Otterbach (Westpfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Otterbach
Otterbach (Westpfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Otterbach hervorgehoben
49.4869444444447.7341666666667215Koordinaten: 49° 29′ N, 7° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Otterbach-Otterberg
Höhe: 215 m ü. NHN
Fläche: 6,2 km²
Einwohner: 3936 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 635 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67731
Vorwahl: 06301
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 034
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Otterbach-Otterberg
Webpräsenz: www.vg-otterbach.de
Ortsbürgermeisterin: Brigitte Hörhammer (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Otterbach im Landkreis Kaiserslautern
Karte

Otterbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg an. Gemäß Landesplanung ist Otterbach als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Otterbach liegt nord-westlich von Kaiserslautern an der Mündung des Otterbachs in die Lauter.

Die Gemeinde besteht aus den beiden Ortsteilen Otterbach und Sambach. Zum Ortsteil Otterbach gehören auch die Wohnplätze Falltal und Sambacher Ziegelhütte.[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind die Ortsgemeinde Katzweiler im Nordwesten, die Stadt Otterberg im Nordosten und die kreisfreie Stadt Kaiserslautern mit den Stadtteilen Erlenbach, Morlautern, Wiesenthalerhof und Erfenbach im Süden.

Geschichte[Bearbeiten]

Südlich der Ortschaft befand sich auf dem Schlossberg die verschwundene Burg Sterrenberg.

Am 7. Juni 1969 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Sambach nach Otterbach eingemeindet.[4]

Bis zum 1. Juli 2014 war Otterbach Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde mit sieben Mitgliedsgemeinden.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Otterbach besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FDP FWG Gesamt
2009 8 8 1 3 20 Sitze
2004 8 8 1 3 20 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Ein blauer Schild durch einen silbernen Wellenbalken geteilt. Oben ein silberner Otter mit einem ebenso gefärbten Fisch im Maul. Unten ein goldenes Eichhörnchen eine goldene Eichel in den Vorderpfoten haltend“.

Das Wappen ist eine Kombination der beiden alten Wappen der Gemeinden von Sambach und Otterbach. Der Otter ist der Namensgeber des Ortes Otterbach, genauer für den Bach „Otterbach“. Das Eichhörnchen ist das Wappentier der Abtei im benachbarten Otterberg, die in Sambach eine Mühle besaß. Das silberne Wellenband steht für den Otterbach. Die Farben Blau und Silber erinnern an die frühere Herrschaft der Grafen von der Leyen.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Es besteht seit 1991 eine Städtepartnerschaft mit der thüringischen Gemeinde Mihla.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Katholische Kirche Mariä Himmelfahrt

Bauwerke[Bearbeiten]

Sehenswerte Bauwerke sind die Katholische Kirche Mariä Himmelfahrt und die Protestantische Christuskirche. Weitere sehenswerte Gebäude listet auch die Liste der Kulturdenkmäler in Otterbach auf.

Museen[Bearbeiten]

Das Motorrad-Museum ist in der alten, 1847 erbauten, evangelischen Kirche in Otterbach seit etwa 1980 untergebracht. Davor wurde die Kirche fünf Jahre nicht genutzt. Am Bahnübergang Richtung Erfenbach gibt es ein Stellwerkmuseum, das an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat historische Bahntechnik zeigt.

Vereine[Bearbeiten]

Der Zen Bogyo Do e. V. betreibt das Jiu-Jitsu-Bundesleistungszentrum des Deutschen Jiu Jitsu Bundes. Mitgliederstärkster Verein der Gemeinde ist der TuS Otterbach e. V. Mit dem F. C. Phönix Otterbach beheimatet die Gemeinde auch den Fußballmeister der Kreisliga Kaiserslautern des Jahres 2007. Die Hobby Singers e. V. sind ein Männerchor und ein gemischter Chor („Hobby-Swingers“) mit rund 700 Mitgliedern. Mit dem Musikverein Otterbach gibt es ein Westpfälzer Blasorchester. Der SV Sambach 1961 e. V. ist der Fußballverein im Ortsteil Sambach, mit dem 1. LBC/Otterbach, einem Verein für den Boule- und Pétanquesport gibt es ein Team, dessen erste Mannschaft in der Bundesliga spielt. Ein weiterer Verein ist die Reservistenkameradschaft Otterbach e. V.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Im Bahnhof Lampertsmühle-Otterbach hält die Lautertalbahn, die zwischen Kaiserslautern und Lauterecken-Grumbach fährt. Die Gleise der Lautertalbahn liegen parallel zur Bundesstraße 270 (im Ortsgebiet von Otterbach „Lauterstraße“ genannt). Von 1891 bis 1980 zweigten vom Bahnhof eine Stichstrecke nach Otterberg und von 1912 bis 1996 die Bachbahn nach Weilerbach beziehungsweise Reichenbach ab.

Behörden[Bearbeiten]

  • Als Sitz der Verbandsgemeinde Otterbach beherbergt Otterbach deren Verwaltung, verfügt über ein eigenes Rathaus und ein Touristen-Zentrum.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Vorschulische Bildungseinrichtungen sind der protestantische Kindergarten mit Kindertagesstätte und die Katholische Kindertagesstätte „Arche Noah“. Die einzige Schule am Ort ist die Goetheschule, eine reine Grundschule.

AFN-Sender[Bearbeiten]

Südlich von Sambach befindet sich bei 49° 29′ N, 7° 43′ O49.4908333333337.7175 der Mittelwellensender des AFN für den Großraum Kaiserslautern, der auf der Frequenz 1107 kHz mit 10 kW Sendeleistung arbeitet. Er verwendet als Sendeantenne einen 136 Meter hohen, gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast, der 1951 errichtet wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Otterbach (Westpfalz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011). (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 95 (PDF; 2,16 MB)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 192 (PDF; 2,50 MB)
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen