Champcerie

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Champcerie
Champcerie (Frankreich)
Champcerie
Region Normandie
Département Orne
Arrondissement Argentan
Kanton Athis-de-l’Orne
Gemeindeverband Val d’Orne
Koordinaten 48° 48′ N, 0° 13′ WKoordinaten: 48° 48′ N, 0° 13′ W
Höhe 159–231 m
Fläche 8,94 km2
Einwohner 156 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 17 Einw./km2
Postleitzahl 61210
INSEE-Code

Champcerie ist eine französische Gemeinde mit 156 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Orne in der Region Normandie.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt 16 Kilometer nordwestlich der Stadt Argentan und einige Kilometer südlich der Grenze zum Département Calvados. Das Gebiet der Kommune wird von der Baize sowie den Bächen Ruisseau des Monts Hiboux und Fontaine André durchflossen.[1] Die Nachbargemeinden von Champcerie sind Bazoches-au-Houlme im Norden, Neuvy-au-Houlme im Nordosten, Habloville im Osten, Giel-Courteilles im Südosten, Putanges-Pont-Écrepin im Süden, Les Rotours im Südwesten und Rabodanges im Westen.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich des Kernortes verläuft eine regionale Hauptverkehrsachse mit dem Namen D909, die Richtung Norden an Falaise und Richtung Süden an Putanges-Pont-Écrepin anbindet. Dazu existiert ein Netz lokaler Straßen, das die Anbindung zu den Nachbarorten herstellt.

Dank begünstigender geologischer Faktoren ist die Pferdezucht in Champcerie angesiedelt und stellt einen wichtigen Wirtschaftszweig dar.[2]

Geschichte und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1094 wurde der Ort unter dem Namen Cancelsium erwähnt, worauf weitere Nennungen unter Namen wie Chancery, Chancelers, Chansserys folgten. Als geklärt gilt, dass die Namensgebung lateinischen Ursprungs ist, auch wenn es verschiedene Ansätze für die Deutung der Benennung gibt. Einer Theorie zur Folge könnte es sich um eine Ableitung von Campus rivi handeln, was mit „Feld am Bach“ zu übersetzen ist. Eventuell ist der Name einer Variation des lateinischen Ausdrucks Campus cereris, was „Feld der Ceres“ mit Blick auf die römische Fruchtbarkeitsgöttin Ceres bedeuten würde. Eine dritte Hypothese sieht die Ableitung von Campus Cenerici mit Bezug auf den normannischen Heiligen Céneri aus dem 7. Jahrhundert.

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche im Zentrum des Ortes entstand in den 1860er-Jahren. Der Innenraum wird von einem getäfelten Gewölbe gebildet und enthält Kulturgüter wie ein Taufbecken, einen Kreuzweg und drei Altare aus Holz. Einer der Altare stammt vermutlich aus dem späten 17. Jahrhundert und war ebenso wie das Prozessionskreuz der Kirche bereits Teil eines zuvor bestehenden Gebetshauses. Als weiteres religiöses Erbe existieren auf dem Gebiet der Gemeinde sieben verschiedene Kalvarienberge.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2010
Einwohner 154 143 113 108 103 116 137

Im Jahr 1800 umfasste die Gemeinde 428 Einwohner und konnte diese Zahl vergrößern, bis die Bevölkerung 1836 mit 483 Bewohnern ihren Höhepunkt erreichte. Danach folgte ein kontinuierlicher Rückgang, der zur Folge hatte, dass sich die Anzahl bis 1906 auf 240 etwa halbierte. Sie sank weiter stark, bis sie 1990 mit 103 Menschen ihren Tiefstand erreichte und in eine Phase des Bevölkerungszuchwases überging.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Champcerie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mairie de Champcerie, annuaire-mairie.fr
  2. a b La Forêt-Auvray (Memento des Originals vom 24. August 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/cc-valdorne.fr, cc-valdorne.fr
  3. Champcerie - Notice Communale, cassini.ehess.fr