Fußball-Regionalliga Nordost 2012/13

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Regionalliga Nordost 2012/13
Meister RB Leipzig
Aufsteiger RB Leipzig
Relegation ↑ RB Leipzig
Absteiger Energie Cottbus II, Torgelower SV Greif
Mannschaften 16
Spiele 240
Tore 626  (ø 2,61 pro Spiel)
Zuschauer 434.272  (ø 1809 pro Spiel)
Torschützenkönig Daniel Frahn
(RB Leipzig; 20 Tore)
Regionalliga 2011/12
3. Liga 2012/13

Die Saison 2012/13 der Regionalliga Nordost war die fünfte Spielzeit der Fußball-Regionalliga als vierthöchste Spielklasse und die siebte der Regionalliga Nordost in Deutschland. Den Meistertitel sicherte sich RB Leipzig. Energie Cottbus II und der Torgelower SV Greif mussten am Saisonende absteigen.

Ligareform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch eine vorgenommene Ligenreform gab es in der Saison 2012/13 nicht mehr drei Staffeln einer Regionalliga, sondern fünf gleichrangige Ligen von fünf Verbänden.[1] Daher rührt auch die nun feste Ligazuteilung der Mannschaften je nach Verbandszugehörigkeit. Die Trägerschaft der Ligen war vom DFB auf die Regional- und Landesverbände übergegangen.[2] Die Vereine der Regionalliga erhielten keine Fernsehgelder mehr. Eine ursprünglich geplante Obergrenze von maximal sieben zweiten Mannschaften der DFL-Vereine wurde von den Landesverbänden verworfen.[3] Zweite Mannschaften von Vereinen der 3. Liga dürfen maximal in der fünften Spielklasse (Oberliga) spielen, dritte Mannschaften besitzen generell ebenso kein Aufstiegsrecht zur Regionalliga.

Die beiden Staffeln der Oberliga Nordost blieben als Unterbau der Regionalliga Nordost bestehen, ihre Meister stiegen direkt auf.

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regionalliga Nordost mit 16 Teams setzte sich folgendermaßen zusammen:

  • dem Absteiger aus der 3. Liga aus dem Gebiet des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV): FC Carl Zeiss Jena
  • den verbleibenden acht Teams aus der Regionalliga aus dem Gebiet des NOFV: RB Leipzig, Berliner AK 07, ZFC Meuselwitz, VFC Plauen, Hertha BSC II, Energie Cottbus II, VfB Germania Halberstadt, 1. FC Magdeburg
  • den drei bestplatzierten Bewerbern aus der Staffel Nord der Oberliga Nordost 2011/12: 1. FC Union Berlin II, FSV Optik Rathenow, TSG Neustrelitz
  • den drei bestplatzierten Bewerbern aus der Staffel Süd der Oberliga Nordost 2011/12: FSV Zwickau, VfB Auerbach, 1. FC Lokomotive Leipzig
  • dem Gewinner des Qualifikationsspiels zwischen den viertbesten Bewerbern der beiden Staffeln der Oberliga des NOFV: Torgelower SV Greif

Auf- und Abstiegsregelung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aufstieg in die 3. Liga
Für den Aufstieg in die 3. Liga war der Meister für die Teilnahme an den Aufstiegsspielen sportlich qualifiziert.
  • Abstieg aus der Regionalliga Nordost
Die beiden Mannschaften auf den Plätzen 15 und 16 der Regionalliga Nordost stiegen am Ende der Saison ab.
  • Aufstieg in die Regionalliga Nordost
Die Meister der beiden Staffeln der Oberliga Nordost stiegen direkt auf.

Saisonverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabellenführer der ersten drei Spieltage waren TSG Neustrelitz, Germania Halberstadt und der 1. FC Magdeburg. Nach dem vierten Spieltag übernahm RB Leipzig die Tabellenführung und gab sie nicht mehr ab. Am Saisonende sicherte sich RB Leipzig ungeschlagen den Meistertitel mit 72 Punkten und damit 14 Punkten Vorsprung auf den FC Carl Zeiss Jena. Der Titelgewinn stand bereits nach dem 27. Spieltag fest. Durch den Meistertitel qualifizierte sich Leipzig für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga, in denen sie sich in zwei Spielen gegen den West-Vertreter Sportfreunde Lotte den Aufstieg sicherten.

Die Abstiegsränge belegten die zweite Mannschaft von Energie Cottbus und der Torgelower SV Greif.

Am dritten Spieltag wurde beim Spiel 1. FC Lokomotive Leipzig gegen RB Leipzig mit 24.795 Zuschauern ein neuer Zuschauerrekord für eine vierte Liga aufgestellt. Die alte Bestmarke stand bei 18.500 Zuschauern, die das Spiel von Preußen Münster gegen Borussia Mönchengladbach II am 6. Mai 2011 sahen.[4]

Tabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielorte der Regionalliga Nordost 2012/13
Rang Verein Sp. S U N Tore Diff. Pkt.
01. RB Leipzig 30 21 9 0 65:22 +43 72
02. FC Carl Zeiss Jena (A) 30 16 10 4 54:28 +26 58
03. FSV Zwickau (N) 30 13 14 3 44:14 +30 53
04. Berliner AK 07 30 13 14 3 37:18 +19 53
05. Hertha BSC II 30 14 4 12 46:39 +07 46
06. 1. FC Magdeburg 30 12 9 9 42:41 +01 45
07. ZFC Meuselwitz 30 13 6 11 37:40 03 45
08. TSG Neustrelitz (N) 30 10 10 10 41:39 +02 40
09. VfB Germania Halberstadt 30 8 14 8 31:34 03 38
10. 1. FC Lokomotive Leipzig (N) 30 9 9 12 35:39 04 36
11. FSV Optik Rathenow (N) 30 9 8 13 35:46 −11 35
12. 1. FC Union Berlin II (N) 30 7 10 13 36:43 07 31
13. VFC Plauen 30 6 11 13 42:52 −10 29
14. VfB Auerbach (N) 30 6 10 14 35:48 −13 28
15. Energie Cottbus II 30 3 11 16 26:53 −27 20
16. Torgelower SV Greif (N) 30 2 7 21 19:69 −50 13
Legende
Teilnehmer an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga
Absteiger in die Oberliga Nordost
(A) Absteiger aus der 3. Liga
(N) Aufsteiger aus der Oberliga Nordost

Aus der Oberliga Nordost stiegen der Berliner FC Viktoria 1889 als Meister der Staffel Nord und der FSV Wacker 90 Nordhausen als Meister der Staffel Süd auf. Durch die Fusion mit dem LFC Berlin trat der Berliner FC Viktoria 1889 in der folgenden Spielzeit unter dem Namen FC Viktoria 1889 Berlin an. Aus der 3. Liga stieg der SV Babelsberg 03 ab.

Kreuztabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte, die Gastmannschaft in der oberen Zeile aufgelistet.

2012/13 FC Carl Zeiss Jena ZFC Meuselwitz VFC Plauen Hertha BSC II Energie Cottbus II VfB Germania Halberstadt 1. FC Magdeburg 1. FC Union Berlin II FSV Zwickau FSV Optik Rathenow VfB Auerbach 1. FC Lokomotive Leipzig Torgelower SV Greif
FC Carl Zeiss Jena 4:5 2:2 4:1 0:0 2:1 2:0 1:1 0:0 1:0 1:1 3:0 5:3 2:1 3:0 2:1
RB Leipzig 1:1 1:0 2:0 2:2 2:0 3:0 3:0 4:0 1:1 0:0 2:1 1:0 1:0 0:0 5:0
Berliner AK 07 2:1 1:1 2:0 2:2 1:1 6:0 1:1 1:1 0:0 1:0 2:1 2:0 2:1 1:0 2:0
ZFC Meuselwitz 0:0 0:0 0:2 1:0 0:2 2:1 1:1 2:0 3:0 3:2 5:0 5:2 0:0 2:1 1:0
VFC Plauen 1:3 1:1 0:0 2:1 3:3 2:0 1:2 3:3 2:2 0:3 2:1 2:3 1:2 1:2 3:0
Hertha BSC II 0:1 1:2 2:0 0:1 3:2 1:1 1:1 3:2 1:3 1:2 3:1 2:0 3:1 1:0 4:1
Energie Cottbus II 1:4 1:4 1:1 2:3 0:1 0:1 0:1 0:2 4:1 0:0 2:3 1:1 1:1 1:1 2:2
VfB Germania Halberstadt 0:2 0:0 0:1 1:1 2:0 1:2 2:1 2:2 1:1 0:0 0:0 4:1 1:1 0:0 1:0
1. FC Magdeburg 2:1 1:4 1:1 3:0 1:0 0:2 2:2 0:2 1:2 0:0 1:0 1:0 2:2 3:2 2:0
1. FC Union Berlin II 0:1 1:2 1:2 2:0 2:2 0:1 2:2 1:1 0:3 1:3 2:1 0:0 0:0 0:1 3:1
FSV Zwickau 0:0 0:1 0:0 2:0 3:1 2:1 0:0 3:0 2:0 4:0 0:0 1:1 1:1 1:0 4:0
FSV Optik Rathenow 0:3 2:4 0:0 2:0 2:1 2:1 2:1 4:1 0:3 3:2 1:1 3:1 0:1 1:1 1:1
VfB Auerbach 1:1 3:4 0:0 5:0 1:2 1:0 0:1 2:1 0:2 2:1 1:1 1:1 1:0 0:0 0:0
TSG Neustrelitz 2:3 1:2 1:0 0:2 4:2 3:1 3:0 1:2 2:2 0:0 0:0 1:0 4:4 3:1 3:2
1. FC Lokomotive Leipzig 1:0 1:3 0:0 2:2 2:2 4:0 0:1 1:1 3:0 0:5 0:3 0:2 1:0 3:0 3:1
Torgelower SV Greif 1:1 0:4 0:2 0:1 1:1 0:4 0:0 2:1 1:2 0:4 0:5 1:1 2:1 0:2 2:5

Torschützenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Nat. Spieler Verein Tore
1 DeutschlandDeutschland Daniel Frahn RB Leipzig 20
2 DeutschlandDeutschland Marc Zimmermann VFC Plauen 12
3 DeutschlandDeutschland André Luge FSV Zwickau 11
DeutschlandDeutschland Murat Turhan FSV Optik Rathenow
5 DeutschlandDeutschland Steffen Kellig FSV Zwickau 10
DeutschlandDeutschland Marcel Schuch VfB Auerbach
7 DeutschlandDeutschland Matthias Peßolat FC Carl Zeiss Jena 9
DeutschlandDeutschland Steve Rolleder 1. FC Lokomotive Leipzig
DeutschlandDeutschland Marcel Schlosser FC Carl Zeiss Jena
DeutschlandDeutschland Tony Schmidt VFC Plauen
DeutschlandDeutschland Manuel Starke ZFC Meuselwitz
Quelle: kicker.de[5]

Stadien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die MDCC-Arena in Magdeburg
Name Stadt Verein Kapazität
Red Bull Arena Leipzig RB Leipzig 44.345
MDCC-Arena Magdeburg 1. FC Magdeburg 27.250
Stadion der Freundschaft Cottbus Energie Cottbus II 22.528
Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark Berlin-Prenzlauer Berg 1. FC Union Berlin II 19.708
Sternquell-Arena Plauen VFC Plauen 16.400
Ernst-Abbe-Sportfeld Jena FC Carl Zeiss Jena 12.630
Gießerei-Arena Torgelow Torgelower SV Greif 10.000
Poststadion Berlin-Moabit Berliner AK 07 10.000
Bruno-Plache-Stadion Leipzig-Probstheida 1. FC Lokomotive Leipzig 07.000
Parkstadion Neustrelitz TSG Neustrelitz 07.000
Friedensstadion Halberstadt VfB Germania Halberstadt 06.000
Olympiapark-Amateurstadion Berlin-Westend Hertha BSC II 05.400
bluechip-Arena Meuselwitz ZFC Meuselwitz 05.260
VfB-Stadion Auerbach/Vogtl. VfB Auerbach 05.000
Stadion Vogelgesang Rathenow FSV Optik Rathenow 05.000
Sportforum „Sojus 31“ Zwickau FSV Zwickau 03.615

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Regelungen zur Spielklassen-Reform verabschiedet. Deutscher Fußball-Bund, 29. April 2011, abgerufen am 27. Januar 2013.
  2. Statut für die Regionalliga West (RLSt). Westdeutscher Fußball- und Leichtathletikverband, 27. Juli 2012, abgerufen am 27. Januar 2013 (PDF).
  3. Welling sieht Benachteiligung. Regionalliga-Reform: Keine Obergrenze für Reserven. Kicker-Sportmagazin, 31. Januar 2012, abgerufen am 27. Januar 2013.
  4. Zuschauer-Rekord bei Leipziger Fußball-Derby. Focus online, 2. September 2012, abgerufen am 19. Januar 2014.
  5. Torjäger. Kicker-Sportmagazin, abgerufen am 25. Mai 2013.