Bugarach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bugarach
Wappen von Bugarach
Bugarach (Frankreich)
Bugarach
Region Languedoc-Roussillon
Département Aude
Arrondissement Limoux
Kanton Couiza
Gemeindeverband Communauté de communes du Pays de Couiza.
Koordinaten 42° 53′ N, 2° 21′ O42.8780555555562.3519444444444Koordinaten: 42° 53′ N, 2° 21′ O
Höhe 340–1.231 m
Fläche 26,62 km²
Einwohner 210 (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 8 Einw./km²
Postleitzahl 11190
INSEE-Code
Website www.bugarach.fr

Bugarach
.

Bugarach ist eine französische Gemeinde mit 210 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012) im Département Aude in der Region Languedoc-Roussillon.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Zentrum des Départements Aude 22 Kilometer südlich von Limoux am Fuß des Pic de Bugarach.

Geschichte[Bearbeiten]

Erste Spuren des Ortes stammen aus dem 13. Jahrhundert. Später taucht der Ort auch in mehreren Dokumenten auf. Eine besonders wichtige Periode in der Entwicklung des Ortes ist das späte 18. und frühe 19. Jahrhundert, wo eine entscheidende wirtschaftliche Entwicklung stattfand. Während der Herrschaft Ludwigs XV. mussten auch Männer aus Bugarach im Siebenjährigen Krieg zwischen 1756 und 1763 kämpfen. Sie kamen als Gefangene nach Oberschlesien. Dort erlernten sie das Handwerk des Hütemachens, eine Fähigkeit, die sie in ihre Heimat mitbrachten. In seiner Blütezeit hatte das Dorf 1831 über 1.000 Einwohner. Danach zogen aber viele Einwohner wieder aus Bugarach fort und es blieb die landwirtschaftliche Prägung.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg verließ ein Großteil der verbliebenen Einwohner den kleinen Ort und zog in die Städte.[1] 1975 wurden nur noch 125 Einwohner gezählt. Erst der Ende der 1960er Jahre mit dem Zuzug alternativer Landwirte beginnende Aufschwung[1] hat den Ort wieder belebt. Ab 2000 begannen sich Esoteriker für Bugarach zu interessieren.[1] Heute sind die meisten Einwohner Zugezogene[1] und die Wirtschaft orientiert sich in Richtung Tourismus.

Laut Anhängern einer Theorie, dass nach dem Maya-Kalender am 21. Dezember 2012 die Welt untergehen würde, wäre Bugarach der einzige Ort gewesen, um die Apokalypse zu überleben. Schon im Sommer 2011 waren die meisten Touristen im Ort Esoteriker.[1][2] Befürchtete dramatische Ereignisse, etwa Massenselbstmorde, fanden allerdings nicht statt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pic de Bugarach
  • Sentier cathare (Wanderweg)
  • Schloss von Bugarach
  • Kirche von Bugarach
  • Wasserfall in der Nähe des Dorfes
  • Römische Brücke in der Nähe des Dorfes

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Ort ist hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt.

Politik[Bearbeiten]

Jean-Pierre Delord ist seit 2001 Bürgermeister der Gemeinde.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1954 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009
Einwohner 226 156 125 144 153 176 184 196[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bugarach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Keine Apokalypse in kleinem Dorf. In: orf.at. 19. Mai 2011, archiviert vom Original am 26. August 2011, abgerufen am 26. August 2011.
  2. Die Invasion der Esoteriker. In: Süddeutsche Zeitung. 16. Juni 2011, abgerufen am 21. Dezember 2012.
  3. Populations légales 2009 de la commune de Bugarach. In: Institut national de la statistique et des études économiques. Abgerufen am 21. Dezember 2012.