Bahnhof Krefeld-Oppum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Krefeld-Oppum
Bf-kr-oppum.jpg
Bahnsteige des Bahnhofs Krefeld-Oppum
Daten
Betriebsstellenart Haltepunkt
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung KKRO (Personenbahnhof)
KKROX (Bahn-Reparaturwerkstatt)
IBNR 8000212
Kategorie 4
Eröffnung 1. Februar 1877
Lage
Stadt/Gemeinde Krefeld
Ort/Ortsteil Oppum
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 19′ 47″ N, 6° 36′ 38″ OKoordinaten: 51° 19′ 47″ N, 6° 36′ 38″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
i16i16i18

Krefeld-Oppum ist ein Haltepunkt und ehemaliger Bahnhof in Krefeld, der sich an gleich drei Schienenstrecken befindet. Er besteht aus einem Personenbahnhof, einer Bahn-Reparaturwerkstatt, in der auch ICE-Züge gewartet werden, und einem früheren Güterbahnhof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof wurde 1877 von der Rheinischen Eisenbahngesellschaft eröffnet, Güterverkehr auf der Bahnstrecke Duisburg-Ruhrort–Mönchengladbach gab es schon seit 1866.[1] 1892 wurde die Bahnreparaturwerkstätte eröffnet.[2] Mit der Eröffnung der Bahnstation stieg die Bevölkerungszahl von Oppum stark an.

Anlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahn-Reparaturwerkstatt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ICE-Instandhaltungswerk

In Oppum wurde 1892 die erste Eisenbahn-Reparaturwerkstatt, damals als Königliche Eisenbahn-Haupt-Reparaturwerkstatt Oppum, eröffnet[3]. Heute wird im ICE-Instandhaltungswerk Krefeld zeitgemäße Fahrzeugreparatur für die Deutschen Bahn vorgenommen. Knapp 1000 Mitarbeiter sind hier beschäftigt. ICE und elektrische Triebzüge des Nahverkehrs werden generalüberholt und alle Bauteile der Fahrzeuge geprüft, erneuert oder aufgearbeitet. Dazu gehören Wartungen der Klimaanlagen, Drehgestelle, Radsätze, aber auch kleinerer Teile wie Stoßdämpfer. In die Modernisierung des Werks wurden unter Wirtschafts- und Umweltgesichtspunkten mehrere Millionen Euro investiert.

Im Laufe der Geschichte wurde das Eisenbahn-Reparaturwerk stark weiterentwickelt. 1924 wurde es ein Ausbesserungswerk, 1955 zentrale Anlaufstelle für Stoßdämpfer der Reisezugwagen. Seit 2003 können dort auch ICE-Züge gewartet werden; ein Jahr später wurde es in DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH umbenannt.[4]

Die Einrichtung gehört zu den 15 Großwerken, in denen die Fahrzeuge der Bahn instand gehalten werden. Es ist insgesamt 202.000 m² groß und erstreckt sich über vier High-Tech-Hallen mit je drei Abteilungen, die es erlauben, alle drei Ebenen eines ICE gleichzeitig zu erreichen.[5]

Ehemaliger Güterbahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Geschichte und Niedergang des Güterbahnhofs müssen noch ergänzt werden.
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.

Der Güterbahnhof Krefeld-Oppum befand sich etwa 700 Meter westlich des Personenbahnhofs im Bereich der Straße "Am Verschubbahnhof". Er ist inzwischen stillgelegt. Die Stadt Krefeld plant, das Gelände als Gewerbegebiet zu nutzen.[6]

Personenbahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Personenbahnhof ist heute Haltepunkt an den beiden Bahnstrecken Linksniederrheinische Strecke und Duisburg–Mönchengladbach. Er wird nur im Nahverkehr bedient.

Linie Verlauf Takt Strecke
RE 7 Rhein-Münsterland-Express:
Rheine – Emsdetten – Greven – Münster Hbf – Münster-Hiltrup – Drensteinfurt – Hamm (Westf) – Bönen – Unna – Holzwickede – Schwerte – Hagen Hbf – Ennepetal (Gevelsberg) – Schwelm – Wuppertal-Oberbarmen – Wuppertal Hbf – Solingen Hbf – Opladen – Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Dormagen – Neuss Hbf – Meerbusch-Osterath – Krefeld-Oppum – Krefeld Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min Linksniederrheinische Strecke
RE 10 Niers-Express:
Kleve – Bedburg-Hau – Goch – Weeze – Kevelaer – Geldern – Nieukerk – Aldekerk – Kempen (Niederrhein) – Krefeld Hbf – Krefeld-Oppum – Meerbusch-Osterath – Düsseldorf Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
30 min Linksniederrheinische Strecke
RB 33 Rhein-Niers-Bahn:
Duisburg Hbf – Duisburg-Hochfeld Süd – Rheinhausen Ost – Rheinhausen – Krefeld-Hohenbudberg Chempark – Krefeld-Uerdingen – Krefeld-Linn – Krefeld-Oppum – Krefeld Hbf – Forsthaus – Anrath – Viersen – Mönchengladbach Hbf – Rheydt Hbf – Wickrath – Herrath – Erkelenz – Hückelhoven-Baal – Brachelen – Lindern – Geilenkirchen – Übach-Palenberg – Herzogenrath – Kohlscheid – Aachen West – Aachen Schanz – Aachen Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2016
60 min Bahnstrecke Duisburg–Mönchengladbach
RB 35 Emscher-Niederrhein-Bahn:
Wesel – Friedrichsfeld (Niederrhein) – Voerde (Niederrhein) – Dinslaken – Oberhausen-Holten – Oberhausen-Sterkrade – Oberhausen Hbf – Duisburg Hbf – Duisburg-Hochfeld Süd – Rheinhausen Ost – Rheinhausen – Krefeld-Hohenbudberg Chempark – Krefeld-Uerdingen – Krefeld-Linn – Krefeld-Oppum – Krefeld Hbf – Forsthaus – Anrath – Viersen – Mönchengladbach Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2016
60 min Bahnstrecke Duisburg–Mönchengladbach

Täglich steigen 4000 Pendler in Oppum ein und aus. Der Zugang verläuft durch einen Tunnel unter den Gleisen.[7] Nahe dem Bahnhof findet der Wochenmarkt Oppums statt.

Verknüpfung mit dem ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Buslinien halten am Bahnhof Krefeld-Oppum. Sie werden von der SWK Mobil betrieben.[8]

Linie Verlauf
047 Krefeld-Stahldorf Höffgesweg – Fischeln Rathaus – Oppum Bf – Oppum Bf Nord – Bockumer Platz – Linn – Krefeld-Gellep-Stratum
057 Krefeld-Inrath, Pestallozzistraße – Horkesgath – Rheinstraße – Hauptbahnhof – Oppum Bf – Meerbusch-Bösinghoven
NE6 Moers Bahnhof – MoersKöniglicher Hof – Moers-Kapellen – Krefeld-Elfrath – Verberg – Rheinstraße – Hauptbahnhof – Oppum Bf – Meerbusch-Bösinghoven

Umbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis voraussichtlich März 2015[veraltet] wird der Bahnhof Krefeld-Oppum für 5,5 Millionen Euro grundlegend saniert. Dabei erhält der Bahnhof Aufzüge und die Bahnsteige werden höher gelegt, um einen stufenlosen Einstieg (Barrierefreiheit) zu gewährleisten. Außerdem bekommt die Station Informationstafeln und das Erscheinungsbild sowie der Vorplatz werden städtebaulich aufgewertet.[9] Die Sanierungsarbeiten starteten am 7. April 2014.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Krefeld-Oppum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bahnreparaturwerkstatt Oppum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bahnhof Krefeld-Oppum auf www.zielbahnhof.de
  2. Geschichte Oppums auf www.oppum.net (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oppum.net
  3. Deutsche Bahn: Menschen bewegen- Welten verbinden, Ausgabe 2009, Seiten 28 bis 34: Boxenstopp
  4. WZ Newsline:Irgendwann macht jeder ICE in Oppum Station.
  5. WZ Newsline:Porträt - Kein ICE fährt an ihr vorbei.
  6. Bebauungsplan der ehemaligen Güterbahnhofsfläche@1@2Vorlage:Toter Link/www.krefeld.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. Extra Tipp Tönisvorst. Bahnhof Oppum.
  8. Liniennetzplan Krefeld
  9. Rheinische Post: Bahn baut Oppumer Bahnhof um
  10. Pressemitteilung der Deutschen Bahn (Memento des Originals vom 30. Dezember 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschebahn.com