Corrado Pardini

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Corrado Pardini (2011)

Corrado Pardini (* 19. Juni 1965 in Bern; heimatberechtigt in Fahrni) ist ein schweiz-italienischer Politiker (SP) und Gewerkschafter (Unia).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pardini ist in Bern geboren und aufgewachsen. Er absolvierte eine vierjährige Berufslehre als Maschinenschlosser in der Maschinenfabrik Wifag und besuchte danach von 1985 bis 1987 das Wirtschaftsgymnasium in Bern. Er ist schweizerisch-italienischer Doppelbürger.[1]

Heute arbeitet er in Bern und wohnt in Lyss. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Gewerkschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1987 trat er in Lyss als Sekretär in die Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) ein, 1996 wechselte er in gleicher Funktion nach Biel, von wo aus er für die gesamte Region Biel-Seeland verantwortlich ist. Nach der Fusion der GBI mit den Gewerkschaften SMUV und VHTL war er zuerst Regionalsekretär der neuen Grossgewerkschaft Unia. Berufsbegleitend absolvierte er während zwei Jahren am Verbandsmanagement Institut der Universität Freiburg ein Nachdiplomstudium im Bereich Management in Non-Profit-Organisationen. 2005 übernahm er die Branchenleitung Chemie und Pharma in der Unia. Seit dem Unia-Kongress 2008 ist er Mitglied der nationalen Unia-Geschäftsleitung und für den Sektor Industrie verantwortlich. Zum Abschied von der Bieler Unia-Sektion zog Pardini im Buch Gewerkschaft zwischen Anspruch und Alltag zusammen mit anderen Autoren eine Bilanz seiner Arbeit. 2013 war er Verhandlungsführer der Unia bei der Neuaushandlung des Gesamtarbeitsvertrages der Maschinenindustrie (MEM-GAV). Wichtigste Neuerung des GAV ist die Festlegung von Mindestlöhnen. Die Auseinandersetzung ist im Buch Heavy Metall – wie sich eine Gewerkschaft in der Industrie neu erfindet von Oliver Fahrni dokumentiert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pardini war vom 1. Juni 2002 bis zum 15. Dezember 2011 Mitglied des Grossen Rats des Kantons Bern. Seit dem 30. Mai 2011 ist er Nationalrat. Er rückte für den zurückgetretenen André Daguet, ebenfalls ein Vertreter der Gewerkschaft Unia, nach.[2] Bei den Wahlen vom 23. Oktober 2011 wurde er bestätigt. Er gehört der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) und der Kommission für Rechtsfragen (RK) des Nationalrates an. Schwerpunkte seiner parlamentarischen Arbeit sind die Verschärfung der flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit mit der EU, die Regulierung des Bankensektors und die Sicherung des Labels «Swissness». Er ist ein Verfechter guter bilaterale Beziehungen mit der EU.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carlos Hanimann: «Eine Schweiz mit zehn Millionen ist kein Problem.» In: Die Wochenzeitung, 2/2014, 9. Januar 2014; Interview
  2. Niklaus Bernhard: Daguet macht Platz für Pardini. In: Berner Zeitung. 23. Februar 2011; abgerufen am 1. Juni 2011.