Oberhausen (bei Peißenberg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberhausen
Oberhausen (bei Peißenberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberhausen hervorgehoben
Koordinaten: 47° 47′ N, 11° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs­gemeinschaft: Huglfing
Höhe: 611 m ü. NHN
Fläche: 14,91 km2
Einwohner: 2079 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82386
Vorwahl: 08802
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 135
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 32
82386 Huglfing
Webpräsenz: www.oberhausen-obb.de
Bürgermeister: Thomas Feistl (FW)
Lage der Gemeinde Oberhausen im Landkreis Weilheim-Schongau
Starnberger SeeAmmerseeLandkreis OstallgäuLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis StarnbergLandkreis Landsberg am LechWildsteigWielenbachWessobrunnWeilheim in OberbayernSteingadenSindelsdorfSeeshauptSchwabsoienSchwabbruckSchongauRottenbuchRaistingPremPolling (bei Weilheim)PenzbergPeitingPeißenbergPählObersöcheringOberhausen (bei Peißenberg)IngenriedIffeldorfHuglfingHohenpeißenbergHohenfurchHabachEglfingEberfingBurggenBöbingBernried am Starnberger SeeBernbeurenAntdorfAltenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild

Oberhausen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Huglfing. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Berg, Achberg, Eyach, Kirnberg, Kreilhof, Maxlried, St. Nikolaus, Scheithauf und Thalhausen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberhausen liegt im Pfaffenwinkel zwischen Murnau und Weilheim in Oberbayern. Durch den Ort fließt der in Huglfing entspringende Hungerbach. Es existiert nur die Gemarkung Oberhausen. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile:

  • Achberg
  • Berg
  • Eyach
  • Kirnberg
  • Kreilhof
  • Obermaxlried
  • Untermaxlried
  • St. Nikolaus
  • Thalhausen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde mehrere Jahrhunderte lang „Hausen unterm Wildenberg“ oder „Hausen bei Wildenberg“ genannt.[2] Oberhausen wurde erstmals 950 urkundlich erwähnt durch den Ortsteil Berg, der zu dieser Zeit im Besitz des Bistums Brixen war.[2] Auf dem sogenannten Schlossberg südwestlich von Oberhausen befindet sich der mittelalterliche Burgstall Willenberg, den die seit etwa 1170 hier ansässigen Edlen von Weilheim zu einer Höhenburg ausgebaut haben.[3] Sie nannten sich die „Edlen von Husen“ (Hausen).[2] Der letzte Dorfadlige starb 1420.[2] Der Ortsteil Berg hatte bis zum 13. Jahrhundert ebenfalls eigenen Dorfadel; sie wurden die Adligen von Perge genannt.[2] Oberhausen und Berg gehörte zusammen mit Huglfing zum ehemals reichsunmittelbaren Kloster Ettal des Kurfürstentums Bayern.

Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die Gemeinde Oberhausen, die zum Landgericht Weilheim gehörte.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Ammerhöfe mit damals weniger als 40 Einwohnern eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohnerzahl[5] 538 574 590 764 789 1279 1202 1207 1503 1739 1907 2008 2131 2103 2063

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Thomas Feistl.

Gemeinderat (Kommunalwahl 2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[6]

  • SPD/Unabhängige Wählerschaft: 3 Sitze
  • Parteifreie Wählerschaft Oberhausen: 6 Sitze
  • CSU/Parteifreie: 3 Sitze
  • Tradition und Fortschritt: 2 Sitze
  • Gesamt: 14 Sitze

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberhausen von Nordosten
Kirche St. Mauritius in Oberhausen

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 36 und im Bereich Handel und Verkehr 32 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 582. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe.

Zudem bestanden im Jahr 1999 28 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 849 ha. Davon waren 30 ha Ackerfläche und 819 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberhausen liegt direkt an der Bundesstraße 472 zwischen Schongau und Bad Tölz. Die Bundesstraße 2 verläuft nur wenige Kilometer östlich des Orts. Der nächste Autobahnanschluss ist Sindelsdorf (A 95) etwa 25 km in südöstlicher Richtung. Der nächste Bahnhof liegt zwischen Oberhausen und Huglfing. Er liegt an der Bahnstrecke München–Garmisch-Partenkirchen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1974 befindet sich Oberhausen mit den Orten Huglfing und Eglfing im Schulverband Huglfing. Die Schüler besuchen demnach die Grund- und Hauptschule in Huglfing (Hauptschule erst seit dem 1. September 2008).

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 51 Kindern (Stand: 1999)
  • Kinderkrippe (seit September 2007)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c d e Gemeinde Oberhausen. In: Der Landkreis Weilheim-Schongau. Herausgeber: Landratsamt Weilheim-Schongau 2010, Texte: Max Biller (Kreisarchivpfleger), Helmut Schmidbauer (Kreisheimatpfleger), Seite 59
  3. Georg Paula, Stefanie Berg-Hobohm: Landkreis Weilheim-Schongau Band 1 (= Denkmäler in Bayern), Lipp, München 2003, S. 182.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 595.
  5. Kommunalstatistik von Oberhausen, abgerufen am 6. November 2010
  6. http://oberhausen-obb.de/Gemeinde_Oberhausen/Oberhausen_Gemeinde/Oberhausen_Gemeinderat

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberhausen (bei Peißenberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien