Dirk Schuster

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Dirk Schuster
Dirk-Schuster-2016-07.jpg
Dirk Schuster (2016)
Spielerinformationen
Geburtstag 29. Dezember 1967
Geburtsort Karl-Marx-StadtDDR
Größe 177 cm
Position Abwehr
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1985–1986
1986–1987
1988–1990
1990–1991
1991–1997
1997–1999
1999–2000
2000–2000
2000–2002
2002–2004
2004–2006
2006–2007
2007
FC Karl-Marx-Stadt II
Sachsenring Zwickau
1. FC Magdeburg
Eintracht Braunschweig
Karlsruher SC
1. FC Köln
Antalyaspor
VfB Admira Wacker Mödling
LR Ahlen
SV Wilhelmshaven
SV Waldhof Mannheim
ASV Durlach
FC Alemannia Wilferdingen

30 (0)
52 (1)
36 (4)
167 (3)
62 (5)
29 (0)
10 (1)
50 (6)
67 (9)
65 (4)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1990 DDR 4 0(0)
1994–1995 Deutschland 3 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2006–2007
2009–2012
2012–2016
2016
ASV Durlach
Stuttgarter Kickers
SV Darmstadt 98
FC Augsburg
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Dirk Schuster (* 29. Dezember 1967 in Karl-Marx-Stadt) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer. Der Sohn von Eberhard Schuster war als Verteidiger bei zahlreichen Vereinen aktiv und meist Stammspieler. Sein größter Erfolg als Trainer ist der Durchmarsch des SV Darmstadt 98 von der 3. Liga in die Bundesliga in den Jahren 2013 bis 2015 sowie der folgende Klassenerhalt.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dirk Schuster 1990 im Trikot des 1. FC Magdeburg gegen Hansa Rostock

Mit den Junioren des FC Karl-Marx-Stadt wurde Schuster 1986 DDR-Meister. Im gleichen Jahr wurde er mit der Juniorenauswahlmannschaft der DDR in Jugoslawien Europameister (3:1 gegen Italien) und ein Jahr später in Chile WM-Dritter. In dieser Mannschaft spielte er unter Trainer Eberhard Vogel in der Abwehr.

Im Sommer 1986 rückte er bei den Karl-Marx-Städtern in den Oberligakader auf, wurde aber nur in der 2. Mannschaft des FCK in der drittklassigen Bezirksliga Karl-Marx-Stadt eingesetzt. Kurz vor dem Ende des Jahres 1986 wechselte Schuster innerhalb seines Heimatbezirkes zur BSG Sachsenring Zwickau, mit der er in der zweithöchsten Spielklasse der DDR, der Liga, kickte. Beim darauffolgenden Jahreswechsel gelang dem Verteidiger der Sprung in ein Oberligateam: ab März 1988 lief er für den 1. FC Magdeburg in der ostdeutschen Eliteliga auf.[1]

Nach seinem Karrierestart im DDR-Fußball wechselte Schuster im Sommer 1990 vom 1. FC Magdeburg zu Eintracht Braunschweig in die 2. Bundesliga. Schnell überzeugte er dort durch seine Leistungen und der Karlsruher SC holte ihn 1991 in die 1. Bundesliga. In Karlsruhe erlebte er seine erfolgreichste Zeit. Unter anderem war er am Wunder vom Wildpark 1993 beteiligt, als der KSC den FC Valencia mit 7:0 im Europapokal schlug.

Dreimal wurde er in der Bundesdeutschen Nationalmannschaft eingesetzt, nämlich 1994 gegen Ungarn und Albanien und 1995 gegen Spanien. Zuvor hatte er 1990 schon vier Länderspiele für die DDR bestritten. [2]

1997 ging er zum 1. FC Köln, mit dem er in die 2. Liga abstieg. Nach seiner Zeit in Köln war der stetige Wechsel sein Begleiter. Von 2004 bis 2006 stand Schuster beim SV Waldhof Mannheim in der Oberliga unter Vertrag. In der Saison 2006/2007 spielte der Verteidiger beim nordbadischen Verbandsligisten ASV Durlach. Im Dezember 2006 wechselte er erneut den Verein und unterschrieb einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2007 beim Landesligisten Alemannia Wilferdingen.

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von November 2006 bis Januar 2007 war Schuster als Interimscoach beim ASV Durlach tätig. Im Dezember 2007 bestand er als Lehrgangsbester den 54. Lehrgang für DFB-Fußballlehrer an der Hennes-Weisweiler-Akademie in der Deutschen Sporthochschule Köln.[3]

Von 2009 bis November 2012 trainierte er die Stuttgarter Kickers. Er stieg mit den Kickers zur Saison 2012/13 in die 3. Liga auf, wurde aber nach sechs sieglosen Spielen in Folge im November 2012 entlassen.[4]

Im Dezember 2012 wurde Schuster Trainer des damaligen Drittligisten SV Darmstadt 98. Er trat die Nachfolge des entlassenen Jürgen Seeberger an. In der Saison 2013/14 stieg er mit Darmstadt 98 nach einem 4:2-Auswärtssieg im Rückspiel der Relegation gegen Arminia Bielefeld (Hinspiel 1:3) in die 2. Bundesliga auf. Dort gelang ihm in der Saison 2014/15 mit der Darmstädter Mannschaft als Tabellenzweiter der Durchmarsch in die Bundesliga.

Am 2. Juni 2016 unterschrieb Schuster einen Dreijahresvertrag als Trainer des FC Augsburg.[5] Am 14. Dezember 2016 wurde er vom Verein freigestellt.[6]

2016 wurde er zum Fußballtrainer des Jahres gewählt.[7]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spieler:

Als Trainer:

Tor des Monats[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. Juli 1995 erzielte Schuster im UI-Cupspiel beim FC Aarau in der 87. Min. das 0:1 für den Karlsruher SC (Endstand 1:2 nach Verlängerung). Dabei setzte er sich auf der linken Außenbahn gegen drei Aarauer durch und traf an der Strafraumgrenze aus extremem Winkel nur einen Meter von der Grundlinie entfernt. Der Treffer wurde von den Zuschauern der Sportschau zum Tor des Monats Juli gewählt.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Arnhold: Dirk Schuster - Matches and Goals in Oberliga. RSSSF. 4. Juni 2015. Abgerufen am 19. Mai 2017.
  2. Matthias Arnhold: Dirk Schuster - International Appearances. RSSSF. 4. Juni 2015. Abgerufen am 19. Mai 2017.
  3. Sabine Maas: Griff in die Pralinenschachtel – Abschluss des 54. DFB-Fußball-Lehrer-Lehrgangs. Informationsdienst Wissenschaft, 20. Dezember 2007, abgerufen am 26. November 2016.
  4. Stuttgarter Kickers trennen sich von Schuster. SID-Meldung bei Zeit Online, 19. November 2012, abgerufen am 26. November 2016.
  5. Schuster kommt, Weinzierl geht. Meldung des FC Augsburg, 2. Juni 2016, abgerufen am 26. November 2016.
  6. Meldung auf der Website des FC Augsburg, abgerufen am 14. Dezember 2016
  7. „Kicker“-Wahl: Dirk Schuster ist Trainer des Jahres 2016. Augsburger Allgemeine, 14. August 2016, abgerufen am 26. November 2016.
  8. Tor des Monats Juli 1995 – Schuster. Sportschau.de, abgerufen am 26. November 2016 (Video: flv, 7,6 MB).