Dserschinskoje (Krasnojarsk)

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Dorf
Dserschinskoje
Дзержинское
Föderationskreis Sibirien
Region Krasnojarsk
Rajon Dserschinski
Oberhaupt Juri Safronow
Gegründet 1735
Frühere Namen Saimka
Christoroschdestwenskoje
Roschdestwenskoje (bis 1931)
Bevölkerung 7374 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 190 m
Zeitzone UTC+7
Telefonvorwahl (+7) 39167
Postleitzahl 663700
Kfz-Kennzeichen 24, 84, 88, 124
OKATO 04 213 810 001
Geographische Lage
Koordinaten 56° 50′ N, 95° 14′ OKoordinaten: 56° 49′ 45″ N, 95° 13′ 45″ O
Dserschinskoje (Krasnojarsk) (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Dserschinskoje (Krasnojarsk) (Region Krasnojarsk)
Red pog.svg
Lage in der Region Krasnojarsk

Dserschinskoje (russisch Дзержи́нское) ist ein Dorf (selo) in der Region Krasnojarsk in Russland mit 7374 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt etwa 170 km Luftlinie nordöstlich des Regionsverwaltungszentrums Krasnojarsk, östlich des südlichen Endes des Jenisseirückens. Er befindet sich am Fluss Ussolka, der dem linken Angara-Nebenfluss Tassejewa zufließt.

Dserschinskoje ist Verwaltungszentrum des Rajons Dserschinski sowie Sitz der Landgemeinde (selskoje posselenije) Dserschinski selsowet, zu der außerdem die Dörfer Kedrowka (6 km nordöstlich) und Ussolka (8 km südöstlich) gehören.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf geht auf eine 1735 errichtete Hofstelle des Kosakenatamans Alexei Samoilow zurück. Solche Hofstellen wurden vorwiegend in Sibirien als saimka bezeichnet; der Ort wurde daher anfangs Saimka genannt. Nach der später dort errichteten Kirche bürgerte sich dann die Bezeichnung Christoroschdestwenskoje ein, von russisch Roschdestwo Christowo für Christi Geburt. Im 19. Jahrhundert wurde der Name verkürzt zu Roschdestwenskoje.

1931 erfolgte die Umbenennung in Dserschinskoje, nach dem 1926 verstorbenen Bolschewiken und Tscheka-Gründer Felix Dserschinski. Seit 7. Dezember 1934 ist das Dorf Verwaltungssitz eines nach ihm benannten Rajons.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 1029
1939 3236
1959 4205
1970 7291
1979 8143
1989 9329
2002 7898
2010 7374

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dserschinskoje wird unmittelbar westlich von der Regionalstraße 04K-021 (ehemals R410) umgangen, die von Kansk kommend weiter über das nördlich benachbarte Rajonzentrum Tassejewo nach Ustje bei der Mündung der Ussolka in die Tassejewa führt. Bei Kansk besteht Anschluss an die föderale Fernstraße R255 Sibir (ehemals M53) Nowosibirsk – Irkutsk, dort befindet sich etwa 75 km südlich von Tassejewa an der Transsibirischen Eisenbahn auch die nächstgelegene Bahnstation. Von Tassejewo verläuft zunächst die Ussolka in südöstlicher Richtung und dann deren rechten Nebenfluss Aban aufwärts die 04K-001 ins gut 50 km entfernte Aban, das östlich benachbarte Rajonzentrum.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)