Böbing

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Böbing
Böbing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Böbing hervorgehoben
Koordinaten: 47° 45′ N, 10° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs­gemeinschaft: Rottenbuch
Höhe: 744 m ü. NHN
Fläche: 40,34 km2
Einwohner: 1869 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 82389, 82380
Vorwahl: 08867
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 117
Adresse der Verbandsverwaltung: Klosterhof 42
82401 Rottenbuch
Webpräsenz: www.boebing.de
Bürgermeister: Peter Erhard (CSU/Junge Union/Part.fr.Wähler)
Lage der Gemeinde Böbing im Landkreis Weilheim-Schongau
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Böbing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rottenbuch. Böbing liegt in der Region Oberland. Es existiert nur die Gemarkung Böbing.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Böbing besteht aus 22 Gemeindeteilen: Das Pfarrdorf Böbing. Die Dörfer Grambach, Kirnberg, Pischlach und Wimpes. Die Weiler Ammerhaus, Geigersau, Holzleithen, Leithen, Lugenau, Mühlegg, Sprengelsbach, Thalmühl und Vorderkirnberg. Die Einöden Ajamühle, Bromberg, Bruckerhof, Faistenau, Lindau, Ruhe und Wörth. Das Gut Osterwald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Böbing stammt von der Sippe eines Babo oder Bebo. Erste urkundliche Erwähnung war im Jahr 935 mit dem Ortsnamen „Bebingoe“.[2] Später ging der Ort als Schenkung Welfs IV. an das nahegelegene Kloster Rottenbuch.[3] Das ist mit der Urkunde vom 27. Dezember 1074 belegt.[3] Böbing gehörte noch im Kurfürstentum Bayern zum Kloster Rottenbuch und war ein Teil der geschlossenen Hofmark Rottenbuch.

Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde, die zum Landgericht Schongau gehörte.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 643 759 746 949 835 1358 1086 1207 1396 1426 1537 1579 1696 1765 1850

ab 1991: jeweils 31. Dezember;
Quelle: Statistik Bayern [4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Peter Erhard (CSU/Junge Union/Parteifreie Wähler). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Schauer sen. (CSU/Parteifreie Wähler).

Steuereinnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2011 858.000 Euro, davon waren 189.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter silbernem Schildhaupt, darin ein durchgehendes rotes Kreuz, in Blau eine bewurzelte goldene Buche.

Böbing und Rottenbuch vom Hohen Peißenberg
Böbing von Norden
Böbing von Osten
Am Lugenauer See bei Böbing

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pestfriedhof Böbing

Neben der katholischen Kirche mit Lourdesgrotte in der Ortsmitte gibt es außerhalb in Richtung Schönberg einen kleinen Pestfriedhof. Dort wird der Pestopfer der Jahre 1643 gedacht. Laut einer Informationstafel findet jedes Jahr Mitte August eine kleine Prozession dorthin statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2011 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft drei, im produzierenden Gewerbe 142 und im Bereich Handel und Verkehr 21 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 61 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 610. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe mit 20 oder mehr Mitarbeitern, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2010 74 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1874 ha.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Böbing liegt an der Staatsstraße 2058 von Steingaden nach Weilheim. Der Ort ist mit der Buslinie 9651 des Regionalverkehrs Oberbayern erreichbar.[5]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2011):[4]

  • 50 Kindergartenplätze mit 49 Kindern
  • eine Volksschule mit vier Lehrern und 74 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albin Schwaiger (1758–1824), Meteorologe und Augustinerchorherr
  • Julius Uhl (1903–1934), Politiker (NSDAP) und SA-Führer sowie langjähriger Chef der SA-Stabswache, einer der Getöteten des sogenannten Röhm-Putsches
  • Niki Schelle: Rallye-Fahrer und Testfahrer für TV-Motorsport-Magazine (z. B. Grip-Das Motormagazin)
  • Josef Gretschmann: Ehemaliger Bürgermeister und Ehrenbürger von Böbing, ehemaliges Mitglied des Bayerischen Landtags (1958–1965) der CSU (nach ihm wurde die „Bürgermeister-Gretschmann-Straße“ benannt)
  • Martin Gretschmann: Musiker, der durch Musikprojekte wie Console und erfolgreiche Hörspiele (in Zusammenarbeit mit Andreas Ammer) auf sich aufmerksam machte. Als Mitglied der Gruppe Notwist erhielt er 2010 den Deutschen Filmpreis für den Soundtrack zum Film „Sturm“.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Böbing gab es eine Band names „Babo de Bebo“, die sich in Anlehnung an den Ursprung des Ortsnamens so genannt hat.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Böbing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Böbing. In: Der Landkreis Weilheim-Schongau. Herausgeber: Landratsamt Weilheim-Schongau 2010, Texte: Max Biller (Kreisarchivpfleger), Helmut Schmidbauer (Kreisheimatpfleger), Seite 49
  3. a b Georg Paula, Stefanie Berg-Hobohm: Landkreis Weilheim-Schongau: Denkmäler in Bayern. Karl M Lipp Verlag, München 2003, Band 1, Seite 71
  4. a b c d Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Statistik kommunal 2012: Böbing (PDF-Datei; 1,67 MB)
  5. Regionalverkehr Oberbayern - Liniennetzplan Liniennetzplan Landkreis Weilheim-Schongau@1@2Vorlage:Toter Link/www.rvo-bus.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF-Datei; 683 kB)