In 60 Hotels finden 2'627 Feriengäste eine Unterkunft.

Die touristischen Meilensteine:

  • 1833: Eröffnung des ersten Gasthauses im Saastal, dem «Gasthaus zur Sonne» in Saas-Grund
  • 1836: Pfarrer Johann Joseph Imseng sensibilisiert die Bevölkerung für den langsam aufkommenden Tourismus
  • 1881: Das erste Hotel wird durch die Gemeinde erbaut, es heisst «Dom»
  • 1883: Bau des Hotels Bellevue (später Walliserhof, jetzt Ferienart Resort & Spa)
  • 1893: Bau der beiden Hotels Beau-Site und Grand Hotel
  • 1901: Bau des Hotels du Glacier
  • 1902: Die ersten Skis werden in Saas-Fee gesichtet
  • 1908: Gründung des Skiklubs «Allalin»
  • 1925: Gründung des Verkehrsvereins
  • 1951: Gründung der Skischule
  • 1951: Start des Wintersports in Saas-Fee
  • 1954: Bau der Luftseilbahn auf den Spielboden
  • 1959: Bau der Luftseilbahn Spielboden-Längfluh
  • 1962: Bau der Gondelbahn auf Plattjen
  • 1969: Bau der Felskinnbahn
  • 1969: Bau der Luftseilbahn Hannig
  • 1984: Eröffnung der Metro Alpin von Felskinn zum Mittelallalin und Eröffnung des provisorischen Metro-Stübli auf dem Mittelallalin
  • 1985: Eröffnung des Drehrestaurants auf dem Mittelallalin
  • 1991: Eröffnung der 1. Sektion des Alpin-Express bis zum Masten 4
  • 1994: Eröffnung der 2. Sektion des Alpin-Express vom Masten 4 bis Felskinn
  • 1998: Erstellung der Beschneiungsanlage
  • 2000: Eröffnung des Feeblitz (Sommerrodelbahn) in Saas-Fee
  • 2004: Eröffnung des Abenteuerwaldes in Saas-Fee
  • 2005: Bau des neuen Restaurants «Meeting Point Morenia» beim Masten 4 der Felskinnbahn,
  • 2006: Bau der 6-er Sesselbahn Morenia
  • 2006: Umbau/Modernisierung der Felskinnbahn

Freie Ferienrepublik[Bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten]

Im Oktober 2011 wurde die „Freie Ferienrepublik Saas-Fee“ gegründet. Hierbei handelt es sich um eine Marketing-Kampagne der Saas-Fee / Saastal Tourismus, die im Saastal für alle touristischen Aktionen und Events zuständig sind. Mit der Gründung der Ferienrepublik wurde auch der Bürgerpass eingeführt. Mit diesem Pass erhält man auf verschiedene Dienstleistungen Rabatte. So kann man zum Beispiel in der Wintersaison kostenlos den Postbus oder in der Sommersaison kostenlos alle Seilbahnen benutzen.

Allalin-News[Bearbeiten]

Die Allalin-News sind das offizielle Mitteilungsorgan des Saastals. Die touristische Zeitung informiert Einheimische und Gäste über das aktuelle Geschehen im Dorf und in der Region, über Probleme und Lösungen, über Hintergründe und über Ereignisse von damals. Die Allalin-News enthalten zudem nützliche Informationen über das touristische Angebot und die verschiedenen Veranstaltungen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Als autofreie Feriendestination hat Saas-Fee in den letzten Jahren zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Am 7. November 2012 wurde Saas-Fee / Saastal Tourismus zum „Best Ski Resort“ in der Schweiz gewählt.[5] Die Firma Mountain Management hatte insgesamt 41.864 Wintersportler direkt in zahlreichen Skigebieten befragt. Insgesamt belegt Saas-Fee den zweiten von 55 Plätzen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich.

Nachtleben / Gastronomie[Bearbeiten]

In Saas-Fee gibt es insgesamt über 100 Gastronomien, Bars, Pizzerien und Cafés.

Wintertourismus[Bearbeiten]

Das Skigebiet bietet knapp 100 km Pisten aller Schwierigkeitsgrade. Zusammen mit den Nachbargebieten von Saas-Grund, Saas-Allmagell und Saas-Balen sind es insgesamt 150 Pistenkilometer. 22 Liftanlagen befördern die Wintersportler und Schneeschuhwanderer bis auf rund 3.500 m. Eine Besonderheit ist das Allalin-Restaurant, das höchste Drehrestaurant der Welt, das über die höchste unterirdische Standseilbahn der Welt („Metro Alpin“) zu erreichen ist. Ebenfalls einzigartig ist der Eispavillon, der ein Volumen von 5.500 m³ hat. Da die Pisten von Saas-Fee grösstenteils nordexponiert und in Höhenlagen liegen, gelten sie während der gesamten Wintersaison als sehr schneesicher. Die längste Abfahrt vom Mittelallalin nach Saas-Fee überwindet auf einer Länge von 14 km insgesamt 1.778 m Höhenunterschied. Neben den Skipisten gibt es noch 26 km Loipen, 4 Eisbahnen, 3 Schlittelwege und 60 km Winterwanderwege.

Sommertourismus[Bearbeiten]

Saas-Fee und das Saastal allgemein bieten Wanderern und Alpinisten ein grosses Angebot: Für schwindelfreie und ausdauernde Wanderer zum Beispiel der Höhenweg Balfrin nach Grächen. Die Wanderung misst 18 km und dauert etwa 7 Stunden. Der Weg ist die erste Etappe der regionalen Route 27 «Swiss Tour Monte Rosa, Saas-Fee – Grächen – Zermatt» von Wanderland Schweiz. Die ganze Tour bis Zermatt dauert insgesamt 3 Tage und führt von Grächen über den Europaweg nach Zermatt.

Auch im Sommer ist das Skifahren in Saas-Fee an 3 Skiliften auf dem Feegletscher ab der Station Mittelallalin auf 3.456 m möglich. Das Drehrestaurant und der grösste Eis-Pavillon der Welt sind während der Winter- und der Sommersaison geöffnet. Durch die geschützte Lage des Saastals scheint auch im Sommer an 4 von 5 Tagen die Sonne. Durch das südliche, mediterrane Klima liegt die Baumgrenze höher als in allen anderen Wäldern der Alpen. Die Region um Saas-Fee verfügt insgesamt über 350 km Wanderwege, 70 km Mountainbike-Trails. Es gibt zahlreiche Erlebnislehrpfade, Gipfeltouren sowie spezielle Ausflugsziele wie zum Beispiel die Sommerrodelbahn „Feeblitz“ oder diverse Klettersteige, wie zum Beispiel die Gorge Alpine zwischen Saas-Fee und Saas-Grund.

Verkehr[Bearbeiten]

Panoramabrücke

Die Fahrstrasse nach Saas-Fee wurde erst im Jahre 1951 eröffnet. Saas-Fee ist autofrei, weshalb Fahrzeuge am Dorfeingang abgestellt werden müssen. Im Dorf dürfen mit Ausnahme von Arzt, Feuerwehr, Müllabfuhr etc. nur Elektromobile verkehren. Trotzdem hat Saas-Fee mit Verkehrsproblemen zu kämpfen, da in Spitzenzeiten (beispielsweise in der Wintersaison nach Pistenschluss) der starke Elektromobilverkehr den Fussgängerverkehr beeinträchtigt, der die sehr schmalen Strassen gut füllt.

Saas-Fee ist mit einer Postautolinie mit Visp und Brig verbunden.

Im 19. Jahrhundert wurde geplant, eine Eisenbahnlinie nach Saas-Fee zu bauen, doch die Saaser Bevölkerung war nicht bereit, die entsprechenden Grundstücke zu verkaufen, und die Eisenbahn wurde stattdessen nach Zermatt gebaut (die heutige Matterhorn-Gotthard-Bahn).

Nachhaltigkeit[Bearbeiten]

Die Kommune Saas-Fee setzt sich sehr für Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein, was nicht zuletzt durch die Verbannung von Fahrzeugen jeglicher Art mit Verbrennungsmotor deutlich wird. So ist Saas-Fee beispielsweise bereits 1996 in die Allianz in den Alpen eingetreten. Die Alpenkonvention ist ein internationales Übereinkommen zum Schutz des Naturraums und zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung in den Alpen. Die Mitglieder arbeiten in engem Kontakt mit der Bevölkerung an der Verbesserung der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Situation in ihrer Gemeinde und tauschen ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit den anderen Mitgliedern des Netzwerks aus.[6] Weitere Themen und Projekte sind zum Beispiel eine Versorgung mit Fernwärme, die Abfallbewirtschaftung (seit 1994 gibt es die Kehrichtsackgebühr; hierbei war Saas-Fee die erste Tourismusgemeinde, die diese Gebühr eingeführt hat, um auch den Touristen anzuhalten, wenig Müll zu produzieren und diesen richtig zu trennen.) oder eine sehr strenge Orts- und Raumbildplanung.

Kirchen[Bearbeiten]

römisch-katholische Herz Jesu-Kirche

Saas-Fee besitzt zahlreiche römisch-katholische Kirchen und Kapellen. Hauptkirche ist die 1963 errichtete Herz Jesu-Kirche. Die Orgel (II/P) mit Freipfeifenprospekt wurde von der Späth Orgelbau AG erbaut und hat elektrische Spiel- und Registertraktur.

Darüber hinaus befindet sich in Saas-Fee auch eine reformierte (ehemals anglikanische) Kirche.

Berge und Hütten[Bearbeiten]

Mischabelhütte oberhalb von Saas-Fee

Das Mischabel-Massiv, mit dem Dom, mit 4'545 m der höchste Berg, der ganz auf Schweizer Boden liegt, bildet die Kulisse im Westen von Saas-Fee. Der Ort ist von gut einem Dutzend Viertausender umgeben. Noch bis 1850 reichte der Feegletscher bis nahe an die Dorfgrenze auf 1'880 m ü. M.

Dieser hat sich aber in den letzten Jahrzehnten stark zurückgezogen.

Oberhalb von Saas-Fee befindet sich die Mischabelhütte auf 3'329 m, ein viel besuchter Ausgangspunkt für die Besteigung der Lenzspitze und des Nadelgrats. Die erste Hütte wurde 1902 vom AACZ erbaut und 1944 vergrössert. 1974 wurde eine zusätzliche Hütte errichtet, beide Hütten zusammen bieten Nächtigungsmöglichkeiten für etwa 130 Bergsteiger.

Unweit von Saas-Fee befindet sich auch die meistbesuchte SAC-Hütte der Schweiz, die Britanniahütte. Sie wurde 1912 mit finanzieller Unterstützung der British Association of SAC Members erbaut. Deshalb auch der Name Britanniahütte. Von ihr aus kann man Rimpfischhorn und Strahlhorn sowie das Allalinhorn über den Hohlaubgrat besteigen.

Liste der höchsten Berge in der Gegend von Saas-Fee mit dem Datum der Erstbesteigung:

Gipfel Höhe Erstbesteigung
Ulrichshorn 3925 m 10. Aug. 1848
Strahlhorn 4190 m 15. Aug. 1854
Fletschhorn 3996 m 28. Aug. 1854
Weissmies 4023 m  Aug. 1855
Lagginhorn 4010 m 26. Aug. 1856
Allalinhorn 4027 m 28. Aug. 1856
Latelhorn 3198 m 28. Aug. 1856
Dom 4545 m 11. Sep. 1858
Nadelhorn 4327 m 16. Sep. 1858
Rimpfischhorn 4198 m 09. Sep. 1859
Alphubel 4206 m 09. Aug. 1860
Täschhorn 4490 m 30. Juli 1862
Balfrin 3795 m 06. Juli 1863
Hohberghorn 4219 m   1869
Lenzspitze 4294 m   1870
Portjengrat 3653 m 07. Sep. 1871
Sonnighorn 3487 m  Aug. 1879
Dürrenhorn 4034 m 07. Sep. 1879
Feechopf 3888 m 28. Juli 1883
Stecknadelhorn 4242 m 08. Aug. 1887

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten]

Rocca di Cambio (Italien)[Bearbeiten]

Der höchste Ort in den Abruzzen liegt am Fuss des Monte Cagno in 1.433 m Höhe, rund 15 km südsüdöstlich von L’Aquila. Das Städtchen (534 Einwohner, Stand 31. Dezember 2011) blickt auf eine der grössten Hochebenen der Region, die sich zwischen der Monte Velino-Gruppe und dem Monte Sirente erstreckt. Die Gegend ist das weitläufigste Skigebiet Süditaliens. Zu sehen gibt es die schöne Pfarrkirche dell’Annunziata (16. Jahrhundert) und etwas ausserhalb des Orts die romanische Abtei S. Lucia (13. Jahrhundert), in der Fresken aus dem 16. Jahrhundert erhalten sind.

Steamboat Springs (USA)[Bearbeiten]

Steamboat Springs ist eine Stadt im US-Bundesstaat Colorado und hat rund 12.000 Einwohner. Die Stadt liegt am Fusse der Park Range, einem Teilgebirge der Rocky Mountains, und ist einer der populärsten Wintersportorte der Vereinigten Staaten.

Trivia[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Imseng: Der Sommer in Saas-Fee. Ihr Ferienführer für Spaziergänge, Wanderungen und zum Kennenlernen von Land und Leuten des Saastales. 4. verbesserte Auflage. Rotten Verlag, Visp 1995.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saas-Fee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Geographische Lage Saas-Fees. Gemeinde Saas-Fee, abgerufen am 25. Februar 2013.
  3. Klimadiagramm Saas-Fee. Mapped Planet, abgerufen am 25. Februar 2013.
  4. Gemeindewappen Saas-Fee. Gemeinde Saas-Fee, abgerufen am 25. Februar 2013.
  5. Best Ski Resort. Best Ski Resort, 7. November 2012, abgerufen am 25. Februar 2013.
  6. Nachhaltigkeit. Gemeinde Saas-Fee, abgerufen am 25. Februar 2013.