Schneckenhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Schneckenhausen
Schneckenhausen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Schneckenhausen hervorgehoben
49.5402777777787.7452777777778330Koordinaten: 49° 32′ N, 7° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Otterbach-Otterberg
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 3,71 km²
Einwohner: 593 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 160 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67699
Vorwahl: 06301
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 042
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 27
67697 Otterberg
Webpräsenz: www.otterbach-otterberg.de
Ortsbürgermeister: Konrad Schiwek
Lage der Ortsgemeinde Schneckenhausen im Landkreis Kaiserslautern
Karte

Schneckenhausen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Schneckenhausen liegt elf Kilometer nördlich von Kaiserslautern an der Quelle des Odenbachs, der nach ca. 22 km Lauf im gleichnamigen Ort Odenbach in den Glan mündet.

Zu Schneckenhausen gehört auch der Wohnplatz Sonnenhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Schneckenhausen gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Herrschaft Schallodenbach, die als kurtrierisches Erblehen im Besitz der Grafen von Sickingen war.[3]

Nach 1792 wurde die Region im Ersten Revolutionskrieg von französischen Truppen besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte Schneckenhausen zum französischen Departement Donnersberg und war dem Kanton Otterberg zugeordnet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen und einem Tauschvertrag mit Österreich kam die Region 1816 zum Königreich Bayern. Ab 1818 war die Gemeinde Schneckenhausen dem Landkommissariat Kaiserslautern im bayerischen Rheinkreis, später dem Bezirksamt Kaiserslautern zugeordnet, aus dem 1938 der Landkreis Kaiserslautern hervorging.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schneckenhausen innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz und gehörte bis 1968 zum Regierungsbezirk Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Schneckenhausen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4][1]

Jahr Einwohner
1815 344
1835 496
1871 357
1905 401
1939 425
1950 472
Jahr Einwohner
1961 506
1970 510
1987 548
1997 631
2005 630
2014 593

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Schneckenhausen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden..[5]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Von Schwarz und Silber geteilt, oben fünf silberne Bollen 2:1:2, unten eine rote Schnecke mit Schneckenhaus“.

Es wurde 1960 vom Mainzer Innenministerium genehmigt. Die Bollen erinnern an die ehemaligen Ortsherren, die Herren von Sickingen, und die Schnecke verweiset redend auf den Ortsnamen.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Protestantischer Glockenturm; offenes Geläut mit Eisenkonstruktion, 1895.
  • Ehemalige Schule; Kubus unter Pyramidendach mit Vorhalle, gestaffelter Toilettenanbau, 1913.
  • Katholische Kirche St. Wendelin; Saalbau, Rundbogenstil, 1843/44, Zivilbauinspektor August von Voit, Speyer.[7]

Bildergalerie[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar integriert. Die Linien 6506 und 6509 der Regionalbus Saar-Westpfalz GmbH verbinden den Ort mit Kaiserslautern. Der nächste Bahnhof ist Katzweiler an der Lautertalbahn (Kaiserslautern–Lauterecken-Grumbach), etwa sieben Kilometer südwestlich von Schneckenhausen gelegen.

Parallel zur Lautertalbahn verläuft die nächste Bundesstraße, die B 270.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schneckenhausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 96 (PDF; 2,3 MB)
  3. Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistische Beschreibung des kön. bayer. Rheinkreises, Band 3, Neidhard, 1837, S. 132, 134 (Google Books)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
  7. Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 28. März 2011)