Schopp

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Schopp
Schopp
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Schopp hervorgehoben
Koordinaten: 49° 21′ N, 7° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Kaiserslautern-Süd
Höhe: 220 m ü. NHN
Fläche: 11,35 km²
Einwohner: 1426 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 126 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67707
Vorwahl: 06307
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 204
Adresse der Verbandsverwaltung: Pirmasenser Straße 62-64
67655 Kaiserslautern
Webpräsenz: www.gemeinde-schopp.de
Ortsbürgermeister: Bernd Mayer
Lage der Ortsgemeinde Schopp im Landkreis Kaiserslautern
Karte
Ortsansicht

Schopp ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Kaiserslautern hat. Schopp ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Rande des Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord. Westlich des Dorfes fließt die Moosalb, die hier die Gemeindegrenze zu Krickenbach bildet.

Zu Schopp gehören auch die Wohnplätze Finsterbrunnertal und Pulvermühle.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1345 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter unterstand Schopp zusammen mit Waldfischbach, Geiselberg, Schmalenberg und Heltersberg als Teil des Holzlandes dem Kloster Hornbach. Mit der Säkularisierung des Klosters (1557) kamen die Orte an das Kurfürstentum Pfalz.

Ende des 18. Jahrhunderts gelangte Schopp zum französischen Departement Donnersberg und gehörte zum Kanton Waldfischbach. Ab 1816 gehörte die Gemeinde, wie die gesamte Pfalz, zum Königreich Bayern und war im Rheinkreis dem Landkommissariat Pirmasens (seit 1862 Bezirksamt, seit 1938 Landkreis) zugeordnet. 1828 hatte das Dorf 186 protestantische und 19 katholische Einwohner. Durch den Ort führte eine Straße, die Kaiserslautern mit Bitsch in Lothringen verband und aus der die heutige Bundesstraße 270 entstand.[4] Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Ort zum damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Schopp, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 140
1835 211
1871 379
1905 495
1939 758
1950 892
Jahr Einwohner
1961 1.113
1970 1.318
1987 1.381
1997 1.530
2005 1.513
2015 1.426

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren 47,9 Prozent der Einwohner evangelisch und 28,0 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[5] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Schopp besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FWG BfS Gesamt
2014 4 4 6 2 16 Sitze
2009 6 4 6 - 16 Sitze
2004 6 6 4 - 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Schopp e.V.
  • BfS =Bündnis Bürger für Schopp e.V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Von Grün und Gold geteilt, oben ein goldener Eichenzweig mit zwei Blättern und je zwei Eicheln oben, rechts und links, unten auf gewölbtem grünem Grund ein roter Schuppen“.

Es wurde 1955 vom Mainzer Innenministerium genehmigt.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Schopp

Schopper Kerwe im Jahr 2008

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gospel Singers Schopp
  • Männergesangverein "Liederkranz" Schopp

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Einmal im Sommer und im Winter wird in und um Schopp ein Volkslauf durchgeführt.
  • An Pfingsten gibt es ein internationales Radrennen auf der Radrennbahn.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schopp liegt am Rand des Mountainbikepark Pfälzerwald. Der örtliche Bahnhof ist Startpunkt von Touren verschiedener Schwierigkeitsgrade. 1998 sowie 2002 wurde hier die Deutsche Mountainbikemeisterschaft ausgetragen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An das überregionale Straßennetz ist Schopp durch die Bundesstraße 270 (Fischbach (bei Idar-Oberstein)Pirmasens) angebunden. Mit der Eisenbahn ist der Ort ist über die Biebermühlbahn von Kaiserslautern und Pirmasens aus zu erreichen. An Wochenenden und Feiertagen wird die Gemeinde außerdem vom Nachtbus Kaiserslautern bedient.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schopp verfügt über einen Kindergarten und eine Grundschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Friedel: Schopp. Die Geschichte eines Dorfes im pfälzischen Holzland. Hrsg.: Gemeindeverwaltung Schopp, 1964

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schopp – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 95 (PDF; 2,3 MB)
  4. Geographisch-statistisches Handbuch von Rheinbaiern, Zweibrücken, 1828, S. 139 (Google Books)
  5. KommWis, Stand: 31. Dezember 2014
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3