Sella (Dolomiten)

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Sella
Sellagruppe vom Piz Culac aus gesehen.

Sellagruppe vom Piz Culac aus gesehen.

Höchster Gipfel Piz Boè (3.151 m s.l.m.)
Lage Provinzen Südtirol, Trentino und Belluno, Italien
Teil der Dolomiten
Einteilung nach AVE 52e
Koordinaten 46° 30′ 0″ N, 11° 50′ 0″ O46.511.8333333333333151Koordinaten: 46° 30′ 0″ N, 11° 50′ 0″ O

Die Sella (ital. il Sella, ladinisch l Sela,grödnisch auch Mëisules, gadertalisch Mësoles) ist ein plateauförmiger Bergstock in den Dolomiten, Italien. Sie teilt sich auf zwischen Südtirol, dem Trentino und Venetien. Sella bedeutet Sattel, das Plateau wird von zwei Tälern sattelförmig geteilt: dem Mittagstal (Mezdital oder Val Mesdì) in nordöstlicher und dem Lastiestal in südwestlicher Richtung. Durch zwei weitere Täler, das Setus- und Pisciadùtal in Richtung Grödner Joch, kann die Gruppe in drei Untergruppen, westlich die Mëisules-, nördlich die Pisciadù- und östlich die Boè-Untergruppe aufgeteilt werden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Die Sella liegt nördlich der Marmolata und östlich des Langkofel. Sie ist von den vier miteinander verbundenen Alpenpässen Grödner Joch (2.121 m), Pordoijoch (2.239 m), Sellajoch (2.240 m) und Campolongo-Sattel (1.875 m) umgeben. Höchster Punkt ist der 3.151 m hohe Piz Boè. Weitere bekannte Gipfel sind die Cima Pisciadù (2.985 m) und der Boèseekofel (2.910 m). Im westlichen Teil des Massivs grenzen die Sellatürme, die durch eine Reihe von Kletterrouten bekannt sind, an das Sellajoch.

[Bearbeiten] Tourismus

Erste Stufe des Sellastocks, Blickrichtung Langkofel (Westen).

Die Sella beherbergt neben ihren vielen Kletterrouten auch Klettersteige (vie ferrate). Einige davon sind mit ansteigender Schwierigkeit der Vallon -Klettersteig, der Pisciadù-Klettersteig, der Pößnecker Klettersteig und der Cesare-Piazetta-Klettersteig.

Auf den Gipfel des Sass Pordoi (2.952 m) führt vom Pordoijoch eine Seilbahn. Diese Seilbahn ist auch der Ausgangspunkt für Skihochtouren durch den Sellastock. Beliebt ist hierbei die Abfahrt von der Pordoischarte, die direkt von der Bergstation über sehr steile Geröllhalden zur Talstation führt.

Ein Höhepunkt ist auch die Abfahrt durch das Mittagstal (Val Mesdì), das man nach einem einstündigen Fußmarsch auf dem Sellaplateau erreicht. Diese extrem enge, wenige Meter schmale und sehr steile Abfahrt führt durch den gesamten Sellastock und endet auf der Nordseite der Berggruppe oberhalb von Kolfuschg.

Für den „normalen“ Pisten-Skifahrer bietet die Sellarunde eine attraktive Möglichkeit, viele Pisten kennenzulernen. Dabei werden das Sellajoch, das Grödner Joch, der Campolongopass und das Pordoijoch mittels Aufstiegsanlagen überquert. Dies gibt die Möglichkeit, einen Tag lang die ca. 25 Kilometer lange Strecke rund um das Sellamassiv kennenzulernen. Die Sellarunde kann in zwei Richtungen befahren werden, ein Einstieg ist von den Orten Wolkenstein, Corvara, Arabba und ggf. auch Canazei möglich.

Im Sommer ist die Sellarunde eine bei Radfahrern beliebte Rundfahrt.

[Bearbeiten] Schutzhütten

Im Massiv gibt es folgende Schutzhütten:

Rundblick vom Sass Pordoi: links im Hintergrund die Langkofelgruppe und die Raschötz, vorne links Piz Ciavazes, das Mëisules-Hochplateau, rechts die Boèspitze, Sass Padon, die Pordoijochstraße, Marmolata und Vernel, im Hintergrund die Punta dell'Uomo

[Bearbeiten] Weitere Fotos

[Bearbeiten] Literatur

  • Egon Pracht: Alpenvereinsführer Dolomiten Sellagruppe. Bergverlag Rudolf Rother, München 1980, ISBN 3-7633-1303-6.
  • Luca Visentini: Langkofel und Sella. Alpine Wanderwege und leichte Klettertouren. Verlagsanstalt Athesia Bozen 1981. ISBN 88-7014-235-3

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Sella – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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