Burg Sulz

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Burg Sulz
Alternativname(n): Alte Sulz
Entstehungszeit: Mitte 12. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Burgstall
Ort: Kirchberg an der Jagst
Geographische Lage 49° 12′ 25,4″ N, 9° 59′ 21,6″ OKoordinaten: 49° 12′ 25,4″ N, 9° 59′ 21,6″ O
Höhe: 384,4 m ü. NN
Burg Sulz (Baden-Württemberg)
Burg Sulz

Die Burg Sulz, auch Alte Sulz genannt, ist eine abgegangene Höhenburg auf 652,1 m ü. NN etwa einen halben Kilometer nordöstlich von Schloss und Altstadt von Kirchberg an der Jagst im Landkreis Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg. Am Fuße der Burg befand sich der Weiler Sulz mit einem Sauerbrunnen, also einer Salzquelle.[1]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg Sulz stand auf dem abwärtigen Mündungssporn des durch eine steile Klinge von Gaggstatt her zur Jagst laufenden Steinbachs, gegenüber von Burg Hornberg im Osten auf dem aufwärtigen. Durch diese Klinge verläuft die das Jagsttal querende Hauptstraße noch heute bergan nach Nordosten. Auch nach Westen fällt das Terrain vom Burggelände stark ab, da hier der Fluss den nördlichen Teil einer weit verebneten Flussdoppelschlinge ausgeräumt hat, aus dem er sich wieder etwas zurückgezogen hat. Im Süden liegt gegenüber der Jagst der bewaldete Sophienberg, zwischen diesem und dem Burgsporn ist der Fluss durchgebrochen; ein alter Mühlenstandort zu Füßen der Burg, die etwa 50 Meter über einer alten Jagstfurt etwas weiter westlich liegt, späterhin durch eine Brücke ersetzt, verweist noch auf das dadurch erhöhte Gefälle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg Sulz, 1157 Sulce genannt, wurde um 1103 von den Edlen von Sulz als Stammsitz erbaut. Sie diente der Sicherung eines alten Jagstübergangs im Zuge der Salzstrasse von Hall nach Rothenburg, wie auch ihre gegenüber am anderen Jagstufer um 1240 erbaute Burg Kirchberg. Die Ausmaße der Kernburg betragen ca. 30 x 30 Meter. Eine kleinere Vorburg schloss sich nordöstlich hangabwärts an.

Die Burg Sulz wurde am 03. Mai 1525 im Bauernkrieg zerstört. Der Burgstall zeigte im 18. Jahrhundert noch einen hohen Mauerrest, deren Steine dann vermutlich im Jagstwehr verbaut wurden. Heute sind nur noch verschüttete Kellergewölbe und Abschnittsgräben erhalten.[2][3]

Besitzer, Lehnsherren, Vögte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Besitz - von Hohenlohe,
  • Lehensherren - vor 1480 Jörg Truchseß von Baldersleben, - 1480 Marx von Wollmersleben, - 1500 Wolf Golzmann,
  • Burgvogt - 1472 Karl Gernert

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alois Schneider: Die Burgen im Kreis Schwäbisch Hall – Eine Bestandsaufnahme. (Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg, Band 18). Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-8062-1228-7, S. 127–130.
  • Theodor Sandel: " Kirchberg an der Jagst-Schicksal einer Hohenlohe - fränkische Stadt, Band 1", Verlag Lorenz Spindler Nürnberg 1936, Absatz 3. Mai, http://www.webisphere.de/geschichte/histhoh2.html

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. pro-region.de Sauerbrunnen
  2. Alte Sulz bei kirchberg-jagst.de
  3. Kirchberg bei leo-bw.de