Trijntje Oosterhuis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Trijntje Oosterhuis

Judith Katrijntje „Trijntje“ Oosterhuis, oft Traincha[1] genannt, (* 5. Februar 1973 in Amsterdam) ist eine niederländische Jazz- und Popsängerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Sie ist die Tochter des prominenten Theologen, Dichters und früheren katholischen Priesters Huub Oosterhuis (* 1933) und der Violinistin Jozefien Melief vom Amsterdamer Promenadenorchester.

1990 bildete sie mit ihrem Bruder Tjeerd Oosterhuis (* 1971) die Band Total Touch und nahm am niederländischen Nachwuchswettbewerb Grote Prijs van Nederland teil. 1994 nahm sie mit Candy Dulfer (mit der sie auch später gut befreundet war) auf und begleitete diese weltweit zwei Jahre lang auf Tourneen. 1995 hatte sie mit der Band Total Touch große Erfolge in den Niederlanden, das Debütalbum Total Touch von 1996 und das Nachfolgealbum This Way 1998 erreichten Platinstatus. 1996 singt sie bei der Eröffnung der Amsterdam Arena (De Zee). Die Band löste sich 2001 endgültig auf (ihr Bruder wurde Produzent) und Trijntje Oosterhuis verfolgte eine Solokarriere. Schon vorher hatte sie sich mehrfach dem Jazz zugewandt und sang u. a. auf dem North Sea Jazz Festival 2000 mit Al Jarreau und in Begleitung des Pianisten Michiel Borstlap, der auch später ebenso wie der Gitarrist Leonardo Amuedo ihr Begleiter war. Ihr Jazz-Album Strange Fruit von 2004 (mit Song-Repertoire von Billie Holiday und George Gershwin) bei Blue Note Records erreichte erneut Platin-Status in den Niederlanden. Das Album verschaffte ihr auch über die Niederlande hinaus Beachtung und auch das Album The Look of Love von 2006 (mit Titeln von Burt Bacharach, der auch begleitete) erreichte Platinstatus und Nr. 1 der niederländischen Album-Charts. Es folgte eine Tournee zum Album mit dem Metropole Orkest. Mit Bacharach arbeitete sie auch auf einem zweiten Album zusammen und begleitete diesen auf einer Japan Tournee. Seit 2002 hat sie einen Plattenvertrag mit EMI.

Sie sang zum Beispiel mit Lionel Richie (auf dem Symphonica in Rosso Konzert in Arnhem 2008, Duett Face in the Crowd, auch auf dem Album Just Go von Richie 2009), mit Bobby McFerrin im Concertgebouw 2004, mit Toots Thielemans im Concertgebouw 2002 (begleitet vom Jazzorchester des Concertgebouw) und mehrfach auf dem North Sea Jazz Festival, etwa 1999 mit Herbie Hancock. 2002 sang sie mit Queen am Koninginnedag in Amsterdam auf dem Museumplein.

2004 erhielt sie die Gouden Harp (Goldene Harfe), nachdem sie schon 1997 als bestes Nachwuchstalent die Silberne Harfe gewann. 2008 erhielt sie den Edison Jazz Award als Vokalkünstler für Who´ll speak for love.

Sie hat zwei Söhne, geboren 2004 und 2006.

Diskografie[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkung
NL [2]
1999 For Once in My Life - Songs of Stevie Wonder - Live Ariola
2004 Strange Fruit – Live with Amsterdam Sinfonietta and The Houdini’s 2
(54 Wo.)
Blue Note
2005 See You As I Do 5
(30 Wo.)
Capitol Records
2006 The Look of Love – Burt Bacharach Songbook 1
(64 Wo.)
mit dem Metropole Orchestra, Blue Note
2007 Who’ll Speak for Love – Burt Bacharach Songbook II 2
(36 Wo.)
mit dem Metropole Orchestra, Blue Note
2008 Ken je mij 8
(34 Wo.)
Blue Note
2009 Best of Burt Bacharach Live 52
(13 Wo.)
mit dem Metropole Orchestra, dirigiert von Vince Mendoza, Blue Note
2009 Never Can Say Goodbye 2
(12 Wo.)
mit Leonardo Amuedo, Blue Note
2010 This Is the Season 2
(6 Wo.)
Blue Note
2011 Sundays in New York 22
(10 Wo.)
mit The Clayton-Hamilton Jazz Orchestra, Blue Note
2012 Wrecks We Adore 1
(49 Wo.)
EMI

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Aussprache ihres niederländischen Namens für englischsprachiges Publikum angepasst
  2. Acharts.us