Johann Schneider-Ammann

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Offizielles Porträt von Bundesrat Johann Schneider-Ammann (2011)
Johann Schneider-Ammann (erste Position von links) auf dem offiziellen Bundesratsfoto 2014

Johann Niklaus Schneider-Ammann (* 18. Februar 1952 in Sumiswald, bürgerlicher Name Johann Niklaus Schneider[1], heimatberechtigt in Hasle bei Burgdorf) ist ein Schweizer Unternehmer, Politiker (FDP) und seit November 2010 Bundesrat. Er ist Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF).

Leben[Bearbeiten]

Schneider-Ammann studierte Elektrotechnik an der ETH Zürich und schloss 1977 mit dem Diplom ab. 1982/83 erwarb er einen Master of Business Administration an der Schule Insead in Fontainebleau bei Paris.

1978 wurde er Projektleiter bei Oerlikon-Bührle, 1981 trat er ins Maschinenbauunternehmen der Familie seiner Ehefrau Katharina Schneider-Ammann ein, zunächst als Prokurist, seit 1990 als Präsident der Ammann Group. Seit der Teilnahme der Ammann Group an der Sanierung der Mikron Technology Group im Jahr 2003 war er dort Präsident des Verwaltungsrates, dem er zuvor schon als Mitglied angehört hatte. Seit 1998 war er auch Mitglied des Verwaltungsrates der Swatch Group in der obersten Muttergesellschaft The Swatch Group SA.

Hinzu kamen weitere Verwaltungsratsmandate namentlich in der Ammobilien AG (Langenthal), in der Belenos Clean Power Holding AG (Biel), in der Glas Trösch Holding AG (Bützberg), in der Insys Industriesysteme AG (Münsingen), in der Madisa AG (Bern), und in der Mikron Holding AG (Biel).[2]

Seit 1999 präsidierte Schneider-Ammann auch den Verband der schweizerischen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie Swissmem; zudem war er Vizepräsident des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse. Er engagierte sich auch in der Vereinigung Schweizer Unternehmer in Deutschland (VSUD) und in der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft des Kantons Bern.[2]

In den Nationalrat wurde Schneider-Ammann bei den Wahlen 1999 gewählt und bei denjenigen von 2003 und 2007 bestätigt. Er gehörte dort der parlamentarischen Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) an.

Johann Schneider-Ammann wurde am 22. September 2010 in der Ersatzwahl für Hans-Rudolf Merz mit 144 Stimmen im fünften Wahlgang in den Bundesrat gewählt. Dieser teilte ihm am 27. September 2010 das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) zu, das zuvor von Bundesrätin Doris Leuthard geführt wurde.

Schneider-Ammann ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Langenthal. Langenthal verlieh ihm 2010 das Ehrenbürgerrecht.[3]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Johann Schneider-Ammann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schweizerische Bundeskanzlei: Der Bund kurz erklärt, Seite 71. Erschienen 2011
  2. a b Ueli Mäder u. a.: Wie Reiche Denken und Lenken, S. 429. Rotpunktverlag, Zürich, 2010.
  3. Bundesrat Schneider-Ammann wird Ehrenbürger, 14. Dezember 2010, Der Bund
Vorgänger Amt Nachfolger
Hans-Rudolf Merz Mitglied im Schweizer Bundesrat
2010–