Bernbeuren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bernbeuren
Bernbeuren
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bernbeuren hervorgehoben
Koordinaten: 47° 44′ N, 10° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs­gemeinschaft: Bernbeuren
Höhe: 773 m ü. NHN
Fläche: 41,67 km²
Einwohner: 2391 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86975
Vorwahl: 08860
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 114
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 4
86975 Bernbeuren
Webpräsenz: www.bernbeuren.de
Bürgermeister: Martin Hinterbrandner (Unabhängige Wählergem.)
Lage der Gemeinde Bernbeuren im Landkreis Weilheim-Schongau
Starnberger See Ammersee Landkreis Ostallgäu Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Starnberg Landkreis Landsberg am Lech Wildsteig Wielenbach Wessobrunn Weilheim in Oberbayern Steingaden Sindelsdorf Seeshaupt Schwabsoien Schwabbruck Schongau Rottenbuch Raisting Prem Polling (bei Weilheim) Penzberg Peiting Peißenberg Pähl Obersöchering Oberhausen (bei Peißenberg) Ingenried Iffeldorf Huglfing Hohenpeißenberg Hohenfurch Habach Eglfing Eberfing Burggen Böbing Bernried am Starnberger See Bernbeuren Antdorf Altenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild
Haslacher See, Bernbeuren (links) und der Auerberg

Bernbeuren ist die am westlichsten gelegene Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und bildet mit der Gemeinde Burggen die Verwaltungsgemeinschaft Bernbeuren.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernbeuren (im Dialekt: Bearabeira) liegt in der Region Oberland, am östlichen Fuß des 1055 m hohen Auerberg.

Es gibt folgende Gemarkungen: Auerberg, Bernbeuren, Echerschwang.

Bernbeuren ist die westlichste Gemeinde im Regierungsbezirk Oberbayern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort geht auf eine Siedlung, der die merowingische Sippe eines Bero ihren Namen gab zurück, aber erst 1221 wird ein Ulrich von Beroburo urkundlich erwähnt.[2] In karolingischer Zeit wurde in Bernbeuren ein fränkischer Reichshof eingerichtet.[3] Zur Zeit des Heiligen Römischen Reichs gehörte Bernbeuren zum Hochstift Augsburg. Am 1. Juni 1720 wurde der Ort fast vollständig durch einen Brand zerstört. Die durch den Wiederaufbau im 18. Jahrhundert entstandene Struktur hat sich weitgehend erhalten. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Bernbeuren gehörte bis 1972 zum Landkreis Schongau, seither zum Landkreis Weilheim-Schongau.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Tannenberg eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1970 1987 2000 2011 2014
Anzahl der Einwohner[5] 1398 1490 1525 1650 1435 2125 1749 1820 2176 2264 2399

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Martin Hinterbrandner (Unabhängige Wählergemeinschaft). Im Gemeinderat befinden sich 14 Mitglieder, darunter sind einige parteilos. Fraktionen existieren in Bernbeuren nicht.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2013 umgerechnet 1510 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 331 T€.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernbeuren: Barocke Pfarrkirche St. Nikolaus mit Wallfahrtskapelle Maria Heimsuchung
  • St.-Georgs-Kirche auf dem Auerberg
  • Haus der Kunst „Villa Damasia“ Bernbeuren, area damasia „Sculpturen am Berg“, Chuber
  • Auerbergmuseum im Kiebelehaus mit den Themen „Der Berg – Die Römer auf dem Auerberg“, „Das Dorf – Bernbeuren, die Geschichte der Gemeinde“, „Das Land – Der agrarische Wandel vom blauen zum grünen Allgäu“ und „Das Haus – Die Holzbauweise, Römisches Streifenhaus und Allgäuer Ständerbohlenbau“

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2013 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sechs, im produzierenden Gewerbe 71 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 105, im Bereich Unternehmensdienstleister 22 und im Bereich Öffentliche und private Dienstleister 53 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 924. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, 2014 im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2010 101 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2510 ha, davon 2448 ha Dauergrünfläche.[6]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2014 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 135 Kindergartenplätze mit 100 Kindern
  • Volksschulen: eine mit vier Lehrern und 89 Schülern[6]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prominente Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wigald Boning wohnt in Bernbeuren und leitete dort die Ski-Nordisch-Abteilung des Ortsvereins.
  • Doris Dörrie hat ihren Zweitwohnsitz in Bernbeuren, ist Mitglied im örtlichen Museumsverein und der IG Auerberg.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arbeitskreis „Geschichte“ Bernbeuren (Hrsg.): Bernbeuren – Aus der Geschichte unseres Dorfes. Bernbeuren 1995, ISBN 3-930599-06-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bernbeuren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Georg Paula, Stefanie Berg-Hobohm: Landkreis Weilheim-Schongau: Denkmäler in Bayern. Lipp, München 2003, Band 1, S. 26
  3. Gemeinde Bernbeuren. In: Der Landkreis Weilheim-Schongau. Herausgeber: Landratsamt Weilheim-Schongau 2010, Texte: Max Biller (Kreisarchivpfleger), Helmut Schmidbauer (Kreisheimatpfleger), Seite 46 f
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 596.
  5. Kommunalstatistik von Bernbeuren, abgerufen am 4. November 2010
  6. a b c Bernbeuren: Amtliche Statistik des LfStat (PDF; 1,24 MB) Abgerufen am 20. Juni 2016.