Robert Lewandowski

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Robert Lewandowski

Robert Lewandowski, 2013

Spielerinformationen
Geburtstag 21. August 1988
Geburtsort WarschauPolen
Größe 184 cm
Position Stürmer
Vereine in der Jugend
1996–1997
1997–2004
Partyzant Leszno
Varsovia Warschau
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2005
2005–2006
2006–2008
2008–2010
2010–
Delta Warschau
Legia Warschau II
Znicz Pruszków
Lech Posen
Borussia Dortmund
10 0(4)
6 0(2)
59 (36)
58 (32)
127 (71)
Nationalmannschaft2
0
2008–
Polen U-21
Polen
3 0(0)
60 (18)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 12. April 2014
2 Stand: 19. November 2013

Robert Lewandowski (* 21. August 1988 in Warschau, Polen) ist ein polnischer Fußballspieler, der seit der Saison 2010/11 beim Bundesligisten Borussia Dortmund unter Vertrag steht.

Karriere

Anfänge in Polen

Lewandowski stammt aus einer sportbegeisterten Familie. Vater Krzysztof und auch Mutter Iwona waren Leistungssportler. Während sein Vater Judoka-Europameister der Junioren war, spielte seine Mutter in der höchsten polnischen Volleyball-Liga. Beide studierten Sport und waren nach der aktiven Sportler-Karriere als Sportlehrer tätig.[1]

Robert Lewandowski begann mit acht Jahren bei Partyzant Leszno mit dem Fußballspielen und war anschließend sieben Jahre in der Jugendabteilung von Varsovia Warschau aktiv.[2] 2005 spielte er zunächst beim Viertligisten Delta Warschau, ehe er zum Stadtrivalen Legia Warschau wechselte und für die zweite Mannschaft in der 2. Liga zum Einsatz kam.[3] 2006 wechselte er zum Drittligisten Znicz Pruszków, bei dem er in seiner ersten Saison mit 15 Toren Torschützenkönig wurde und mit ihm aufstieg. In der Saison 2007/08 erzielte er in 32 Spielen 21 Tore und wurde Torschützenkönig in der 2. Liga.

Am 18. Juni 2008 unterschrieb Lewandowski einen Vierjahresvertrag beim Erstligisten Lech Posen. Im Qualifikationsspiel zur Teilnahme am UEFA-Pokal am 17. Juli 2008, beim 1:0-Hinspielsieg beim aserbaidschanischen Meister Chazar Lenkoran erzielte er sein erstes Tor auf internationaler Vereinsebene. Am 8. August 2008 (1. Spieltag) erzielte er bei der 2:3-Niederlage im Heimspiel gegen GKS Bełchatów mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 in der 67. Minute sein erstes Erstligator.

Im Dezember 2008 wurde Lewandowski zum „Newcomer des Jahres“ in Polen gewählt. Am 19. Mai 2009 gewann Lewandowski mit Lech Posen den „Puchar Polski“, den nationalen Vereinspokal, mit dem 1:0-Sieg im Finale gegen Ruch Chorzów. Nach der Saison wurde er zur „Neuentdeckung der Saison“ 2008/09 gekürt. Am 25. Juli 2009 gewann er nach dem 4:3-Sieg im Elfmeterschießen gegen Wisła Krakau auch den Superpuchar Polski, den polnischen Supercup. Damit gewann er mit dem Verein seinen zweiten Titel innerhalb eines Jahres. Im Dezember 2009 wurde er für die Wahl zu „Polens Fußballer des Jahres“ nominiert, unterlag aber seinem Namensvetter Mariusz Lewandowski.

Borussia Dortmund

In der Sommerpause 2010 wechselte Lewandowski für 4,5 Mio. Euro zum deutschen Bundesligisten Borussia Dortmund, bei dem er einen bis zum 30. Juni 2014 datierten Vertrag unterschrieb. Am 22. August 2010 (1. Spieltag) debütierte er bei der 0:2-Niederlage im Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen, als er in der 63. Minute für Sebastian Kehl eingewechselt wurde.[4] Sein erstes Bundesligator erzielte Lewandowski am 19. September 2010 (4. Spieltag) beim 3:1-Sieg im Auswärtsspiel gegen den FC Schalke 04.[5][6] Das erste Pflichtspiel in der Startaufstellung bestritt er am 2. Dezember 2010 (5. Spieltag) in der Europa League, als er den verletzten Lucas Barrios ersetzte. In seiner Premierensaison absolvierte er 33 von 34 Bundesligaspiele und trug mit acht Toren zur Deutschen Meisterschaft bei. Obwohl er überwiegend als Einwechselspieler zum Einsatz kam, avancierte er zum besten „Joker“ der Bundesligasaison.

In der Saison 2011/12 profitierte Lewandowski vom verletzungsbedingten Ausfall von Lucas Barrios und bestritt alle Ligaspiele bis zur Winterpause von Beginn an. Mit Borussia Dortmund gewann er 2012 erneut die Deutsche Meisterschaft, wurde mit 22 Toren drittbester Torschütze und löste Jan Furtok als bislang besten polnischen Torschützen in einer Bundesligasaison – Zweiter mit 20 Toren 1990/91 – ab.

Am 12. Mai 2012 erzielte Lewandowski im DFB-Pokalfinale beim 5:2-Sieg gegen den FC Bayern München drei Tore und verhalf dem BVB zum ersten Double der Vereinsgeschichte. Am 24. April 2013 erzielte er im Halbfinal-Hinspiel der Champions League beim 4:1-Sieg gegen Real Madrid alle Tore für Dortmund; es waren die meisten Tore, die ein Spieler bis dahin in einem Halbfinale des Wettbewerbs erzielt hatte.[7] Damit ebnete er dem BVB den Weg ins Finale, das am 25. Mai 2013 im Londoner Wembley-Stadion gegen den FC Bayern München mit 1:2 verloren wurde.

FC Bayern München

Zur Saison 2014/15 wechselt Lewandowski nach Auslaufen seines Vertrages in Dortmund ablösefrei zum FC Bayern München. Er unterschrieb am 4. Januar 2014 einen bis zum 30. Juni 2019 gültigen Vertrag.[8]

Nationalmannschaft

Lewandowski debütierte am 10. September 2008 in der A-Nationalmannschaft, die in Serravalle, im WM-Qualifikationsspiel, mit 2:0 gegen die Nationalmannschaft San Marinos gewann. Er erzielte in diesem Spiel mit dem Treffer zum 2:0 in der 67. Minute sein erstes Länderspieltor. Zwei Länderspieltore gelangen ihm am 23. Januar 2010 beim 6:1-Sieg gegen die Nationalmannschaft Singapurs in Nakhon Ratchasima, am 17. November 2010, beim 3:1-Sieg gegen die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste in Posen, und am 26. März 2013, beim 5:0-Sieg gegen die Nationalmannschaft San Marinos im WM-Qualifikationsspiel in Warschau.

Er war es auch, der im Eröffnungsspiel der Europameisterschaft 2012 am 8. Juni in Warschau, beim 1:1-Unentschieden gegen Griechenlands Nationalmannschaft, das erste Turniertor erzielte.

Robert Lewandowski im Trikot von Borussia Dortmund - 4. Juli 2010

Erfolge

Vereine

Auszeichnungen

Sonstiges

Seit dem 22. Juni 2013 ist er mit der Karatekämpferin Anna Stachurska verheiratet, die unter anderem mit der Nationalmannschaft die Bronzemedaille bei der Karate-WM 2008 in Tokio gewann.[11] Lewandowski ist bekennender Katholik und engagiert sich für eine missionarische Initiative in seinem Heimatland.[12]

Weblinks

 Commons: Robert Lewandowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Artikel auf polityka.pl (polnisch)
  2. Artikel auf warszawa.sport.pl (polnisch)
  3. Artikel auf 11freunde.de
  4. Lewandowskis Bundeligadebüt auf Fussballdaten.de
  5. Lewandowskis 1. Bundesligator auf Fussballdaten.de
  6. Spielbericht auf kicker.de
  7. Artikel auf sueddeutsche.de
  8. Pressemitteilung auf der Homepage des FC Bayern München
  9. Artikel auf 11freunde.de
  10. Tor des Monats auf sportschau.de
  11. Artikel auf spox.com
  12. Artikel auf kath.net