Bann (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bann
Bann (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bann hervorgehoben

Koordinaten: 49° 23′ N, 7° 37′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Landstuhl
Höhe: 362 m ü. NHN
Fläche: 12,94 km2
Einwohner: 2240 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 173 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66851
Vorwahl: 06371
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 002
Adresse der Verbandsverwaltung: Kaiserstraße 49
66849 Landstuhl
Website: www.bann.de
Ortsbürgermeister: Stephan Mees (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Bann im Landkreis Kaiserslautern
Karte
Ortsbild von Bann mit Großen Hausberg im Hintergrund

Bann ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Landstuhl an, innerhalb derer sie gemessen an der Fläche die zweitgrößte und hinsichtlich der Einwohnerzahl die drittgrößte Ortsgemeinde darstellt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bann liegt am westlichen Rand des Pfälzerwaldes, der in diesem Bereich in die Sickinger Höhe übergeht, 13 km südwestlich von Kaiserslautern im Steinalbtal. Zur Gemeinde gehört zusätzlich der Wohnplatz Forsthaus Steigerhof.[2] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Kindsbach, Kaiserslautern, Queidersbach, Obernheim-Kirchenarnbach, Oberarnbach und Landstuhl.

Erhebungen und Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Osten der Gemarkung erstreckt sich der 471 Meter hohe Große Hausberg. An der Gemarkungsgrenze zu Landstuhl und Oberarnbach erstreckt sich der 461 Meter hohe Kahlenberg und ganz im Nordosten der 375 Meter hohe Kleine Berg. Durch Bann fließt ein kleiner Bach, der Queidersbach, im Volksmund Steinalb genannt. Er entspringt an der Ziegelsteige auf der Sickinger Höhe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bann wurde erstmals urkundlich im Jahre 1182 erwähnt.

Das Dorf Bann gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum sogenannten Großgericht der Herrschaft Landstuhl, das im Besitz der Freiherren von Sickingen der Linie zu Hohenburg war.

Im Jahr 1794 wurde das linke Rheinufer im Ersten Koalitionskrieg besetzt. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Bann in den Kanton Landstuhl im Departement Donnersberg eingegliedert und unterstand der Mairie Landstuhl.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam das Gebiet im Juni 1815 zunächst zu Österreich und wurde 1816 auf der Grundlage eines Staatsvertrags an das Königreich Bayern abgetreten. Unter der bayerischen Verwaltung gehörte Bann von 1817 an zum Landkommissariat Homburg im Rheinkreis, ab 1862 zum Bezirksamt Homburg, wechselte 1929 zum Bezirksamt Kaiserslautern.

Seit 1939 ist die Gemeinde Bestandteil des Landkreises Kaiserslautern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Trippstadt innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz sowie des Regierungsbezirks Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde der Ort 1972 in die neu geschaffene Verbandsgemeinde Landstuhl eingegliedert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Bann, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 415
1835 611
1871 636
1905 882
1939 1.368
1950 1.620
1961 1.902
Jahr Einwohner
1970 2.142
1987 2.180
1997 2.349
2005 2.355
2011 2.202
2017 2.230

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bann besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2019[4] 10 6 16 Sitze
2014[5] 11 5 16 Sitze
2009 4 10 2 16 Sitze
2004 3 10 3 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Bann e. V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister von Bann ist Stephan Mees (CDU). Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 85,75 % wiedergewählt.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Bann
Blasonierung: „Von Rot und Schwarz gespalten, rechts ein linksgewendeter blaubewehrter und -bezungter silberner Löwe, links fünf silberne Bollen 2:1:2.“
Wappenbegründung: Die Bollen verweisen auf die einstige Zugehörigkeit zu den Freiherren von Sickingen.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1989 existiert eine Partnerschaft mit dem französischen Migné-Auxances.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmalgeschützte Ruine der Burg Perlenberg

Vor Ort existieren insgesamt neun Objekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter die Ruine der Burg Perlenberg im Osten der Gemarkung und ein Menhir.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet Täler und Verlandungszone am Gelterswoog befindet sich teilweise auf dem Gebiet von Bann. Der östlich des Queidersbaches befindliche Teil der Gemeindegarkung ist Teil des Naturparks Pfälzerwald, der wiederum zum Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord gehört. Die Apfelsorte Grasblümchen stammt ursprünglich unter anderem aus dem Gebiet von Bann.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schachverein SC Bann spielte in der Saison 2006/07 in der ersten Schachbundesliga. Der Bännjer Schützenverein, St.Hubertus Bann, ist weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Fast jedes Jahr ist der Verein auf den Deutschen Schießsportmeisterschaften vertreten.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bann ist finden am vierten Wochenende im September die jährliche Kirchweihe und das traditionelle Worschtzippelfest (Dorffest), welches von den örtlichen Vereinen getragen wird.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bann liegt an der in Nord-Süd-Richtung von Landstuhl nach Steinalben verlaufenden Landesstraße 363. Vor Ort zweigt von dieser die Kreisstraße 61 nach Oberarnbach ab. Der Öffentliche Nahverkehr ist seit 2006 in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert, davor war die Gemeinde seit 2000 Bestandteil des Westpfalz-Verkehrsverbundes (WVV). Die Gemeinde ist durch die A 62 in Form der Anschlussstelle Bann an das Autobahnnetz angebunden; südlich letzterer ist sie jedoch lediglich zweispurig ausgebaut und somit faktisch lediglich eine Kraftfahrstraße.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bann liegt an der Nordroute der Pfälzer Jakobswege.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort existiert die sogenannte Don-Bosco-Grundschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean Zimmer (* 1993), spielte in seiner Jugend bis 2004 beim SV Bann Fußball

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bann (Pfalz) – Sammlung von Bildern
 Wikinews: Bann (Pfalz) – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 150 (PDF; 3 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Regionaldaten.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Bann. Abgerufen am 1. November 2019.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2014 Bann. Abgerufen am 1. November 2019.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Landstuhl, Verbandsgemeinde, zweite Ergebniszeile. Abgerufen am 1. November 2019.