Stadtlohn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Stadtlohn
Stadtlohn
Deutschlandkarte, Position der Stadt Stadtlohn hervorgehoben
51.99256.91550Koordinaten: 52° 0′ N, 6° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Kreis: Borken
Höhe: 50 m ü. NHN
Fläche: 79,25 km²
Einwohner: 20.069 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 253 Einwohner je km²
Postleitzahl: 48703
Vorwahl: 02563
Kfz-Kennzeichen: BOR, AH, BOH
Gemeindeschlüssel: 05 5 54 056
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 3
48703 Stadtlohn
Webpräsenz: www.stadtlohn.de
Bürgermeister: Helmut Könning (CDU)
Lage der Stadt Stadtlohn im Kreis Borken
Kreis Borken Nordrhein-Westfalen Kreis Kleve Kreis Wesel Kreis Coesfeld Kreis Coesfeld Niedersachsen Kreis Steinfurt Niederlande Raesfeld Heiden Rhede Bocholt Borken Reken Velen Stadtlohn Heek Ahaus Gescher Legden Schöppingen Gronau Vreden Südlohn IsselburgKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Stadtlohn (plattdeutsch Stadlaun) liegt im westlichen Münsterland im Nordwesten des Landes Nordrhein-Westfalen und ist eine kreisangehörige Stadt des Kreises Borken im Regierungsbezirk Münster.

Geographie[Bearbeiten]

Stadtlohn liegt in der sogenannten Münsterländischen Parklandschaft, deren besonderer Reiz im Wechsel von Waldgebieten und landwirtschaftlich genutzten Flächen liegt.

Stadtlohns höchster Geländepunkt befindet sich in der Gemarkung Wolters in Wendfeld. Er liegt bei 77 m über NN. Der tiefste Geländepunkt mit 40 m über NN ist im Bockwinkel gelegen. Damit ergibt sich eine mittlere Höhenlage von 50 Meter über NN. Der höchste Gebäudepunkt der Stadt ist der Kirchturm der St.-Otger-Kirche mit 124 Meter über NN.

Durch Stadtlohn fließt die Berkel. Sie ist einer der wenigen Flüsse im Münsterland, der weitestgehend unreguliert sein Bett gestalten darf. So erhielt sich eine artenreiche, bedeutsame Flussaue. Sie ist unter anderem auf ganzer Länge zwischen Stadtlohn und Vreden unter Naturschutz gestellt. Hier kommt unter anderem der seltene Eisvogel vor.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt gliedert sich in acht Bezirke: Stadt, Hengeler, Wendfeld, Almsick, Hordt, Wenningfeld, Hundewick, Estern, Büren.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Benachbart sind Stadtlohn im Kreis Borken die Gemeinden Südlohn, Vreden, Ahaus, Legden und Gescher.

Geschichte[Bearbeiten]

An der Hünenburg im Bockwinkel.
Militärkonvoi der Alliierten durch das kriegszerstörte Stadtlohn, 1. April 1945

Archäologische Funde sowohl in Stadtlohn als auch im geografischen Umfeld deuten auf ein vor- und frühgeschichtliches Siedlungsgebiet hin. Die Hünenburg im sogenannten Bockwinkel mit ihren Wällen und Gräben ist eine vergleichsweise gut erhaltene Wallburg aus der Zeit der Karolinger (8./9. Jahrhundert n. Chr.).

Die Stadt Stadtlohn entwickelte sich um einen Amtshof des münsterschen Fürstbischofs, der vor 1150 durch Mauern und einen Ringgraben befestigt wurde. Innerhalb der Mauern erbaute man die St.-Otger-Kirche, die bis heute existiert und zu den ältesten Pfarrkirchen des Münsterlandes zählt.

Die Verwaltung des burgähnlichen Amtshofes wurde seitens des Fürstbischofs zunächst den Herren von Lohn übertragen. Sie sind auch die Namensgeber der Stadt, die zunächst Lohn, dann Nordlohn (im Gegensatz zu Südlohn) und schließlich – 1389 erstmals urkundlich erwähnt – Stadtlohn hieß.

Um 1611 verwüstete ein Großbrand die Stadt. Auch hatten kriegerische Auseinandersetzungen des 16. und 17. Jahrhunderts für Stadtlohn und seine Bewohner zum Teil verheerende Folgen. In diesem Zusammenhang ist die Schlacht im Lohner Bruch erwähnenswert. Sie fand am 6. August 1623 statt. Gegner waren der kaiserliche General Tilly, der die Schlacht für sich entschied, und der Herzog Christian von Braunschweig, bekannt auch als der tolle Christian. Sechs Jahre später entschloss sich die Stadtlohner Bürgerschaft, die Stadt aus strategischen Gründen zu verkleinern. Der abgetrennte Siedlungsbereich war fortan die Butenstadt.

Über einen längeren Zeitraum galt Stadtlohn auch als Wallfahrtsort. Die Wallfahrtskapelle am Hilgenberg, 1695 erbaut und 1738 erweitert, legt davon Zeugnis ab.

Bis 1800 prägte der Ackerbau das Leben der Kleinstadt. Meist waren die sogenannten Ackerbürger gleichzeitig auch Handwerker. Eine besondere Position nahmen seit altersher das Töpfer- und das Leinenweberhandwerk ein. Beide Handwerke – allerdings in industrialisierter Form – sind auch heute noch in Stadtlohn lebendig. Als regionale Besonderheit in Bezug auf das Töpferhandwerk gilt die ehemals zahlreiche Verwendung von Stapelhilfen, den sogenannten Stadtlohner Riemchen, als Bodenbelag.

Hausfassade mit Dokument des Wiederaufbaus nach 1945.

Durch Bombenangriffe im März 1945 wurde Stadtlohn fast völlig zerstört. In der Nachkriegszeit wurde die Stadt neu erbaut. Neben der vorhandenen Textilindustrie entstanden Produktionsstätten der Holz- und Metallbranche. Im Entwicklungsplan des Landes Nordrhein-Westfalen gilt Stadtlohn heute als Mittelzentrum für die Versorgung von circa 50.000 Bürgern und Bürgerinnen.

Am 1. August 1964 wurde die Gemeinde Kirchspiel Stadtlohn aus den bisherigen Gemeinden Almsick, Estern-Büren, Hengeler-Wendfeld, Hundewick und Wessendorf neu gebildet.[2] Am 1. Juli 1969 wurde sie mit der Gemeinde Stadt Stadtlohn zur neuen Stadt Stadtlohn zusammengeschlossen.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen Stadtlohns stiegen im Zeitraum von 1950 bis 2000 stark an.

Einwohnerzahlen Stadtlohn

Kirchen und Religionsgemeinschaften[Bearbeiten]

Rund 16.800 Einwohner Stadtlohns gehören der römisch-katholischen Kirche an. Die heutige Pfarrgemeinde St. Otger ist das Ergebnis einer Fusion aus bislang drei Gemeinden (St. Joseph, St. Karl-Borromäus und St. Otger selbst).

Die evangelische Kirchengemeinde entstand um 1900. Zu ihr gehören rund 1500 Stadtlohner. Ihr geistliches Zentrum ist die Pauluskirche.

Außerdem ist auch eine Gemeinde der Syrisch-Orthodoxen Kirche entstanden. Sie zählt ca. 100 Mitglieder.

Inzwischen haben auch weitere Religionsgemeinschaften in Stadtlohn ihre Versammlungsorte – darunter eine islamische Religionsgemeinschaft.

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009[4]
Wahlbeteiligung: 63,1 % (2004: 58,4 %)
 %
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40
30
20
10
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45,0 %
21,9 %
17,9 %
15,2 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
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+1,4 %p
-3,8 %p

Gemeinderat[Bearbeiten]

Seit der letzten Kommunalwahl vom 30. August 2009 sind folgende Parteien bzw. Wählergemeinschaften im Stadtrat vertreten:

  • CDU 15 Sitze (–4)
  • FDP 8 Sitze (+3)
  • UWG 6 Sitze (+2)
  • SPD 5 Sitze (±0)

Bündnis 90/Die Grünen, die bei der Kommunalwahl 2004 noch 3,8 % der Stimmen sowie ein Mandat erzielt hatten, traten 2009 nicht mehr an.

Den Bürgermeister stellt die CDU mit Helmut Könning.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber drei blaue Fadenbalken übereinander, darüber dreimal nebeneinander das bärtige Haupt des Heiligen Paulus.

Stadtlohns Wappen geht zurück auf das Familienwappen der Herren von Lohn. Es zeigt ein Schild mit drei Balken und drei schreitenden Vögeln im Schildhaupt. 1316 kam die Herrschaft Lohn an den Fürstbischof von Münster. Im ersten Siegel der Stadt aus dem 16. Jahrhundert erscheinen an Stelle der drei Vögel drei Paulusköpfe. Paulus war der Patron des Stiftes Münster. Die Dreizahl der Köpfe erklärt sich einmal aus der Zahl der Vögel und soll zum anderen daran erinnern, dass sich der Legende nach das Haupt des Heiligen Paulus nach der Enthauptung dreimal vom Boden erhoben haben soll. Die erste Darstellung des Wappens ist auf einem Siegelabdruck der Grafen von Lohn (aus dem Jahr 1289) zu sehen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Stadtlohn unterhält Partnerschaften mit Weerselo (Gemeinde Dinkelland), Niederlande (seit 1973), San Vito al Tagliamento, Italien (seit 1983) und Altlandsberg.

Weerselo liegt im nordöstlichen Teil der Region Twente. Im Zuge einer Kommunalgebietsreform wurde die Gemeinde Weerselo im Jahr 2001 Teil der Gemeinde Dinkelland mit derzeit rund 26.000 Einwohnern. Dinkelland liegt circa 60 Kilometer nördlich von Stadtlohn, unmittelbar an der niederländisch-deutschen Grenze zu Nordhorn. Die Gemeinde lebt in erster Stelle von Landwirtschaft und Tourismus. Zwischen beiden Gemeinden finden regelmäßige Treffen statt.

San Vito liegt in Norditalien, ungefähr 70 Kilometer von Venedig entfernt und hat ca. 13.000 Einwohner. San Vito ist historisch eine sehr interessante Stadt mit Stadtmauer, einen Dom und zahlreichen Kirchen und Palästen. Zahlreiche Besuche in San Vito und Stadtlohn festigen seit Jahren die Freundschaft beider Städte.

Nach dem Fall der Mauer fand ein reger Austausch zwischen der Stadt Altlandsberg und Stadtlohn statt, aus dem eine Städtefreundschaft entstand. Altlandsberg liegt unmittelbar östlich von Berlin in Brandenburg und hat etwa 8750 Einwohner. Auch hier gibt es zwischen den Städten regen Austausch.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stadtlohn verfügt über eine Reihe von Sehenswürdigkeiten und kulturellen Angeboten.

Sakralbauten[Bearbeiten]

Die St.-Otger-Kirche ist aus Baumberger Sandstein errichtet. Erste schriftliche Dokumente, in denen die Kirche Erwähnung findet, entstammen dem 12. Jahrhundert. Im Innern der Kirche tragen Säulenbögen die Last des Daches und des Turms. Durch Feuersbrünste und Kriegseinwirkungen wurde das Sakralgebäude mehrfach zerstört, aber immer wieder aufgebaut.

Die St.-Joseph-Kirche geht auf einen Entwurf des Stadtlohner Architekten Heinrich Frericks zurück. Die Grundsteinlegung fand am 1. Mai 1961 statt, die Weihe erfolgte am 13. Januar 1963. Wie viele Kirchen aus den 1960er und 1970er Jahren ist sie relativ schlicht. Bevorzugte Baumaterialien sind Backstein und Beton. Der Turm der Kirche steht einige Meter vom Kirchenschiff entfernt.

Die St.-Karl-Borromäus-Kirche im Stadtteil Büren wurde 1914 errichtet, um Büren kirchlich zu versorgen.

Die Hilgenbergkapelle wurde 1695 errichtet und war bis 1886 ein bedeutsames Wallfahrtsziel des Münsterlandes. Die Weihe St.-Laurentius-Kapelle auf Haus Hengelborg im Ortsteil Estern erfolgte 1717. Sehenswert sind auch die zum Krankenhaus gehörige Kapelle sowie die in den 1950er Jahren erbaute Pauluskirche der evangelischen Kirchengemeinde.

Profanbauten[Bearbeiten]

Das Haus Hakenfort ist das älteste nichtsakrale Gebäude Stadtlohns. In diesem 1808 erbauten Haus, das auch als Ausstellungsraum und Konzertsaal genutzt wird, ist heute der Verkehrsverein untergebracht.

Der von weither sichtbare alte Wasserturm Stadtlohn wurde vor dem Zweiten Weltkrieg erbaut und dient heute als Wohnhaus.

Weitere öffentliche Gebäude sind die Stadthalle mit einem Platzangebot für 700 bis 1000 Besucher und das 1953 erbaute Rathaus.

Galerie[Bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten]

  • Im Bockwinkel, etwa drei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, liegt die Hünenburg, eine karolingische Ringwallanlage. Sie wurde um 775 erbaut und war von strategischer Bedeutung für die Wegekontrolle von der IJssel bis ins Münsterland.

Museen[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

In Stadtlohn wirken eine ganze Reihe von Musikkapellen und Spielmannszügen, darunter die Stadtlohner Husarenkapelle 1898 e. V., die Wiesentaler Musikkapelle von 1900, der Spielmannszug der Karnevalsgesellschaft „Üm Bütt un Pütt“ sowie der Fanfarenzug der Karnevalsgesellschaft „Üm Bütt un Pütt“ und die Drumpets e. V.. Unter den anderen Musikgruppen und Bands nimmt die Stadtlohner Rockinitiative (STaR) eine besondere Rolle ein. Die Chorgruppe "OHRwürmer Stadtlohn" bestreitet jedes Jahr im Oktober eine große Matinée in der Stadthalle. Liebhaber der klassischen Musik finden bei der Konzertreihe Stadtlohn Klassik ein entsprechendes Angebot. Im Hochsommer werden auf dem Marktplatz vor der St.-Otger-Kirche "Open-air"-Opern aufgeführt, bevorzugt Werke von Verdi und Mozart.

Der musikalische Nachwuchs wird in der Stadtlohner Musikschule ausgebildet.

Sport[Bearbeiten]

Der Sport hat in Stadtlohn einen hohen Stellenwert. In über 25 Sportvereinen sind rund 10.000 Mitglieder organisiert, davon ca. 3000-4000 Jugendliche und über 200 Übungsleiter. Stadtlohn besitzt zwei große Vereine für den Breitensport: DJK Eintracht und SuS Stadtlohn. Verschiedene kleinere Vereine sind auf einzelne Sportarten spezialisiert (zum Beispiel: Sportschützen, TG Almsick etc.). Sportlern und Sportinteressenten stehen u. a. elf Vereins- und öffentliche Tennisplätze, neun Fußballplätze, zwei Dreifachsporthallen, sieben Schulsporthallen, zwei Schießsportanlagen, ein Judo-Zentrum und sogar ein Motor-, Segelflug- und Fallschirmlandeplatz zur Verfügung. Als Einrichtung für Radsportler gibt es ferner ein Trialaußengelände.

Zusätzlich gibt es in Stadtlohn noch ein öffentliches Hallenbad und ein Freibad für den Schwimmsport, welches von der DLRG-Ortsgruppe Stadtlohn und dem SuS Stadtlohn auch für den Vereinssport genutzt wird.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Stadthalle und Veranstaltungshalle der Stadt Stadtlohn
  • Schützenfeste
    • in der Stadt: Bürgerschützenverein Stadtlohn 1482 e. V., St.-Georgius-Schützengilde, St.-Otgerus-Schützengilde
    • Bauernschaften und Kirchspiel: Schützenvereine Hundewick, Hengeler, Wessendorf, Wessendorf-Breul, Estern, Büren, Almsick, Wendfeld
  • Büttenabende: Drei mal zwei bis drei Wochen vor Karneval
  • Karneval: von Altweiber bis zum Karnevals-Dienstag, Höhepunkt des Karnevals ist am Rosenmontag der Große Rosenmontagumzug, Karnevalsruf: „De un da“, abgeleitet vom Plattdeutschen: De unwiesen Daage (Die närrischen Tage).
  • Stadtlohn blüht: mit allem rund ums Thema Garten, Auto und Frühjahr, einschließlich verkaufsoffener Samstag und Sonntag. Termin ist das zweite Wochenende im März.
  • Stadtlohner Frühling: Kindertrödelmarkt in der Innenstadt und verkaufsoffenes Wochenende jeweils am dritten Wochenende im April.
  • Citylauf: jeweils am letzten Freitag im April auf verschiedenen Laufstrecken je nach Alter bis zu 10 km.
  • Stadtlohner Tennisturnier: Von Donnerstag vor Pfingsten bis Pfingstmontag
  • Internationales Nachtuhlen-Radrennen: mit vielen bekannten Amateurfahrern, jeweils am Freitag vor dem Kirmeswochenende.
  • Stadtlohner Wallfahrtstag: jeweils am ersten Sonntag im Juli nach dem Fest Maria Heimsuchung zur Hilgenbergkapelle.
  • Stadtlohner Kirmes: jeweils am ersten Wochenende im Juli (Samstag bis Montag; am Montag mit Kramarkt)
  • Stadtlohner Reitertage: erstes Wochenende im August
  • Spectrum: Freiluft-Oper vor der St.-Otger-Kirche, meistens in der 2. oder 3. Augustwoche, jeweils im Zusammenhang mit weiteren musikalischen Events an drei aufeinanderfolgenden Tagen.
  • Kartoffeltour: immer nach den Sommerferien, Fahrradtour für Jedermann rund um Stadtlohn entlang von Schutz und Rasthütten in denen Kullinarisch alles zum Thema Kartoffeln angeboten wird.
  • Internationale Luftfahrtmesse „Air Borne“: am Flugplatz Stadtlohn/Vreden, jeweils alle 2 Jahre mit über 100 Ausstellern aus aller Welt; angeboten werden u. a. Schauflüge verschiedener Flugzeugtypen.
  • Stadtlohner Herbst: Verkaufsoffener Samstag und Sonntag. Termin ist das dritte Wochenende im September.
  • Kiepenkerl-Sonntag: Treffen der Kiepenkerle aus der Region (siehe Kiepe), jeweils am dritten Wochenende im Oktober mit verkaufsoffenem Samstag und Sonntag. Zudem Darstellung alter Handwerkskunst/-leistungen und alter Brauchtumspflege.
  • Fun on Ice: auf der Eislauffläche vor dem Rathaus, jeweils drei Wochen im Dezember mit Schaulaufen bekannter Eislaufstars.
  • Weihnachtsmarkt: jeweils in der dritten Advendswoche
  • Silvesterlauf: Am Silvestervormittag mit Schülerstrecken von 1.200 und 2.400 Meter und Hauptstrecken von 8 km und 15 km

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ein besonderes Industriegebäude der Firma Pongs in Stadtlohn
  • Eine Sparkasse, siehe Stadtsparkasse Stadtlohn
  • Holzbearbeitungsbetriebe z. B.: Hülsta
  • Textilverarbeitungsbetriebe z. B.: H. Hecking Söhne, Nobilis
  • Landwirtschaftliche Geräte und Fahrzeugbau z. B.: Kemper, Dücker
  • Metallbau/Fertigung z. B.: Lichtgitter, Günther Wensing GmbH & Co. KG
  • Medienunternehmen z. B.: Unternehmensgruppe Gutenberghaus
  • viele Klein- und Mittelbetriebe verschiedener Branchen
  • Stadtlohn besitzt drei größere Industriegebiete
    • Das erste Industriegebiet befindet sich im östlichen Teil der Stadt, entlang der L 608
    • Ein weiteres Industrieareal liegt im südwestlichen Stadtlohn, zwischen L 572 und Westfalenring (Umgehungsstraße)
    • Das dritte und größte Industriegebiet liegt im Westen der Stadt zwischen der K 20 und der L 572
  • Weitere Betriebe liegen über die ganze Stadt verteilt in Industrie-Wohnmischgebieten. In Planung sind weiter Vergrößerungen der bestehenden Industriegebiete.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Seit dem 1. Januar 2010 ist die Bundesstraße 70 durch Stadtlohn zur Landesstraße 572 herabgestuft worden, während die bisherige L 572 im Gegenzug zur Bundesstraße heraufgestuft wurde. Letztere quert auch Stadtlohner Gebiet. Weiterhin verlaufen die Landesstraße 608 und mehrere Kreisstraßen durch Stadtlohn. Die nächste Autobahn, die A 31, ist etwa 10 km entfernt.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Flugplatz Stadtlohn-Vreden

An der Stadtgrenze zu Vreden liegt der Flugplatz Stadtlohn-Vreden, der nicht nur dem Flugsport dient sondern auch wirtschaftlich genutzt wird. Er ist in NRW als Schwerpunktlandeplatz ausgewiesen. Die Landebahn wurde 2009 in einen ersten Bauabschnitt von 980 Meter auf 1.200 Meter verlängert. In einem zweiten Bauabschnitt soll die Landebahn mittelfristig auf etwa 1.800 Meter verlängert werden.
Die nächsten Großflughäfen sind der Flughafen Düsseldorf und der Flughafen Münster/Osnabrück, beide etwa 1 Stunde Fahrzeit von Stadtlohn entfernt.

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten]

Die Nordbahn der Westfälischen Landes-Eisenbahn führte ab 1902 durch Stadtlohn, wurde aber Ende März 1988 stillgelegt.

Busverkehr[Bearbeiten]

Regionalbusse fahren im Stundentakt nach Coesfeld, Borken, Vreden, Südlohn und Gronau (über Ahaus). In Borken und Coesfeld besteht Systemanschluss an die Schienenstrecken nach Essen und Münster.

Der Bürgerbus Südlohn–Oeding fährt auf der Strecke Stadtlohn–Südlohn–Oeding–Winterswijk auch diverse Haltestellen im Außenbereich an.

Bildung[Bearbeiten]

Losberg-Hauptschule Stadtlohn

Im Vorschulbereich arbeiten sieben Kindergärten (Familienzentrum St.-Otger, St.-Nikolaus-Kindergarten, St.-Marien-Kindergarten, St.-Joseph-Kindergarten, St.-Elisabeth-Kindergarten, Don-Bosco-Kindergarten, Die-Kinderburg-Kindergarten), drei Kindertagesstätten (DRK Familienzentrum Prinz Botho, Kita Erste Eltern-Kind-Gruppe e. V., Kita Spielkiste Stadtlohn e. V.) sowie der Tagesmütter-Verein Stadtlohn-Vreden-Südlohn.

Für die Allgemeinbildung sorgen vier Grundschulen (Hilgenbergschule, Gescher-Dyk-Schule, Fliednerschule, Hordtschule), die Sonderschule Johannesschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung, zwei Hauptschulen (Losbergschule, Owweringschule), zwei Realschulen (die private St.-Anna-Realschule, Herta-Lebenstein-Realschule), ein Gymnasium (Geschwister-Scholl-Gymnasium) und eine Berufsbildende Schule.

Zu den öffentlichen Bildungseinrichtungen Stadtlohns gehören eine Volkshochschule, eine Musikschule sowie eine öffentliche Bücherei.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stadt Stadtlohn (Hrsg.):
    • Stadtlohn in Bildern
    • Stadtlohn zur Stunde Null
    • Stadtlohn – Als nichts mehr lief
    • Die Schlacht im Lohner Bruch bei Stadtlohn am 6. August 1623
    • Fotografische Erinnerungen
    • Stadtlohn unterm Hakenkreuz
  • Katholische Kirchengemeinde St.Otger (Hrsg.): Auf dein Wort hin ... – 1200 Jahre Christen in Stadtlohn

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stadtlohn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 284.
  3.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
  4. http://www.wahlergebnisse.nrw.de/kommunalwahlen/2009/Gem_raete/c554056kw0900.html