Schopp

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Schopp
Schopp
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Schopp hervorgehoben
Koordinaten: 49° 21′ N, 7° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Landstuhl
Höhe: 220 m ü. NHN
Fläche: 11,35 km2
Einwohner: 1474 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67707
Vorwahl: 06307
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 204
Adresse der Verbandsverwaltung: Kaiserstraße 49
66849 Landstuhl
Website: www.gemeinde-schopp.de
Ortsbürgermeister: Bernd Mayer
Lage der Ortsgemeinde Schopp im Landkreis Kaiserslautern
Karte
Ortsansicht

Schopp ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Landstuhl an. Schopp ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Rande des Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord in dessen Teilbereich Pfälzisches Holzland. Zu Schopp gehören zusätzlich die Wohnplätze Finsterbrunnertal und Pulvermühle.[3] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Stelzenberg, Trippstadt, Schmalenberg, Geiselberg, Horbach und Krickenbach.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich des Dorfes fließt die Moosalb, die in diesem Bereich die Gemeindegrenze zu Krickenbach bildet. Dessen linker Nebenfluss Hirschalbe bildet im Süden die Grenze zu Geiselberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1345 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter unterstand Schopp zusammen mit Waldfischbach, Geiselberg, Schmalenberg und Heltersberg dem Kloster Hornbach. Mit der Säkularisation des Klosters im Jahr 1557 kamen die Orte an das Kurfürstentum Pfalz.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Schopp in den Kanton Waldfischbach im Departement Donnersberg eingegliedert und unterstand der Mairie Waldfischbach. 1815 wurde der Ort zunächst Österreich zugeschlagen. Ein Jahr später wechselte die Gemeinde in das Königreich Bayern und war dort Teil des Rheinkreis. Von 1818 bis 1862 war der Ort Bestandteil des Landkommissariat Pirmasens, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

1939 wurde Schopp in den Landkreis Pirmasens eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Schopp 1969 in den Landkreis Kaiserslautern. Drei Jahre später wurde der Ort in die neu geschaffene Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd eingegliedert, die zum 1. Juli 2019 mit der Verbandsgemeinde Landstuhl zur neuen Verbandsgemeinde Landstuhl fusionierte.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Schopp, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 140
1835 211
1871 379
1905 495
1939 758
1950 892
Jahr Einwohner
1961 1.113
1970 1.318
1987 1.381
1997 1.530
2005 1.513
2018 1.474

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1828 hatte das Dorf 186 protestantische und 19 katholische Einwohner. Ende 2014 waren 47,9 Prozent der Einwohner evangelisch und 28,0 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Schopp besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG BfS Gesamt
2014 4 4 6 2 16 Sitze
2009 6 4 6 - 16 Sitze
2004 6 6 4 - 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Schopp e. V.
  • BfS =Bündnis Bürger für Schopp e. V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Schopp
Blasonierung: „Von Grün und Gold geteilt, oben ein goldener Eichenzweig mit zwei Blättern und je zwei Eicheln oben, rechts und links, unten auf gewölbtem grünem Grund ein roter Schuppen.“[6]

Es wurde 1955 vom Mainzer Innenministerium genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Denkmalschutz stehen im Gemeindegebiet unter anderem die Grabmale der Familie Jacob samt Kriegerdenkmal auf dem örtlichen Friedhof, das Naturfreundehaus Finsterbrunnertal und ein Wohnhaus sowie eine Hofanlage, die sich beide in der örtlichen Hauptstraße befinden.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schopper Kerwe im Jahr 2008

Einmal im Sommer und im Winter wird in und um Schopp ein Volkslauf durchgeführt. An Pfingsten findet ein internationales Radrennen auf der Radrennbahn statt.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schopp liegt am Rand des Mountainbikepark Pfälzerwald. Die Gemeinde ist Startpunkt von Touren verschiedener Schwierigkeitsgrade. 1998 sowie 2002 wurde hier die Deutsche Mountainbikemeisterschaft in der Disziplin „Cross Country“ ausgetragen. Zeitweise war die Radrennbahn Teil einer Rennserie.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Ort Bestandteil der inzwischen aufgelösten Pirmasens Military Community.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiene
Bahnhof Schopp im Jahr 2011

Mit der Eisenbahn ist der Ort ist über die Biebermühlbahn von Kaiserslautern und Pirmasens aus zu erreichen; der Bahnhof befindet sich am nordwestlichen Ortsrand.

Straße

Durch Schopp führte eine Straße, die Kaiserslautern mit Bitsch in Lothringen verband und aus der die heutige Bundesstraße 270 entstand.[7] An das überregionale Straßennetz ist der Ort durch die letztere, die von Fischbach (bei Idar-Oberstein) bis nach Pirmasens verläuft, angebunden. die Kreisstraße 72 verbindet die Gemeinde mit dem nahen Landkreis Südwestpfalz und die Kreisstraße 73 verknüpft den Bahnhof mit der Bundesstraße. An Wochenenden und Feiertagen wird die Gemeinde außerdem vom Nachtbus Kaiserslautern bedient. Zudem existiert vor Ort ein Bürgerbus.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schopp verfügt über einen Kindergarten und eine Grundschule.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über das Gemeindegebiet führen der Pfälzer Waldpfad, der Skulpturenweg Schweinstal und der Gewässerwanderweg an der Moosalbe. Zudem liegt Schopp an der Route eines Wanderweges, der mit einem grün-gelben Kreuz markiert ist. Dieser verbindet die Gemeinde unter anderem mit Bexbach, Neustadt an der Weinstraße und Ludwigshafen am Rhein.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017, Walburga Bayer (* 1938), verliehen für ihr Engagement während ihrer 30-jährigen Tätigkeit als Leiterin der Gemeindebücherei von Schopp.[8]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Friedel: Schopp. Die Geschichte eines Dorfes im pfälzischen Holzland. Hrsg.: Gemeindeverwaltung Schopp, 1964

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schopp – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018[Version 2019 liegt vor]. S. 95 (PDF; 2,2 MB).
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2014
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  7. Geographisch-statistisches Handbuch von Rheinbaiern, Zweibrücken, 1828, S. 139 (Google Books)
  8. Früh das Abenteuer Lesen für sich entdeckt. In: Die Rheinpfalz. 7. März 2017, abgerufen am 5. April 2019.