Saint-Pardoux-la-Rivière

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Saint-Pardoux-la-Rivière (Sent Pardol la Ribiera)
Wappen von Saint-Pardoux-la-Rivière
Saint-Pardoux-la-Rivière (Frankreich)
Saint-Pardoux-la-Rivière
Region Aquitanien
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Saint-Pardoux-la-Rivière
Gemeindeverband Communauté de communes du Périgord vert nontronnais.
Koordinaten 45° 30′ N, 0° 45′ O45.4941666666670.74666666666667Koordinaten: 45° 30′ N, 0° 45′ O
Höhe 132–332 m
Fläche 23,84 km²
Einwohner 1.199 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 50 Einw./km²
Postleitzahl 24470
INSEE-Code

Das Rathaus von Saint-Pardoux-la-Rivière
.

Saint-Pardoux-la-Rivière (okzitanisch Sent Pardol la Ribiera) ist eine französische Gemeinde mit 1199 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Norden des Départements Dordogne in der Region Aquitanien. Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Kanton Saint-Pardoux-la-Rivière. Außerdem bildet sie einen Teil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.

Etymologie[Bearbeiten]

Das okzitanische Sent Pardol leitet sich vom Heiligen Pardulphus (Sanctus Pardulphus) ab, la Ribiera bedeutet der Fluss, gemeint ist hier die Dronne.

Geographie[Bearbeiten]

Saint-Pardoux-la-Rivière wird von folgenden Gemeinden umgeben:

Zum Gemeindegebiet von Saint-Pardoux-la-Rivière gehören neben dem Ortskern folgende Weiler und Gehöfte:

Beaumont, Bon Ombre, Bordessoule, Bos-Brûlat, Brande, Brin, Chaumeille, Chez Bathe, Chez Boissard, Chez Boutard, Chez Neymard, Jamaye, La Briderie, La Dorie, La Font du Prince, La Grange, La Nanotte, La Plassade, Langlade, Lapeyronnie, Le Buisson, Le Châtenet, Le Clos, Le Couvent, Le Maine, Le Mandereau, Le Queyroi, Le Petit Villars, Les Batisses, Les Combes, Les Granges, Les Rebières, Les Roches, Lescure, Maliba, Négrecombe, Neuil, Noujarède, Puy d'Arnac und Puypelat.

Das Gemeindegebiet von Saint-Pardoux-la-Rivière wird in etwa zentral von der Dronne durchquert. Sie fließt anfangs in einem engen, schluchtartigen Tal nach Südwesten und bildet gleichzeitig die Nordgrenze zu Champs-Romain, dreht dann aber auf Südkurs. Kurz vor Erreichen des Ortskerns weitet sich das Tal. Saint-Pardoux-la-Rivière wurde an einer Furt über die Dronne erbaut.

Ein rechter Nebenfluss der Dronne ist der Ruisseau de Lachenaud. Sein nach Südosten gerichteter Lauf mündet in die Dronne im Norden des Gemeindegebiets. Er ist ebenfalls Grenzfluss zu Champs-Romain. Im Ortskern nimmt die Dronne dann einen linken Nebenfluss auf, den Ruisseau de Chantres, der ihr aus Osten entgegenkommt.

Der topographisch tiefste Punkt des Gemeindegebietes liegt mit 132 Metern über dem Meer an der Dronne bei Jamaye im Süden, der höchste Punkt mit 332 Metern bei Bos-Brûlat in der äußersten Nordostecke.

Geologie[Bearbeiten]

Die Südfassade der Kirche von Saint-Pardoux-la-Rivière mit Sonnenuhr

Das Gemeindegebiet von Saint-Pardoux-la-Rivière wird von zwei sich überkreuzenden Störungssystemen (N 065 und N 160) zweigeteilt. Nördlich und östlich dieses Bruchsystems stehen Grundgebirgsgesteine des nordwestlichen Massif Central an, in dem südlichen Zwickel Sedimente des nördlichen Aquitanischen Beckens. Das metamorphe Grundgebirge ist anhand dieser Randstörungen gegenüber der Sedimenthülle herausgehoben worden.

Älteste Grundgebirgseinheit sind Glimmerschiefer der Parautochthonen Glimmerschiefereinheit; sie stehen im Ostteil des Gemeindegebiets an (bei Chantres und Le Châtenet). In sie drang während des Oberkarbons der Saint-Mathieu-Leukogranit (hier in seiner Saint-Saud-Fazies) ein. Der Leukogranit ist im oberen Dronnetal aufgeschlossen. Nördlich der N 065-streichenden Randstörung befinden sich Plagioklas-führende Paragneise. Sie werden vereinzelt von kleineren Granodioritkörpern des Piégut-Pluviers-Granodiorits sowie von ordovizischen Leptyniten durchsetzt.

Die flachliegenden Sedimente um den Ortskern bestehen aus Lias und kalkigem Dogger. Der in der Nähe der Störungen teilweise verkieselte Lias wird aus Hettangium (Sandsteine, grobe Sandsteine und Konglomerate), Sinemurium (Oolithkalke, teils dolomitisch) und Toarcium (Tonsteine und graue Mergel) aufgebaut. Diese Tone wurden früher von einer mittlerweile stillgelegten Ziegelei verwertet. Der Dogger setzt sich aus kryptokristallinen Kalken, bioklastischen Kalken und Oolithkalken des Oberbajocs und Bathoniums zusammen. Entlang der Randstörung ist sogenanntes Sidérolithique (eisenhaltige, rote, tonige Sande) sowie verfestigtes, konglomeratisches Alluvium erhalten geblieben. Beide Formationen dürften aus dem Eozän stammen. All diese sedimentären Formationen werden stellenweise von kolluvialen Schottern des Pleistozäns verdeckt. Im Dronnetal sind Schotterterassen aus der Mindel- und Würm-Kaltzeit zu sehen. Gelegentlicher Kalkhangschutt stammt ebenfalls aus der letzten Eiszeit.

Erwähnenswert sind Vorkommen von leicht Silber-haltigem Bleiglanz in den Paragneisen und Baryt vorwiegend im Lias. Auch Turmalin kann gelegentlich in den Paragneisen auftreten. Mangan (Mangandioxid) wurde ebenfalls abgebaut (bei Le Mandereau), wobei Nontronit entdeckt wurde. Die in die Paragneise vorgetriebene Neuil-Mine enthält neben Bleiglanz und Baryt auch Chalkopyrit, Gips, Markasit, Pyrit, Pyromorphit und Zinkblende.

Geschichte[Bearbeiten]

In Saint-Pardoux-la-Rivière stand ab dem 13. Jahrhundert bis zur Französischen Revolution ein Kloster. Von ihm sind leider nur noch ganz spärliche Überreste erhalten geblieben, da der überwiegende Teil der Bausubstanz für den Bau des Ortskerns geplündert wurde. Die Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert und 18. Jahrhundert, sie wurde im 19. Jahrhundert gründlich renoviert, unter anderem wurde der Kirchturm vollständig neu erbaut. Das Château de Vaugoubert an der Dronne ist demselben Zeitraum zuzuordnen. Von einem noch älteren Schloss ist nur noch ein Rundturm zu sehen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Saint-Pardoux-la-Rivière
Jahr Einwohner Einwohner im Kanton
in Prozent
Einwohnerdichte


1962 1453 27,4 60,9/km²
1968 1360 22,8 57,0/km²
1975 1347 24,0 56,5/km²
1982 1309 25,4 54,9/km²
1990 1174 24,7 49,2/km²
1999 1088 24,3 45,6/km²
2006 1155 25,8 48,4/km²
2007 1149 25,8 48,2/km²

Quelle: INSEE[1]

Die Bevölkerung von Saint-Pardoux-la-Rivière hat bis 1999 ständig abgenommen, scheint sich seitdem aber wieder etwas zu erholen.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister von Saint-Pardoux-la-Rivière ist seit 2001 der parteilose Rentner Maurice Combeau.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Postkartenmuseum
  • Die Kirche von Saint-Pardoux-la-Rivière mit schöner Sonnenuhr.
  • Das Postkartenmuseum. Es beherbergt eine Sammlung alter Postkarten des Périgords aus den Jahren 1898–1920.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Den Ortskern von Saint-Pardoux-la-Rivière quert in West-Ost-Richtung die D 707 von Nontron nach Thiviers. Von Norden kommt die D 83 von Saint-Saud-Lacoussière und Champs-Romain; sie folgt anschließend dem linken Dronneufer nach Süden in Richtung Brantôme. Die D 83 E1 verlässt den Ortskern nach Nordosten; sie ermöglicht eine Anbindung an die D 82 von Mialet nach Villars. Die D 83 E2 schließlich führt nach Nordnordwest zur D 85 von Nontron nach Châlus.

Saint-Pardoux-la-Rivière besaß einst einen Bahnhof an der mittlerweile stillgelegten Bahnstrecke Nontron-Thiviers. Die Trasse ist jetzt ein beliebter Fuß- und Fahrradweg.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Saint-Pardoux-la-Rivière auf der Website des Insee

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  J.-P. Floc'h u. a.: Feuille Nontron. In: Carte géologique de la France à 1/50000. BRGM.
  •  P.-L. Guillot u. a.: Feuille Thiviers. In: Carte géologique de la France à 1/50000. BRGM.