Ujar

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Stadt
Ujar
Уяр
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Sibirien
Region Krasnojarsk
Rajon Ujar
Gegründet 1760
Stadt seit 1944
Fläche 52 km²
Bevölkerung 12.665 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 244 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 340 m
Zeitzone UTC+7
Telefonvorwahl (+7) 39146
Postleitzahl 663920–663924
Kfz-Kennzeichen 24, 84, 88, 124
OKATO 04 257 501
Geographische Lage
Koordinaten 55° 49′ N, 94° 20′ OKoordinaten: 55° 49′ 0″ N, 94° 20′ 0″ O
Ujar (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Ujar (Region Krasnojarsk)
Red pog.svg
Lage in der Region Krasnojarsk
Liste der Städte in Russland

Ujar (russisch Уя́р) ist eine Kleinstadt in der sibirischen Region Krasnojarsk (Russland) mit 12.665 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa 130 km östlich der Regionshauptstadt Krasnojarsk am Flüsschen Ujarka im Flusssystem des Jenissei.

Die Stadt Ujar ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort entstand in der Zeit der Anlegung des Sibirischen Traktes, nachdem hier 1760 ein Umsiedler aus dem damaligen Gouvernement Simbirsk eine erste Hütte errichtet hatte. Später wurde Ujar Poststation.

1897 wurde der ostsibirische Abschnitt der Transsibirischen Eisenbahn durch den Ort geführt, der 1899 auf seiner gesamten Länge in Betrieb ging (Krasnojarsk–Irkutsk). Die zunächst nach dem Fluss als Ujarskaja bezeichnete Bahnstation hieß bereits ab 1897 nach dem damals größeren, wenige Kilometer nördlich gelegenen Dorf Olgino und wurde 1906 erneut, nach einem Bahningenieur, in Kljukwennaja umbenannt.

Ab den 1920er Jahren entwickelte sich der Ort auf Grundlage in der Umgebung geförderter Rohstoffe zu einem regionalen Zentrum der Baumaterialienwirtschaft mit Ziegelfabrik, Werk für feuerfeste Werkstoffe, Fabrik für Glimmererzeugnisse. 1944 wurde das Stadtrecht unter dem heutigen Namen verliehen.

Die Bahnstation erhielt den Namen Ujar erst 1973, nachdem sie in den 1960er Jahren zu einem Knotenpunkt ausgebaut worden war.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1874 1.100
1939 15.347
1959 21.646
1970 20.581
1979 18.028
1989 17.040
2002 13.807
2010 12.665

Anmerkung: ab 1939 Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dorf Olgino ist eine Holzkirche vom Beginn des 20. Jahrhunderts erhalten, in Ujar selbst verschiedene Bahnhofsgebäude, darunter der Wasserturm, aus der gleichen Zeit.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutendster Wirtschaftszweig ist die Bauwirtschaft, u. a. mit einem Werk für Betonfertigerzeugnisse. Außerdem ist die Stadt Zentrum eines Landwirtschaftsgebietes mit verschiedenen Betrieben der Lebensmittelindustrie.

In Ujar befindet sich eine größere Station der Transsibirischen Eisenbahn (Streckenkilometer 4229 ab Moskau), von der hier eine 56 Kilometer lange Querverbindung zur parallel verlaufenden Südsibirischen Eisenbahn AbakanTaischet (Station Sajanskaja) abzweigt.

Die Fernstraße M53 Nowosibirsk–Krasnojarsk-Irkutsk–Listwjanka umgeht die Stadt nördlich.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]